Leichte Sprache
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Leichte Sprache

Barrierefreie Kommunikation in helfenden und beratenden Berufen

  1. 260 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Leichte Sprache

Barrierefreie Kommunikation in helfenden und beratenden Berufen

Über dieses Buch

Leichte Sprache ist eine, festgelegten Regeln folgende Sprachform mit niedrigschwelligem Einstieg. Sie ist gedacht für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen eine herabgesetzte Lese- und/oder Verstehenskompetenz haben (Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung, Menschen mit Gehörlosigkeit, AphasikerInnen, Menschen mit einer dementiellen Erkrankung, ZuwanderInnen, funktionale AnalphabetInnen, ungeübte LeserInnen).Das vorliegende Buch gibt einen strukturierten Überblick über das Regelwerk und ermöglicht sowohl Studierenden als auch Praktikern einen schnellen Einstieg in die Leichte Sprache.Ausführlich beleuchtet werden die Handlungsfelder: Soziale Arbeit, Pädagogik, Recht, Verwaltung, Medizin, Pflege, Kultur und Sport.Barrierefreie Sprache ist elementarer Baustein einer inklusiven Gesellschaft und Bestandteil der UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahr 2006. Sie ist in der Bundesrepublik Deutschland seit 2018 für Teilbereiche des öffentlichen Lebens bereits gesetzlich verpflichtend.

Häufig gestellte Fragen

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Information

1 Einführung: Plädoyer für Leichte Sprache

Erstveröffentlicht: Beitrag Fachtagung Hospiz-Dialog-Nordrhein-Westfalen, Alpha NRW, Hagen 2016; Hospiz-Dialog NRW. Oktober 2016 Ausgabe 69. Sonderausgabe: Hospizkultur und Palliativversorgung in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung; Autorin: Vera Apel-Jösch
Ausgangslage
Franz Kafka wird der nachfolgende Ausspruch zugeschrieben: „Ein Buch muss eine Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“
Treffend beschreibt der Dichter, welche brachiale Kraft Bücher und damit Worte haben können. Nicht umsonst sprechen wir ja auch von „Wortgewalt“, wenn jemand über einen großen Fundus an Wörtern und eloquentem Ausdruck verfügt. Wörter können Eis brechen, Wörter können Brücken bauen und Mauern einreißen.
Aber sie können auch genau das Gegenteil bewirken.
Worte können ebenso eine Barriere sein wie ein zu hoher Bordstein oder eine Treppe für einen Rollstuhlfahrer. Dann nämlich, wenn die Leserin und der Leser oder die Hörerin und der Hörer nicht in der Lage sind, unseren Worten zu folgen, sie zu verstehen oder den Gesamtinhalt eines Textes aufzunehmen. Manchmal scheitert es sogar schon an der bloßen Lesbarkeit. Zu Vieles ist kleingedruckt oder auf durchscheinendem Papier oder mit wenig Kontrast.
Millionen Menschen in unserem Land stehen vor dieser Barriere. Lange blieben sie stumm, klaglos, aus Scham oder Ohnmacht. Spätestens aber seit der UN-Resolution zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2009 ist es schwarz auf weiß nachzulesen:
Menschen mit einer kognitiven oder anderweitigen Beeinträchtigung muss der gleichberechtigte Zugang zu Informationen ermöglicht werden, sei es durch Blindenschrift, Gebärdendolmetscher oder eben auch durch Leichte Sprache.
Definition
Leider hat sich der Begriff „Leichte Sprache“ und das Wissen um seinen Inhalt noch nicht flächendeckend in unserem Kulturraum verbreitet. Leichte Sprache, was ist das? Leichte Sprache ist eine Sprache in einem einfachen Deutsch. Sie zeichnet sich durch ein festes Regelwerk aus und ermöglicht einer großen Anzahl von Menschen, sie zu verstehen. Die Sätze sind kurz, die Schrift ist in einer augenfreundlichen Größe und Gestaltung, Fremdworte werden vermieden oder erklärt. Leichte Sprache ist grammatikalisch korrekt und keine Kindersprache, sie richtet sich an den erwachsenen Menschen.
Zielgruppen
Nutznießer Leichter Sprache sind sehr viele Zielgruppen. Da sind jene Mitbürgerinnen und Mitbürger, die eine Lernbeeinträchtigung haben. Menschen mit einer Lernbeeinträchtigungen sind selten geübte Leser: es ist noch gar nicht so lange her, da traute man Menschen mit einem Down-Syndrom kaum zu, überhaupt Lesen und Schreiben zu lernen.
Fast alle Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung können sich nicht sehr lange konzentrieren, und da kommen kurze Sätze und verständliche Worte dem Gehirn sehr entgegen. Eine weitere Zielgruppe der Leichten Sprache sind Menschen mit einer Beeinträchtigung der Sinnesorgane. Der sehbehinderte Mensch oder der Mensch mit einer Sehschwäche profitiert von der großen Schrift und der deutlich verbesserten Lesbarkeit und übersichtlichen Textgestaltung. Menschen mit Gehörlosigkeit oder einer Schwerhörigkeit nützt Leichte Sprache auch. Wenige verfügen über einen elaborierten Wortschatz in der Lesekompetenz. Dazu muss man wissen, dass Gebärdensprache kein Übersetzen wie bei einem Fremdsprachenübersetzer ist. Es gibt nicht die Eins-zueins-Entsprechung mit einer Gebärdenvokabel.
Infolgedessen ist der Wortschatz des hörbeeinträchtigten Menschen auch in der Lesevariante häufig eingeschränkt.
Unser Land ist multikulturell, es gibt Mitbürgerinnen und Mitbürger, die als Sprachanfänger der deutschen Sprache zu uns kommen und von Texten profitieren, die ihrer aktuellen Sprachkompetenz entgegenkommen.
Und dann gibt es noch eine Zielgruppe, die oft verschwiegen wird. Ich spreche von den Menschen, die funktional analphabetisch sind. Will heißen: Ein erschreckend hoher Prozentsatz von Menschen in unserer Gesellschaft – und wir sprechen hier auch über Einheimische – hat eine ganz geringe Lese- oder Schreibkompetenz und damit eine hohe sprachliche Teilhabebarriere. Diese Menschen haben sich schon in der Schule mit Deutsch schwergetan, waren immer wenig literarisiert und verloren nach und nach auch noch diese mühsam erlernten Fähigkeiten. Dieser funktionale Analphabetismus liegt nach einer aktuellen Studie (LEO Studie 2018 - Leben mit geringer Literalität, vorgestellt am 07.05.2019; Rhein-Zeitung vom 08.05.2019) bei etwa 6,2 Millionen Menschen. 6,2 Millionen Menschen in Deutschland verstehen Texte nur auf basalem Niveau. Insgesamt 10,6 Millionen erwachsene Menschen in Deutschland können zusammenhängende Texte zwar verstehen, aber dennoch nicht gut lesen und nur sehr fehlerhaft schreiben (Leo-Studie 2018, a.a.O.). Geringe Lese- und Schriftkompetenz ist also in Deutschland ein gesellschaftlich relevantes Thema, kein zu vernachlässigendes und zu verschweigendes Problem von marginalen Randgruppen.
Keine Partizipation ohne Verstehen
Stellen Sie sich also bitte vor: Ein hoher Prozentsatz von Menschen, die medizinische oder pflegerische Dienste in Anspruch nehmen, Beipackzettel lesen, Einwilligungen unterschreiben, ist überhaupt nicht in der Lage zu verstehen, was ihnen sprachlich mitgeteilt wird. Häufig wird das aber nicht offen sichtbar, weil die Betroffenen aus Scham schweigen. Die juristische Standfestigkeit manch einer Einwilligung ist mehr als zweifelhaft, denn der Einwilligende muss ja verstanden haben, in was er einwilligt, und er muss einwilligungsfähig sein. Denken wir dabei auch an die oben erwähnten Menschen mit Lernbeeinträchtigung.
Wie berücksichtigen wir deren Wünsche und Ängste in der medizinischen, palliativmedizinischen und hospizlichen Begleitung am Lebensende? Verhalten wir uns rein formal und machen es allein an der Einwilligungsfähigkeit fest? Oder übergehen wir den betroffenen Menschen und sprechen nur mit seinem Vertreter – den Eltern und Verwandten –, dem gesetzlichen Betreuer? Entscheiden diese dann anstelle des Betroffenen?
Selbstbestimmung
Auf dem Weg zur Selbstbestimmung stehen gerade einem Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung sehr viel mehr Hindernisse entgegen als anderen Menschen.
Von Anbeginn an müssen viele dafür kämpfen, ihre Lebensform zu leben, Eltern neigen aus Sorge zu Überprotektion und wollen alle Entscheidungen für ihr behindertes Kind bis in dessen Erwachsenenalter hinein lieber selbst treffen.
Das entspricht nicht meinem Bild von Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und ist auch ganz sicher nicht im Sinne der UN-Konvention und nationaler Gesetze.
Auch Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung müssen und dürfen selbstbestimmte Patienten sein, bis an ihr Lebensende. Wann ist ein Mensch einwilligungsfähig?
Dann, wenn er eindeutig freie Entscheidungen treffen kann und die Reichweite eben dieser Entscheidungen versteht. Somit ist dieser Mensch durchaus in der Lage, eine Patientenverfügung zu verfassen, wenn ihm unparteiische Hilfe zur Seite steht. Aber selbst wenn ein Patient, ein Sterbender nicht einwilligungsfähig ist, kann man diese Situation anders als nur formaljuristisch betrachten. Auch dieser Mensch kann seine Wünsche und Vorstellungen äußern und damit eine wichtige Orientierung für Ärzte, Betreuer und Verwandte liefern, auch wenn die formalen Hürden einer Patientenverfügung nicht genommen werden konnten.
Ich habe vor einigen Jahren eine sehr ausführliche Patientenverfügung in Leichter Sprache für das saarländische Sozialministerium erstellt. Der Text wurde von Menschen aus der Zielgruppe auf seine Verständlichkeit geprüft, und ich war sehr berührt und beeindruckt, wie klar und entschlossen die Prüfleser (allesamt Menschen mit einer mittleren bis mittelschweren Lernbeeinträchtigung) in der Lage waren, ihre eigenen Wünsche und Sorgen zu thematisierten, ja sogar einen ausgesprochen hohen Regelungsbedarf als Wunsch zu artikulieren.
Manche scheiterten dann später allerdings leider an ihren Betreuern oder Eltern, die das als nichtnotwendig einstuften. Ich appelliere an dieser Stelle leidenschaftlich an alle Verantwortlichen in Medizin, Pflege und Gesellschaft: Seien Sie dabei! Lassen Sie uns Sprache demokratisieren und damit Information und Bildung teilen! Machen wir ernst mit Selbstbestimmung und Mündigkeit des Patienten und der Patientin, auch und vor allem dann wenn es Beeinträchtigungen bei diesem Menschen gibt! Teilhabe und Gleichbehandlung ist ein universelles Menschenrecht und nicht teilbar.
Jeder hat das Recht, über sein Leben und seinen Tod selbst zu entscheiden, das ist keine Frage der Intelligenz, der Sprachkompetenz oder des Bildungsniveaus.
Sprechen wir mit den Betroffenen statt über sie.
Betreiben wir alle zusammen Medizin und Begleitung auf Augenhöhe, nicht ausschließlich für Menschen, sondern mit ihnen.
Leichte Sprache ist schnell erlernbar, muss aber dann trainiert werden.
Appell
Machen Sie mit in der Leichten Sprache, werden Sie mit ihr weiter mehrsprachig oder beauftragen Sie in Ihren Berufsfeldern eine externe Stelle mit der Übersetzung Ihrer Unterlagen. Die Zeit ist reif, es passt nicht zu einer aufgeklärten Gesellschaft, dass große Teile der Bevölkerung mehr oder weniger sprachlich draußen vor der Tür bleiben. Gewähren Sie jedem Menschen unabhängig von seinen Beeinträchtigungen eine weitgehende Autonomie. Viel zu oft projizieren Stellvertreter ihre eigenen Werte und Vorstellungen in die Entscheidungen für den betroffenen Menschen.
Inklusion ist ein Menschenrecht.
Und zu guter Letzt: Tun Sie dies auch für sich selbst. Gesellschaft ist in so vielen Bereichen eine Absicherungsgesellschaft geworden. Mediziner sind gezwungen, sich selbst unangreifbar zu machen, eine Aufklärungs- und Einwilligungspraxis folgt häufig mehr dem Postulat der Absicherung als dem der Patientenmündigkeit. Unter uns gesagt: Ganz viele Aufklärungen und Einwilligungen sind wahrscheinlich das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.
Weil nämlich der unterschreibende Mensch gar nicht weiß, was er unterschrieben hat. Weil er es nicht lesen oder verstehen konnte. So ist er nicht aufgeklärt und der Aufklärende nicht abgesichert. Reden und schreiben Sie leicht, wenn es nötig ist. Wagen Sie es, Sie werden Freude daran finden. Und lassen Sie sich nicht von Zweiflern im universitären Elfenbeinturm oder von vorurteilsbehafteten Mitbürgern ohne Kenntnis der Leichten Sprache vom Gegenteil überzeugen.
Wir lesen und reden hier u.a. von der praktischen und humanitären Betreuung von Menschen in einer extrem schwierigen Lebenssituation – von Krankheit, Pflege, Unterbringung und schließlich zuletzt auch vom Tod. Wir befinden uns -bei allem Respekt- nicht in einem sprachwissenschaftlichen oder journalistischen Kolloquium.
Empowerment
Hinzu kommt, dass Leichte Sprache die Menschen eben gerade nicht ungebildet hält und nicht weiterem Sprachverfall Vorschub leistet, genau das Gegenteil einer „Ent-Bildung“ ist also der Fall. Leichte Sprache bringt Bildung und Partizipation zu denen, die bislang ausgeschlossen waren. Sie ist niedrigschwellig und macht neugierig auf mehr Wissen, auf mehr Bildung.
Leichte Sprache öffnet also bildlich gesprochen eine bisher verschlossene Tür und ebnet den Weg in eine neue Teilhabe an sprachlicher Information und Bildung.
Keiner käme ja analog auf den Gedanken zu sagen, dass Deutschland nur deshalb bewegungsfaul und übergewichtig wird, weil es neben Treppen auch Aufzüge und Rampen gibt für jene Menschen, die auf solche angewiesen sind.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“.
Ludwig Wittgenstein

2 Grundlagen: Was ist Leichte Sprache?

2.1 Beschreibung der Leichten Sprache

Sie haben es im Einführungstext bereits gelesen:
Definition
Leichte Sprache
Leichte Sprache ist eine Sprache in einem einfachen Deutsch.
Sie zeichnet sich durch ein festes Regelwerk aus und ermöglicht einer großen Anzahl von Menschen sie zu verstehen.
Die Sätze sind kurz, die Schrift ist in einer augenfreundlichen Größe und Gestaltung.
Fremdworte werden möglichst vermieden oder zumindest erklärt.
Dabei ist Leichte Sprache immer grammatikalisch korrekt und keine Kindersprache, sie richtet sich an Erwachsene.
Illustrationen helfen beim besseren Verstehen.
Texte in Leichter Sprache müssen eine Vielzahl an individuellen Hindernissen im Lesen und Verstehen beim Leser ausgleichen. Die Erleichterungen in den geschriebenen Texten betreffen zwei Ebenen: Zum einen die verbesserte Lesbarkeit und zum anderen die verbesserte Verstehbarkeit.
Während die Lesbarkeit vor allem die visuelle Gestaltung der Texte betrifft, geht es bei der Verstehbarkeit um eine möglichst barrierefreie Wortwahl, Syntax und Grammatik. Viele Erleichterungen in der Lesbarkeit (z.B.vergrößerte Schriftgrade, optische Gliederung von langen Worten) dienen dabei in einem erwünschten Synergieeffekt auch automatisch der besseren Ver...

Inhaltsverzeichnis

  1. Über dieses Buch
  2. Über die Autorin
  3. Vorwort
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. 1. Einführung: Plädoyer für Leichte Sprache
  6. 2. Grundlagen: Was ist Leichte Sprache?
  7. 3. Für wen ist Leichte Sprache gut?
  8. 4. Geschichte und Verbreitung der Leichten Sprache
  9. 5. Konzepte und Methoden
  10. 6. Handlungsfelder
  11. 7. Arbeitsbeispiele und best practice
  12. 8. Perspektiven
  13. 9. Anhang
  14. Impressum