
- 29 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Sturm der Gedanken
Über dieses Buch
15 Gedanken - so unterschiedlich, wie ein Mensch eben sein kann. Verwirrend, liebevoll und doch auch traurig und still wurden hier in einfachen kleinen Texten Begebenheiten niedergeschrieben.
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Information
Nur mit dir
Und plötzlich erschien Tim im Durchgang zur Küche, lehnte sich lässig an den Türrahmen und sah Anna ernst an. Blass stand die Haut seines Gesichtes im scharfen Kontrast zu seinem dunklen Schopf, aus welchem sich einzelne Strähnen gelöst hatten und ihm nun wild in die Stirn hingen. Er sagte nichts, während er die Daumen seiner Hände in die Hosentaschen hakte und die junge Frau einfach nur beobachtete. Süß sah sie aus, wie sie mit unzähligen und vor allem unnötigen Handgriffen versuchte, sich von den zermürbenden Gedanken abzulenken. Zum wiederholten Male fuhr sie mit dem Tuch über den Esstisch, welcher bereits seit geraumer Zeit spiegelblank vor ihr stand. Ungestüm wallten die langen Locken bei jeder Bewegung über ihre Schultern und sanft pendelte der Anhänger der silbernen Kette zwischen den Ansätzen ihrer Brüste, welche unter dem Ausschnitt ihrer weißen Bluse hervorblitzten.
Schließlich gab Anna das Putzen auf, hob kurz den Kopf, bemerkte das hauchzarte Schmunzeln um Tims Lippen, welche umrandet waren von den wüsten Stoppeln seines seit Tagen nicht mehr rasierten Gesichtes – und putzte weiter. Er hatte gelitten unter diesem Streit. Genauso, wie sie selbst. Ein Streit, welcher nicht ihrer war. Ein Streit, der in diesem Sinne auch keinen darstellte, sondern mehr eine Meinungsverschiedenheit. Eine Diskussion, erwachsen aus einem Missverständnis, welches sie beide wie aus heiterem Himmel und mit brachialer Gewalt getroffen hatte. Kein böses Wort war zwischen ihnen gefallen, jedoch der Schlagabtausch war heftig, intensiv, quälend und zermürbend gewesen. Die Gespräche der letzten drei Tage hatten ihre Spuren hinterlassen - bei beiden. Während Anna noch immer darum kämpfte, endlich wieder feste Nahrung zu sich nehmen zu können, plagte Tim sich mit schmerzhaften Krämpfen herum, denn er hatte sich an Unmengen von Kaffee und Zigaretten gütlich getan. An erholsamen Schlaf in den Nächten war nicht zu denken gewesen und die Sehnsucht danach stieg ins Unermessliche.
„Das muss aufhören“, flüsterte Tim schließlich gequält, als Anna keine erkennbare Reaktion auf ihn zeigte, und hoffte, dass sie ihn endlich richtig ansah.
Ihre Hand stockte mitten in der Bewegung. Noch war sie unschlüssig, überlegte einen kurzen Moment und blickte schlussendlich doch wieder auf: „Ja, das sollte es“, brachte sie kaum über die Lippen. „Wir gehen daran kaputt“, sah sie flehend in seine Augen und suchte nach der Antwort, die sie so dringend brauchte. Anna wollte sie nicht hören - nur sehen und vielleicht fühlen. Langsam ging sie deshalb um den Tisch herum, blieb vor Tim stehen und schaute zu ihm auf. Noch im selben Augenblick erkannte sie das Funkeln in seinen hellen Augen, welches gemischt war aus unbändigem Stolz, eiserner Willenskraft und unendlicher Liebe. Doch auch der Schatten des Zweifels und der Angst kämpfte sich erneut hervor, sodass es einmal mehr eine heiße Stoßwelle durch ihren Körper trieb und ihr regelrecht den Atem nahm. Leise und beinahe schüchtern fragte sie: „Mit Heilemachen anfangen?“
„Ja, bitte...“, hauchte Tim, während der Brocken, welcher sein Herz erdrückte, langsam zur Seite rutschte und schließlich ganz abfiel, als Anna ihre Arme um seinen Hals schlang und ihn liebevoll zu sich heranzog.
„Danke, Engel“, drückte er seine Nase tief in ihre Haare und sog den vertrauten Duft tief in seine Lungen.
„Wofür?“, zog sie grübelnd die Augenbrauen zusammen, während ihre Wange an seiner Schulter ruhte.
„Dass du uns nicht aufgibst.“
Erschrocken sah sie Tim an: „Das kann ich nicht. Du bist mir nicht egal“, keuchte sie entsetzt über seine Angst auf.
„So, wie du mir nicht egal bist“, ertappte er sie bei ihrer eigenen inneren Befürchtung, die sie kaum merklich, jedoch stets in ihrem Herzen mit sich herumtrug.
„Oh ...
Inhaltsverzeichnis
- Impressum
- Freiheit
- Totensonntag an Valentin
- Flügel der Sehnsucht
- An mich
- Maskenball
- Müde
- Nur mit dir
- Wenn
- Ohne Traum
- Mut
- Engel
- Er...
- Zwiegespräch
- Das klaffende Loch
- Hoffnung