Reihe von kurzen Andachten, die während der Coronakrise vom 22. März bis 1. Juni täglich als Sprachnachricht per WhatsApp verschickt wurden. Mal witzig, mal nachdenklich. Mal kritisch, mal hoffnungsvoll. Gedenktage von evangelischen "Heiligen" (z. B. Amalie Sieveking) werden ebenso berücksichtigt wie besondere Tage für Braunau. Die Andachten sind gesammelt, ergänzt und z. T. mit Bildern und / oder Hintergrundinformationen versehen.
Häufig gestellte Fragen
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Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
Josua 1,5b
Nach dem Tod Moses wird sein Mitarbeiter Josua von Gott zum Nachfolger ernannt. Josua trägt nun die Verantwortung für das Volk Israel. Er soll die Menschenmassen in das versprochene Land führen, das Land verteilen, Streitereien schlichten, die Wirtschaft aufbauen… was auch immer vor ihm liegt, er, Josua, soll es richten.
In diesen Tagen sind viele von uns mit neuen Aufgaben betraut. Eltern gehen mit ihren Schulkindern gemeinsam den Unterrichtsstoff durch. Oder sie versorgen ihre Eltern, die das Haus nicht verlassen sollen. Manche übernehmen auch die Pflege oder kaufen für die Nachbarn ein. Und das alles neben dem „Home-Office“.
Die Israeliten hatten Mose arg zugesetzt. Er machte, doch sie murrten. Er strengte sich an, sie schimpften. Er packte an, sie kritisierten. Josua wird es gewiss nicht leicht haben.
Wie ergeht es Euch? Wachsen Euch die Aufgaben über den Kopf?
Josua schöpfte Kraft aus Gottes Zusage: Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
Ebenso steht Gott uns bei. Bei unseren Tätigkeiten. Bei unseren Anstrengungen. Beim Lachen und Weinen.
An dieser Stelle also ein ganz großes „Danke“ an alle, die Ihr Euch jetzt gerade daheim um Eure Familien und Nachbarn kümmert!
Lockdown Teil 2
Ab 1. April wurde es Pflicht, einen „Mund-Nasen-Schutz“ in den Geschäften zu tragen. Dieser wurde von den Supermärkten ausgegeben. Erst gratis, dann hatten einige begonnen, jeweils 1,- Euro dafür zu verlangen. Glücklich, wer bereits einen selbstgenähten sein eigen wusste.
Für Brillenträger gab es ein lustiges physikalisches Phänomen zu beobachten: Kaum wird die Maske aufgesetzt, schnellen von irgendwoher Nebelschwaden herbei und hüllen die Welt in ein Weißgrau.
Für den Innenbereich wurden auch „Visiere“ hergestellt. Auch hier der Self-Made-Bastel-Tipp: Von einem Schnellhefter die Vorderseite abschneiden. Von der Rückseite einen Streifen und diesen an beiden Seiten des Vorderteils antackern. Sieht dämlich aus, aber der Nebel drängt sich nicht auf.
Manche Gastronomen haben den Lieferservice für sich entdeckt – sofern sie entsprechende Behältnisse auftreiben konnten. Irgendeinen Haken musste es ja geben.
Judika, 29.03.2020 (Gen 12,2)
Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.
Genesis 12,2
Gott spricht zu Abraham. Er soll die Geborgenheit seiner Sippe verlassen und einen langen Weg in ein fernes Land antreten. Er hört den Segenszuspruch, er hört von vielen Nachkommen.
Heute berufen sich Juden, Christen und Muslime gleichermaßen auf Abraham als Stammvater. Viele Nachkommen also. Er erfuhr auch den Segen Gottes.
Der Satz „Du sollst ein Segen sein“ ist aber kein Geschenk, sondern ein Auftrag. Abraham soll den Segen Gottes an andere weitergeben.
Heute denke ich besonders an all jene, die in den Krankenhäusern, Ordinationen und Apotheken ihren Dienst versehen. In der Pflege, im Rettungswagen, beim Roten Kreuz, Polizei, Feuerwehr. Im Supermarkt, bei der Post, bei der Bank. Beim Lieferservice und alle anderen, die jetzt für uns unterwegs sind.
Viele von ihnen wären vielleicht auch lieber daheim in der Sicherheit der Familie. Doch sie sind herausgerufen und herausgefordert.
Ein sichtbarer oder auch unsichtbarer Mensch, der uns ein Segen ist. Wir meinen manchmal, das sei ganz normal und nichts Besonderes. Doch gerade jetzt erkennen wir, wie wichtig diese Menschen sind. Dafür ein großes „Dankeschön“ an dieser Stelle!
Mein Wunsch ist, dass diese Dankbarkeit und vor allem der Respekt auch anhalten werden. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Pöbeleien. Rettungskräfte wurden beim Einsatz angegriffen oder durch Gaffer behindert. Ein Rettungshubschrauber im Einsatz wurde gar von einem aufmerksamen Passanten angezeigt, weil dieser mitten im Halteverbot gelandet war …
In diesen Tagen wird fleißig für das medizinische Personal geklatscht, weil sie für uns ein Segen sind. Was ihre Bezahlung und die Arbeitsbedingungen jedoch betrifft, sollten wir dafür sorgen, dass auch sie einen gewissen Segen empfangen.
Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. Gehen wir also den Weg durch diese schwere Zeit mit dem Segen Gottes gestärkt – und mit der Aussicht, dass wir selbst für andere zum Segen werden können.
Montag, 30.03.2020 (Ps 91,11)
Gott hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
Psalm 91,11
Einer der beliebtesten Taufsprüche. Es ist schön zu wissen, dass es da Wesen gibt, die auf uns aufpassen, damit uns nichts Schlimmes passiert.
Wenn wir uns einen Engel vorstellen, dann ist es meist eine weiß gewandete Gestalt mit Flügeln und Heiligenschein.
Doch das Wort „Engel“ meint eigentlich erst einmal nur „Bote“ – und ein Bote Gottes benötigt keine Flügel, viele sind auch nicht unsichtbar oder zumindest weiß gekleidet. Ja, viele dieser Boten wissen nicht einmal, dass sie Engel Gottes sind.
Wir alle können und sollen zu solchen Engeln werden. Nicht erst nach unserem Tod, sondern im Hier und Jetzt: Wenn wir einander beistehen, andere versorgen, anderen zu Hilfe eilen. Wir sind einander anbefohlen.
Aber wir können auch Engeln begegnen. Der nächste Engel ist vielleicht gar nicht weit weg. Schaut Euch einmal um. Der Mensch neben oder vor Euch. Vielleicht erkennt Ihr ja auch jetzt dessen Heiligenschein …
Dienstag, 31.03.2020 (Ps 56,9)
Sammle meine Tränen in deinem Krug;
ohne Zweifel, du zählst sie.
Psalm 56,9
Wikipedia bezeichnet eine Träne nüchtern als „salzhaltige Körperflüssigkeit, die die Tränendrüsen von Menschen und Säugetieren ständig absondern. Sie dienen der Reinigung des Bindehautsacks und der Befeuchtung und Ernährung der Hornhaut.“
Tränen bieten also Schutz für das Auge – doch sie sind auch Ausdruck unserer Seele.
Wir weinen, wenn wir traurig sind oder erschöpft.
Wir weinen, wenn wir krank sind, Schmerzen haben oder als allergische Reaktion.
Wir weinen, wenn wir lachen.
Wir weinen vor Rührung – wenn ein schöner Moment im Film läuft oder wenn wir gelobt werden.
Tränen aus verschiedenen Anlässen. All diese sammelt Gott in seinen Krug. Ich stelle mir dabei einen ganz großen Glaskrug vor. Und wenn ich hineinblicke, sehe ich eine Reflexion meines Lebens. Die glücklichen Momente genauso wie die traurigen.
Vielleicht können wir sie nur in der Zusammenschau richtig einordnen. Warum war das damals so? Was hat das mit mir gemacht? Wie ist es mir danach und damit ergangen?
Ich finde es tröstlich und schön, dass keine unserer Tränen verloren geht oder vergebens geweint wurde. Sie sind alle gezählt und damit in Gottes Augen sehr wertvoll. Momentan sind wir alle angespannt und verunsichert. Vielleicht fließen jetzt auch mehr Tränen als sonst. Weil wir allein sind oder aber weil wir via Skype mit Freunden lustige Spiele spielen.
Steht ruhig dazu und stellt Euch diesen großen Krug vor, der all die Tränen auffängt. Und schätzt einmal, wie viele es schon sind…
Wer am dichtesten dran ist, hat gewonnen
2 Krug mit "Tränen"
(Foto: Jan Lange)
Bei einer ökumenischen Trauerandacht im Krankenhaus Braunau hatten wir die Angehörigen eingeladen, eine Glasmurmel zu nehmen und an die Verstorbenen zu denken:
Wo haben wir gemeinsam gelacht oder geweint. Diese „Tränen“ wurden dann in einen Glaskrug gegeben.
Keine Träne ist bei Gott umsonst oder unbemerkt geweint!
Mittwoch, 01.04.2020 (Mt 25,40)
Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern, das habt ihr mir getan.
Matthäusevangelium 25,40
Von katholischer Seite höre ich immer wieder: „Ihr Evangelischen verehrt gar nicht Maria und die Heiligen!“ Nun, das ist so nicht richtig. Wir rufen sie nicht an, sie sind keine Fürsprecher. Wir wenden uns direkt an Gott. Aber wir verehren die Heiligen sehr wohl. Sie sind Vorbilder im Glauben. Einige haben auch i...