Zum Zweifeln geboren - Zum Glauben verdammt
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Zum Zweifeln geboren - Zum Glauben verdammt

Das komplementäre Prinzip der Evolution

  1. 244 Seiten
  2. German
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Zum Zweifeln geboren - Zum Glauben verdammt

Das komplementäre Prinzip der Evolution

Über dieses Buch

Physik und Evolution sind fest miteinander verwoben. Aufgabe der Physik ist es, Erhaltungsgrößen und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, Evolution basiert auf deren Veränderungen. Um diese zufälligen Veränderungen erkennen zu können, muss man zunächst eine Struktur, Ordnung oder Gesetzmäßigkeit erfassen. Physik bildet die Grundlage für ein Verständnis der Evolution. Physik ist das Glauben, an dem eine zufällige Evolution Zweifel erzeugt. Ohne die Annahme einer Ordnung lassen sich Abweichungen gar nicht definieren.

Häufig gestellte Fragen

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Teil III

Leben
Ein duales Prinzip

11. Das duale Prinzip

Das duale Prinzip beruht auf Komplementaritäten, die beide notwendig sind (sowohl als auch), um ein Phänomen zu beschreiben. In der Physik ist der Welle-Teilchen-Dualismus allgemein bekannt und in allen Lehrbüchern beschrieben. Bei der Frage nach einer Erklärung bekommt man nur ein Achselzucken. Ein duales Prinzip wird in Einzelfällen angewendet, aber nicht begründet. Zweifeln und Glauben sind auch zwei Komplementaritäten und zum Erkenntnisgewinn sind beide unabdingbar.
Wenn selbst ein Erkenntnisgewinn ohne Dualismus unmöglich ist, muss doch wohl dieser Dualismus ein Merkmal der Natur sein, kein Sonderfall, sondern ein Prinzip der Natur. Einige Wissenschaftler glauben an einen Dualismus von Materie und Antimaterie, aber ein Nachweis dafür lässt sich in unserem Universum nicht finden. Die Vorsilbe Anti ist dabei irreführend.
Betrachten wir ein Beispiel aus der kulturellen Evolution. These und Antithese heben sich nicht gegenseitig auf, sondern führen zu einer Synthese, sie befruchten sich gegenseitig. These und Antithese sind auch nicht total komplementär, beide benutzen den gleichen Wortschatz und die gleichen Definitionen, unterscheiden sich nur in vereinzelten Interpretationen.
Männliche und weibliche Sexualpartner löschen sich im Normalfall auch nicht gegenseitig aus, sondern befruchten sich und erzeugen neue Entitäten. Mit einer neuen, einer emergenten Entität beginnt im Grunde genommen auch eine neue Zeitrechnung und die Invarianz der Zeit ist nur eine physikalische Chimäre.
Dualismus, wie ich ihn verstehe, ist ein Zusammenwirken von zwei komplementären Eigenschaften, Prozessen oder Entitäten, die jede für sich langfristig allein undenkbar wäre. Durch das Zusammenwirken entstehen neue Eigenschaften, Prozesse oder Entitäten, die zuvor nicht möglich und denkbar waren. Dieser Dualismus muss auf allen Ebenen vorhanden sein und sich bis ins kleinste Detail bemerkbar machen.
Demnach sollten auch die Grundbausteine des Universums bereits in sich dual sein. Wenn man das voraussetzen könnte, ließen sich alle folgenden Dualismen sofort erklären. Beste Voraussetzungen dafür besitzen Informationen. Diese sind einerseits abgeschlossene Entitäten, die aber ohne eine kommunikative Offenheit gar nicht der Definition einer Information genügen würden. Als Entitäten sind sie Wettbewerber, als Kommunikationspartner dagegen kooperationsbereit.
Wettbewerb und Kooperation sind ein weiteres Beispiel für Dualismus. Wettbewerb steht für ein Gegeneinander, Kooperation für ein Miteinander. Beide Prozesse sind komplementär, ergänzen einander und löschen sich nicht gegenseitig aus. Dieser Dualismus erzeugt mehr Komplexität, mehr Gedächtnis und immer neue Strukturen. Dieser Dualismus widerspricht jeder Form von Erhaltung. Wettbewerb allein würde die Vielfalt nach und nach verringern, bis kein weiterer Wettbewerb mehr möglich ist. Kooperation allein würde die Vielfalt so stark vermehren, dass keine Strukturen mehr erkennbar wären, Chaos.
Wenn zwei Informationen zusammentreffen, entsteht eine neue, eine zusätzliche Information, ohne dass dabei die ursprünglichen Informationen verloren gehen müssen. Wenn zwei Informationen aufeinander treffen, die noch nie vorher aufeinandergetroffen sind, entsteht dabei eine neue, eine emergente Information, die es zuvor noch nicht gab und die daher nicht vorhergesagt werden kann, also unbestimmt ist.
Wenn zudem Informationen eine begrenzte Lebensdauer haben müssen, sind bereits die Grundbedingungen der Evolution gelegt, Unbestimmtheit und endliche Lebensdauer. Informationen sind also auch die Grundbausteine eines evolutionären Systems und eines dualen Systems, woraus man schließen kann, dass evolutionäre Systeme dual sein müssen.
Ein Werden lässt sich nur evolutionär mit einem dualen System erklären, so wie es auch Zweifeln und Glauben darstellen. Das Glauben ist eine der beiden Komplementaritäten des dualen Systems der Evolution. Das Glauben ist evolutionär und muss sich ständig weiterentwickeln. Einen Konsens zwischen Zweifeln und Glauben kann man nicht suchen, ein Konsens muss sich ergeben, ein Konsens entsteht als Folge von Kooperation und Emergenz.
Wenn man einen Konsens sucht, denkt man rückwärts. Das Leben entwickelt sich aber vorwärts. Emergenz kann man nicht suchen, man kann sie nur sehen oder bemerken. Emergenz ist nicht erinnerbar, erinnern kann man nur die Vergangenheit. Erinnern ist nur ein Teil eines dualen Prinzips, nur eine Komplementarität.
Der Glaube(n), so wie ihn Religionen propagieren wollen, ist aber nicht dual, sondern monal (wenn es das Wort nicht geben sollte, müsste ich es hier erfinden), eine krasse Manipulation für Monofalter. Als Monofalter bezeichne ich die Spezies Mensch, die Dualismus und die daraus resultierende Vielfalt nicht verstehen, nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen.
Wie wird man aber ein Monofalter, lässt sich das erklären? Evolution lässt sich als Abfolge von Versuchen verstehen, alles was möglich ist, muss ausprobiert werden. Die Geschichte zeigt aber auch, dass nicht alle Versuche erfolgreiche Varianten darstellen, d.h. im Wettbewerb weniger erfolgreich sind. Was öfter reproduziert wird, kann besser erinnert werden.
Am Beispiel der biologischen Evolution lässt sich erkennen, dass die Anzahl der erfolgreichen Mutationen (Versuche) gering ist im Vergleich zur Gesamtzahl. Ich habe das Verhältnis auf etwa 1 : 1 000 000 geschätzt. Die genaue Zahl ist dabei nicht wichtig, es soll nur zum Ausdruck kommen, dass erfolgreiche Varianten sehr gering gegenüber der Gesamtzahl der Mutanten sind.
Übertragen wir das auf uns Menschen und unser Denken, dann ist die Anzahl der guten Gedanken gering gegen die Gesamtzahl. Aus rein ökonomischen Gründen macht es daher für ein begrenztes Gedächtnis mehr Sinn, die erfolgreichen Varianten zu speichern als die weniger erfolgreichen. Für Informationen selbst ist das natürlich eine Tautologie, denn der Erfolg einer Information selbst besteht darin, erinnert zu werden.
Wie kann es dann aber zu der weit verbreiteten und durchaus berechtigten Ansicht kommen, dass wir nur aus Fehlern lernen? Um das zu verstehen, muss man den Begriff Fehler erst definieren. Begriffe wie Fehler oder Irrtum sind der Evolution an sich fremd. Fehler oder Irrtümer können erst entstehen, wenn man zu lange auf Annahmen beharrt, die zu einem Zeitpunkt vernünftig erschienen, aber von der Entwicklung überholt wurden, wenn aus einem evolutionär notwendigen Glauben (das Glauben) ein irrationaler, dogmatischer Glaube (der Glauben) resultiert, verbreitet wird und zur Manipulation benutzt wird.
Das Glauben hat ein Komplementär, den Zweifel, und ist somit Teil eines dualen Prinzips. Ein duales Prinzip ist die Mutter des Denkens, aber nicht allen ist diese Fähigkeit gegeben. Viele verwechseln denken mit auswendig lernen und dieser Irrglaube wird teilweise noch durch unser Ausbildungssystem gefördert. Eine Gesellschaft muss funktionieren und kann nur funktionieren, wenn jeder Einzelne ein gewisses Mass an Disziplin einbringt. Disziplin muss aber verstanden werden, nicht auswendig gelernt oder gedrillt werden. Disziplin hat so viele Facetten, dass wahrscheinlich das beste Gedächtnis versagen muss. Wenn man aber Disziplin als eine Art Struktur begreift, die sich auch verändert, erkennt man sofort, dass auswendig lernen wenig hilfreich ist.
Verstehen heißt strukturieren, immer wieder neu strukturieren. Daraus resultieren natürlich Metasysteme, wenn man das Strukturieren selbst strukturiert. Um sich nicht selbst zu verlieren, sollte man bei Metasystemen Vorsicht walten lassen und niemals die Basis aus den Augen verlieren, denn auch die Basis unterliegt Veränderungen, einer Evolution, allein schon durch ihr Wachstum.
Informationen oder Informationsvielfalt sind keine Erhaltungsgröße, sie können und dürfen nicht dogmatisiert werden. Wenn man diese Tatsache nicht anerkennt oder anerkennen will, dann sind Fehler und Irrtümer vorprogrammiert. Wenn ihnen irgendjemand erzählt, dass sie etwas glauben müssen, führt er meist nichts Gutes im Schilde.
Wir sind in der Evolution auf das Glauben angewiesen, aber etwas glauben kann vorteilhaft sein und ist zeitlich begrenzt. Man kann es als ein begrenztes müssen bezeichnen oder als ein gemusstes Wollen oder als stark gewolltes Wollen. Der Begriff müssen ist so vielfältig und teilweise irreführend wie kaum ein anderer. Das gipfelt in Bonmots wie man muss gar nichts oder man muss nur müssen. In der Evolution hat der Begriff müssen, so wie ihn viele Menschen verstehen, keinen Platz. Der Begriff müssen korrespondiert mit dem Begriff alternativlos, aber einzig der Tod ist alternativlos und selbst dafür hat die Evolution eine Lösung, eine Alternative.
Man muss ganz klar zwischen einem evolutionären Glauben (das Glauben) und einem religiösen Glauben (der Glauben) differenzieren. Evolution ist selbst ein duales System mit Zweifeln und Glauben, exakter Wissenschaft dagegen fehlt diese Komplementarität. Religion ließe sich als Quasi-Komplementarität benutzen und ich selbst habe diese Dualität modifiziert in Betracht gezogen. Aber eine dogmatische Religion kann keine Lösung sein, denn sie würde auch die Wissenschaft in eine Dogmatisierung treiben, was ich persönlich als indiskutabel erachte.
Wissenschaft darf nicht getrieben werden, Wissenschaft muss selbst treiben und zweifeln! Es ist nicht die Aufgabe der Wissenschaft, Religion zu bestätigen oder zu falsifizieren, sondern die Natur zu erklären und zu verstehen. Wenn ein Dogma per se nicht adäquat ist, macht es wenig Sinn, neue Dogmen zu kreieren. Ein Quasi-Dualismus von Religion und Wissenschaft erklärt z.B. nicht den Welle-Teilchen-Dualismus der Physik, der hat nichts mit Religion zu tun, sondern ist ein internes Erklärungsproblem einer evolutionären Wissenschaft.
Informationen und Informationsstrukturen unterliegen keinem Erhaltungssatz, sie sind wie unser Wissen ein offenes System. Wir haben ständig neue Gedanken und Ideen, unser Gehirn wird umso aktiver, je mehr wir denken. Unser Gehirn braucht Energie, Nahrung, aber wenn Gedanken und Ideen nur von der Nahrungsaufnahme abhingen, müssten Gewichtheber wahre Genies sein.
Man sollte Denken als autopoietischen Prozess auffassen. Denken beflügelt Denken und damit aus dem Kreislauf des Denkens eine Spirale wird, benötigt das Denken einen kontinuierlichen Austausch mit dem Umfeld. Für das Denken gilt der gleiche Kreislauf, den ich auf Seite beschrieben habe. Denken ist demnach ein evolutionäres, offenes System und wenn man dem Denken freien Lauf lässt, versteht man auch ein kreatives Universum.
These 1: Wenn den Grundelementen eines Systems bereits ein Dualismus in die Wiege gelegt ist, dann ist es nur natürlich, dass dieser Dualismus immer wieder auf allen Entwicklungsstufen zum Vorschein kommt. Folglich müssen sich auf allen Ebenen Dualismen entwickeln, das ganze System muss einen dualen Charakter aufweisen.
Dieser Absatz präzisiert meine Annahme, etwas, was ich glauben möchte. Nachweislich haben Informationen einen dualen Charakter und mein Glauben besteht darin, dass sich dieser intrinsische (von innen her kommend), inhärente Dualismus auf allen weiteren Komplexitätsebenen wieder manifestiert.
An diesem Punkt möchte ich die meiner Meinung nach wichtigsten Aussagen dieses Buches noch einmal wiederholen:
  1. Eine Information kann nur eine Entwicklung, eine Weiterentwicklung bewirken, wenn sie erinnert wird.
  2. Je größer der Aufwand einer Strukturbildung ist, desto langlebiger sollte diese Struktur sein.
  3. Die Evolution trägt den Dualismus in sich und ist dualen Ausprägungen gegenüber aufgeschlossen.
  4. Das ist wohl die wichtigste Hypothese meines allgemeinen Evolutionsprinzip: Der eingebaute Dualismus der Evolution (offen ←→ geschlossen, miteinander ← → gegeneinander, Wettbewerb ← → Kooperation) fördert die Entstehung neuer Dualismen (Ladungstrennung, sexuelle Fortpflanzung, Dialektik) zur Steigerung der Vielfalt! Vielfalt ist der beste Garant für Selbsterhalt in einem unbestimmten und sich ständig ändernden Umfeld.
Der 3. und 4. Punkt sind gewissermaßen vorweggenommene Erkenntnisse, die die 1. These bestätigen. Für den 1. und den 2. Punkt, die sich mit Gedächtnis und Aufwand befassen, die beide einen gewissen Bezug zu Materie aufweisen, muss noch eine 2. Annahme postuliert werden.
These 2: Wahrnehmbaren Informationen muss eine endliche Trägheit oder Masse inhärent sein.
Begründet habe ich diese These bereits mit der Notwendigkeit einer endlichen Informationsgeschwindigkeit. Wahrnehmung lässt sich physikalisch als Austausch von Impulsen begreifen. Impulse sind definiert als Produkt aus Masse und Geschwindigkeit und lassen sich folglich nur dynamisch beschreiben. Ein ruhender Impuls ist nicht definiert! Da man einen Impuls auch als Information verstehen kann und eine wahrnehmbare Information somit auch als Impuls darstellen kann, erschließt sich daraus die 2. These.
Wenn man Trägheit und Masse gleichsetzt, muss man bewegte, dynanische Systeme voraussetzen. Trägheit (Masse) ist eine Eigenschaft bewegter Entitäten. Der Begriff einer Ruhemasse ist nicht definiert. Die Aussage, die Ruhemasse von Photonen sei Null, ist daher einfach nur albern, sie ist nicht definiert, nicht bestimmt, aber bestimmt nicht Null. Mit dieser Aussage rettet man vielleicht das (falsche) Dogma der Energieerhaltung, wird aber dem Wesen von Informationen nicht gerecht.
Die Vorstellung von energie- und masselose Informationen und Gedanken ist bis weit in die Geisteswissenschaften vorgedrungen, nicht umsonst spricht man gerne (fälschlicherweise) von einer materiellen und einer immateriellen Welt, was auch einem Dualismus entgegenkommt. Genau an diesem Punkt setzt mein Zweifeln und meine Kritik ein: Es gibt keine immaterielle Gedankenwelt! Die Trägheit von Gedanken mag sehr klein, nicht messbar und kaum wahrnehmbar sein, aber sie existiert. Und damit wird unser Weltbild komplett revolutioniert. Es sind die Gedanken selbst, die Informationen, die den Dualismus in sich tragen.
Nur wenn man das versteht, kann man Evolution und unser Universum verstehen. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften lassen sich in diesen Rahmen einfügen und man bekommt in diesem Kontext neue Einsich...

Inhaltsverzeichnis

  1. Motto
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einführung
  4. Teil I – Zweifeln
  5. Teil II – Glauben
  6. Teil III – Leben
  7. Teil IV – Autopoiesis
  8. Ausklang
  9. Literatur
  10. Glossar
  11. Impressum