Weiblich, erfolgreich, MINT 2019
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Weiblich, erfolgreich, MINT 2019

Ihr Wegweiser zum Traumjob

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  1. 298 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Weiblich, erfolgreich, MINT 2019

Ihr Wegweiser zum Traumjob

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Über dieses Buch

"Weiblich, erfolgreich, MINT" ist der erste Ratgeber, der MINT-Frauen einen umfassenden Überblick über ihre Karriereoptionen bietet. Praktikerinnen aus unterschiedlichen Bereichen erklären, was ihre Branche speziell für Frauen zu bieten hat: Welche Einstiegsoptionen gibt es für MINT-Absolventinnen? Wie sieht eine typische Karriere in diesem Wirtschaftszweig aus? Wie gut sind Beruf und Familie vereinbar? Wie frauenfreundlich ist das Arbeitsumfeld? Neben Antworten auf diese Fragen finden Leserinnen in diesem Buch Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Branchen und zum Arbeitsmarkt sowie hilfreiche Tipps zu Einstieg, Bewerbung und zur Karriere mit Kindern. Damit die Praxis nicht zu kurz kommt, schildern e-fellows.net-Alumnae ihren persönlichen Werdegang. Das macht diesen Ratgeber zum optimal auf MINT-Studentinnen und –Absolventinnen zugeschnittenen "Wegweiser zum Traumjob".

Häufig gestellte Fragen

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Information

1. Ar­beits­markt und Job­aus­sich­ten für MINT-Frauen

Ro­sige Aus­sich­ten!? Der Ar­beits­markt für MINT-Ab­sol­ven­tin­nen

von Dr. Ul­rike Struwe
Die Di­gi­ta­li­sie­rung und die da­mit ver­bun­de­nen Um­struk­tu­rie­rungs­pro­zesse in Un­ter­neh­men ver­än­dern den Ar­beits­markt – heute und in Zu­kunft. Wer als Glo­bal Player vorne mit­spie­len will, be­nö­tigt her­vor­ra­gend aus­ge­bil­dete Fach­kräfte in MINT-Be­ru­fen, denn ge­rade die tech­ni­sier­ten Ar­beits­be­rei­che sind mit der In­no­va­ti­ons­kraft und dem Wachs­tum deut­scher Un­ter­neh­men eng ver­knüpft.
So ver­wun­dert es nicht, dass die Er­werbstä­tig­keit von MINT-Aka­de­mi­ke­rin­nen und -Aka­de­mi­kern kon­ti­nu­ier­lich zu­nimmt. Um 14,0 Pro­zent und von 2.366.000 auf rund 2.697.400 ist die Zahl in die­sem Be­rufs­seg­ment al­lein in den Jah­ren zwi­schen 2011 und 2015 an­ge­stie­gen. Er­freu­li­cher­weise pro­fi­tie­ren auch Frauen von dem Auf­wärts­trend: Ihre Teil­habe ist durch ein Plus von 21,8 Pro­zent für die­sen Zeit­raum ge­kenn­zeich­net.
MINT-Frauen ho­len so­mit auf, und ihr Know-how ist ge­fragt wie nie.1 Wer heute nach der Schule eine Aus­bil­dung oder ein Stu­dium in ei­nem MINT-Fach be­ginnt, kann in ei­ni­gen Jah­ren gute Chan­cen auf dem Ar­beits­markt er­war­ten. Doch noch im­mer sind es viel zu we­nige Frauen, die sich für na­tur­wis­sen­schaft­li­che und tech­ni­sche Jobs be­geistern. Dies wird spä­tes­tens in der Stu­di­en­ab­schluss­phase sicht­bar.
Zwar steht es um den aka­de­mi­schen MINT-Nach­wuchs ins­ge­samt po­si­tiv, die Nach­frage nach Aka­de­mi­ke­rin­nen und Aka­de­mi­kern ist, wie ge­sagt, hoch, doch von der MINT-in­teres­sier­ten Schü­le­rin zur Fach­kraft, zur Spe­zia­lis­tin und Ex­per­tin ist es ein wei­ter Weg.
So gibt es zwar im­mer mehr Hoch­schul­ab­sol­ven­tin­nen und -ab­sol­ven­ten mit MINT-Ab­schlüs­sen – die Ge­samt­an­zahl stieg zwi­schen 2008 und 2017 von rund 102.000 auf 185.000: Das ist ein Plus von 80 Pro­zent. MINT-Ab­sol­ven­tin­nen aber blei­ben im sel­ben Zeit­raum – trotz der po­si­ti­ven Ent­wick­lung – mit nur 74 Pro­zent Zu­wachs hin­ter ih­ren Kom­mi­li­to­nen zu­rück (2008: 32.500; 2017: 56.700). Der Un­ter­schied wirkt ge­ring, doch um den An­teil weib­li­cher Fach­kräfte im Be­rufs­le­ben si­gni­fi­kant zu stei­gern, müss­ten noch deut­lich mehr Frauen ein MINT-Stu­dium ab­schlie­ßen.2
Ba­che­lor, Mas­ter oder Pro­mo­tion?
Ein Blick auf die Art der Ab­schlüsse ver­deut­licht die Un­ter­schiede zwi­schen Frauen und Män­nern in den MINT-Stu­di­en­gän­gen. Nach­fol­gend aus­ge­wählt sind die MINT-Fä­cher­grup­pen Ma­the­ma­tik und Na­tur­wis­sen­schaf­ten ei­ner­seits und In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten an­de­rer­seits. Sie un­ter­schei­den sich stark im Hin­blick auf die Ori­en­tie­run­gen von Frauen und Män­nern.
Ab­schlüsse im MINT-Be­reich 2017 (Quelle: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt 2018, Fach­se­rie 11 Reihe 4.2 und ei­gene Be­rech­nun­gen)
Sicht­bar wird: Der Frau­en­an­teil im Be­reich Ma­the­ma­tik/Na­tur­wis­sen­schaf­ten ist re­la­tiv hoch, und zwar bei al­len Ab­schlüs­sen. Bei den weib­li­chen Stu­die­ren­den gibt es ei­nen star­ken Trend zum Lehr­amts­stu­dium, der Frau­en­an­teil bei die­sen Ab­schlüs­sen be­trägt fast 65 Pro­zent. Bei den we­ni­gen Ab­sol­ven­tin­nen der In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten sieht es ten­den­zi­ell ähn­lich aus: Mit 37 Pro­zent ist der Lehr­amts­ab­schluss der am häu­figs­ten an­ge­strebte. Ba­che­lor- und Mas­ter-Ab­schlüsse ma­chen rund drei Vier­tel al­ler im MINT-Be­reich er­wor­be­nen Ab­schlüsse aus und sind da­mit maß­geb­lich für den Ge­samt­frau­en­an­teil ver­ant­wort­lich.
Schöne neue Ar­beits­welt? MINT-Branchen – von an­ge­sagt bis zu­kunfts­fä­hig
Im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen sind Frauen mit ei­nem An­teil von 82 Pro­zent noch im­mer Spit­zen­rei­ter bei den Be­schäf­ti­gungs­an­tei­len al­ler Branchen des deut­schen Ar­beits­mark­tes.3 Dass dies we­ni­ger den Ta­len­ten von Frauen als ei­nem tra­di­tio­nell ge­präg­ten Be­rufs­wahl­pro­zess ge­schul­det ist, steht au­ßer Frage. Die zu er­war­ten­den er­heb­li­chen Um­struk­tu­rie­run­gen von Branchen und Ar­beits­pro­zes­sen im Zuge der Di­gi­ta­li­sie­rung wer­den die Nach­frage nach Kennt­nis­sen im MINT-Be­reich in den nächsten Jah­ren noch deut­lich ver­stär­ken.
Doch hilft der Ar­beits­markt 4.0 Frauen, ihre fach­li­chen Po­ten­ziale zu ent­fal­ten? Gibt es glei­che Chan­cen für alle? Wo fin­det sich das fach­li­che Know-how von Frauen in den Be­schäf­ti­gungs­zah­len wie­der? Den zah­len­mä­ßi­gen Un­ter­schie­den von Män­nern und Frauen auf dem Be­wer­bungs­markt bzw. den nied­ri­ge­ren Ab­sol­ven­tin­nen­zah­len nach der MINT-Aus­bil­dungs­phase ste­hen die Ar­beits­plätze in Wirt­schaft und Wis­sen­schaft ge­gen­über. MINT-Be­rufe ver­zeich­nen im April 2018 er­neut ein Re­kord­hoch: 486.600 freie Stel­len in tech­nisch-na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Be­ru­fen ste­hen zur Ver­fü­gung.
Zu den be­vor­zug­ten Wirt­schafts­zwei­gen für MINT-Ein­stei­ge­rin­nen zäh­len zur­zeit die Au­to­mo­bil­in­dus­trie, ihre Zu­lie­fe­rer und das In­ge­nieur­we­sen. Zu ver­zeich­nen ist laut ak­tu­el­len Be­schäf­ti­gungs­zah­len ebenso ein über­pro­por­tio­na­ler An­stieg von Ar­beits­plät­zen in den Fä­chern Me­di­zin, In­for­ma­tik, Tex­til- und In­ge­nieur­we­sen.4
Die be­liebtes­ten MINT-Be­rufs­fel­der von Frauen (Quelle: Bun­des­agen­tur für Ar­beit: So­zial­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tigte [SvB] am Ar­beits­ort [AO] | Da­ten­stand Sep­tem­ber 2017)
Über 150.000 Frauen sind in Be­ru­fen aus Ma­schi­nen­bau- und Be­triebs­tech­nik be­schäf­tigt – mit etwa 1,3 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten ins­ge­samt ei­nes der größ­ten Be­rufs­fel­der. Auch für die Be­rufs­gruppe In­ge­nieur­we­sen stellt sich eine gute Ar­beits­markt­si­tua­tion dar. Die Er­werbstä­tig­keit in die­sem Be­reich ist ins­ge­samt stark ge­stie­gen. Über­durch­schnitt­li­che Va­kanz­zei­ten sind hier als ein In­di­ka­tor für ei­nen Eng­pass zu be­werten. Al­ler­dings kann ak­tu­ell noch nicht von ei­nem ge­ne­rel­len In­ge­nieur­man­gel ge­spro­chen wer­den. Wei­tere Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten wer­den in den Be­rufs­fel­dern Fahr­zeug­tech­nik, Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik so­wie in der Me­tall­bau­tech­nik be­nö­tigt. Hier sind Frauen wei­ter­hin stark un­ter­re­prä­sen­tiert. Ein An­stieg des Frau­en­an­teils in in­ge­nieur­wis­sen­schaft­li­chen Fä­chern ist je­doch not­wen­dig, um zu­künf­tig die of­fe­nen Stel­len für In­ge­nieu­rin­nen und In­ge­nieure be­set­zen zu kön­nen.
„In den tech­ni­schen Be­ru­fen zeigt sich ein Ex­per­ten­man­gel in der Fahr­zeug­tech­nik so­wie in der Soft­ware­ent­wick­lung und Pro­gram­mie­rung. Eine Man­gel­si­tua­tion gibt es eben­falls bei Ex­per­ten in der Me­tall­bau- und Schweiß­tech­nik so­wie in der Me­cha­tro­nik und Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik. Zu­dem gibt es ei­nen Man­gel an Ex­per­ten im Be­reich Kon­struk­tion und Ge­rä­te­bau.“5 Die MINT-Ar­beits­kräf­te­lü­cke kann IT-Ex­per­tin­nen und -Ex­per­ten be­son­ders po­si­tiv stim­men: „Der Lü­cken­an­teil der IT-Ex­per­ten­be­rufe an al­len MINT-Ex­per­ten­be­ru­fen ist von 25,9 Pro­zent im April 2011 kon­ti­nu­ier­lich auf 38...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. 1. Arbeitsmarkt und Jobaussichten für MINT-Frauen
  3. 2. Branchenüberblick – Perspektiven für MINT-Frauen
  4. 3. Erfahrungsberichte
  5. 4. Einstieg und Karriere
  6. 5. Beruf und Familie
  7. 6. Unternehmensporträts
  8. Weitere Titel aus der Reihe e-fellows.net wissen
  9. Impressum