
Utopien in utopiefernen Zeiten
Zukunftsdiskurse am Ende der fortschrittlichen Moderne
- 280 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
Über dieses Buch
In Zeiten von Dauerkrise und Untergangslust: Wie ist eine wünschenswerte Zukunft überhaupt noch vorstellbar?Ob beim Thema Demokratie, Digitalisierung oder Klimawandel: Verfolgt man öffentliche Debatten, scheinen die Vorzeichen auf Katastrophe zu stehen. Die Omnipräsenz dystopischer und postapokalyptischer Narrative ist Ausdruck eines nervösen Zeitgeistes. Unsere Zeit sei keine für Utopien, meinen auch die Sozialwissenschaften. Vor diesem Hintergrund legt Emanuel Herold ein unzeitgemäßes Plädoyer vor: für die Wiederentdeckung der Tradition der literarischen Utopie. Sein Buch rekonstruiert zunächst anhand wirkmächtiger theoretischer Texte die blinden Flecken der deutschen Utopiekritik. Vergleichende Fallstudien zeigen dann die Wandelbarkeit literarischer Utopien vom Ende des 19.Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Texte von William Morris, Marge Piercy oder Kim Stanley Robinson versuchen stets, den Krisen ihrer Zeit ein Wissen um Möglichkeiten abzuringen, wobei sie ihre Darstellungsformen kritisch reflektieren. In einer Gesellschaft, die den Glauben an unaufhaltsamen Fortschritt hinter sich gelassen hat, erlaubt die Auseinandersetzung mit der Utopietradition, darüber nachzudenken, wie wir uns in der Zeit neu verorten können- ohne passiv an Zukunftsverlust zu leiden oder uns nach falschen Vergangenheiten zu sehnen.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Inhalt
- 1. Einleitung: Ist eine wünschenswerte Zukunft überhaupt noch denkbar?
- Teil A: Utopien als Soziologie lesen und auf deren Wissen beziehen
- 2. Die verschiedenen Verhältnisse der Soziologie zur Literatur
- 3. Utopien als aktuelle Einschätzungen künftiger Möglichkeiten
- 4. Soziologische Theorie und utopische Zukünfte
- Teil B: Fortschrittsbegriff und Utopiekritik in Theorien moderner Zeitlichkeit
- 5. Utopiekritik als Kritik einer Geschichtsphilosophie des Fortschritts
- 6. Der Wandel moderner Zeitverhältnisse und die Verabschiedung der Utopie
- 7. Zeit-Diagnosen der Moderne und ihre Utopiekritik
- Teil C: Die Pluralität utopischer Zeitkonstruktionen
- 8. Utopische Geschichtsphilosophien am Ende des 19. Jahrhunderts
- 9. Ökologische Krise und sozialer Wandel ab den 1970er Jahren
- 10. Das frühe 21. Jahrhundert: Utopische Perspektiven im Zeitalter des Klimawandels
- 11. Neue Zeiten in Utopien und Utopien in einer neuen Zeit
- 12. Schluss: Vom Ende des Fortschritts zur utopischen Orientierung in der Zeit
- Literatur
- Dank
- Personenregister
- Impressum