Kein Anfang ohne Ende
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Kein Anfang ohne Ende

Wie Veränderung gelingt

  1. 164 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Kein Anfang ohne Ende

Wie Veränderung gelingt

Über dieses Buch

Vom Schulabbrecher zum erfolgreichen Abschluss eines Studiums mit Mitte dreißig: Ein Handbuch für Veränderungen.Maik Kantorek erzählt authentisch und emotional, wie er sich mit Mitte dreißig auf den zweiten Bildungsweg machte und wie er es dabei schaffte, endlich sich selbst und seinen Stärken zu vertrauen.Seine Geschichte macht Mut und analysiert Veränderungsprozesse für alle, die alte Muster sprengen wollen.

Häufig gestellte Fragen

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Kapitel 1

Entschieden – endlich –
wofür?

GEPLAGT VON ZWEIFELN UND KRANKHEITEN GEHT DER
WEG WEITER. ENTSCHEIDUNGEN SIND ZU FÄLLEN,
ABER DIE RICHTIGEN. EIN KLEINER KOMPASS.
Im Leben gibt es viele Bereiche, in dem das Ende eines Abschnittes automatisch auch der Anfang eines neuen ist. Das Ende der Kindergartenzeit ist der Anfang der Schulkarriere. Das Ende der Schulzeit ist der Beginn der beruflichen Ausbildung. Mit dem 18. Geburtstag beginnt die Phase der vollen Verantwortung für sich, und es endet endgültig die Kindheit. Mit dem Ende der Schwangerschaft beginnt die Mutterrolle. Bei all diesen Beispielen sind das Ende und der daraus resultierende Anfang definiert durch Regelungen, Gesetze oder Biologie. Weil wir nicht die Wahl haben, stellen wir uns ganz selbstverständlich den neuen Erfahrungen, Herausforderungen und Veränderungsprozessen. Dort aber, wo der Mensch selbstverantwortlich ein Ende setzen muss, damit ein neuer Anfang entstehen kann, verbleibt dies häufig. Ein Konglomerat aus Erfahrungen, Ängsten, Verpflichtungen, Abhängigkeiten, Beziehungen, Gewohnheiten und Mustern bildet ein enges Netz, das unser Leben umschließt. Es vermittelt Sicherheit und Kontrolle, aber welcher Art? Haben wir die volle Kontrolle über unser Leben oder kontrollieren wir lediglich unser Leben? Die Angst, das seit Jahren mühsam gesponnene Netz würde sofort reißen, die Angst vor Kontrollverlust, die Angst vor sich selbst – all das führt dazu, dass wir gern unsere subjektive Wahrheit konstruieren. Sie nämlich suggeriert uns: „Alles gut... weiter so!" Wirklich? Was passiert, wenn Menschen nicht aktiv Enden setzen?

Mein Ende war datiert auf Januar 2008

Ich war am Ende angekommen. Das war mir in diesen Nächten im Januar so bewusst wie nichts vorher in meinen Leben. Heute besitze ich die Erkenntnis, an der es mir damals mangelte. Wenn Menschen nicht selbst Enden setzen, dann setzt sie das Leben. Die zentrale Frage ist, wie lange übersehen wir das Ende, weil wir es in unserer individuellen Lage weder sehen können noch wollen. Der Körper sendet Signale, die wir irgendwann zwar nicht ignorieren können, aber das bedeutet nicht, dass wir sie auch richtig interpretieren. Sieben Jahre habe ich gebraucht, bis ich das Ende sehen und wahrhaft fühlen konnte. Das Grauen hatte sich potenziert über viele Jahre, eine Lawine, die immer größer und größer wurde, bevor sie endgültig begrub, was einmal (m)ein Leben war.
Im Januar 2000 begann mir mein Leben den Atmen zu nehmen, ganz unvermittelt und ohne Vorwarnung. Getarnt als Erkältung kam die Luftnot zu mir und ließ mich nicht mehr los. Eine Zeitlang hatte ich noch die Hoffnung, morgen sei alles wieder gut. Pustekuchen. Nach vier bis fünf Wochen glaubte ich nicht mehr an eine normale Erkältung oder daran, dass plötzlich alles wieder alles gut werde. Langsam krochen Angst, Panik und Verzweiflung in mir hoch. Dass mein Hausarzt meine persönliche Wahrnehmung nicht ernst nahm, sondern weiterhin alles für eine „normale" Erkältung hielt, verstärkte meine Unsicherheit. Der Horror ging immer weiter, statt besser wurde alles schlimmer, Atemnot in der Nacht, Notarzt, Notfallspritze. Die Abstände der nächtlichen Attacken wurden immer kürzer, ein neuer Rhythmus prägte mein Dasein. Luftnot, Notarzt, Kortison – Luftnot, Notarzt, Kortison – Luftnot, Notarzt, Kortison.
Ich merkte meist schon gegen 20 Uhr, wie die Nacht enden würde. Die Luft wurde dünner, der Herzschlag schneller. Meine Frau half mir, mich abzulenken und empfahl mir, mich schlafen zu legen. Dann so zwischen 1 und 3 Uhr ging nichts mehr außer der Notruf. Ein Albtraum, der erst vor meinem geistigen Auge ablief und dann wieder und wieder Realität wurde. Panik, Angst und Verzweiflung als tägliche Dosis entsprangen aus meiner totalen Hilflosigkeit gegenüber der Situation. Keine Kontrolle, ich konnte es nicht abstellen, mein Hausarzt auch nicht, und die Erinnerung an ein Leben ohne hilflose Verzweiflung war noch nah und doch nicht erreichbar. Irgendwann empfahl mir eine Notärztin, einen Lungenfacharzt aufzusuchen, was ich auch am nächsten Morgen tat. Übermüdet und kraftlos saß ich in der Praxis. Die mir fremden Untersuchungen machten mir Angst. In so einer Situation hofft man eigentlich, dass der Arzt nichts findet. Ich hingegen dachte, hoffentlich stellt jemand endlich eine Diagnose!

Dann die Diagnose ...

Und in der Tat bekamen meine Qualen einen Namen – allergisches Asthma. Die Ärztin war die erste Person in den letzten Wochen, die mich und meinen Horror ernst nahm. Wieso? Warum? Diese Fragen konnte sie mir auch nicht beantwortet, die Frage, wie es jetzt weitergeht, schon. Für eine kurze Zeit kehrte etwas Entspannung und Ruhe in meinen Alltag. Ich war medikamentös eingestellt, hatten ein Spray gegen die Entzündung meiner Bronchien und ein Notfallspray, das mir die nächtlichen Besuche von Medizinern ersparte. Doch der nächste Rhythmuswechsel ließ nicht lange auf sich warten. Der neue Takt meines Lebens war Atemwegsinfekt, Luftnot, Antibiotika – Atemwegsinfekt, Luftnot, Antibiotika – Panik, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Jeder Infekt bedeutete Atemnot. Das Notfallspray blieb in diesen Akut-Situationen ohne Wirkung. Nur die Gabe von Antibiotika half in diesen Phasen. Die Abstände wurden schnell kürzer mit der Konsequenz, dass irgendwann nicht mehr jedes Antibiotikum wirkte. So etwas wie Leben hatte ich nur in den kurzen Zeiträumen zwischen den Infektionen. Dann war Platz für grundsätzliche Gedanken. Wie schädlich ist es, so viel Antibiotika zu konsumieren? Was mach' ich, wenn keines mehr anschlägt?
Die sich ständig wiederholende Verlaufsform demoralisierte mich einerseits und manifestierte anderseits ein existentielles Angstgefühl. Der Moment, in dem ich das erste Kratzen im Hals realisierte, war der Trigger für meinen emotionalen Ausnahmezustand. Die einzelnen Verlaufsphasen bis hin zur Luftnot konnte ich irgendwann präzise voraussagen. Das Drama bestand darin, dem Lauf der „Dinge" ausgeliefert zu seien. Auch die Lungenfachärztin stellte fest, dass ich in den Phasen ohne akute Atemwegserkrankung stabil war und jedes Mal der akute Infekt dazu führte, dass meine Medikamente versagten. Sie konnte aber nicht deuten, warum dies so war. Beständig veränderte sich der Rhythmus meiner gesundheitlichen Beschwerden. Ab 2004 gesellten sich Magenschmerzen zu den bestehenden Beschwerden hinzu. Die Magenprobleme hatten in ihrer Entwicklung große Parallelen zu den Infekten. Schnell wurden die Abstände kürzer und Medikamente, die zunächst noch effektiv waren, blieben wirkungslos. Darüber hinaus potenzierten sich die Beschwerden, es entstanden Allergien gegen diverse Lebensmittel. Der neue Rhythmus lautete Magenprobleme, Schmerzmedikamente, kurze Ruhephase, Infekt, Luftnot, Antibiotika, und dann ging es wieder von vorne los.

Wie ein stummer Schrei in der Nacht

Mit jedem Rhythmuswechsel wurden die Phasen, in denen so etwas wie „normales" Leben stand, kleiner, bis schließlich nichts mehr übrig blieb. Schmerz und Leid waren so dominant und dauerhaft präsent geworden, dass sie keinen Platz mehr ließen für einen unbeschwerten Moment, ein Luftholen, Kraftschöpfen oder Entspannung. Die vergangenen Jahre rannte ich von Arzt zu Arzt, quälte mich durch jeden verfluchten Tag, getrieben von der Hoffnung auf einen Lichtblick, etwas, an dem ich mich hätte festhalten und aufrichten können. Nur ein kleiner Funke, der die Chance auf ein Stück Lebensqualität suggeriert, hätte mir gereicht. Nichts, absolut nichts. Es war in all den Jahren nur schlimmer geworden. So lag ich da im Januar 2008 auf dem Bett, wälzte mich von rechts nach links vor Schmerzen, mein Lebensraum war reduziert auf ein Bett. Mein Leben lief direkt vor meinen Augen an mir vorbei. Ich war degradiert zum Zuschauer. Meine Frau und meine Kinder gingen durch den Flur hinaus ins Leben, ein Leben, an dem ich schon lange nicht mehr teilnehmen konnte. Der emotionale Dauerkreislauf aus, Panik, Verzweiflung, Angst und Hoffnungslosigkeit hatte mich nachhaltig verändert, ich war ein physisches und psychisches Wrack – eine leere Hülle, die langsam vor sich hin vegetierte. Wie weit kann man von sich selbst entfernt sein? Wie verunsichert und verzweifelt kann die Basis eines Menschen sein? Ist das noch ein Leben? Diese Fragen stellte ich mir in diesen Nächten immer wieder und wieder. Nachts, wenn alles dunkel und still war, kreisten mir die Gedanken durch den Kopf. Nach vielen Nächten war ganz klar: Ich hatte nicht mehr die Kraft, das alles zu ertragen. Diese Schmerzen, das Gefühl zu ersticken, die vielen Arztbesuche, nicht aktiv zu leben – in meinem Kopf kreiste nur das Wort „nein" wie ein stummer Schrei in der Nacht.
Welche Möglichkeiten hatte ich? Aufgeben und aus dem Leben scheiden? Ich wollte doch genau das Gegenteil, nämlich ein lebenswertes Leben. Ich gab mir eine letzte Chance, nach all den Jahren mit null Verbesserung durch Schulmedizin wollte ich mich an einen Heilpraktiker wenden. Woher ich die Kraft dafür nehmen sollte, wusste ich nicht. Aber diesen einen Versuch wollte ich unbedingt noch starten. Wie würde es weitergehen, wenn auch das nicht hilft? Den Gedanken verdrängte ich schnell. Alles Homöopathische war mir damals komplett fremd. Ich hatte keinen Bezug dazu. Und noch etwas entschied ich in dieser Nacht: Wenn ich jetzt alles auf den Kopf stelle, dann wirklich alles, also auch beruflich. Und so entschied ich mich dazu, im Alter von 36 Jahren noch einmal zur Schule zu gehen. Für mich war das damals ein Nebenprodukt, weil die Krankheiten im Fokus standen. Dass diese Entscheidung aber ganz zentral mit meinem bisherigen Leidensweg zu tun hatte, ahnte ich nicht einmal im Ansatz. In dieser Nacht kreierte ich das, was ich in all den Jahren bei den verschiedenen Ärzten gesucht hatte: die Hoffnung auf eine Zukunft.

Körpersignale im richtigen Kontext

Wenn Menschen nicht aktiv und ganz bewusst anfangen, bestimmte Themen in ihrem Leben zu bearbeiten, dann rutschen diese Themen unbearbeitet in die Tiefe. Dort wühlen sie aber weiter und kommen irgendwann wieder ans Tageslicht. Ich muss also einen Entwicklungsprozess, egal in welchem Lebensbereich, egal auf welche Ebene, in Gang setzen. Die Signale, die der Körper uns sendet, in den richtigen Kontext zu setzen, das ist der Schlüssel.
Mir war damals jedoch noch gar nichts bewusst, keine Zusammenhänge, keine Hintergründe, kein Problembewusstsein. Das einzige, was ich irgendwann in seiner Totalheit emotional und intellektuell verstanden hatte, war, dass ich mein persönliches Ende erreicht hatte. Aber zunächst gab es nur die isolierte Erkenntnis und den daraus resultierenden Impuls: Ich muss jetzt etwas verändern! Ohne weitergehende Erkenntnis, ohne Verständnis für die Komplexität der Themen oder für den Zusammenhang zwischen meiner Vergangenheit und Gegenwart begann ich also. Als ich mich in dieser Nacht gedanklich auf den Weg machte, war um mich schwarze Nacht. Mit jedem Schritt in den nächsten fünf Jahre wurde es langsam heller. Irgendwann konnte ich mein Gesamtbild erfassen und war in der Lage, alles zu analysieren.

Mein Lebensweg – Veränderung möglich

Anhand meiner Lebensgeschichte werde ich hier exemplarisch klar und konkret aufzeigen, wie jeder sein Leben in ein anderes verwandeln kann. Auf Grundlage meiner persönlichen Story werde ich in diesem Buch analysieren, welche Thematiken zentral sind für jeden Veränderungsprozess und mit welchen Perspektiven, Strategien und Mindsets sich Veränderungsprozesse erfolgreich bewältigen lassen. Das Thema Krankheit ist ein Baustein dabei. Ich zähle dazu jede Form von Erkrankungen, auch Suchterkrankungen wie Spielsucht, Mediensucht oder auch Kaufsucht. Wenn Sie an einer oder mehreren Krankheiten leiden, die chronisch sind, die Sie schon lange begleiten oder immer wieder episodisch auftreten und die trotz medizinischer Behandlung nicht besser werden, dann wechseln Sie bewusst die Perspektive.
Ich bin damals einfach losgegangen und habe begonnen, meine (gesundheitlichen) Probleme zu bearbeiten, ohne wirklich zu verstehen, welche Themen dahinterstecken. Sich die Hintergründe bewusst zu machen, beschleunigt den Bearbeitungsprozess und bietet eine Form der Orientierung. Der Perspektivwechsel in Bezug auf Krankheit ist die Art der Fragestellung. Es gibt psychische Einflüsse auf die körperlichen Vorgänge. Oft liegen psychosomatische Hintergründe einer Erkrankungen zugrunde. Finden Sie Ihren persönlichen Zugang zu dieser Fragestellung, egal ob Sie eine schulmedizinische, alternative oder esoterische Perspektive bevorzugen. Es geht erst einmal nur darum, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Lassen Sie sich Zeit, gehen Sie in sich, erkennen Sie darin Ihre Lebenssituation wieder!
Bevor es richtig losgeht, hier exemplarisch ein paar Anmerkungen zu den psychosomatischen Motiven hinter meinen damaligen Erkrankungen.
Allergisches Asthma:
  • Ich bin nahezu nicht. Ich kann nicht hier sein, ich kann nicht leben.
  • Angst vor mir selbst.
  • Machtlose Wut, weil ich mich selbst nicht finde, ich misstraue mir, wage es nicht, meinen Lebensraum voll auszuschöpfen.
Magen:
  • Ich vertraue mir nicht.
  • Ich halte an Erfahrungen fest.
  • Mir ist alles zu viel.
Lebensmittelallergie:
  • Ich lebe wie ein kraftloses Opfer.
  • Ich bin allergisch in Bezug auf mich selbst.
Welche Themen rauben einem Menschen im wahrsten Sinne des Wortes seinen Atmen? Menschen investieren viel Zeit und Geld in die Bereiche Körper und Gesundheit. Ob Yoga, Qi Gong, richtig atmen, bewusst atmen, Rückenschule oder Stressbewältigung, alles ist vertreten. Und das hat auch alles seine Berechtigung, allein schon, weil es immer gut ist, sich bewusst und aktiv mit sich zu beschäftigen. Aber das alles kann die Bearbeitung unserer individuellen Probleme nicht ersetzen. Vergleichsbild: ein frisch gestrichenes Haus mit renovierten (schicken) Räumen, aber im Keller steht das Wasser schon einen Meter hoch.
Damals hatte ich diese Perspektive (leider) noch nicht, und es dauerte noch Jahre, bis ich mental dort angelangt war. Warum verdrängen wir zentrale Themen in unserem Leben? Auf die persönlichen Hintergründe zu schauen, ist nicht einfach. Es erfordert Mut, Kraft und Willen. Schließlich sind es Themen, die in uns Ängste und Emotionen auslösen – bewusst oder unterbewusst. Oft glauben wir, dass wir sie nicht ertragen können, zu schwach sind, oder dass sie uns existentiell bedrohen. Aber mit Erkrankungen zu leben, die individuellen Einschränken zu erdulden, das erfordert auch Mut und Kraft. Sowohl die Bearbeitung von Lebensthemen als auch deren Verdrängung fordert von uns viele Ressourcen, Energie und Willen. Wenn Sie nachhaltig Ihr Leben erfolgreich verändern wollen, werden Sie diesen Themenkomplex nicht ignorieren können. Dafür benötigen Sie Unterstützung. Es gibt sehr viele unterschiedliche Angebote. Da wissen Sie selbst am besten, welcher Zugang Ihnen entspricht. Ob Psychologe oder Heilpraktiker, ob Psychotherapie, ob Selbsthilfegruppe oder Familienaufstellung – alles ist denkbar.

Ich bin meine Lösung

So wichtig (fachliche) Unterstützung ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Wertschätzendes Vorwort
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Prologue
  4. Kapitel 1: Entschieden – endlich – wofür?
  5. Kapitel 2: Selbstzweifel überwinden – aber wie?
  6. Kapitel 3: Lust und Frust
  7. Kapitel 4: Weniger Vergangenheit – mehr Utopie
  8. Kapitel 5: Zwischen den Welten
  9. Kapitel 6: Endstadium
  10. Danksagung
  11. Maik Kantorek im Interview: „In fünf Jahren vom Hauptschulabschluss zum Bachelor"
  12. Allgemeine Veränderungsbedingungen
  13. Über den Autor
  14. Impressum