
eBook - ePub
Problem-based Learning
Kompetenzen fördern, Zukunft gestalten
- 264 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Problem-based Learning
Kompetenzen fördern, Zukunft gestalten
Über dieses Buch
Die Beiträge dieses Sonderheftes zum Problem-based-Learning-Kongress 2016 in Zürich diskutieren die Themenschwerpunkte "Explorative Lernumgebungen und Kompetenzentwicklung", "Implementation und Evaluation von Problem-based Learning" und "Lerntechnologien und Problem-based Learning" sowie die diesbezüglichen Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Berichte zeigen aus theoretischer und praktischer Sicht auf, wie, in welchen Kontexten und unter welchen Bedingungen explorative Lernansätze zur Förderung der Kompetenzorientierung an Bildungsinstitutionen eingesetzt werden können.
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Information
Mirjam BRASSLER2 & Jan DETTMERS (Hamburg)
Interdisziplinäres Problembasiertes Lernen – Kompetenzen fördern, Zukunft gestalten
Zusammenfassung
In einer Kombination aus PBL und Interdisziplinärem Lernen arbeiten im Lehr-Lern-Format Interdisziplinäres Problembasiertes Lernen (iPBL) Studierende in interdisziplinär zusammengesetzten Gruppen an gesellschaftlichen Schlüsselproblemen mit Hilfe von acht Analyse-Schritten. Evaluationsergebnisse weisen darauf hin, dass Studierende im Vergleich zu klassischen Lehr-Lern-Formaten höhere Fach-, Methoden-, Kommunikations- und Personalkompetenzen entwickeln. Geeignete Tutor-Formen werden vorgestellt und evaluiert.
Schlüsselwörter
Interdisziplinäres Lernen, Problembasiertes Lernen, studentischer Kompetenzerwerb, Bildung für nachhaltige Entwicklung
Interdisciplinary problem-based learning – Fostering student competences and a sustainable future
Abstract
Interdisciplinary problem-based learning (iPBL) is a student-centered pedagogy combining two different teaching methods: PBL and interdisciplinary learning. Working in interdisciplinary groups, students follow 8 steps to identify solutions to complex problems. Evaluation results indicate an enhancement in students’ knowledge processing, methodology competency, communication competency, and personal competency. Suitable types of tutoring are presented and evaluated.
Keywords
Interdisciplinary learning, problem-based learning, student competences, education for sustainable development
1 Einleitung
Die Gegenwart und Zukunft so zu gestalten, dass die heutige Gesellschaft und auch die nachfolgenden Generationen mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen umgehen können, ist nicht nur Aufgabe jeder/jedes Einzelnen, sondern auch der Hochschule (BMBF, 2010). Im März 2015 wurde der Antrag auf eine stärkere Unterstützung dieses Bildungsansatzes „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Mit dem Weltaktionsprogramm in die Zukunft“ vom deutschen Bundestag von der Mehrheit der Fraktionen angenommen. Da gesellschaftliche Probleme unserer Zeit zu komplex sind, um von einer Disziplin allein gelöst zu werden, ist ein zentrales Element dieses Bildungsansatzes – ganz im Sinne des Wissenschaftsrats (2010) – die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Wenn es darum geht, gesellschaftliche Probleme zu betrachten und dabei interdisziplinär zu arbeiten, ist ein logischer Schritt, zwei bekannte Lehr-Lern-Formate miteinander zu verbinden. Das in diesem Artikel beschriebene Interdisziplinäre Problembasierte Lernen (iPBL) kombiniert das Problembasierte Lernen und das Interdisziplinäre Lernen (BRASSLER, 2014; BRASSLER, in Druck). Studierende arbeiten in interdisziplinär zusammengesetzten Gruppen an gesellschaftlichen Problemen mit Hilfe von acht Analyse-Schritten. Dabei ist die Frage, ob die Studierenden auf Basis des iPBLs ihre Kompetenzen erweitern können und ob dieser Zuwachs dem Vergleich zu klassischen Lehr-Lern-Formaten standhalten kann.
Die Tutorin/der Tutor spielt im klassischen Problembasierten Lernen eine entscheidende Rolle. Die Lehrqualität hat einen Einfluss auf die Motivation, Lernerfolg und Produktivität der Studierenden (SCHMIDT & MOUST, 1995; DOLMANS & WOLFHAGEN, 2005; AZER, 2009). Fraglich ist aber, welche Aufgaben Tutorinnen und Tutoren erfüllen müssen, die interdisziplinäre Gruppen begleiten, und wer als Tutor/in überhaupt dafür geeignet ist. Um diese Fragen zu beantworten, werden in diesem Artikel drei verschiedene Tutoren-Formen vorgestellt und in der Evaluation miteinander verglichen.
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Problembasiertes Lernen und Interdisziplinäres Lernen
Das klassische Problembasierte Lernen wurde ursprünglich für die Lehre in der Medizin entwickelt (BARROWS & TAMBLYN, 1980) und konfrontiert Studierende mit einem komplexen Problem, so dass sie weitgehend selbstständig fehlendes Wissen identifizieren und aneignen, während die/der Lehrende nur unterstützend wirkt (BARROWS, 2002). Da Studierende mit realen Problemen konfrontiert sind, eigenständig ihre Fragen und Lösungen entwickeln, wird das Problembasierte Lernen der konstruktivistischen Didaktik zugeordnet (MARRA, JONASSEN, PALMER & LUFT, 2014). Die disziplinübergreifende Metaanalyse von WALKER & LEARY (2009) zeigt, dass PBL-Studierende im Vergleich zu traditionell unterrichteten Studierenden mindestens genauso gute Ergebnisse erzielen, wenn nicht sogar bessere. PBL-Studierende erlangen ein tiefgehenderes Verständnis der Lerninhalte (TORP & SAGE, 2002), haben eine größere Steigerung ihrer metakognitiven Fähigkeiten (DOWNING, KWONG, CHAN, LAM & DOWNING, 2009) sowie ihres kritischen Denkens (TIWARI, LAI, SO & YURN, 2006), behalten die Lerninhalte länger und haben eine höhere Studienzufriedenheit (STROBEL & VAN BARNEVELD, 2009). PBL unterstützt die Entwicklung von Recherche-, Lese- und Schreibfähigkeiten sowie Verhandlungs- und Teamfähigkeiten (ALLEN, DONHAM & BERNHARDT, 2011), Kommunikationsfähigkeiten und den effizienten Umgang mit Lernressourcen (DUCH, GROH & ALLEN, 2001). Ganz im Sinne des Konstruktivismus fördert das Entwickeln von eigenen Fragestellungen das Lernen im PBL, da Studierende ihren Wissenserwerb eigenständig steuern und das neue Wissen für sich konstruieren (CHIN & CHIA, 2004).
Da sich im Interdisziplinären Lernen verschiedene Fachkulturen begegnen, wird dort das Wissen sozial co-konstruiert (VYGOTSKY, 1978) und somit lässt sich auch diese Lernform dem Konstruktivismus zuordnen. Folgt man der systemisch-konstruktivistischen Didaktik nach REICH (2002) soll der Raum, in dem sich die Studierenden bewegen, drei Perspektiven auf den Lerngegenstand ermöglichen: Rekonstruktion, Konstruktion und Dekonstruktion. Verbindet man PBL und Interdisziplinäres Lernen, so können die Studierenden Wissen rekonstruieren, indem sie Inhalte der Fremddisziplin nachentdecken. Sie können neues Wissen konstruieren, indem sie Wissen fachübergreifend integrieren und Wissen dekonstruieren, indem sie die Grenzen ihrer eigenen Disziplin aufdecken. Empirische Befunde zum Interdisziplinären Lehren und Lernen sind bis dato spärlich und eher explorativ (SPELT, BIEMAND, TOBI, LUNING & MULDER, 2009). FORTUIN & BUSH (2010) z...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Claude Müller, Monika Schäfer & Geri Thomann: Editorial: Problem-based Learning – Kompetenzen fördern, Zukunft gestalten
- Mirjam Braßler & Jan Dettmers: Interdisziplinäres Problembasiertes Lernen – Kompetenzen fördern, Zukunft gestalten
- Verena Jannack, Jens-Peter Knemeyer & Nicole Marmé: Problembasiertes Lernen in der Lehrkräftefortbildung
- Denise Eigenmann & Gabriele Hasenberg: Pregnancy Based Learning – Werkstattbericht
- Monika Urfer-Schumacher: Problembasiert, kompetenzorientiert prüfen
- Juliana Schlicht & Peter Slepcevic-Zach: Research-Based Learning und Service Learning als Varianten problembasierten Lernens
- Christine Leeb, Rita Leitner, Verena Pichler, Carina Huber-Gries, Dominik Rünzler & Veronika Jesenberger: Einführung und Optimierung eines praxisorientierten Problem-based-Learning-Moduls im Life-Science-Bereich
- Michael Hagen & Birgit Szczyrba: Werkstofftechnik für Erstsemester im PBL-Design – konsequent kompetenzorientiert
- Martin Wölker, Stephanie Hauck, Ulla Tschötschel & Jürgen Edel: Die Gestaltung eines MINT-Praktikums im Logistikstudium
- Ulrike Keller & Thomas Köhler: Vergleich der Anwendbarkeit von PBL in verschiedenen MINT-Fächern
- Laura Hemker, Claudia Prescher & Susanne Narciss: Gestaltung und Erprobung problemorientierter Seminare zum Thema „Messen & Beurteilen“
- Urban Fraefel, Nils Bernhardsson-Laros & Kerstin Bäuerlein: Partnerschaftliches Problemlösen angehender Lehrpersonen im Schulfeld. Von der didaktisierten Problemorientierung zum erfolgreichen Bewältigen realer Probleme
- Gabriele Schroeder: Entwicklung Problembasierter Curricula
- Saskia Praetorius, Daniel Al-Kabbani, Carla Bohndick, Johanna Hilkenmeier, Sebastian T. König, Hanna Salome Müsche, Sabrina Sommer & Katrin B. Klingsieck: Spielend Lehrer/in werden: problembasiertes Lernen mit virtuellen Schülerinnen/Schülern
- Marlen Arnold, Thomas Poppinga, Christian Schöne, Tanja Behrendt, Herena Torio, Kathrin Wetzel & Telsche Nielsen-Lange: PBL in wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten in den MINT-Fächern
- Impressum