Enthüllung mystischer Umtriebe in und außer Leipzig - Ein Beitrag zur Geschichte unserer Zeit
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Enthüllung mystischer Umtriebe in und außer Leipzig - Ein Beitrag zur Geschichte unserer Zeit

Auf historischen Spuren mit Claudine Hirschmann

  1. 28 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Enthüllung mystischer Umtriebe in und außer Leipzig - Ein Beitrag zur Geschichte unserer Zeit

Auf historischen Spuren mit Claudine Hirschmann

Über dieses Buch

Digitale Neuausgabe des Buches aus dem Jahr 1829, für eBook-Reader geeignet. +++ Aus dem Inhalt: »...Wenden wir unseren Blick von diesen größeren Erscheinungen der politischen Welt zu den Bestrebungen der redenden und schreibenden Welt, so scheint hier fast eine solche Verwirrung der Stimmen zu herrschen, als zu jener Zeit, wo man einen Turm bis zu den Wolken des Himmels hinaufbauen wollte. In diesem Gewirr aber treten bald hier bald dort Männer als Lehrer auf, die kein Mensch berufen hat, die auch selbst wohl wissen, dass sie eigentlich nichts Gründliches erlernt, sondern die Wissenschaft nur so obenhin berührt haben, um ein Wort mitsprechen zu können, wenn etwa in der Gesellschaft davon die Rede ist. Und diese angeblichen Lehrer finden nicht nur Zulauf, sondern werden auch wohl gar von manchen als auserwählte Rüstzeuge des Herrn gepriesen!Zu diesen Betrachtungen veranlasst mich eine seltsame Mystifikation, welche unlängst hier in Leipzig stattfand und von welcher auch wahrscheinlich dem größeren Publikum einige Kunde durch öffentliche Blätter zukommen wird. Da jedoch diese Sache nicht bloß ein örtliches Interesse hat, sondern ihrem Ursprung nach von weit größerem Umfang zu sein scheint, so lohnt es wohl der Mühe, dem Publikum darüber eine vollständigere und genauere Rechenschaft zu geben. Ich halte mich aber dazu umso mehr verpflichtet, da ich unschuldiger Weise jener Mystifikation anfangs selbst einigen Vorschub geleistet habe, und da ich nicht zugeben kann, dass über diesen meinen Anteil an der Sache unstatthafte Gerüchte im Publikum verbreitet werden....«

Häufig gestellte Fragen

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Beitrag zur Geschichte unserer Zeit von Prof. Krug

Unsere vom Kampf des Lichtes und der Finsternis so tief bewegte Zeit bietet die seltsamsten Erscheinungen dar. Hier, wo man sich hoher Bildung und freier Verfassung rühmt, streitet man sich mit der größten Erbitterung über eine Frage, die eigentlich schon längst vor dem Gerichtshof der Vernunft entschieden ist, über die Frage nämlich, ob es recht und gut sei, Menschen, die gar nichts verbrochen haben, bloß um ihres Glaubens willen, an ihren Bürgerrechten zu verkürzen. Dort, wo man ganz besonders fromm und rechtgläubig sein will, errichtet man Galgen, um die treuen Anhänger einer legitimen Regierung aufzuknüpfen, während der Usurpator und seine Henker von der Kirche selbst geehrt und unterstützt werden. Anderwärts, wo alte Barbarei und neue Zivilisation sich feindlich berühren, unterhandelt man mit einer barbarischen Macht um den Frieden, indem man sie zwar bedroht, zu gleicher Zeit aber ihr mit der Einbildung schmeichelt, ihr Dasein und Bestand sei ganz unentbehrlich zur Erhaltung des Gleichgewichts unter den gebildeten europäischen Völkern.
Wenden wir unseren Blick von diesen größeren Erscheinungen der politischen Welt zu den Bestrebungen der redenden und schreibenden Welt, so scheint hier fast eine solche Verwirrung der Stimmen zu herrschen, als zu jener Zeit, wo man einen Turm bis zu den Wolken des Himmels hinaufbauen wollte. In diesem Gewirr aber treten bald hier bald dort Männer als Lehrer auf, die kein Mensch berufen hat, die auch selbst wohl wissen, dass sie eigentlich nichts Gründliches erlernt, sondern die Wissenschaft nur so obenhin berührt haben, um ein Wort mitsprechen zu können, wenn etwa in der Gesellschaft davon die Rede ist. Und diese angeblichen Lehrer finden nicht nur Zulauf, sondern werden auch wohl gar von manchen als auserwählte Rüstzeuge des Herrn gepriesen!
Zu diesen Betrachtungen veranlasst mich eine seltsame Mystifikation, welche unlängst hier in Leipzig stattfand und von welcher auch wahrscheinlich dem größeren Publikum einige Kunde durch öffentliche Blätter zukommen wird. Da jedoch diese Sache nicht bloß ein örtliches Interesse hat, sondern ihrem Ursprung nach von weit größerem Umfang zu sein scheint, so lohnt es wohl der Mühe, dem Publikum darüber eine vollständigere und genauere Rechenschaft zu geben. Ich halte mich aber dazu umso mehr verpflichtet, da ich unschuldiger Weise jener Mystifikation anfangs selbst einigen Vorschub geleistet habe, und da ich nicht zugeben kann, dass über diesen meinen Anteil an der Sache unstatthafte Gerüchte im Publikum verbreitet werden.
Es kam nämlich gegen Ende Februar des Jahres ein Fremder hierher aus Russland, sich von Reichmeister nennend. Bald nach seiner Ankunft besuchte er auch mich, angeblich um meine Bekanntschaft zu machen und mir seine Achtung zu bezeigen. Hierauf, als auf ein gewöhnliches Kompliment durchreisender und sich selbst einführender Fremdlinge, würd’ ich weiter nichts gegeben haben, wenn der neue Ankömmling mir nicht noch ein besonderes Empfehlungsschreiben von einer höheren und sehr verehrten Hand übergeben hätte. Dies bestimmte mich, ihn nicht nur in meiner eignen Familie, sondern auch in anderen und höheren Gesellschaftskreisen bekannt zu machen, und ich tat das umso lieber, da er ein Mann von Bildung und feinen Sitten oder, wie man zu sagen pflegt, von Welt zu sein schien. Auch fand er überall Beifall und war selbst den Damen willkommen, da er mit jenen Vorzügen noch ein gefälliges Äußere und ein wohltönendes Organ verband. Kurz, er besaß alle sogenannten geselligen Tugenden, selbst die einer geläufigen Zunge und eines gewandten Kartenspiels.
In den Gesprächen, welche zwischen uns stattfanden, äußerte sich der Fremdling über...

Inhaltsverzeichnis

  1. Enthüllung mystischer Umtriebe in und außer Leipzig
  2. In liebevollem Gedenken
  3. Vorwort zur Neuausgabe
  4. Beitrag zur Geschichte unserer Zeit von Prof. Krug
  5. Anhang: Bruchstück aus einer in D. gehaltenen Vorlesung über Lebensphilosophie
  6. Impressum