Die Autobiographie einer der herausragenden litauischen Intellektuellen im bewegten 20. Jahrhundert.In 13 Gesprächen mit Aurimas Švedas erzählt Irena Veisait? ihr bewegtes Leben. Ein Leben für die Kunst und die Kultur in Litauen, den Kulturaustausch mit Deutschland und das tragische politische Schicksal ihres Landes – die Besatzungen durch die deutsche Wehrmacht und die Sowjetunion. Sie erlebt Ausgrenzung, Gewalt, Vernichtung. Ihre Mutter wurde 1941 von einheimischen NS-Kollaborateuren ermordet, sie selbst überlebte das Ghetto von Kaunas durch die Hilfe von litauischen Mitbürger*innen. Nach Kriegsende muss sie den Antisemitismus der Stalinära ertragen. Sie erzählt von ihrem Studium in Moskau und Leningrad, von den Anwerbeversuchen des sowjetischen Geheimdienstes, von ihren Ehen und der schmerzlichen Trennung von der Tochter, die nach England geht. Und Irena Veisait? spricht über Freundschaften, u. a. mit Arvo Pärt. Sie schildert, wie es zur Einrichtung des Thomas-Mann-Kulturzentrums in Nidden kam und ihr Engagement für die Soros-Stiftung, die sich u. a. für die demokratische und pluralistische Gesellschaft in Osteuropa einsetzt. Ein Jahrhundertleben.Noch in hohem Alter ist sie eine entscheidende Persönlichkeit bei der Errichtung einer pluralistischen Gesellschaft in Nordosteuropa.

- 429 Seiten
- German
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Ein Jahrhundertleben in Litauen
Über dieses Buch
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Information
ISBN drucken
9783835335561
Auflage
1Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Das erste Gespräch. Das Leben sollte klar sein
- Das zweite Gespräch. Allen war klar, dass Litauen in der Falle saß
- Das dritte Gespräch. Was ist mit der Welt passiert?
- Das vierte Gespräch. Die Überlebenden haben die Pflicht, zu vergeben und die Zukunft aufzubauen
- Das fünfte Gespräch. Ich lebte unter wunderbaren Menschen
- Das sechste Gespräch. Ich brauchte neue Impulse
- Das siebente Gespräch. Die Arbeit war für mich eine Mission
- Das achte Gespräch. Das Theater entspricht meinen Interessen und meinem Temperament
- Das neunte Gespräch. Inseln der Freundschaft
- Das zehnte Gespräch. Warum wurde Faust gerettet, obwohl er sich mit Mephisto einließ?
- Das elfte Gespräch. Meine Seelenverwandten
- Das zwölfte Gespräch. Ich bedauere nichts, auch nicht den hohen Preis meiner Entscheidungen
- Das dreizehnte Gespräch. Geschichte macht man vermutlich nur einmal im Leben
- Anstelle eines Epilogs. Mir kommen immer mehr Fragen – und immer weniger Antworten
- Anhang. Die sprechende Vergangenheit