
- 782 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Über dieses Buch
"Und genauso sei es, sagte er. Ein Widerhaken sei widersinnig. Der Fisch habe eine faire Chance. Und fingen wir ihn doch, setzten wir ihn zurück. Nur das Erlebnis zähle, nicht das Ergebnis."In ein oberösterreichisches Provinzkaff hat es Mozarteumsabgänger Siegi Heehrmann verschlagen, wo er als Musikschullehrer für Saiteninstrumente arbeitet. Seine Leidenschaft steckt er dort aber vor allen Dingen in eine andere Kunst, die Kunst, einen perfekten Köder herzustellen. Von Ernstl Thalinger lässt er sich in die Geheimnisse des Fliegenfischens einweihen, wobei er zunächst lernen muss, Fliegen zu binden, die den Fischen als echte Lebewesen erscheinen sollen. Nicht nur in der Dorfwelt sind Siegi und seine Freunde dabei Außenseiter, auch der örtliche Fliegenfischerverein beobachtet ihr Treiben mit feindlicher Gesinnung. Und steht der vorsitzende Obmann Volki nicht Siegis Frau Lena verdächtig nahe?In seinem Debütroman entspinnt Leander Fischer aus dem Fliegenbinden eine ganze Welt, in der Themen wie Kunst und Nachahmung, Natur und Umwelt, Gesellschaft und Politik Österreichs in den 80er Jahren, aber auch die bis in die Gegenwart nachwirkende nationalsozialistische Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen. Und dies in einem Stil, der den Leser sofort in seinen Sog zieht. Mittels Rhythmus und Sprachspielen fließen die verschiedenen Ebenen des Textes ineinander, die Sprache ist zugleich überquellend wie ein sprudelnder Gebirgsbach als auch präzise gebunden wie eine der Fliegen - ein außergewöhnlich starkes Debüt voller Sprachspiele und rhythmischer Elemente.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Inhalt
- Prolog: Goldkopf
- 1. Siegi bindet immer wieder viele, viele Fliegen
- 2. Friedl besetzt das Wasser und Ernstl verhindert das Schlachten
- 3. Wie Nina diesen Siegi so findet und wie Siegi mit etwas Hilfe die perfekte Goldkopfnymphe bindet
- 4. Eine pubertierende Teenagerin befindet sich am Flussufer
- 5. Was die Ritz-D-Nymphe in ihrem Innersten zusammenhält
- 6. Schuldige werden gefunden
- 7. Schwarzwichte und Bösefischer werden gebunden
- 8. Siegi findet den wilden Fleischhacker im zwielichtigen Wald
- 9. Menschen, die in malerischen Gegenden herumstehen und gegenständliche Malerei bereden
- 10. Siegi hört eine Radiosendung über Kleinstarbeit am Rasterteil
- 11. Siegi versucht sich in der ernstllosen Zeit zurechtzufinden
- 12. Kurti und die Rinder
- 13. Die Fremden im Dorf
- 14. Siegi findet sich in der ernstllosen Zeit zurecht
- 15. Pauli, Kurti, Jochen, Siegi und die Kunst
- 16. Siegi dröselt seinen Ernstlfaden auf und zwirbelt ihn wieder zusammen
- 17. Siegi isst mit Frau Thalinger
- 18. Siegi Heehrmann und die Oberers
- 19. »Auch ein Polizeirat ist ein Mensch und ist verheirat.« Gerhard Bronner
- 20. Knoten
- 21. Siegi holt sich den ultimativen Satansbraten
- 22. Vier Fliegenfischer ziehen in diesen ihren Krieg
- 23. Nina findet sich in der ernstllosen Zeit gut zurecht
- 24. Ein Bindezimmer für sich allein
- 25. Ernstl und Siegi packeln miteinander
- 26. Mercedes bringt Siegi die Spinne bei
- 27. Graf von Kaun und die niedrige Kunst der Ausstellung
- 28. Siegi bringt dem Grafen die Schlaubergerguldafliege bei
- 29. Siegi und Archiebald gehen ohne Tschick Ritz-D-Fischen
- 30. Jean hält Siegi aus
- 31. Siegi ist ein gefragter Mann
- 32. Drei Freunde durchstreifen ihrer drei Feinde Revier
- 33. Obacht, Siegi, picknickende Oberbösewichte zu beobachten
- 34. Siegi fischt ganz allein mit Charly Fly und Red Tac
- 35. Siegi sucht und findet Zuflucht nicht nur bei lachenden Haberern
- 36. Siegi findet sich langsam mit dem Attentat auf sein Auto ab
- 37. Vier Freunde finden sich zum Umtrunk ein in Harris Stube
- 38. Siegi versucht den bisher dicksten Fang an den Mann zu bringen
- 39. Siegi und Archie haben einen Traum
- 40. Jean boxt Siegi raus
- 41. In Harris Umtrunkstube warten vier Freunde auf den fünften im Bunde
- 42. Der Haberer hat sich ausgelacht
- Epilog: Zampano-Opas
- Dank
- Impressum