Verschwiegene Erbschaften
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Verschwiegene Erbschaften

Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen

  1. 192 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Verschwiegene Erbschaften

Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen

Über dieses Buch

Das Interesse der Kriegskinder und -enkel an familiären Prägungen wächst. Eine ost- oder westdeutsche Herkunft scheint in diesem Zusammenhang keine Rolle zu spielen. Doch die verschiedenen Erinnerungskulturen und Erfahrungen wirken nach. Das zeigt sich auch in den Haltungen gegenüber den Geflüchteten heute.Wer nicht angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen.Das gilt für die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 ebenso wie für die Ostdeutschen, die nach 1989 einen Neuanfang zu bewältigen hatten. Aber es gilt auch für jene, die durch Globalisierung und wachsende Heterogenität den Boden unter den Füßen zu verlieren meinen.

Häufig gestellte Fragen

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Anmerkungen

Einleitung

1 Die „Mitte“-Studien der Universität Leipzig, Erhebungszeitraum 2014, www.uni-leipzig.de/pressedaten/dokumente/dok_20140604103407_02ffd91ece.pdf, (zuletzt aufgerufen am 25.11.2017).
2 Statistische Angaben lassen sich dazu nicht finden und auch die Interessensvertretungen können keine genaue Auskunft über die Ost-West-Verteilung der Vereine geben. Dennoch fällt auf, dass die Mehrzahl der Tagungen, Forschungsprojekte, Selbsthilfegruppen etc. auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik verortet ist bzw. von dort Aufgewachsenen veranstaltet wird. Dies deckt sich mit der Erfahrung von Sabine Bode, die äußerst selten nach Ostdeutschland eingeladen wird. (vgl: Sabine Bode: Kriegsspuren. Die deutsche Krankheit German Angst. Stuttgart 2016, 21.)
3 Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen wird hier und im folgenden Text zwar nur die männliche Form genannt; die weibliche Form ist dabei selbstverständlich immer mitgemeint.
4 Inzwischen ist die Erstaufnahmeeinrichtung in Basepohl bei Stavenhagen - seit dem 1.10.2016 - geschlossen und fungiert nur noch als Reserveeinrichtung.
5 http://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Zuwanderung/Erstaufnahme/erstaufnahme_node.html (zuletzt aufgerufen am 12.2.2018)
6 www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/amf/Zentrale_Auslaenderbehoerde/amf.jsp (zuletzt aufgerufen am 1.3.2016). Inzwischen gibt es diese Seite nicht mehr.
7 www.laiv-mv.de/Migration (zuletzt aufgerufen am 12.2.2018).
8 Nach den Zitaten finden sich in Klammern einige Angaben zu den Personen: Jahrgang/Bundesland: Schleswig-Holstein (SH), Mecklenburg-Vorpommern (MV)/Geschlecht. Da an einem Interview zwei Brüder beteiligt waren, finden sich in diesen Zitaten noch Großbuchstaben, die kenntlich machen, wer von beiden spricht.

Erinnern ist ein endloser Fluss

9 Maurice Halbwachs: Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen. Frankfurt/M. 1985, 20f.
10 Aleida Assmann: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. München 2013, 20.
11 Friedrich Nietzsche: Unzeitgemäße Betrachtungen – Zweites Stück − Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben. In: Werke in drei Bänden, Bd. 1. Köln 1994, 161.
12 Ebd., 172.
13 Ebd., 175.
14 Ebd., 177.
15 Ebd..
16 Ebd, 30.
17 www.psychomeda.de/lexikon/kognition.html (zuletzt aufgerufen am 14.2.2018).
18 Harald Welzer: Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München 2005, 150.
19 Ebd., 37.
20 Johannes Merkel: Spielen, Erzählen, Phantasieren. Die Sprache der inneren Welt. München 2000, 186f.
21 Harald Welzer/Sabine Moller/Karoline Tschuggnall: Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis. Frankfurt/M. 2002, 196.
22 Welzer 2005, 30f.
23 Welzer 2005, 217.
24 Zit.nach: Armin Nassehi: Identität als europäische Inszenierung. In: Honer/Meuser/Pfadenhauer: Fragile Sozialität. Wiesbaden 2010, 261.
25 Ebd., 264.
26 Hamburger Institut für Sozialforschung (Hrsg.): Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, Hamburg 1996.
27 Welzer 2005, 171f.
28 Susanne Greiter: Flucht und Vertreibung im Familiengedächtnis. Geschichte und Narrativ. München 2013, 57.
29 Regina Scheer: Machandel. München 2014, 333.
30 Peter Bichsel: Die Zeit und das Erzählen. In: Luc Ciompi/Hans-Peter Dauwalder (Hg.): Zeit und Psychiatrie. Sozialpsychiatrische Aspekte. Bern/ Stuttgart/Toronto 1990, 217-230.
31 Maike Schult: Leiden ist fast nicht besprechbar – Trauma und Sprachlosigkeit zwischen den Generationen. In: Anne Drescher/Uta Rüchel/Jens Schöne: Bis ins vierte Glied. Transgenerationale Traumaweitergabe. Schwerin, 2015, S. 137-150, hier 138f.
32 Michael Schneider/Joachim Süss (Hg.): Nebelkinder. Kriegsenkel treten aus dem Traumaschatten der Geschichte. München 2015, 9f.

Integration und Erinnern

33 Rainer Schulze: Als Deutsche zu Deutschen? In: Elena Agazzi/Erhard Schutz (Hg.): Heimkehr. Eine zentrale Kategorie der Nachkriegszeit. Geschichte, Literatur und Medien. Berlin 2010, 25.
34 Albrecht Lehmann: Im Fremden ungewollt zu...

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweise
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einleitung
  4. Erinnern ist ein endloser Fluss
  5. Integration und Erinnern
  6. Integration und Vergessen
  7. Entfremdete Vergangenheit
  8. Beheimatetsein und die Haltung zu Geflüchteten
  9. Offene Gesellschaften – offene Erinnerungskulturen
  10. Anmerkungen
  11. Angaben zur Autorin
  12. Impressum