Das Sivabhaktavilasam - Die Taten der Siva-Verehrer
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Das Sivabhaktavilasam - Die Taten der Siva-Verehrer

  1. 396 Seiten
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Das Sivabhaktavilasam - Die Taten der Siva-Verehrer

Über dieses Buch

Das Sivabhaktavilasam ist ein Teil des Skanda Puranam und die spätere Sanskritversion des Periya Puranam, der Legendensammlung der 63 südindischen Sivaheiligen aus dem 12. Jahrhundert. Die Heiligen zeichnen sich durch ihre kompromisslose Verehrung Sivas und den Dienst für andere Sivaverehrer aus. Die Geschichten spielen auf dem Hintergrund des reichen südindischen Tempelkults.

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783750493728
eBook-ISBN:
9783751960991

1. DIE HERRLICHKEIT DER HINGABE AN ŚIVA
(ŚIVABHAKTI)

Śiva mit Pārvati, Ga
eśa und Skanda auf dem Kailāsa
Batu Caves
Wikimedia Commons, Foto: StormChase
Śrī Mahāga
apati [den großen Ganapati = Ga
eśa]4, der sich als Juwel des Bildes des Universums5, das die Mutter Girija [Pārvati] gezeichnet hat, zeigt, den grüße ich aus vollem Herzen.
Mit seinem Elefantenrüssel sitzt er auf dem Schoß der Mutter Tripurasundari, dieses göttliche Kind, das mit den Lotusblüten spielt, die die Brust seiner Mutter zieren, und das wie ein Löwe mit gigantischen Hindernissen kämpft. Ihn verehre ich.
Ich stimme den sechs-gesichtigen Kumāra [Skanda] versöhnlich, Pārvatis Sohn, der im Schoß von Girija und Giriśa [Pārvati und Śiva] spielt.
Ich verneige mich vor den Śiva-Verehrern und trage auf meinem Kopf den Staub ihrer Füße, der wie die Sonne die Unwissenheit der latenten Neigungen vergangener Leben vertreibt.
Ich grüße auch Śrī Vi
u, Brahmā, Sūrya, Skanda, Hayagrīva und die Weisen (munis) wie Upamanyu.
Die munis von Naimiśāra
ya, die durch ihre lange Ausübung von Opfern gereift waren, fragten ehrfürchtig den Weisen Sūta, der in den achtzehn Purā
as bewandert war: „Oh Sūta, Schüler des Vyāsa, der du alle Schriften kennst und von reifem Verstand bist, wir haben Zweifel und wollen von dir über verschiedene philosophische Themen aufgeklärt werden. Worin besteht die Bedeutung des Vedānta, der Mantren, des Karmas, der Worte der Weisheit und der großen Aussagen der Upani
aden [mahāvākyas]? Wodurch wird bewirkt, dass das Universum immer wieder neu erschaffen wird? Weshalb ist die Erkundung des Vedānta, wie sorgfältig sie auch betrieben und verstanden wird, nicht in der Lage, die Bindung zu beseitigen? Bitte erkläre uns das.“
Nachdem die Edelsten aller munis ihn auf diese Weise angefleht hatten, bezeugte der allwissende Sūta dem personifizierten Guru Śiva in aller Demut die Ehre. Er bezeugte auch den verschiedenen Gottheiten und Weisen wie Ga
eśa, Śārada, Mahāsena Skanda, Nandīśvara, Mahā Vi
u, Brahmā, Pārvati, Veda Vyāsa, Agastya, Vyāghrapāda, Patanjali, Dadhīci, Bhārgava, Jaimini, Gautama, Bh
gu, Upamanyu, Mārkand
en anderen Vertretern dereya, den anderen Vertretern der Veden, den traditionellen Meistern und Śiva-Verehrern die dreifache Ehre (durch Körper, Sprache und Geist). Dann begann er, die herzerwärmende Geschichte namens Bhakta Vilāsa zu erzählen. Sie ist in den drei Welten berühmt, geheiligt, verdienstreich und geheimnisvoll, ein Meer aus Nektar, das von den Geschichten über die Verehrer des Herrn, die Upamanyu einst dargelegt hat, überfließt.“
Śrī Sūta:
Ihr besten unter den munis! Ihr habt mich danach gefragt, was bekannt ist. Ich werde dieses Wissen, das Upamanyu auf dem Kailāsa offenbart hat, mit euch teilen. Auch werde ich versuchen, alles, was ich von meinem Guru gehört habe, soweit auszuführen, wie mein Verstand es mir erlaubt.
In den Veden, Ᾱgamas, Purā
as und Mantra Śāstras wird bezeugt, dass der große Gott Mahādeva sich verwandelt und als die Welt erscheint wie das Meer, das als Wellen, Blasen, Wirbel usw. erscheint. Śaśiśekhara, der Eine mit dem Mond auf dem Haupt, erscheint als die vielfältige Welt aus Formen und Namen. Dies ist ohne Zweifel die Grundlage der Wahrheit, die die Veden rühmen. Die Grundnote (śruti)6, die am Anfang der Veden gesungen wird, ist an ihrem Ende fest verankert (im Vedānta, das ausschließlich von der Erkenntnis des Selbst handelt). Durch dieses śruti wird das Selbst verwirklicht. Maheśvara ist das Selbst jenseits der śruti-Note, die vom Lärm des Vielfältigen verschlungen wird. Er ist das höchste Selbst, das die vielfältige Welt durchdringt (und ist auch ihr Substrat). Ihn allein verherrlichen die śāstras. Durch diesen Höchsten Herrn (Parameśvara) allein, den die Weisen wie Sanaka usw. verwirklichen, verschwinden die Zweifel durch das Yoga der Erkenntnis (jñana) und Wissen (vijñana).
Ist die Welt vergänglich oder ewig? Unterscheidet sich der jīva von Śiva? Gewährt die Erkenntnis Erlösung? Ist das Selbst der Körper oder nicht? All diese Zweifel können nicht zerstreut werden, bis der Guru, der die Wahrheit preisgibt, als göttlich betrachtet wird. Die śāstras betonen, dass der Guru Śiva ist. Das Ego bewirkt irrtümlich, dass der Guru als sterbliches Wesen erscheint. Durch die begrenzende Kraft von prak
ti
erscheinen die vergänglichen Schichten aus Kaste und Glaube als wahr.
Die Weisen haben versucht, diese falsche Selbst-Wahrnehmung zu beseitigen, was die Schriften allesamt nicht bewirken können. Viele Menschen, denen es an Unterscheidungsvermögen fehlt, führen verschiedene Mittel an, um die Befreiung durch Selbsterkenntnis zu erlangen, wie etwa Buße, Gelübde, Wohltätigkeit, die Errichtung von Wasserspeichern usw., heilige Bäder, das Verweilen an heiligen Orten, der achtfache Yoga, das Nachdenken über die Bedeutung der Schriften, die Verehrung von Götterbildern, die Gemeinschaft mit Heiligen usw. Obwohl man das alles befolgt, fällt man doch wieder in einen Mutterleib [wird wiedergeboren]. Andere erlangen fast ohne Anstrengung die Befreiung, ohne das alles zu befolgen. Abgesehen davon gibt es ein unfehlbares Mittel, das alle Bindungen zerreißt. Es ist bhakti (Verehrung).
Der Verehrer, der bhakti übt, hat keine Sorgen mehr. Wie ein Kätzchen von seiner Mutter von einem Heim ins andere getragen wird, gibt er sich dem Willen des Herrn hin. Wie das Affenkind seine Mutter nicht loslässt, mag kommen, was da wolle, so soll der Verehrer unter allen Umständen Zuflucht beim Herrn Śiva nehmen. Solch höchste Verehrung befreit schließlich von jeder Bindung.
Es gibt drei Stufen von Hingabe: leichte, mittlere und höchste Hingabe. Ein gelegentliches Interesse, die Taten Śivas zu hören, seinen Namen zu singen und sich seines Ruhmes zu erinnern, wird leichte Hingabe genannt. Wenn man die Füße des Gurus, des Meisters, verehrt und das Lingam, die Darstellung, die Śiva repräsentiert, zeremoniell verehrt, kommt man nach dem Tod in die Welt Śivas. Das ist mittlere Hingabe. Wenn man nicht mal mehr ansatzweise denkt: „Ich diene dem Herrn“ und die Vorstellung „Ich bin Er“ überwindet, und alles ein für alle Mal Maheśvara, dem großen Herrn, unterwirft, ist das die endgültige und höchste Hingabe.
Es gibt neun verschiedene Wege, Hingabe auszudrücken. In der Reihenfolge ihrer Vorzüglichkeit sind das: Śiva-Geschichten zu hören, Śivas Namen zu singen, Meditation, seine Schreine z...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort der Übersetzerin ins Deutsche
  3. Vorwort des indischen Verlegers
  4. Vorwort des Übersetzers ins Englische
  5. Śivabhaktavilāsam nach der Erzählung des Weisen Upamanyu im Skānda Upapurāṇam
  6. 1. Die Herrlichkeit der Hingabe an Śiva (Śivabhakti)
  7. 2. Die Fragen der Weisen
  8. 3. Śiva manifestiert sich als strahlende Gestalt
  9. 4. Sundara nimmt das Hālāhala-Gift
  10. 5. Śiva verflucht Sundara
  11. 6. Sundaras Hochzeitsriten
  12. 7. Der Streit zwischen Sundara und dem alten Mann
  13. 8. Sundaras Verpflichtungsvertrag und Śivas Manifestation
  14. 9. Sundara kommt nach Kamalālayam
  15. 10. Viṣṇus Verehrung des Somāskanda Mūrti
  16. 11. Indra darf das Somākanda Mūrti sehen
  17. 12. Mucudunda stellt das Tyāgeśvara-Lingam auf
  18. 13. Der grosse Co
  19. 14. Der Friseur-Verehrer
  20. 15. Die Liebesgeschichte von Sundara und Parava
  21. 16. Śiva wird zu Sundaras Abgesandten
  22. 17. Tyāgeśvara unterweist Sundara
  23. 18. Der Töpfer Nīlakanṭha
  24. 19. Bhaktengitaprada
  25. 20. Māra
  26. 21. Satyārtha
  27. 22. Vīraminda
  28. 23. Amaranīti
  29. 24. Dāraka
  30. 25. Enādinātha
  31. 26. Der Stammesführer Dhīra
  32. 27. Dhīras Eintauchen in den heiligen Fluss Svar
  33. 28. Dhīra verehrt Śrī Kaḷahastīśvara
  34. 29. Dhīras Sārūpya Mukti
  35. 30. Kalānātha
  36. 31. Māna Vikrama
  37. 32. Śankulādāya
  38. 33. Gonātha
  39. 34. Mūrtinātha
  40. 35. Skandanātha
  41. 36. Śrī Rudra Paśupati
  42. 37. Nanda
  43. 38. Bhaktengitavetta
  44. 39. Canḍeśvara
  45. 40. Tilakāvati
  46. 41. Ajñānabhit (Vāgīśa)
  47. 42. Vāgīśa
  48. 43. Die Befreiung von Vāgīśa
  49. 44. Kulabandhana
  50. 45. Kurumba
  51. 46. Punītavati
  52. 47. Adbhuti
  53. 48. Nīlanagna
  54. 49. Navanandi
  55. 50. Die Geburt von Jñāna Sambandha
  56. 51. Jñāna Sambandhas Upanayanam
  57. 52. Die herrlichen Taten von Jñāna Sambandha 1
  58. 53. Die herrlichen Taten von Jñāna Sambandha 2
  59. 54. Die herrlichen Taten von Jñāna Sambandha 3
  60. 55. Die herrlichen Taten von Jñāna Sambandha 4
  61. 56. Die herrlichen Taten von Jñāna Sambandha 5
  62. 57. Jñāna Sambandhas Vereinigung mit dem Herrn
  63. 58. Die Geschichte von Sundara 1
  64. 59. Die Geschichte von Sundara 2
  65. 60. Sundara heiratet Ś
  66. 61. Kalikāma
  67. 62. Mūlanātha
  68. 63. Dan
  69. 64. Mūrkha
  70. 65. Māra Somayāji
  71. 66. Die Befreiung von Māra Somayāji
  72. 67. Śakyanātha
  73. 68. Naraśārdūla
  74. 69. Die Geschichte von Dabhra 1 – Śrīpatis Geburt
  75. 70. Die Geschichte von Dabhra 2
  76. 71. Dhabaras Gespräch mit dem Bhairava
  77. 72. Die Befreiung von Dabhra
  78. 73. Śrī Mu
  79. 74. Der Cera-König
  80. 75. Gaṇanātha
  81. 76. Purāntaka
  82. 77. Satya Dāsa
  83. 78. Dharma Ketana
  84. 79. Narasimha
  85. 80. Atibhakta
  86. 81. Kalikampana
  87. 82. Kalinīti
  88. 83. Śakti
  89. 84. Pancapāda
  90. 85. Mālā Tṛṇaka
  91. 86. Avikāri
  92. 87. ‚Sundara‘ Pāṇḍya
  93. 88. Vāyula
  94. 89. Śūrabhit
  95. 90. Simhānka
  96. 91. Aiḍanka
  97. 92. Yuddha Sakha
  98. 93. Kīrti Sakha
  99. 94. Śūravyāghra
  100. 95. Śambhu Dhyāyi
  101. 96. Mahiḷeśvari
  102. 97. Bhaktapriya
  103. 98. Śoṇākṣa
  104. 99. Der Musiker Nīlakanṭha
  105. 100. Jaṭila und Jñānavati
  106. 101. Sundara und Cera
  107. 102. Sundara erreicht Kailaśam
  108. 103. Ausführliche Beschreibung des Samsāra
  109. 104. Die Belehrung Sanakas und anderer Weisen durch den Herrn
  110. Anhang I
  111. Anhang II
  112. Glossar
  113. Orte Śivabhaktavilāsam – Periya Puranam
  114. Literaturverzeichnis
  115. Impressum

Häufig gestellte Fragen

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