Etablierte Lebens-, Arbeits- und Denkweisen sind innerhalb nur weniger Jahre teilweise obsolet geworden. Mit der digitalen Revolution des Netzes stehen alle an einem Wendepunkt technologisch-gesellschaftlichen Wandels: es geht um den Eintritt in die Risikozone digitaler Technologien. In der Digitalökonomie lassen wir uns von anonymen Algorithmen durch das Netz lotsen. Wissensmanagement ist ein Muss, wenn man in der Wissensgesellschaft seine Markt-/ Wettbewerbsposition noch ausbauen will: in der informationsbasierten Arbeitswelt finden gewaltige Umstrukturierungen statt, d.h.: wenn der Wettbewerb immer weniger über Faktoren wie Kosten oder Finanzmittel gewonnen werden kann, muss nach anderen, tiefer liegenden, bisher noch ungenutzten Faktoren gesucht werden. Während das Management klassischer Produktionsfaktoren schon sehr weit ausgeschöpft ist, wird das Management der Wissens-Rohstoffe seine Zukunft noch vor sich haben. Data Sharing, Open Data, Open Access gestalten eine digitale Welt. In Echtzeitprozessen bleibt kaum mehr die Zeit, einmal gründlich nachzudenken und komplexe Sachverhalte sorgfältig aufzuarbeiten. Das Leben vollzieht sich in einer datenüberwachten Gesellschaft, Riesenmaschinen saugen in einer Art von ewigem Gedächtnis unaufhörlich alle Daten auf, deren sie nur irgendwie habhaft werden können. Eines der wirkungsvollsten Schlupflöcher, um digitalen Zwängen noch entfliehen zu können, scheinen Unberechenbarkeit und Willkür von menschlichem Verhalten zu sein. Vor dem Irrationalen des Menschen müssten eigentlich auch die komplexesten Algorithmen erst einmal an ihre Grenzen stoßen. Wenn ein perfekter Algorithmus gerade durch die Unperfektheit des Menschen ins Leere läuft, so könnte gerade der "homo nonoeconomicus" zum Bollwerk gegen die totale Kontrolle werden. Trotz aller noch so atemberaubender Technologien braucht es immer wieder Menschen, die bereits sind und den Mut haben, auch angesichts von informationsgesättigtem Sachverstand Vernunft walten zu lassen. Hüten sollte man sich vor der Illusion einer Automatisierung des Geistes, d.h. der Ablösung menschlicher Hirntätigkeit durch Software und Algorithmen. Wissen und Intuition lassen sich nicht einfach durch Software nachbilden oder durch Statistik-, Wahrscheinlichkeits- oder Optimierungsrechnungen ersetzen; und seien diese auch noch so gescheit.

- 24 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
1 Homo Mobilis - Verschiebung im Denken
Soziale und räumliche Mobilität – Virtuelle Räumlichkeiten –
Arbeitsorganisation und Lebensgestaltung – Freiheit und Effizienz –
Mobile Kommunikationstechnologien. Der technologische Umbruch durch
Digitalisierung, Vernetzung und beschleunigte Kommunikation
beeinflusst direkt auch
die Gesellschaft
das Zusammenleben
die Kommunikation
die Arbeit
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/wirkungsbeziehungen-der-standortfaktoren-p-328664.html
Etablierte Lebens-, Arbeits- und Denkweisen sind innerhalb nur
weniger Jahre teilweise obsolet geworden. Mobilität hat zwei
grundsätzliche Aspekte: zum einen die räumliche Beweglichkeit und
zum anderen die soziale Mobilität. Unter die soziale Mobilität
fallen insbesondere berufliche und soziale Aufstiegschancen
innerhalb der Gesellschaft. Gleichzeitig aber auch die
Abstiegsgefahren als Gegenstück hierzu. Beide Mobilitätsfaktoren
sind fundamentale Erfolgsfaktoren für die Lebensqualität
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/personal-check-managerqualitaeten-p-334405.html
Mobile Technologien eröffnen
Möglichkeitsräume, um selbstbestimmt zwischen Frei- und Arbeitszeit
pendeln zu können. Mobile Kommunikationstechnologien schaffen
Möglichkeiten, ganz nach individuellen Bedürfnissen physisch mobil
zu sein. Der Technische Fortschritt hat neue Raum- und
Zeitdimensionen erschlossen, an die vor noch gar nicht allzu langer
Zeit kaum jemand zu denken gewagt hätte. Teamkollegen arbeiten
nicht mehr unbedingt Tür an Tür, sondern manchmal geografisch
verteilt sogar über verschiedene Zeitzonen hinweg. Man begegnet
sich im virtuellen Raum, wann und wo immer es gerade gewollt ist.
Nicht nur die Arbeits-, sondern die gesamte Lebenswelt haben sich
verändert: die Folge ist eine Verschiebung im Denken.
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/personalentwicklung-und-wissensmanagement-p-327683.html
Mobile Technologien haben ihre Spuren hinterlassen und etwas in
Bewegung versetzt, das zuvor in relativer Ruhe zu verharren schien.
Physische Mobilität gepaart mit mobiler Kommunikation verändern
Geschäftsprozesse. Im Bereich der persönlichen Lebensgestaltung
eröffnen sich neue Freiräume. Der traditionelle Arbeitsplatz
wandelt sich: man kann auf eingrenzende, fest zugeordnete Plätze
verzeichnen. Innerhalb flexiblerer Arbeitsorganisationen lassen
sich berufliche Anforderungen besser in die persönliche
Alltagsgestaltung integrieren. Eine Umsetzung von
Work-Life-Konzepten erfährt hiermit konkrete Unterstützung.
Trotz aller noch so atemberaubender
Technologien braucht es immer wieder Menschen, die bereits sind und
den Mut haben, auch angesichts von informationsgesättigtem
Sachverstand Vernunft walten zu lassen. Hüten sollte man sich vor
der Illusion einer Automatisierung des Geistes, d.h. der Ablösung
menschlicher Hirntätigkeit durch Software und Algorithmen. Wissen
und Intuition lassen sich nicht einfach durch Software nachbilden
oder durch Statistik-, Wahrscheinlichkeits- oder
Optimierungsrechnungen ersetzen; und seien diese auch noch so
gescheit.
2 Eine Personalbilanz ist eine zentrale Studie
Eine Personalbilanz ermöglicht ermöglichte ganzheitlich
ausgerichtete Standortbestimmung von individuellen Personen: die
Systematik und logische Strukturierung der Personalbilanz
bevorzugt eine Vorgehensweise, mit der Bruchstellen und
Widersprüchlichkeiten in der Bewertung und Steuerung von
Personalfaktoren vermieden werden können. Die Darstellung legt auch
die Dynamik der Wirkungsbeziehungen zwischen
Personalfaktoren mit Hebel- und Rückkoppelungseffekten offen
(graphische Netzdarstellung). Der für die Erstellung einer
Personalbilanz notwendige Aufwand fällt nicht wiederholt an,
da einmal erfasste Grundstrukturen bei einer Aktualisierung nur
noch ergänzt und fortgeschrieben werden müssen.
Auf der Zeitachse können durch den Vergleich fortgeschriebener
Bilanzen Entwicklungen und Trends eines Mitarbeiters
ablesbar gemacht werden. Das Monitoring der Personalbilanz ist
ein Gradmesser, der zeigt, wie eine bestimmte Person auf
ihrer weiteren Wegstrecke vorangekommen ist. Mit Hilfe der
Personalbilanz kann nicht nur das „Was-ist“, sondern auch das
„Was-sein-könnte“ (Potenziale, Perspektiven von Personen)
verdeutlicht werden. Im Wettbewerb um Arbeit spielen „weiche“, oft
als nicht bewertbar beurteilte Einflussfaktoren eine immer
wichtigere Rolle. Über die Personalbilanz können diese
„Intangibles“ einer transparent nachvollziehbaren und
einheitlich durchgängigen Bewertungssystematik zugeführt
werden.
Vgl. u.a.
http://www.xinxii.de/controller-blick-auf-die-personalperspektive-p-328863.html
3 Internetgläubige und Cyber-Utopisten
Mögliche Arbeitswelten von morgen (oder schon von heute ?) – Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit entfallen – Selbstbes...
Inhaltsverzeichnis
- 1 Homo Mobilis - Verschiebung im Denken
- 2 Eine Personalbilanz ist eine zentrale Studie
- 3 Internetgläubige und Cyber-Utopisten
- 4 Verhaltenswährung Berechenbarkeit
- 5 Weniger ist mehr - was zählt, ist das Wissen über sich selbst
- 6 Anreicherung der Wissensbilanz mit mehrdimensionaler Datenanalyse
- 7 Daten und Beschreibung der Abbildungsregeln
- 8 Partionierung der Datenbestände
- 9 Aktionsradius von Analysefunktionen
- 10 Analyseverfahren, Variable, Faktoren
- 11 Im Cluster ähnliche Eigenschaften bündeln
- 12 Parameter der Ähnlichkeitsfunktion
- 13 Partionierendes und hierarchisches
- 14 Indikator für Verschiedenheit
- 15 Im Sucher der Datenmuster
- 16 Value at Risk
- 17 Simulation von Risikofaktoren
- 18 Aus Sicht eines Entscheidungsbaums
- 19 Lebensmuster und neue Realitäten
- 20 Regime Big Data unantastbar ?
- 21 Wissen, was Daten tun
- 22 Personalbilanz identifiziert Hebel- und Rückkoppelungskräfte
- 23 Wissensmanagement ist "der" Stellhebel für Zukunftsfähigkeit
- Impressum
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