Perspektiven für MINT-Frauen 2018
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Perspektiven für MINT-Frauen 2018

Mit Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Karriere machen

,
  1. 228 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Perspektiven für MINT-Frauen 2018

Mit Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Karriere machen

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Über dieses Buch

"Perspektiven für Mint-Frauen" ist ein praxisnaher Karriereratgeber für Mathematikerinnen, Informatikerinnen, Naturwissenschaftlerinnen und Technikerinnen. Praktikerinnen aus 14 verschiedenen Branchen stellen ihren Wirtschaftszweig vor. Sie beantworten unter anderem die Fragen, welche Jobs es für Absolventinnen ihres Fachs gibt, wie frauenfreundlich die Branche ist und worauf es bei Einstieg und Aufstieg ankommt. Erfahrungsberichte geben Einblick in die Lebensläufe erfolgreicher MINT-Frauen. Auch die wichtigsten Fragen rund um Einstieg und Karriere sowie Beruf und Familie werden beantwortet: Wie erkenne ich frauenfreundliche Unternehmen? Warum lohnt sich Networking, und welche branchen- oder fachspezifischen Netzwerke gibt es? Wie teile ich Vorgesetzten mit, dass ich schwanger bin? Wie gelingt der Wiedereinstieg nach der Elternzeit? Das vorliegende Buch informiert umfassend über Karrierechancen für MINTlerinnen und hilft bei der persönlichen Entscheidungsfindung.

Häufig gestellte Fragen

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Information

1. Ar­beits­markt und Job­aus­sich­ten für MINT-Frauen

Ro­sige Aus­sich­ten!? Der Ar­beits­markt für MINT-Ab­sol­ven­tin­nen

von Dr. Ul­rike Struwe
Die Di­gi­ta­li­sie­rung und die da­mit ver­bun­de­nen Um­struk­tu­rie­rungs­pro­zesse in Un­ter­neh­men ver­än­dern den Ar­beits­markt – heute und in Zu­kunft. Wer als Glo­bal Player vorne mit­spie­len will, be­nö­tigt her­vor­ra­gend aus­ge­bil­dete Fach­kräfte in MINT-Be­ru­fen, denn ge­rade die tech­ni­sier­ten Ar­beits­be­rei­che sind mit der In­no­va­ti­ons­kraft und dem Wachs­tum deut­scher Un­ter­neh­men eng ver­knüpft.
So ver­wun­dert es nicht, dass die Er­werbstä­tig­keit von MINT-Aka­de­mi­ke­rin­nen und -Aka­de­mi­kern kon­ti­nu­ier­lich zu­nimmt. Um 10,6 Pro­zent und von 2.366.000 auf rund 2.617.000 Per­so­nen ist die Zahl in die­sem Be­rufs­seg­ment al­lein in den Jah­ren zwi­schen 2011 und 2014 an­ge­stie­gen. Er­freu­li­cher­weise pro­fi­tie­ren auch Frauen von dem Auf­wärts­trend: Ihre Teil­habe ist durch ein Plus von 16,4 Pro­zent für die­sen Zeit­raum ge­kenn­zeich­net.
MINT-Frauen ho­len so­mit auf, und ihr Know-how ist ge­fragt wie nie.1 Wer heute nach der Schule eine Aus­bil­dung oder ein Stu­dium im MINT-Be­reich be­ginnt, kann in ei­ni­gen Jah­ren gute Chan­cen auf dem Ar­beits­markt er­war­ten. Doch noch im­mer sind es viel zu we­nige Frauen, die sich für na­tur­wis­sen­schaft­li­che und tech­ni­sche Jobs be­geistern. Dies wird spä­tes­tens in der Stu­di­en­ab­schluss­phase sicht­bar.
Zwar steht es um den aka­de­mi­schen MINT-Nach­wuchs ins­ge­samt po­si­tiv, die Nach­frage nach Aka­de­mi­ke­rin­nen und Aka­de­mi­kern ist, wie ge­sagt, hoch, doch von der MINT-in­teres­sier­ten Schü­le­rin zur Fach­kraft, zur Spe­zia­lis­tin und Ex­per­tin ist es ein wei­ter Weg.
So gibt es zwar im­mer mehr Hoch­schul­ab­sol­ven­tin­nen und Hoch­schul­ab­sol­ven­ten mit MINT-Ab­schlüs­sen – die Ge­samt­an­zahl stieg zwi­schen 2008 und 2016 von rund 102.000 auf 182.000: Das ist ein Plus von 78 Pro­zent. MINT-Ab­sol­ven­tin­nen aber blei­ben, im sel­ben Zeit­raum, trotz der po­si­ti­ven Ent­wick­lung mit nur 70 Pro­zent Zu­wachs hin­ter ih­ren Kom­mi­li­to­nen zu­rück (2008: 33.500; 2016: 55.400). Der Un­ter­schied wirkt ge­ring, doch um den An­teil weib­li­cher Fach­kräfte im Be­rufs­le­ben si­gni­fi­kant zu stei­gern, müss­ten noch deut­lich mehr Frauen ein MINT-Stu­dium ab­schlie­ßen.2
Ba­che­lor, Mas­ter oder Pro­mo­tion?
Ein Blick auf die Art der Ab­schlüsse ver­deut­licht die Un­ter­schiede zwi­schen Frauen und Män­nern in den MINT-Stu­di­en­gän­gen. Nach­fol­gend aus­ge­wählt sind die MINT-Fä­cher­grup­pen Ma­the­ma­tik und Na­tur­wis­sen­schaf­ten ei­ner­seits und In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten an­de­rer­seits. Sie un­ter­schei­den sich mar­kant im Hin­blick auf die Ori­en­tie­run­gen von Frauen und Män­nern.
Ab­schlüsse im MINT-Be­reich 2016 (Quelle: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt 2017, Fach­se­rie 11 Reihe 4.2 und ei­gene Be­rech­nun­gen)
Sicht­bar wird: Der Frau­en­an­teil im Be­reich Ma­the­ma­tik/Na­tur­wis­sen­schaf­ten ist re­la­tiv hoch, und zwar bei al­len Ab­schlüs­sen. Bei den weib­li­chen Stu­die­ren­den gibt es ei­nen star­ken Trend zum Lehr­amts­stu­dium, der Frau­en­an­teil bei die­sen Ab­schlüs­sen be­trägt 63,5 Pro­zent. Bei den we­ni­gen Ab­sol­ven­tin­nen der In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten sieht es ten­den­zi­ell ähn­lich aus: Mit 35,7 Pro­zent ist der Lehr­amts­ab­schluss der am häu­figs­ten an­ge­strebte.
Schöne neue Ar­beits­welt? MINT-Branchen – von an­ge­sagt bis zu­kunfts­fä­hig
Im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen sind Frauen mit ei­nem An­teil von 77 Pro­zent noch im­mer Spit­zen­rei­ter bei den Be­schäf­ti­gungs­an­tei­len al­ler Branchen des deut­schen Ar­beits­mark­tes.3 Dass dies we­ni­ger den Ta­len­ten von Frauen als ei­nem tra­di­tio­nell ge­präg­ten Be­rufs­wahl­pro­zess ge­schul­det ist, steht au­ßer Frage. Die zu er­war­ten­den er­heb­li­chen Um­struk­tu­rie­run­gen von Branchen und Ar­beits­pro­zes­sen im Zuge der Di­gi­ta­li­sie­rung wer­den die Nach­frage nach Kennt­nis­sen im MINT-Be­reich in den nächsten Jah­ren noch deut­lich ver­stär­ken.
Doch hilft der Ar­beits­markt 4.0 Frauen, ihre fach­li­chen Po­ten­ziale zu ent­fal­ten? Gibt es glei­che Chan­cen für alle? Wo fin­det sich das fach­li­che Know-how von Frauen in den Be­schäf­ti­gungs­zah­len wie­der? Den zah­len­mä­ßi­gen Un­ter­schie­den von Män­nern und Frauen auf dem Be­wer­bungs­markt bzw. den nied­ri­ge­ren Ab­sol­ven­tin­nen­zah­len nach der MINT-Aus­bil­dungs­phase ste­hen die Ar­beits­plätze in Wirt­schaft und Wis­sen­schaft ge­gen­über. MINT-Be­rufe ver­zeich­nen im April 2017 er­neut ein Re­kord­hoch: 430.400 freie Stel­len in tech­nisch-na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Be­ru­fen ste­hen zur Ver­fü­gung.
Zu den be­vor­zug­ten Wirt­schafts­zwei­gen für MINT-Ein­stei­ge­rin­nen zäh­len zur­zeit die Au­to­mo­bil­in­dus­trie, ihre Zu­lie­fe­rer und das In­ge­nieur­we­sen. Zu ver­zeich­nen ist laut ak­tu­el­len Be­schäf­ti­gungs­zah­len ebenso ein über­pro­por­tio­na­ler An­stieg von Ar­beits­plät­zen in den Fä­chern Me­di­zin, In­for­ma­tik, Tex­til- und im In­ge­nieur­we­sen.4
Die be­liebtes­ten MINT-Be­rufs­fel­der von Frauen (Quelle: Bun­des­agen­tur für Ar­beit: So­zial­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tigte (SvB) am Ar­beits­ort (AO) | Da­ten­stand Sep­tem­ber 2017)
Über 150.000 Frauen sind in Be­ru­fen aus Ma­schi­nen­bau- und Be­triebs­tech­nik be­schäf­tigt – mit etwa 1,3 Mio. Be­schäf­tig­ten ins­ge­samt ei­nes der größ­ten Be­rufs­fel­der. Auch für die Be­rufs­gruppe In­ge­nieur­we­sen stellt sich eine gute Ar­beits­markt­si­tua­tion dar. Die Er­werbstä­tig­keit in die­sem Be­reich ist ins­ge­samt stark ge­stie­gen. Über­durch­schnitt­li­che Va­kanz­zei­ten sind hier als ein In­di­ka­tor für ei­nen Eng­pass zu be­werten. Al­ler­dings kann ak­tu­ell noch nicht von ei­nem ge­ne­rel­len In­ge­nieur­man­gel ge­spro­chen wer­den. Wei­tere Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten wer­den in den Be­rufs­fel­dern Fahr­zeug­tech­nik, Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik so­wie in der Me­tall­bau­tech­nik be­nö­tigt. Hier sind Frauen wei­ter­hin stark un­ter­re­prä­sen­tiert. Ein An­stieg des An­teils von Frauen in in­ge­nieur­wis­sen­schaft­li­chen Fä­chern ist je­doch not­wen­dig, um zu­künf­tig die of­fe­nen Stel­len für In­ge­nieu­rin­nen und In­ge­nieure de­cken zu kön­nen.
„In den tech­ni­schen Be­ru­fen zeigt sich ein Ex­per­ten­man­gel in der Fahr­zeug­tech­nik so­wie in der Soft­ware­ent­wick­lung und Pro­gram­mie­rung. Eine Man­gel­si­tua­tion gibt es eben­falls bei Ex­per­ten in der Me­tall­bau- und Schweiß­tech­nik so­wie in der Me­cha­tro­nik und Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik. Zu­dem gibt es ei­nen Man­gel an Ex­per­ten im Be­reich Kon­struk­tion und Ge­rä­te­bau.“5 Die MINT-Ar­beits­kräf­te­lü­cke kann IT-Ex­per­tin­nen und -Ex­per­ten be­son­ders po­si­tiv stim­men: „Der Lü­cken­an­teil der IT-Ex­per­ten­be­rufe an al­len MINT-Ex­per­ten­be­ru­fen ist von 25,9 Pro­zent im April 2011 kon­ti­nu­ier­lich auf 38,1 Pro­zent im April 2017 ge­stie­gen. Die Bin­nen­struk­tur der MINT-(Ex­per­ten-)Ar­beits­kräf­te­lü­cke ist folg­lich in den letz­ten Jah­ren IT-las­tiger ge­wor­den.“6
Zu den branchen­be­ding­ten Un­ter­schie­den im Ver­hält­nis von An­ge­bot und Nach­frage an MINT-Frauen kom­men re­gio­nale hinzu: So wer­den Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten für Soft­ware­ent­wick­lung und Pro­gram­mie­rung vor al­lem in Süd­deutschland ge­sucht. In Ba­den-Würt­tem­berg und Bay­ern bei­spiels­weise kön­nen Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. 1. Arbeitsmarkt und Jobaussichten für MINT-Frauen
  3. 2. Branchenüberblick – Perspektiven für MINT-Frauen
  4. 3. Erfahrungsberichte
  5. 4. Einstieg und Karriere
  6. 5. Beruf und Familie
  7. 6. Unternehmensporträts
  8. Weitere Titel aus der Reihe e-fellows.net wissen
  9. Impressum