Standortbilanz Lesebogen 42 Lebensbedingungen und Region
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Standortbilanz Lesebogen 42 Lebensbedingungen und Region

Grenzübergreifende Räumlichkeit

  1. 21 Seiten
  2. German
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Standortbilanz Lesebogen 42 Lebensbedingungen und Region

Grenzübergreifende Räumlichkeit

Über dieses Buch

So mühsam der Entwicklungsprozess einer umfassenden Standortbilanz auch sein mag: der Aufwand lohnt sich schon allein deshalb, weil alle Beteiligten neue Erkenntnisse über Zusammenhänge gewinnen und das Verständnis für Probleme wächst. Beispielsweise geht es dabei um Sachverhalten wie: Positionierung im Gesamtzusammenhang, Identifizieren der Standortfaktoren, gemeinsamer Nenner der Standortfaktoren, Liste der Standortfaktoren, Vielfalt der Standortfaktoren erfragen und erfassen, Segmentieren und Bündeln der Standortfaktoren, Grundzüge der Segmentierung, Rasterung von Standort-Aktionsfeldern, Makro- und Mikrosegmentierung, Regelkreis Segmentierung, Standortfaktoren-Fundament mit Cluster-Zuordnung, Kurzbeschreibung Standortfaktoren-Cluster, Gewichten der Standortfaktoren, Standortfaktoren-Cluster gewichten, Faktoren innerhalb Gesamt-Standort gewichten, Faktoren innerhalb ihrer Cluster gewichten, gewichtete Standortvergleiche, Hintergrund für Standortvergleiche, Merkmale für Gewichtungsverfahren, Bewertungsschema nach Prozenten oder Punkten, Bewerten ohne Gewichte, Standortvergleich mit einfacher Gewichtung, Standortvergleich mit zweifacher Gewichtung, Standort-Bewertungsprofil, Wirkungsbeziehungen und Potenziale, Standort-Indikatoren, Standort-Focus auf Einzelfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

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Information

1 Relative Einkommensarmut in Regionen

Die Politik verfolgt das Ziel gleichwertiger Lebensbedingungen. Das Postulat gleichwertiger Lebensverhältnisse muss am regionalen Maßstab gemessen werden: Armut findet immer vor Ort statt. Gemäß einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft („Einkommensarmut in Deutschland aus regionaler Sicht“) setzt ein national einheitlicher Maßstab für Einkommensarmut ein einheitliches Preisniveau in den Regionen voraus: unterhalb eines bestimmten Einkommens haben Betroffene nicht mehr genug Kaufkraft, um die sozialen Mindeststandards abzudecken.
 
In der IW-Studie wurde in teuren Gebieten der Schwellenwert für die Einkommensarmut entsprechend dem Preisniveau angehoben, an kostengünstigen Standorten abgesenkt. Für die bundesdeutsche Armutsschwelle wurden 871 Euro angenommen, für München dagegen die Schwelle kaufkraftbereinigt bei 1.030 Euro gesehen: Übergang von einer relativen Einkommensarmutsquote zu einer relativen Kaufkraftarmutsquote. Betrachtet man die Sache preisbereinigt, ergibt sich bei der Armutsquote ein Land-Stadt-Gefälle (und nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, umgekehrt ein Stadt-Land-Gefälle)
 
Zu den Regionen mit der größten relativen Einkommensarmut zählen daher ausschließlich Großstädte. Was daran liegt, dass in den Städten neben zweifellos sehr einkommensstarken Gruppen besonders viele Menschen mit einem erhöhten Risiko von Kaufkraftarmut leben (besonders schlecht schneiden Duisburg, Dortmund und Gelsenkirchen ab, wo die Kaufkraft sinkt). In den Städten wird die Kaufkraftentwicklung insbesondere durch stärker steigende Mieten negativ beeinflusst. Die regionalen Unterschiede der Kaufkraftarmutsquote sind weiterhin dadurch bedingt, dass Risikogruppen wie Alleinerziehende, Personen mit Migrationshintergrund regional sehr unterschiedlich stark vertreten sind. Städtische Regionen mit Strukturproblemen (z.B. schrumpfende Altindustrien, bildungsferne Schichten, hoher Migrantenanteil) weisen die höchsten Armutsquoten auf.

2 Kaufkraft - Indikator für Standortstärken

Die allgemeine Kaufkraft kann vereinfacht als die Summe aller Nettoeinkünfte pro Region bezeichnet werden. Die Anwendung der Kaufkraftkennziffern erfolgt insbesondere für Standortforschung, Kontrolle der regionalen Potentialausschöpfung. Die Kaufkraft ist sowohl in einzelnen Teilgebieten Deutschlands als auch im Vergleich zu anderen Ländern insgesamt sehr unterschiedlich. Eine Standortanalyse ohne entsprechende Kaufkraftanalyse bleibt ein Torso. Denn die Kaufkraft ist ein bestimmender Indikator zur Beurteilung von Entwicklungspotenzialen eines Standortes. Der Begriff „Kaufkraft“ umfasst all jene Einkommensteile, die den privaten Haushalten tatsächlich zur Verfügung stehen und ist besonders dort von Bedeutung, wo es sich um ausgesprochene Konsumartikel handelt. Die Kaufkraft ist am Wohnort der Einkommensbezieher erfasst: Nettoeinkommen (aus unselbständiger und selbständiger Arbeit, aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, Kapitalvermögen und Vermietung/Verpachtung), Gemeindeanteile an der Lohn- und Einkommensteuer, Renten und Pensionen, Arbeitslosengeld und –hilfe, Kindergeld, Sozialhilfe, Wohngeld. Kaufkraftziffern sagen nichts darüber aus, wo dieses Geld ausgegeben wird. Insofern dürfen Kaufkraft-Kennziffern nicht mit Umsatzkennziffern oder anderen auf die Umsätze des Handels bezogenen Kennziffern verwechselt werden.
Basis für die Berechnung der Kaufkraft sind Ergebnisse der amtlichen Lohn- und Einkommensteuerstatistik, die in regelmäßigen Abständen von den Statistischen Landesämtern veröffentlicht wird. Hier sind alle Einkünfte aus nichtselbständiger und selbständiger Arbeit als Bruttoeinkommen sowie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung für jede einzelne Gemeinde der Bundesrepublik nachgewiesen. Davon müssen die Lohn- und Einkommensteuern abgezogen werden, um den Nettobetrag zu erhalten. Damit ist die Kaufkraft noch nicht vollständig: d.h. die Lohn- und Einkommensteuerstatistik wird um di...

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Relative Einkommensarmut in Regionen
  2. 2 Kaufkraft - Indikator für Standortstärken
  3. 3 Standortreporting mit Modulen
  4. 4 Vorgehensweise Relevanzcheck
  5. 5 Dynamische Ressourcenwirkungen
  6. 6 Das Kapital eines Standortbeobachters
  7. 7 Auf Feedback und Abstimmfähigkeit achten
  8. 8 Standortpotenziale zielgerichtet ausschöpfen
  9. 9 Welche Kriterien wie gewichten ?
  10. 10 Jede Region mit besonderen Eigenschaften
  11. 11 Regionalökonomische Verflechtungen
  12. 12 Standortbilanz Erfolgshebel
  13. Impressum