Warum hat die CDU/CSU die Bundestagswahl 2013 vor der SPD, den Linken und den Grünen gewonnen?Welche Bevölkerungsgruppen bestimmen die politische Ausrichtung der Bundesrepublik?Sind es schon die über 70jährigen Seniorinnen?Unterscheidet sich das Wahlverhalten von Frauen und Männern?Welchen Einfluss haben einzelne Bundesländer auf das Wahlergebnis, und wie unterscheidet sich das Wahlverhalten in den alten und neuen Bundesländern? In welchen Altersgruppen haben die Parteien ihre Stärken und Schwächen?Wie kommt die SPD wieder in die Erfolgsspur? Hat sie überhaupt eine Chance?Was bedeutet das Wahlverhalten für die Parteien und für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland?Wo müssen die Schwerpunkte des Wahlprogramms der SPD für die Bundestagswahl 2017 liegen?Antworten auf diese Fragen finden sie in den folgenden Grafiken und Bildern, in einer der umfangreichsten Wahlanalysen der Bundestagswahl 2013.Die ermittelten Kennzahlen sind eine hervorragende Basis um die Wahlkampagne für die Bundestagswahl 2017 effizient zu gestalten.

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SozialwissenschaftenThema
Soziologie1.Gesamtergebnis der Bundestagswahl 2013


Bild 1.2: Anteile der Parteien in
Wählerstimmen
2.Wahlbeteiligung nach Bundesländern und Altersgruppen
2.1 Wahlbeteiligung in den Altersgruppen
Die Wahlbeteiligung ist stark vom Alter der Wähler abhängig
(Bild 2.2.1).

Bild 2.1.1: Wahlbeteiligung nach Altersgruppen in
Prozent
Die Wahlbeteiligung ist in der Altersgruppe 21-25 Jahre mit 60%
am geringsten und steigt stetig mit dem Alter der Wähler bis zur
Gruppe 60-70 Jahre auf 80% an. Bei den Erstwählern der Gruppe 18-21
Jahre liegt sie bei ca. 65%. In der höchsten Altersstufe 70 Jahre
und mehr liegt sie immer noch bei 75%.
Die Wahlbeteiligung in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt
um 5% unter der Wahlbeteiligung der alten Bundesländer.
Der Anstieg der Wahlbeteiligung mit dem Alter kommt insbesondere
der CDU und CSU zugute, bei denen die Akzeptanz mit zunehmendem
Alter bei den Wählern am stärksten ansteigt. Die SPD kann von
diesem Trend nicht in gleichem Maße profitieren.
Die schon bevölkerungsmäßig starke Gruppe der Senioren stärkt
ihren Einfluss noch durch ihre hohe Wahlbeteiligung und die
Vermeidung von Stimmenverlusten, in dem sie nur in geringem
Umfang sonstige Parteien wählt.
Mit zunehmendem Alter nimmt offensichtlich das politische
Interesse, die Bereitschaft zu wählen und die Gesellschaft aktiv
mitzugestalten weiter zu. Für die Parteien bedeutet das, dass der
Wähler für ihn umso mehr an Bedeutung gewinnt, je älter er
ist, und zwar ohne Grenze nach oben.
Die jüngeren Wahlberechtigten schwächen dagegen ihren Einfluss
auf die Politik durch ihre geringere Wahlbeteiligung und zusätzlich
durch die Wahl von Splitterparteien, die die 5% Hürde oft nicht
überschreiten. Dies ist umso erstaunlicher, da die jüngeren Wähler
doch ein größeres Interesse haben sollten, ihre Zukunft selber mit
zu gestalten.

Bild 2.1.2: Wahlbeteiligung nach Altersgruppen in den
Bundesländern
Das Profil der Wahlbeteiligung in Abhängigkeit vom Alter der
Wähler (Bild 2.1.2) ist in allen Bundesländern vergleichbar. Das
absolute Niveau der Profile ist jedoch sehr unterschiedlich. Dabei
liegen die neuen Bundesländer am unteren Ende.
Die Unterschiede in der Wahlbeteiligung zwischen dem höchsten
Wert in den alten Bundesländern und dem niedrigsten Wert in den
neuen Bundesländern liegen bei den jüngeren Wählern bei bis zu 20%
und bei den älteren Wählern immer noch bei 10%.
Extrem niedrig ist die Wahlbeteiligung der jüngeren Wähler in
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg –Vorpommern mit weniger als 50%.
In diesen Ländern ist auch der Anteil der jüngsten Wähler
(18-21 Jahre) mit unter 5% am geringsten.
2.2 Wahlbeteiligung in den Bundesländern
Die Mobilisierung der Wähler ist am besten in Baden –Württemberg mit der höchsten Wahlbeteiligung von 75% gelungen, gefolgt von Niedersachsen und He...
Inhaltsverzeichnis
- Analyse der Bundestagswahl 2013
- Vorbemerkung
- 1.Gesamtergebnis der Bundestagswahl 2013
- 2.Wahlbeteiligung nach Bundesländern und Altersgruppen
- 2.1 Wahlbeteiligung in den Altersgruppen
- 2.2 Wahlbeteiligung in den Bundesländern
- 2.3 Wahlbeteiligung bei den Männern und Frauen
- 2.4 Das Potenzial der Nichtwähler
- 2.5 Die Nicht – SPD Wähler/ Reichweite des SPD Programms
- 3. Wahlverhalten in den alten Bundesländern mit Westberlin im Vergleich zu den neuen Bundesländern mit Ostberlin
- 3.1 Wählergewichte
- 3.2 Nutzung des Stimmensplittings
- 3.3 Abstimmungsverhalten von Männer und Frauen
- 3.4 Bindung der Wähler an die Parteien
- 4. Bedeutung der Bundesländer für das Wahlergebnis
- 4.1 Anzahl der Wahlberechtigten, Wähler und Wählerstruktur
- 4.2 Wähleranteil für die Parteien in den Bundesländern
- 4.3 Die relative Parteiresonanz zur Bevölkerungszahl
- 5. Wahlverhalten der verschiedenen Altersgruppen
- 6. Wahlverhalten von Männern und Frauen
- 7. Bedeutung der Altersgruppe für das Parteiergebnis
- 7.1 Beiträge der Altersgruppe zum Parteiergebnis
- 7.2 Die relative Parteiresonanz in der Altersgruppe
- 8.Länderspezifische Ergebnisse der Bundestagswahl in einigen Altersgruppen
- 8.1 Die Altersgruppe der 35-45 Jährigen ( Familien mit Kindern)
- 8.2 Die Altersgruppe der 45 -60 Jährigen
- 8.3 Die Altersgruppe der Senioren mit 70 Jahren und mehr
- 9. Ergebnisse einzelner Bundesländer
- 9.1 Nordrhein-Westfalen
- 9.2 Bayern
- 9.3 Baden-Württemberg
- 9.4 Niedersachsen
- 9.5 Hessen
- 9.6 Sachsen
- 9.7 Rheinland-Pfalz
- 9.8 Berlin
- 9.9 Schleswig-Holstein
- 9.10 Brandenburg
- 9.11 Sachsen-Anhalt
- 9.12 Thüringen
- 9.13 Saarland
- 9.14 Mecklenburg-Vorpommern
- 9.15 Hamburg
- 9.16 Bremen
- 10. Wahlverhalten in den zehn größten Städten
- 11. Wahlverhalten in den zehn größten Universitätsstädten
- 12. Die zehn größten Wählergruppen
- 13 Auswirkung des demografischen Wandels
- 14. Fazit der Bundestagswahlanalyse
- Impressum
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