Mein Leben mit Stoma
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Mein Leben mit Stoma

Alles auf Anfang

  1. 108 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Mein Leben mit Stoma

Alles auf Anfang

Über dieses Buch

Das Buch: Mein Leben mit Stoma Auflage 1, mit mehr Inhalt, Informationen, einem Kapitel Ernährung und anderer Formatierung. Die Diagnose war für mich schrecklich, aber ich habe gelernt, mit meiner Erkrankung zu leben. Eine Krankheit, die mit Stand heute nicht heilbar ist, jedoch, wo die Symptome gelindert werden können. Nach einer solchen Diagnose ist man zuerst geschockt und nach einer Zeit des Nachdenkens niedergeschlagen. Es vergeht enorm viel Zeit, bis unser Gehirn begreift, was da mit uns eigentlich passiert. Das Leben ist zu schön, um aufzugeben alles, nur nicht das. Auch mit einem Stoma kann man sehr glücklich sein, man muss es nur wollen.

Häufig gestellte Fragen

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Kapitel 1

Man das sind echt keine gute Nachrichten und dementsprechend fühle ich mich auch. Der Chefarzt versucht mich noch etwas zu beruhigen und teilt mir mit, dass man auch mit einem Dünndarmausgang sehr alt werden kann. Nach diesem Gespräch wird meine Person erst einmal wieder auf ihr Zimmer gebracht. Zudem soll sich meine Person, das mit der Operation überlegen und in den nächsten Stunden, die schriftliche Zustimmung erteilen.
Was für ein großer Schock für uns, das ist echt starker Tobak.
Wie fühlt man sich nach so einer negativen Nachricht?
Und nach solchen Perspektiven?
Nun, was mein Typ betrifft, geht die Welt, so wie er sie kannte, erst einmal zu Ende. Und mein Typ möchte nur noch seine Ruhe.
Zeitgleich spielt mein Ego viele Szenarien durch die für und gegen eine Operation sprechen.
Das Schlimmste daran aber ist, keiner kann meiner Persönlichkeit bei ihrer Entscheidung, so richtig helfen. Meine Persönlichkeit ist jetzt gefragt und muss alleine die schwierige Entscheidung treffen.
Nach einer sehr unruhigen und fast schlaflosen Nacht wacht mein Ego, am folgenden Morgen auf. Es ist der Tag der Entscheidung für mein Ego. Die Entscheidung ist an und für sich, schon längst gefallen. Insgeheim ist meinem Wesen das bereits bewusst. Ein Leben mit zwei Fisteln und einen nicht gewollten Darmausgang, will mein Wesen doch nicht haben!
Im Laufe des Tages unterschreibt meine Partie die Unterlagen für, die anstehenden Operationen.
In den darauf folgenden Tagen muss meine Kreatur mehrere Voruntersuchungen über, sich ergehen lassen.
Am Ende kommt schließlich doch noch der Tag an dem, sich alles ändern soll. Meine Kreatur wird früh morgens in den Operationssaal gebracht. Der Chefarzt persönlich soll diesen OP (Operation) durchführen. Auch dieses Mal geht es mit der Narkose verhältnismäßig schnell. Zudem bekommt meine Dramenfigur wieder einmal einen Filmriss und wacht später in der Intensivstation wieder auf.
Mein Individuum fragt sofort die erste Krankenschwester, die er zu sehen bekommt: „Wie ist meine Operation verlaufen?“, „und habe ich jetzt einen Darmausgang?“
Die Krankenschwester antwortet: „Ihre Operation ist gut verlaufen und ja, Sie haben jetzt auf der rechten Seite einen Darmausgang (Ileostoma).“
„Danke“, sage ich noch zu ihr.
In Ordnung denkt sich Unsereins, wenigstens haben wir das bis hierhin überlebt!
Trotzdem hat Unsereins Schmerzen und fühlt außerdem den Beutel vom Darmausgang auf seiner Haut. Ohne weitere Verzögerung fragt meine Gestalt die Krankenschwester nach, etwas stärkeren Schmerzmitteln. Diese steigert daraufhin die Dosis der Schmerzmittel.
Es vergeht nicht einmal eine viertel Stunde da bemerkt meine Gestalt, dass die Schmerzen wieder ein wenig abklingen. Mein Bewusstsein will unbedingt wissen wie der Bauch aussieht, also legt mein Bewusstsein die Bettdecke etwas behutsam zur Seite. Oh, das sieht wirklich nicht so toll aus und überall sieht man nur Klammern und Narben.
Was für ein Schock für meinen Charakter! Wir sind gerade einmal 38 Jahre alt und haben für eine unbestimmte Zeit, einen Beutel am Bauch. Das Leben wie mein Charakter es kannte, ist erst einmal vorbei.
Wer möchte schon jemanden mit einem Beutel zum Freund oder gar als Mann haben?
Kann man mit einem Beutel normal Leben?, fragt sich Unsereiner.
Was kann man damit überhaupt noch machen?
Man kann sich nur schlecht vorstellen was für unmögliche und durchaus negative Gedanken, mein Element hat. Zur gleichen Zeit ist mein Element sehr schwach und steht außerdem mächtig unter Medikamenteneinfluss. Und trotzdem will meine Partie nur noch weinen.
Darüber hinaus fragt sich meine Partie dauernd nur: warum meine Persönlichkeit? Und wieso gerade jetzt?
Am Ende fällt es mir aber wieder ein, wir haben eine Familie und wir werden schließlich geliebt.
Meine Lebensgefährtin (K), meine Geschwister (A, R, G, S), und meine Eltern, machten sich sicher mächtig Sorgen um uns.
Ein Telefonat mit meiner Lebensgefährtin (K), sollte das ein wenig ändern. Überdies ist Unsereiner endlich froh eine vertraute Stimme zu hören und darüber hinaus froh, über einige aufmunternde Worte. Das Telefonat beruhigt Unsereiner ein wenig, aber dafür hat Unsereiner jetzt wieder stärkere Schmerzen.
Also fordert mein Individuum abermals, eine höhere Dosis Schmerzmittel an. Nach der Einnahme der Schmerzmittel schläft mein Individuum, sofort friedlich ein. Dank der erhaltenen Schmerzmittel verbringt man selbst, eine sehr ruhige Nacht.
In den darauffolgenden Tagen bekommt meine eigene Person eine Stomatherapeutin, da sie den Umgang mit einem Stoma erlernen soll. Das lehnt meine eigene Person aber kategorisch ab. Meine eigene Person ist immer noch nicht bereit dazu, sich mit diesem Thema auseinandersetzen zu müssen.
Es vergehen einige Wochen bis, sich meine Person langsam mit dem Gedanken anfreunden kann, mit einem Darmausgang ein ganz `normales´ Leben zu führen. Zur gleichen Zeit hat meine Person leicht an Gewicht zugelegt und ihr Kreislauf ist auch wieder stabiler.
Da auf einmal die nächste Hiobsbotschaft durch die Türe kommt. Eine der Krankenschwestern spaziert ins Zimmer und sagt zu meiner Person: „Wir müssen Sie leider in Quarantäne setzen, Sie haben Staphylokokken.“
Was sind wieder Staphylokokken?, frage ich mich.
Nun in der Gegenwart würde man selbst das so erklären: Als Staphylokokken wird eine kugelförmige Bakterie bezeichnet. Diese Bakterien leben auf der Haut und den Schleimhäuten und sind oft harmlos. Können jedoch auch Infektionen im Weichgewebe und in inneren Organen hervorrufen, und danach lebensgefährlich werden.
Diese Informationen haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Meine Wenigkeit erfährt nur, dass sie für einen begrenzten Zeitraum alleine im Zimmer liegen muss, und dabei auch keinen weiteren Besuch erhalten darf.
So eine schlechte Nachricht kann fast jeden aus der Bahn werfen, und bei meiner Wenigkeit ist das nicht anders.
Dafür soll meine Partie ein paar Tage später, eine dicke Überraschung bekommen. Meine Mutter, mein Bruder, und meine Partnerin, sollten meine Partie besuchen.
Nur wenige Tage später sie durch die Türe hereinspazieren, gleichzeitig sich meine Gestalt aber wundert darüber, was sie so tragen? Obendrein sind alle mit einem blauen Kittel überzogen, tragen zusätzlich noch Handschuhe und den vorgeschriebenen Mundschutz. Das sieht alles natürlich nicht sehr schön aus, aber effektiv ist es.
Aufgrund meines schwachen Immunsystems muss unbedingt jede weitere Infektion vermieden werden. Zur gleichen Zeit besteht immer noch eine akute Ansteckungsgefahr, und meine Familie will sich außerdem, nicht bei mir anstecken.
Es soll gleich an dieser Stelle eine Erwähnung finden, dass wir uns trotzdem gut unterhalten haben. Auch wird es ein sehr schöner Tag für alle, trotz dieser kleinen `Vermummungs-Aktion´. Als aber am nächsten Tag die Familie wieder die Heimreise antritt, hat meine Ego zumindest ein wenig Hoffnung getankt.
Man kann es ruhig vorwegnehmen, die Staphylokokken ist meine Gestalt wieder losgeworden. Die körperliche Schwäche und die Schmerzen teilweise auch.
Am Ende, nach ungefähr drei Monaten Krankenhausaufenthalt wird meine Person eines Tages wieder, aus dem Krankenhaus entlassen. Für diesen Zweck wird meine Person i...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort
  3. Einleitung
  4. Kapitel 1
  5. Kapitel 2
  6. Kapitel 3
  7. Kapitel 4
  8. Kapitel 5
  9. Kapitel 6
  10. Kapitel 6a
  11. Kapitel 7
  12. Kapitel 8
  13. Fazit
  14. Danksagung
  15. Literaturverzeichnis
  16. Rechtlicher Hinweis
  17. Impressum