Über Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung
eBook - ePub

Über Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung

Mit Bibel überLeben

  1. 59 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Über Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung

Mit Bibel überLeben

Über dieses Buch

Zum E-Short "Über Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung"Jeder hat es wohl schon einmal erlebt: Das Leben ist in eine Sackgasse geraten oder wir sind buchstäblich vor einem Abgrund gelandet; wir stehen vor dem Trümmerhaufen, der uns beschert wurde, und fühlen uns wie gelähmt, zu Stein erstarrt, mutlos, stumm oder vielleicht verbittert... und wie es weitergehen soll - wissen wir auch nicht. "Über Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung" thematisiert gerade solche existentiellen Lebenserfahrungen aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln. In 12 Texten betrachtet Andreas Sperling-Pieler Situationen, die uns, sowohl im Kleinen, als auch im Großen, ereilen können.Die Texte, Geschichten, Auslegungen und Gebete thematisieren Situationen, die uns alle mehr oder weniger stark betreffen, aber immer bekannt sein dürften: Es geht um Menschen, die gegen sich selbst kämpfen und an sich, bzw. an der Situation, in die sie sich gestellt sehen, verzweifeln und um Wege ringen. Dabei lässt der Autor einzelne Bibelstellen immer wieder durchscheinen und bietet mögliche Deutungen, auch - oder gerade - für uns heute, behutsam an."Über Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung" ist ein Büchlein für alle Menschen in Krisen und deren Umfeld (das oftmals genauso leidet). Es kann Chancen für einen neuen Blick auf Lebensvollzüge bieten und überraschende Perspektiven aufzeigen. Es ist geeignet für den privaten Gebrauch und zum "Text-teilen", bietet aber auch im Religionsunterricht, der Katechese, der Arbeit mit und in Gruppen, sowie der Predigtvorbereitung Anregungen und Impulse. Über 50 Bilder laden zu Meditation und Reflexion ein.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Mt 9,1-7

Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt.
Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott.
Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!
Und der Mann stand auf und ging heim.

Eine Heilung in drei Teilen


Der Gelähmte: Erster Teil

Als Jesus einmal gemütlich auf einer Bank vor seinem Haus saß, brachte man einen Gelähmten zu ihm.
Nachdem sie eine Weile geplaudert hatten, fragte ihn Jesus: „Was willst du nun wirklich?“
„Ich will wieder laufen können!“ antwortete der Gelähmte.
„Das verstehe ich – aber sei mal ehrlich: Ist getragen werden wirklich so schlimm?“
Der Gelähmte grinste „Manchmal ist es auch gut …“
Jesus dachte einen Moment nach, dann antwortete er: „Du hast gewählt!“





Der Gelähmte: Zweier Teil

Nachdem einige Zeit verstrichen war und Jesus wieder einmal zu Hause weilte, brachte man den Gelähmten abermals.
Auch diesmal stellte ihm Jesus dieselbe Frage: „Was willst du?“
„Das ist nicht so einfach, da muss ich ein wenig ausholen.“
„Nur zu – ich habe Zeit …“
„Ich will laufen können, wie alle anderen; ich will ausruhen können, wenn ich das will; ich will Hilfe genießen können, weil und wenn sie mir geschenkt wird; ich will selbständig leben, unabhängig von meinen Beinen und mit meinen Beinen!“
Jesus blickte ihn mit klarem Blick an, legte ihm die Hände sanft auf die Schultern und sagte leise: „Sei ganz [Gen 17,1], begreife es und du wirst gesund sein.“
Der Gelähmte schaute fragend zu Jesus. „Ist das alles?“
Jesus: „Ja, das ist alles!“






Der Gelähmte: Dritter Teil

Zuerst war er von den Worten Jesu verunsichert: „sei ganz“ und „das ist alles“. Er kannte Jesus und seine manchmal verwirrenden Reden, aber damit konnte er gar nichts anfangen.
Er lag auf der Veranda, wo ihn seine Freunde abgestellt hatten. Und genauso fühlte er sich: abgestellt, als halber Mensch.
Sei ganz – so ein Blödsinn – wie konnte er ganz sein – er fühlte sich nur als halber Mensch und verdammt noch mal, er war bestenfalls halb – oder ganz nutzlos – und auf jeden Fall abgestellt.
Er zwang sich zur Ruhe, wusste er doch, dass es zu nichts führt, sich immer und immer wieder seine Situation vor Augen zu führen.
Deshalb ließ er sich die Worte Jesu nochmals durch den Kopf gehen, ließ die Szene – dort bei Jesus– präsent werden, auch das Gefühl, das dieser ihm gab.
Wenn ich nur halb bin, dann ist eben der Rest das Ganze, das Ganze, was mich noch ausmacht.
Plötzlich wurde er unruhig, er spürte Gedanken in sich, die er so gar nicht kannte. „Sei ganz“ heißt ja dann: sei ganz im Rahmen deiner Möglichkeiten; und wenn du nicht mehr laufen kannst: sei ganz mit dem Rest, mit dem, was du bist und was du hast …
Aber was kann der Rest? Ich kann die Arme bewegen, Kopf und Bauch funktionieren auch noch … das reicht fürs erste … denn das ist ja schon mal etwas.
Als ein paar Minuten später sein Nachbar kam, um ihn in den Schatten zu schieben, sagte er auch gleich: „Reich mir bitte das Buch vom Schrank“. Der Nachbar wunderte sich, hatte er das doch seit langem nicht mehr erlebt.
Der Gelähmte nahm das Buch und fing an zu lesen. Mühsam war es – so mühsam wie immer; aber bisher war es seine Krankheit gewesen, der er die Schuld gegeben hatte. Jetzt war aber etwas anders: im Liegen zu lesen ist nicht ideal; besser wäre es zu sitzen. Ihm fiel der alte Rollstuhl ein, der im Keller stand. Man hatte ihn weggeräumt, weil er nur im Weg stand und er ihn doch nicht benutzte. Den solle man ihm bringen, gleich morgen würde er den Nachbarn bitten.
Beinahe wäre er wieder in Resignation versunken, denn er spürte allzu deutlich seine eigene Unfähigkeit, gerade jetzt, wo er doch wieder aktiv werden wollte. Und mit seiner stoischen Ruhe, die ihn die Folgen seines Unfalls ertragen ließen, war es auch vorbei. Fast wäre er sogar wütend auf Jesus geworden; hatte der ihm doch mit seinem Gerede einen dicken Strich durch seine sauber eingerichtete Hilflosigkeit gemacht. Er spürte aber auch, dass er etwas tun müsste, fragte er sich doch, wie er das bisher ertragen konnte.









Er konnte sich noch gut erinnern, dass seine Hände eigentlich nie stillstanden. Nicht ruhelos und nervös, sondern betriebsam und rege. Ja, früher, das war vor dem Unfall, an dem er keine Schuld trug; es war die Unvorsichtigkeit anderer, die das Unglück und so auch seine Verbitterung auslöste. Ja, früher – dachte er wehmütig – und heute?!
Du redest von d...

Inhaltsverzeichnis

  1. ܜber Lähmung und Erstarrung - von Flucht und Rettung
  2. Gen 19,25f
  3. Mt 9,32f
  4. Mt 9,1-7
  5. Mk 2,1-5
  6. 2.Kön 4,1-7
  7. Mk 10,46-50
  8. Joh 5,6
  9. Jona 1-2
  10. Gen 11,1-9
  11. Jes 42,16
  12. Nachwort und Dank
  13. Impressum