
- 232 Seiten
- German
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Trauscheine als pfarramtliche Gebrauchskunst
Über dieses Buch
Als 1875 im gesamten Deutschen Reich die Zivilehe obligatorisch wurde, reagierte die evangelische Kirche Brandenburgs als erste damit, künstlerisch ausgestattete Trauscheine für alle Paare einzuführen, die sich auch weiterhin kirchlich trauen ließen. Die druckgrafischen Blätter sollten die Trauung testieren, als Andenken an sie erinnern, zu einem christlichen Lebenswandel ermutigen und nach Möglichkeit zugleich als häuslicher Wandschmuck dienen.Als mehrere Verlage vorgedruckte Formulare mit verschiedenartiger bildlicher Ausschmückung anboten, ergab sich in den Territorialkirchen eine unterschiedliche Praxis im Umgang mit den künstlerisch dekorierten Blättern. Die Darstellung präsentiert zahlreiche seinerzeit in Gebrauch befindliche Trauscheine und zeichnet ihre Entwicklung zwischen etwa 1875 und 1950 nach.
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- „Neue künstlerische Gedenkblätter“
- Einleitende Bemerkungen zum Trauschein
- Trauung, Hochzeit, Ehe, Brauch und Erinnerung
- Von der „Trauscheinverpflichtung“ zur Zivilehe
- Künstlerisch dekorierte Trauscheine zwischen Verordnung, Besorgnis und Bedürfnis
- Preußens zentraler Anschub: Carl Gottfried Pfannschmidt
- Anfänge einer Ausbreitung: unbekannte Trauscheine des 19. Jahrhunderts
- Zentrum und Peripherie – Trauscheine aus Königsberg
- Auf dem Weg: Carl Andreae
- Kurzer heimatkundlicher Exkurs: Arthur Bultmann und ein Trauschein aus der Lambertikirche in Oldenburg
- Nazarenische Einflüsse bei Leopold Bode – zwischen Mittelalter und Gründerzeit
- Das Rauhe Haus mit klassischer Kunstmotivik
- Protestantische Opulenz aus dem Verlag Kaufmann in Lahr
- Die Hochzeit zu Kana oder: die Profanisierung des Weinwunders
- Loccum fürs Volk – der Gemäldeausschnitt Jesus und das Brautpaar von Eduard von Gebhardt
- Rudolf Schäfers Hochzeit zu Kana: populär und umstritten, glaubensehrlich und trivial Vom Auslaufen einer Neuerung:
- Trauscheine aus dem Verlag Keutel in Lahr
- „Luthers Trauschein“
- Föderale Verordnungs-Praxis und nüchterne Überlieferung: Sachsen
- Die Heimatkirche als umspannendes Symbol des 20. Jahrhunderts
- Trauscheine als evangelische Bilder
- Anmerkungen
- Hinweise
- Impressum