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Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts
Über dieses Buch
Es ist kein Zufall, dass mit den wirkmächtigen Destruktionsversuchen der philosophischen Fachsprache von Heidegger über Wittgenstein bis hin zur Postmoderne das Denken sich neu justiert - und zwar um Begriffe, deren semantischer Gehalt sich vielleicht nur in und durch Grenzbestimmungen und Grenzüberschreitungen aufdecken läßt. Schlüsselbegriffe können das komplexe Denken des 20. Jahrhunderts als ein verwobenes dechiffrieren helfen. Sie markieren zugleich die impliziten Grenzen dieses Denkens, das nicht selten alle Schranken niederzureißen suchte. (Aus der Einleitung)
Das 18. Jahrhundert war wohl das erste Jahrhundert, das sich bewußt als Epoche begriff und sich zugleich einen Namen gab; es nannte sich programmatisch das »Jahrhundert der Aufklärung«, und es war damit so erfolgreich, dass selbst seine Gegner diese Bezeichnung übernahmen. Das 20. Jahrhundert ist vorüber, aber einen allgemein anerkannten Namen hat es bisher nicht erhalten. Es heißt das Zeitalter der Extreme, des Totalitarismus, der Information etc., das technokratische, Atom- oder (in seiner Spätzeit) das postindustrielle Jahrhundert. In seinen letzten Jahrzehnten wurde vielfach die Postmoderne ausgerufen.
Fragt man nach den Schlüsselbegriffen des 20. Jahrhunderts und ihrer Geschichte, so kann damit nicht gemeint sein, dass diese, so kurz nach dem Ende dieses Zeitalters, schon vollzählig benannt werden können. Und ebenso soll es nicht bedeuten, dass die die Epoche prägenden Leitbegriffe nicht schon vorher vorhanden gewesen wären und andere jetzt nicht mehr ausschlaggebend seien. Aber viele Begriffe erhalten ein neues Gewicht; andere bekommen einen neuen Stellenwert. Vor allem sind die Phänomene der Verzeitlichung und Ideologisierung der politisch-sozialen Termini, die Reinhart Koselleck so nachdrücklich für deren Umbruch in der Zeit zwischen 1750 und 1830 verantwortlich machte, auch für das 20. Jahrhundert zu konstatieren (und sie werden uns aller Wahrscheinlichkeit nach erhalten bleiben). Innerhalb dieses Rahmens lassen sich Veränderungen feststellen, die sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts abzeichnen und - vor allem nach 1989 - verstärkt haben.
Mit Beiträgen zu den Begriffen:
Anderer · Aufklärung · Bedeutung und Sinn · Bild · Dialog · Gerechtigkeit · Gemeinschaft, Gesellschaft · Identität · Krise · Kultur · Leben · Leib, Körper · Macht · Medium · Mensch, Dasein · Metapher · Paradigma · Schuld · Sein, Existenz · Selbstbestimmung · Sprache · Struktur · Symbol, Zeichen · System · Utopie, Zukunft · Verantwortung · Verstehen
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhalt
- Ulrich Dierse, Christian Bermes: Einleitung
- Peter Welsen: Der Andere
- Werner Schneiders: Aufklärung
- Christoph Demmerling: Bedeutung und Sinn
- Klaus Sachs-Hombach: Bild
- Martin F. Meyer: Dialog
- Rainer Thurnher: Existenz, Sein
- Alois Hahn / Matthias Hoffmann: Gemeinschaft und Gesellschaft
- Ulrich Steinvorth: Gerechtigkeit
- Anton Hügli: Identität
- Ernst Wolfgang Orth: Krise
- Birgit Recki: Kultur
- Ferdinand Fellmann: Leben
- Käte Meyer-Drawe: Leib, Körper
- Kurt Röttgers: Macht
- Dieter Mersch: Medium
- Hans-Ulrich Lessing: Mensch, Dasein
- Ralf Konersmann: Metapher
- Paul Hoyningen-Huene: Paradigma
- Eva-Maria Engelen: Schuld
- Volker Gerhardt: Selbsbestimmung
- Ulrich Dierse: Sprache
- Reto Luzins Fetz: Struktur
- Barbara Naumann: Symbol, Zeichen
- Dirk Baecker: System
- Jacek Filek: Verantwortung
- Frithjof Rodi: Verstehen
- Gunter Scholtz: Zukunft und Utopie
- Namensregister