Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Hierbei beinhaltet das Beziehungskapital (BK alle Beziehungen zu organisationsexternen Gruppen/ Personen, z.B.: Kundenbeziehungen, Lieferantenbeziehungen, Beziehungen zur Öffentlichkeit, Beziehungen zu Kapitalgebern/ Investoren/ Eignern, Beziehungen zu Kooperationspartnern. Nachhaltige Wertschöpfungsnetze werden durch Kommunikation und Austausch mit anderen Partnern geprägt. Es geht um eine ausgewogene Balance von Zusammenarbeit und Wettbewerb. Mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik können sich die Akteure im Markt rasch kennenlernen und in der Profitabilität ihrer Prozesse sowie in der Qualität ihrer Produkte ihre Stellung im Wettbewerb erkennen. Gleichzeitig findet ein Lernprozess auch dahingehend statt, dass man im globalen Dorf aufeinander angewiesen ist und deshalb versuchen sollte, in austauschender Zusammenarbeit füreinander nützlich zu sein: man lehrt einander und lernt voneinander. Der Wettbewerb um den Kunden spielt sich nicht mehr zwischen direkten Konkurrenten, sondern in einem Systemwettbewerb zwischen Wertschöpfungspartnerschaften ab. Innerhalb der einzelnen Wertschöpfungsketten geht es deshalb um eine optimale Arbeitsteilung zwischen den Gliedern, also um verbesserte Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen. Die Gefahr, an den Marktrealitäten vorbei zu steuern besteht immer dann, wenn die Reaktionszeiten zu lang und die Planungs-Werkzeuge zu sehr auf die Fortschreibung der Vergangenheit statt auf die Beherrschung der Zukunft ausgerichtet sind. D.h. erfolgreiche Strategien erwachsen nicht aus einer Projektion der Vergangenheit in die Zukunft, sondern aus der Entwicklung der zukünftigen Position und aus der Beschreibung des dorthin führenden Weges. Dabei müssen die planungsrelevanten Sachverhalte zu einem umfassenden Geschäftsmodell gebündelt werden.

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Personalbilanz Lesebogen 37 StartUp und Wertschöpfungsnetze
Kunden und Lieferanten
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Über dieses Buch
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Information
1 Ziele in Balance halten
Strategieplanung und Intellektuelles Kapital zählen zu den sehr
individuellen Eigenheiten. Auf den ersten Blick scheinen zwar beide
Treiber für den Markterfolg nur wenig miteinander zu tun haben.
Trotz dieses ersten Eindrucks bestehen zwischen ihnen aber eine
Fülle von dynamischen Wirkungsbeziehungen. Probleme bei der
Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch
entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die
für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was
überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie
erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen
kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert
werden, die sie umsetzen müssen. Grundsätzlich lässt sich der
Ansatz auch dadurch kennzeichnen, dass er unterschiedliche
Perspektiven nicht nur berücksichtigt, sondern sich auch mit diesen
sehr konkret auseinandersetzt. Durch das Denken in solchen
Kategorien sollen mögliche Unausgewogenheiten weitgehend vermieden
werden. Man will ein Gleichgewicht auch mit nichtfinanziellen Ziel-
und Steuerungsgrößen erreichen. Dahinter steht die sinnvolle
Einsicht, dass die Erreichung finanzieller Ziele letztlich immer
nur bei ganzheitlicher Sichtweise möglich ist.
Die einzelnen Elemente einer Wissensbilanz stehen nicht
voneinander losgelöst mehr oder weniger lose nebeneinander, sondern
sollen demgegenüber eine in sich geschlossene Geschäftslogik des
Unternehmens abbilden: Ebenso wie die Strategieziele zu den
zentralen Erfolgsparametern des Unternehmens zählen, sind es erst
die Kunden, die die Produkte des Unternehmens kaufen und damit für
entsprechende Erlöse sorgen. Strategie- und Kundenziele ihrerseits
hängen eng mit den Arbeitsweisen und Geschäftsabläufen im
Unternehmen, d.h. den Prozesszielen zusammen. In der Logik dieses
Gesamtsystems spielen schließlich auch die Potenziale des
Unternehmens, d.h. seine Innovationskraft, Mitarbeiter u.a. als
Potenzialziele, eine entscheidende Rolle. Diese Einteilung muss
nicht unbedingt immer zwingend sein, sondern kann durchaus noch um
weitere, für das Unternehmen und dessen Strategien wichtige
Perspektiven, wie beispielsweise etwa die Lieferanten-Perspektive,
Kreditgeber-Perspektive oder öffentliche Perspektive u.a. ergänzt
und ausgebaut werde (Vgl. hierzu auch Konzept der Balanced
Scorecard, mit dem eine Reihe von Schnittstellen oder vielleicht
sogar Überschneidungen bestehen könnten): Denn die Wissensbilanz
ist nicht nur ein Kennzahlen-Tableau, sondern sie soll darüber
hinaus konkret vermitteln, wie die strategischen Ziele sowohl mit
der Vision des Unternehmens als auch untereinander zusammenhängen
und wie sie praktisch umzusetzen sind. Der volle Erfolg des
Instruments stellt sich erst durch die Verknüpfung mit den
wesentlichen Geschäftsprozessen ein.

2 Wissensbilanz heißt auch Kommunikationshilfe
Einige Gründe für ein Konzept der Wissensbilanz könnten
sein:
Kritik an den klassischen Messgrößensystemen, d.h.
Steuerungskennzahlen aus dem Rechnungswesen dominieren gegenüber
kundenfokussierten, nicht-finanzielle Steuerungsgrößen
Kritik an Steuerungsrelevanz des Berichtswesens,
d.h. Detail-Daten bezüglich Rendite, Umsatz, Kosten, Marktanteil
u.a. liefern zu wenig entscheidungsrelevante
Führungsinformationen
zu den Ursachen dieser Entwicklungen
zu dem Zusammenhang mit der Umsetzung strategischer
Zielsetzungen.
Kritik an Länge und Transparenz der Planungsprozesses.
Die Einführung der Wissensbilanz kann zur Verkürzung und
Übersichtlichkeit der Planungsprozesse beitragen
Kritik an der externen Berichtserstattung:
Portfolio-Manager verwenden für ihre Investment- und
Desinvestment-Entscheidungen in immer stärkeren Maß auch
nicht-finanzielle Meßgrößen. Auch dieser Anforderung kommt eine
Wissensbilanz entgegen.
Die Verzahnung mit den
Geschäftsprozessen bezüglich Planung, Ergebniskontrolle,
erfolgsbezogene Vergütung u.a. macht dieses Instrument zu einem
strategischen Managementsystem. Eine Wissensbilanz bedeutet
zugleich auch immer eine intensive Kommunikation, um einen
strategischen Fokus zu erreichen. Sie hätte allein schon dadurch
ihre Daseinsberechtigung, wenn durch sie im Unternehmen Klarheit
und Einigkeit über die zu verfolgenden Strategien erreicht
würde.
3 Mit einer Personalbilanz Perspektiven orten
Eine Personalbilanz
funktioniert als 360-Grad-Radarschirm für verschiedene
Beobachtungszwecke und -ebenen, mit dem insbesondere auch „weiche“
Personalfaktoren umfassend identifiziert, differenziert abgebildet
sowie systematisch bewertet werden können. Aus den Ergebnissen der
Personalbilanz (beispielsweise einem Potenzial-Portfolio) können
für die Personalentwicklung fundierte, abstimmungsfähige
Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Die
Personalbilanz unterstützt die Früherkennung künftiger Chancen und
Risiken.
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/qualifikation-und-wissen-p-333813.html
Da eine reine Status-quo-Betrachtung auf Dauer nicht ausreicht,
kann diese hinsichtlich künftiger Perspektiven erweitert werden.
Viele Darstellungsmöglichkeiten, wie z.B. Ampel-Diagramme mit
rot-gelb-grün-Bereichen für die Bewertung von Personalfaktoren,
sind einfach verstehbar und können dadurch die Glaubwürdigkeit und
Akzeptanz von Personalentscheidungen erhöhen. Die Personalbilanz
ist auf einer auch in der Wirtschaft gängigen Systematik aufgebaut
und kommt daher auch der Denkweise von Unternehmern entgegen.
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/excel-check-managerqualitaeten-p-334425.html
Die Personalbilanz kann als breite Kommunikationsplattform für
Entwicklungsmaßnahmen eingesetzt werden. Nichts ist so überzeugend
wie eine Anschaulichkeit, wie sie in Form von Portfolio-,
Ampeldiagramm- und Wirkungsnetz-Darstellungen geboten wird. Dabei
werden auch ganzheitliche, strategische Denkweisen gefördert. Die
Systematik und logische Strukturierung der Personenbilanz bevorzugt
eine Vorgehensweise, mit der Bruchstellen und Widersprüchlichkeiten
in der Bewertung und Steuerung von Personalfaktoren vermieden
werden können.
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/personal-check-recruiting-p-334157.html
4 Kommunikations- und Austauschbeziehungen
Das Beziehungskapital (BK) beinhaltet alle Beziehungen zu organisationsexternen Gruppen/ Personen, z.B.: Kundenbeziehungen, Lieferantenbeziehungen, Beziehungen zur Öffentlichkeit, Beziehungen zu Kapitalgebern/Investoren/Eignern, Beziehungen zu Kooperationspartnern. Beim Beziehungskapital (BK) geht es um Fragen wie:
von wem und woher kommt der Umsatz ?
von wem kommt das notwendige Kapital ?
welche externen Wirkungen sollen bei Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit erreicht werden ?
wie werden den Kunden die Leistungen vermittelt ?
wie werden Partnerschaften mit Kunden aufgebaut und gepflegt ?
was schätzen die Kunden am Unternehmen ?
wie werden Kundenwünsche erfasst und zur Leistungsverbesserung genutzt ?
von wem bekommt das Unternehmen neues, frisches Wissen ?
wie werden externe Wissensquellen verfügbar gemacht ?
welche externen Gruppen können das Unternehmen unterstützen, welche es behindern ?
wer kooperiert mit dem Unternehmen, um Produkte zu entwickeln, zu erstellen, am Markt zu platzieren und zu vertreiben ?
Nachhaltige Wertschöpfungsnetze werden durch Kommunikation und Austausch mit anderen Partnern geprägt. Es geht um eine ausgewogene Balance von Zusammenarbeit und Wettbewerb. Mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik können sich die Akteure im Markt rasch kennenlernen und in der Profitabilität ihrer Prozesse sowie in der Qualität ihrer Produkte ihre Stell...
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ziele in Balance halten
- 2 Wissensbilanz heißt auch Kommunikationshilfe
- 3 Mit einer Personalbilanz Perspektiven orten
- 4 Kommunikations- und Austauschbeziehungen
- 5 Kooperationen, Netzwerke, Partnerschaften
- 6 Kundenbeziehung und Kundenbindung
- 7 Informationsanalyse der Lieferantenbeziehungen
- 8 Kundenwert und Geschäftsbeziehungen
- 9 Analyse der Markentreue
- 10 Outsourcing und Beziehungspflege
- 11 Lieferantenkooperation und Leistungstiefe
- 12 Lieferantenscore
- 13 Mit Profilen sieht man besser
- 14 Erfolgspotenzial Einkauf aktiv ausschöpfen
- 15 Kommunikationsbeziehungen bewerten und festigen
- 16 Werbeträger-Optimierungsrechnung
- 17 Pressemitteilungen
- 18 Mit Öffentlichkeitsarbeit Vertrauen schaffen
- 19 Pressegespräche intensivieren
- 20 Präsentationstechnik
- 21 Kompetenznetzwerk ausbauen
- 22 Analyse Innovationscluster
- 23 Recherchen in Förderdatenbank
- 24 Informationsbeschaffungsverhalten intensivieren
- 25 Forschungs- und Entwicklungskooperationen
- 26 Logistik Benchmarking
- 27 Global Purchasing
- 28 Optimierung der Logistikkette
- 29 Konzept Wissensbilanz einbinden
- 30 Fortschreibung der Vergangenheit bringt nichts
- 31 Mindesthaltbarkeit für Strategien sinkt
- 32 Ziele in der Wissensbilanz verknüpfen
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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