Mein Zypern
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Mein Zypern

  1. 192 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Mein Zypern

Über dieses Buch

Zypern – das ist Weltgeschichte als Inselgeschichte. Aufgrund ihrer strategischen Lage war die Insel stets Objekt der Begierde fremder Mächte. Alle waren hier: Phönizier, Griechen, Römer, Byzantiner, Kreuzritter, Venezianer, Genuesen, Osmanen, Briten. Und alle haben Spuren hinterlassen: Die eindrucksvollsten Denkmäler – nach den römischen und frühbyzantinischen Ruinen von Salamis – stammen aus fränkischer und venezianischer Zeit, wie die Abtei von Bellapais, der befestigte Hafen von Kyrenia, die prächtigen Kathedralen von Nikosia und Famagusta, wo Shakespeares Othello spielt.Drei Jahre hat Joachim Sartorius auf Zypern gelebt – jetzt kehrt er dorthin zurück, zu den Kulturen und Legenden, zu Farben und Licht der Levante. Er spürt den vielen historischen und seelischen Sedimenten nach, der bewegten Geschichte der Insel, ihrer Teilung nach der türkischen Invasion im Jahre 1974 und der schwierigen aktuellen Situation. Und doch ist dieses Buch nicht das eines Historikers oder Politologen, sondern das eines Dichters, der an der Hand guter Freunde – Inselgriechen wie Inseltürken – Zypern zu verstehen sucht.

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Information

Anhang

Drei Gedichte
von
Niki Marangou*

* Aus dem Griechischen von Niki Marangou und Joachim Sartorius

Straßenkarte von Nikosia

Beim Betrachten der Straßenkarte
von Nikosia und seiner Vororte
endet die Fuad Pasha Street bei Dionysou und Herakleitou
Defne Yüksel bei der Hermes Street
Yenice Şafak bei Leontiou Mahaira
ganz nah bei der Roccas-Bastion.
Auf alten Karten geht der Fluss mitten durch die Stadt
aber Savorniano, der Venezianer, änderte seinen Lauf
um den Graben mit Wasser zu füllen.
Dort breiten an Sonntagen die Hausmädchen
aus Sri Lanka ihre Umhängetücher aus
und essen gemeinsam.
Die Palmen erinnern sie an zu Hause.

Den Freunden im Norden

Weil ich von Rosen spreche,
von der Ausschüttung des Lichts,
von der Hilflosigkeit der Liebe
und unserem flüchtigen Leben,
denkt nicht, Freunde im Norden,
dass das, was 74 geschah,
sich nicht wie ein Fleck in meinem Leben
ausbreitet Tag für Tag.
Der Mond steigt aus dem Meer
wie eine Wassermelonenscheibe,
und meine tote Mutter auf der Veranda
unseres Hauses in Famagusta ruft uns,
aus dem Wasser zu kommen.
Vor Kurzem sah ich auf der Wand einer Taverne im Karpas
ein Bild, das sie gemalt hatte. Einer Taverne,
gemacht aus gestohlenen Stühlen, gestohlenen Tischdecken,
gestohlenen Türen, gestohlenen Klinken.
»Das ist von meiner Mutter«, sagte ich dem Besitzer, »hier
steht ihr Name geschrieben.«
»Aber jetzt gehört es mir«, sagte der Mann,
der aus einem Land kam, wo die Sonne aufgeht
(so hatte seine Frau ihn mir beschrieben).
»Es gehört jetzt mir«, sagte er, ganimet*,
so nennt man das auf Türkisch.
Istanbul, Oktober 2005
*Türkisches Wort für Beutegut

Brief an Dionyssis

Wir können nicht mit Gewissheit sprechen,
weder über Eisvögel noch über Nachtigallen.
Lukian
Weißt du, Dionyssis,
es ist heutzutage für uns nicht leicht
über Eisvögel und Nachtigallen mit Gewissheit zu reden
da wir nicht in Häusern gelebt haben
auf deren Fundament Hähne geopfert wurden
noch auf Matratzen geschlafen haben
mit an den vier Ecken angenähten Kreuzen
worauf die Münzen fielen
aus Gold und Silber
und Samen von Baumwolle und Sesam
noch sind wir tief in der Nacht
auf die Straßen geströmt
zu hell erleuchteten Häusern
mit dem in gelbe Blumen gehüllten Lazarus
sein mit Blüten übersätes Lager geschmückt
mit Kränzen und Getreide
Vögeln Eidechsen Blättern
Mehl Fenchel Kerzen und Honig
weicher als Schlaf
und so, Dionyssis,
mitten in der »allgemeinen Verwirrung
der Ungenauigkeit der Gefühle«
will ich dir beim Kaffeetrinken
an einem Freitagmorgen
lediglich sagen
dass du mir
sehr gefehlt hast
Drei Gedichte
von
Joachim Sartorius
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Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Widmung
  5. Inhalt
  6. Das Sommerhaus des letzten Architekten der Krone
  7. »Herrlich fruchtbar und für seine Zitronen überall gerühmt«
  8. »Die Vögel sind da! Die Schnecken sind da!«
  9. Der Mondstrand
  10. Henna und goldgelbe Münzen
  11. Die Grammatik des Ornaments: Bellapais
  12. Famagusta und Salamis
  13. Diplomatische Runden
  14. Ein Säckchen Salz und ein Terrakotta-Phallus
  15. Wie ein Kiosk im Meer
  16. Zentrum und Peripherie
  17. Im Troodos: Von Erzengel Michael, König Faruk und Arthur Rimbaud
  18. Von den Seidenraupen in Lapithos
  19. Kleine byzantinische Reise
  20. Die Geckos von Bellapais
  21. Die Rückkehr
  22. Vom Elend der Teilung
  23. Die Hälfte von Lambousa
  24. Der Kultstein von Kouklia
  25. »Was weißt du von den Schwierigkeiten, ein Glas zu malen?«
  26. Noch einmal Famagusta
  27. Ich habe keine Geckos mehr gesehen
  28. Anhang
  29. Danksagung
  30. Hinweis zum Gebrauch der Ortsnamen
  31. Gedichte-/Zitatnachweis
  32. Literaturverzeichnis (Auswahl)
  33. Über das Buch
  34. Karte