TEIL 1
1. Kapitel
Ich bin einfach göttlich
Auch wenn uns bewusst ist, dass Schöpfung, Universum und unsere Seinsart im allumfassenden Sinne ein für uns kaum begreifbares, schwer in Worte zu fassendes Mysterium darstellen, wagen wir den Blick auf uns selbst und den status quo des menschlichen Bewusstseins, wie ihn der Zeitgeist enthüllt. Der Titel unseres Leitfadenbuches bringt den aktuell möglichen Kenntnisstand unserer Wahrnehmung in 4 simplen Worten auf den Punkt:
„Ich bin einfach göttlich!“
ICH bezeichnet die reflektierende Wahrnehmung persönlicher Einzigartigkeit!
BIN ist abgeleitet vom allgemeinen SEIN und definiert das ICH in seinem gegenwärtigen Augenblick!
EINFACH steht für natürlich, mühelos, selbstverständlich, unkompliziert und unmissverständlich!
GÖTTLICH meint universelle Lebensintelligenz in individualisierter Schöpfungspotenz!
„Ich bin einfach göttlich!“ sagt:
„ICH BIN einzigartig und wirke in diesem Augenblick
EINFACH durch mein GÖTTLICH-Sein!“
Theoretisch bringt diese naive Kernaussage alles Wissenswerte über unser Mensch-Sein zum Ausdruck. Mehr ist nicht erwähnenswert und könnte genügen, wäre da nicht die große Schwierigkeit, sie zutiefst im eigenen Inneren anzuerkennen, als reale Wahrheit zu empfinden und zum fixen Inhalt unseres Bewusstseins zu machen.
Damit stellt uns dieser 4-Worte-Satz doch vor eine mächtige Herausforderung und drängt sogar als verbindlicher Lebensfaden immer konfrontativer zum vorgesehenen Ziel unserer 3dimensional geprägten Existenzvorstellung.
Ein oberflächliches Lippenbekenntnis wird daher nicht genügen, um von der sprachlichen Äußerung zur konkret erlebten Erfahrung zu kommen. Deshalb ein Angebot, sich den Inhalt in 5 Schritten immer bewusster zu machen:
- Die naive Formulierung „Ich bin einfach göttlich!“ mental erfassen.
- Sie als eigene Wahrheit bewusst anerkennen, um sie wirksam zu aktivieren.
- Beobachten, wie sie sich automatisch und spürbar mit liebevoller Lebensfreude auflädt.
- Sie konsequent als schöpferischen Gedanken und freudiges Liebesgefühl in sich halten.
- Sich geistig konzentriert und im Selbst bewusst mit ihr beschäftigen.
Da denkende Imagination das ursächliche Schaffensprinzip ist, wird die gedachte, als Wahrheit empfundene und geliebte Tatsache, göttlich zu sein, zum zentralen Brennpunkt, aus dem sich die volle Wirkmacht des Lebens entfaltet.
Die 5 Schritte beschreiben somit ...
… einen höchst kreativen Schöpfungsakt,
… der aus dem universellen Bewusstsein
… mittels individueller Schöpfungspotenz
… die geistige Vorstellung, göttlich zu sein, im Egozentrum hervorhebt
… und in eine Erscheinungsform bringt, mit der sie erlebt und erfahren werden kann.
Was hierfür gebraucht wird, liegt als Schöpfungsbewusstsein im Wesen des Menschen, vom innersten Geist bis zu seinem äußersten Körperbild (siehe 4. Kapitel „Ichbewusstsein aus der Urmatrix der 10“). Das wird klarmachen, wie autark und souverän wir in Wirklichkeit in unserem GÖTTLICH SEIN verankert sind. Weiterhin erkennen wir, wie die aktuell erlebte äußere Realität augenblicklich unsere innere Sichtweise, Einstellung und Überzeugung zurückstrahlt.
Ist eine Bewusstseinsstufe voll ausgereift, ist sie erschöpft und es öffnen sich automatisch die Tore höherer Sphären, durch die sich neue, gänzlich andere Realitätsformen ermöglichen.
Das ist auf natürliche Art einfach!
Vergleichbar mit biophysischem Wachstum, das unsere Veranlagungen, zum Beispiel für Bewegung und Sprache, altersgemäß realisiert! Entsprechend realisiert sich unsere systemimmanente Göttlichkeit durch Zunahme bewusst werdender Erfahrungswerte, genannt Wachstum.
Diese Systemimmanenz lässt sich nachvollziehbar erklären, denn aus einem einheitlichen, universell wirksamen Schöpfungsprinzip entsteht nichts, was diesem wesensfremd ist. Anders gesagt, alles was es ausdrückt, ist ein vollkommener Anteil seiner selbst, der sich unter anderen, unterschiedlichsten Bedingungen erfährt. Infolgedessen muss jede seiner vielfältigen Ausdrucksarten ein Aspekt, ein Bruchstück, ein holistisches, in sich vollkommenes Fraktal dieser Einheit sein, in dem die gesamte Qualität der ursächlichen Entität als seiendes Ding steckt, wie im Holzsplitter das Baumwesen. Dieser Splitter demonstriert nicht die äußere Form des Baumes, aber in jedem Fall die innere Qualität seiner holzigen Seinsart. Das Holzfraktal veranschaulicht in seinem Wesen den ganzen Baum. Selbst im nanokleinsten Bruchstück ist die Baumqualität total erfassbar, wie die spezifische DNA im winzigsten Hautpartikel!
Da eine einzige Schöpfungsintelligenz das ursächlich Wirksame ist, muss alles was existiert aus ihrer Qualität bestehen und diese auf eine bestimmte Weise anschaulich machen! In Folge ist alles Existierende in seinem innerlich Wesentlichen göttliche Intelligenz, angeordnet in äußerlich sichtbarer Struktur. Auch unser Körper ist ein intelligentes Lichttorsionsfeld, sich wellenartig ausbreitende Göttlichkeit, eingefasst in eine begreifbare Erscheinungsform. Diese Logik ist nicht widerlegbar!
Im Fall des göttlich-menschlichen Bewusstseins muss aus Gründen der Komplettierung des schöpferischen Geistes die Erfahrung gemacht werden, bis zum Äußersten zu gehen und sich letztlich mit einer Körperform so zu identifizieren, dass es sich in ihr einzeln isoliert wahrnimmt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kommt es dann wieder zur Rückwendung an die göttliche Ursprünglichkeit.
Nicht umsonst gilt der Mensch als Krone der Schöpfung, wirkt doch in ihm nicht nur Göttlichkeit an sich, sondern sie realisiert in ihm ihr höchstes Ziel, das ihrer Selbst-Bewusstwerdung. Deshalb kommen wir zu dem logischen Schluss:
Der Mensch ist
sich reflexiv selbst bewusstwerdende Göttlichkeit!
Somit sind wir in der Lage, das schöpfungsintelligente Fraktal, die souveräne göttliche Qualität unserer fundamentalen Natur, unseren eigentlichen schöpfungspotenten Wesenskern zu erkennen und in Übereinstimmung mit unserer jeweiligen Bewusstseinsreife zum Ausdruck zu bringen. Das macht uns zu etwas ganz Besonderem im gesamten Kosmos, was wir nicht nur endlich akzeptieren, sondern auch respektieren sollten!
Respectus: Respekt ist die Anerkennung als beachtenswerter Rückblick auf das Ursächliche!
Schöpfungsintelligenz bzw. Schöpfungsbewusstsein wirkt dynamisch als Prozess in verschiedenen Dimensionen, Zeitzyklen und Bildungsstufen, um sich kreativ in diversen, aber ordnungsgemäß aufbauenden und ablaufenden Varianten zu erleben.
Die sich für uns im Endstadium befindliche 3dimensional geprägte Phase ist höchst bedeutsam, da sie:
- Durch äußere Körperwelt ein inneres, geistiges Ich-Bewusstsein ausbildet.
- Bewusstsein bewusst macht.
- Erlebtes zu Erfahrungen und diese zu Bewusstseinsinhalten macht.
- Vom Unbewusstsein über menschliches zum göttlichen Selbstbewusstsein führt.
Vom letzten Bedeutungspunkt spricht der Mythos vom Orakel in Delphi: „Erkenne dich selbst!“ in Folge: „Dann erkennst du Gott!“ und wir fügen hinzu: „… als Dein götlliches Selbst!“ Der konkrete Hinweis auf die Bewusstwerdung im Menschsein bis zu ihrer Selbsterkenntnis mit individueller Schöpfungsqualifikation. Auch zwei Christusbotschaften lauten ähnlich. Die eine sagt: „Trachte zuerst nach dem Reich Gottes, alles andere wird dir dazugegeben!“ Die zweite: „Der VATER und ICH sind eins!“ Beide Aussagen weisen darauf hin, dass das Streben nach dem Wissen vom göttlichen Wesen im eigenen Inneren, höchst natürlich ist. Die Identifizierung mit dieser göttlichen Potenz ist dann nur Formsache als logische Konsequenz. Mit diesem fundamentalen Verständnis unserer tatsächlichen Existenzwurzel beginnt bereits eine enorme Veränderung in unserer Lebensführung ohne weitere Zutat.
Nun ist die Information, der Mensch sei göttlicher Natur, wahrlich nichts Neues und wurde in vergangenen Zeiten schon mehrfach verkündet, beispielsweise, wie oben zitiert, von Jesus dem Christus oder Meister Eckhart. Das waren aber doch, wie viele andere auch, ziemlich einsame Rufer in der Wüste, die der Zeit einer möglichen Konkretisierung dieser Wahrheit weit voraus waren.
Heutzutage kommen nicht nur immer mehr Menschen auf die Idee, göttlich zu sein, sondern drängen auch auf die konkrete Umsetzung dieser Theorie. Eine Erklärung dafür liefern die Zahlen, die als Zeitqualität das Prinzip des Werdens anordnen. Darauf gehen wir an anderer Stelle genauer ein. Hier verweisen wir lediglich auf ein solch geordnetes Werde-Schema, das ab 3 über 6 in 21 läuft. Mathematisch:
Aus der 3 entsteht die 6 (1 + 2 + 3 = 6)
aus der 6 die 21 (1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 = 21).
Kurz gesagt erkennen wir einen qualitativen Entwicklungsprozess in der 3 - 6 - 21 Formel, in welcher …
… die erste komplette Bewusstseinseinheit, die Geistige Trinität (3) ...
… ihr Selbst-Bewusst-Werden in einer materiell verkörperten Selbst- und Weltsicht (6) durchlebt ...
… und erfolgreich als erwachtes göttliches Bewusstsein (21) abschließt.
Mit 21 siegt das erwachsen-göttliche im kindlich-menschlichen Bewusstsein, weshalb sie für das höchste Ziel göttlicher Menschwerdung steht. Damit löst sich die bisherige Bewusstseinsfixierung von ihrer begrenzten materiell-körperlichen Existenz, während immer mehr geistige Einsicht im Wesen des Menschen die Führung übernimmt.
Dafür aktiviert der wachsende Einfluss von 21 im innersten Kernbereich der gesamten Atmosphäre (Elektronenfeld) eine Höherschwingung der lichtvollen Substanz, die den stofflichen Transformationsprozess bewirkt. Das bringt vor allem durch den erwachenden Menschen selbst göttliches Licht in die Welt, was im rituellen Abfeuern von 21 Salutschüssen zur Geburt eines Königskindes symbolisch realisiert wird.
Übertragen wir das auf den Zeitgeist des 20. und 21. Jahrhunderts, befinden wir uns zweifelsfrei in diesem Welten bewegenden Wandlungsverlauf. Dominiert von der Wirkmacht der 2000 lösen sich endgültig bisherige Ordnungsgefüge auf und zwar vornehmlich die, die auf angstbesetzten, zwanghaften Existenzvorstellungen aufbauen. Gleichzeitig macht diese Intelligenz geistseelische Potenzialität bewusst, die völlig andere Gesetzmäßigkeiten zur Realitätsbildung einbringt als wir kennen und gewohnt sind, was alles in allem das Erwachen genannt wird.
Mit dem von 20 und 21 bzw. 2000 geprägten Zeitgeist
beginnt die Durchgeistigung des Materiebewusstseins und damit die Befreiung
von unserem bis dato materiell determinierten Vorstellungsvermögen.
Dadurch löst sich das irdisch menschliche Bewusstsein langsam von seiner Außenwelt und Körperhaftigkeit, was als Auferstehung aus dem Grab der Materie bezeichnet wird und entdeckt gleichzeitig das unendliche Potenzial der Schöpfungssphäre mit ihrem liebevoll manifestierenden Bewusstsein, was Unsterblichkeit und Leben in ewiger ‘Seeligkeit‘ meint. Alles entspricht der Endformulierung des katholischen Glaubensbekenntnisses: „... ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben!“ Jetzt ist es ein Wissensbekenntnis, denn wir wissen davon und müssen nicht mehr glauben! 20/21 und 2000 informieren uns über die unbegrenzte Entfaltungsfreiheit des göttlich-schöpferischen Bewusstseins, das geistreiche Ideen mittels seelischer Sphäre als holografische Formen in einer eigens dafür geschaffenen Welt erscheinen lässt.
Wenn dem so ist, kann verständlicherweise unser Körper auch nichts anderes als eine lichterfüllte Erscheinung sein, ein aus geistig-göttlicher Lichtsubstanz gebildetes Fraktal. So gesehen kann er niemals konstant in alter Dichte erhalten bleiben, sondern wird im Zuge des aktuellen Werdeprozesses entsprechend transformiert. Auf körperhafter Existenzebene bietet das, unter uns gesagt, keine Veranlassung zum Halleluja Singen. Was nicht verwundern darf, durchleben wir doch im Sinne dieser äußerst ungewohnten Botschaften des Zeitgeistes eine radikale Veränderung aller Lebensbereiche, einen gänzlichen Identitäts- und Realitätswechsel. Da...