CO2
eBook - ePub

CO2

  1. 74 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch

CO2 - das zweite Werk des Autors: gewohnt fragmentarisch, noch knapper, prägnanter, energischer. Eigenwillig.

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Information

Auflage
1
Thema
Poesie

Dissentia

A titre personnel, il me semble que la seule voie est de continuer à exprimer, sans compromis, les contradictions qui me déchirent.
Michel Houellebecq
_________________________



Keine Avancen des andern Geschlechts
Kein Freund mag mit mir schreiten
Wie gültig ist das Wort Bert Brechts:
„Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!“



Heutzutage gibt es für alles ein Seminar, auch für das natürliche Ausleben von Sexualität.



„Überflussgesellschaft“. Es ist heutzutage keine Kunst, sich am Sexuellen sattzuhungern.



Ich habe etwas zu essen. Ich habe etwas anzuziehen. Ich sorge mich darum, dass ich etwas auszuziehen habe.



Ihre Schönheit ist wahr; diese Wahrheit kann schrecklich sein, für mich und sie selbst.



Sie gaben ihm Nahrung, schlechte. Und jetzt mögen sie ihn nicht riechen aufgrund übler Ausdünstungen.



„Schläft die Lust ein, erwacht die Melancholie.“, sagt Deschner. Ich habe beide Übel zusammen.



Sade. Historisches Bewusstsein für die Lust am Schmerz. – Aber Schmerz der Lust – war der denn zu allen Zeiten schon bewusst?



Eros als Dämon, halb Gott, halb … Teufel.
Mensch, Plato!



Eros ist nur ein Tarnname für einen Kriegsgott, und wo auf seinem Schlachtfeld Unzählige ihre Waffen spielen lassen, ist jeder menschliche Makel ein Moment des Friedens.

[Moment des Friedens: Aschenbach sieht Tadzios Zähne.]



Die makellose Schönheit ängstigt, und wie sie, aufgesaugt durch gierige Augen, das Gehirn und den ganzen Körper okkupiert, fußt der Vorgang doch wesentlich auf Blindheit.



Es gibt Reize, vor denen kann nichts mehr gelten.



„Komm, lass uns abhauen, in eine Welt des Rausches, hergestellt durch unsere eigenen, banalen Körper, über welche wir hier und jetzt verfügen.“



Ich wähnte, sie sehe entzückt mir nach, doch war ich längst schon im toten Winkel.



Ihre Aufforderung war, dass er mit ihr spiele, ihre Wirkung lähmend.



Ich kann mich an deinen Augen nicht sattsehen. Aber wenn du mich anblickst, kann ich nicht standhalten.



Auf meinen Versuch, ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, zückte selbige er gelassen.



Sexismus: ein Begriff, der über einer Vielzahl moralischer Scheinprobleme steht. Ich möchte niemals hören, der oder jener sei sexistisch. Die Welt ist sexistisch.



Erotoma(n)ya. So viel Schein ist dieser Raserei nicht angemessen.



Eine Illusion, die sich als solche entlarven lässt, aber immer wieder neu formiert, ist eben keine Illusion.
Dieser ewigwährende Schein ist letztlich verlässlicher als jedes Sein.



Das Sexuelle ist das am stärksten sich in den Vordergrund Drängende, das ich kenne. Jedoch phusis kruptesthai philei. So sei denn das Sexuelle der Täuschung überführt.



Das Sexuelle ist das Wahre, dafür verbürgt es, sobald es die Bühne betritt. Aber es lässt mich am Wert aller Wahrheit zweifeln.



Der leidende Eros. Das erste Mal sahen sie sich im Café. Ihre Blicke trafen sich mehr als einmal, und beiderseitiges Lächeln besiegelte das gegenseitige Interesse. Leider zögerte er, sie anzusprechen, als sie an ihm vorbeigehend schließlich das Café verließ.
Eine halbe Stunde später, in der Einkaufsstraße, ging er in einen Laden und sah sie aus einiger Entfernung. Von ihr unbemerkt, zögerte er erneut. Sie ging zur Kasse, bezahlte und verließ den Laden. So verstrich auch diese Gelegenheit.
Am Brunnen mitten in der Altstadt sollten sie sich kurz darauf ein weiteres Mal begegnen. Er sah sie schon von weitem kommen, und als sie in seine Nähe kam, wurde sie auf ihn aufmerksam, was sie mit einem vorsichtigen Winken äußerte. Er ging auf sie zu und sprach sie an. Das Gespräch verlief etwas schleppend, er hatte offensichtlich Mühe, Worte zu finden. Davon unberührt blieb jedoch die beiderseitige Zugewandtheit, in welcher sie sich nach ein paar Sätzen auch verabschiedeten – und jeder wieder seines Weges ging, mit einem nicht zu leugnenden Gefühl aber der Wehmut, dass nicht mehr aus dieser Stunde hervorgegangen war.
Indessen waren im Himmel deutlichere Gesten zu vernehmen. Die Götter hatten, was sich dort unten abspielte zwischen Mann und Frau, mit Staunen beobachtet. Es war Eros, der sich aus ihnen hervortat, und fassungslos kopfschüttelnd sich erklärte: „Mehr kann ich nicht tun.“



Für jede verpasste oder vertane Gelegenheit wird stillschweigend auf ein Konto eingezahlt, im Himmel ein Fest vorbereitet.



Die Flüchtigkeit verleiht dem interessanten Reiz göttlichen Status. Welche Gottheit hätte je sich lang und breit gezeigt?



Nicht Größres wünscht’ ich als
Dich einfach bloß ein wenig länger sehn
Es reichten vielleicht schon Sekunden.



„Und das Wort ward Fleisch“ (Joh 1,14). – Ich möchte so gerne einmal erleben, das Fleisch beim Wort...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorab
  2. 123
  3. Dissentia
  4. Werk und Sieg
  5. Impressum