"NUMMER 5 LEBT!"
Eigentlich war der Geburtstermin für Weihnachten '81 vorgesehen, doch scheinbar ahnte ich, dass mir auf Erden "nichts Gutes" blühen würde ...
Am 06. Januar 1982 - zu einem kirchlichen Feiertag ("Heilige Drei Könige") - kam endlich der "erlösende" Tag für meine Mutter. Es war nun höchste Zeit, dass die Geburt statt fände, denn meine Ankunft war längst "überfällig" - die Ärzte hatten angekündigt, dass man den Feiertag noch abwarten würde und spätestens am Folgetag die Entbindung künstlich einleiten müsse ... Das war wohl das "Stichwort", um ins Leben einzutreten ...
Die Autorin als Baby, 1982
Ich war das "Schlusslicht" von insgesamt fünf Kindern, welche meine Eltern zeugten. – "Nummer 5" lebte also ...
ANMERKUNG:
Der Titel des Beitrags ist an den gleichnamigen Film "Nummer 5 lebt!" angelehnt - ein alter Kinoklassiker aus dem Jahre 1986. Im sehenswerten Film erwacht ein militärischer Kampfroboter in Folge eines Blitzeinschlages zum Leben und stiftet auf seiner Odyssee, einen Platz im Leben zu finden, reichlich Chaos und Verwirrung ...
Da ich den Film als Kind über die Maßen liebte, liebäugelte ich nun auch damit, eine Parodie anzustellen, indem der Titel des Beitrags entsprechende Wortwahl trägt ...
APHORISMEN II
"Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten." (Jean-Jacques Rousseau, Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge u. Naturforscher, 1712-1778)
"Ich habe einen Traum." (Martin Luther King, Pastor u. Bürgerrechtler, 1929-1968)
UNBESCHWERTE KINDHEIT UND JUGEND
Meine Kindheit und frühe Jugend war völlig "unbelastet", auch wenn es oftmals an finanziellen Mitteln mangelte, sich in etwa Dinge leisten zu können, welche für andere immerzu selbstverständlich schienen ... Trotz Arbeit beider Elternteile lebten wir in tatsächlich ärmlichen Verhältnissen.
- "Nicht jeder Schatz besteht aus Silber und Gold." (Captain Jack Sparrow, "Pirates of the Caribbean")
Schon im Kindergarten fieberte ich dem Tag entgegen, einmal bald in die Schule gehen zu dürfen. Als es dann soweit war, gelang es mir "spielerisch" und fast schon mühelos, dem Lehrstoff zu genügen. Die Schule selbst bereitete mir anfangs wirkliche Freude ...
Ich erhielt eine "Empfehlung" der Grundschule, ein Gymnasium zu besuchen - und meine Eltern waren stolz auf mich, dass mein "Übertrittszeugnis" aus der 4. Klasse fast nur Bestnoten enthielt:
Geld oder Geschenke für gute Zensuren erhielt ich faktisch nie, denn, wenn es etwas gab, das wir nicht besaßen, war es Wohlstand ... Es war nicht zu ändern: unsere Familie gehörte eben der "weniger privilegierten Schicht der Gesellschaft" an.
Dennoch achtete meine Mutter stets darauf, dass unsere "Grundbedürfnisse" (Nahrung, Bekleidung, Hygiene, etc.) in keiner Weise je zu kurz kamen.
Meine Mutter selbst war in Sachen Erziehung stets geduldig und liebevoll "wie ein Engel" - mein Vater seinerseits war eher der strengere Part im Familienalltag.
Zu sehen ist die Autorin im Alter von 15 Jahren (rechts) mitsamt ihrer Schwester und dem kleinen Familienhund "Waldi" (Foto aus dem Jahre 1997).
Ein christlicher Tenor war "schon immer" Bestandteil im Familienleben, doch im Zuge der Pubertät distanzierte man sich wie selbstverständlich mehr und mehr von einer "christlichen oder biblischen Heilslehre". - Die Interessen waren ganz andere geworden ...
Verliebtsein, rosafarbene "Schmetterlinge", stylische Bekleidung, gutes Aussehen, Partys, Discotheken (im heutigen Jugendjargon "Clubs") und schließlich der Konsum von "Drogen" wie Marihuana (etc.), waren nun vielmehr jene "Dinge", die mir dazumal zusagten ...
Im Alter von 15 Jahren ereignete sich gewissermaßen ein "Schlüsselerlebnis", weshalb ich mein junges, "kopfloses" Leben totalitär umkehrte ... Was es damit auf sich hat, habe ich schon sehr detailliert in vorherigen Büchern beschrieben - es soll nun nicht erneut der Zweck sein, solche "Stationen" wiederholt zum Thema zu machen - lediglich ein kurzer "Abriss" diverser Kapitel meines Lebens seien erörtert, um dem interessierten Leser ein umfänglicheres "Bild" zu verschaffen, wie denn die Dinge ihren Lauf genommen hatten ...
Alles in allem war meine Kindheit also in Ordnung.
Spätestens im Alter von 15 Jahren hatte sich meine Sichtweise bezugnehmend auf das Leben aber umfassend gewandelt. Denn trotz aller Freuden, die das Dasein zu bieten hatte, gab es diese "Kehrseite der Medaille", welcher - so schien es mir - nun meine Aufmerksamkeit gebührte ...
Wie sich die Dinge ferner entwickelten, wird in Folgekapiteln behandelt ...
LIEBE IST DER SCHLÜSSEL…
"Es gibt nur zwei Arten zu leben. Entweder so als wäre nichts ein Wunder oder so als wäre alles ein Wunder." (Albert Einstein, bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit, 1879-1955)
"Mit den Kindern muss man zart und freundlich verkehren. Das Familienleben ist das beste Band. Kinder sind unsere besten Richter." (Otto von Bismarck, dt. Politiker u. Staatsmann, 1815-1898)
- "Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen." (Mahatma Gandhi, Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer, Asket u. Pazifist, 1869-1948)
„AKTIVISTIN“ SCHON IN JUNGEN JAHREN…
Mit "wachen" Augen begann ich das Dilemma, welches sich auf Erden abspielt, wahrzunehmen. Es schien mir eine Pflicht zu sein, Außenseiter und "Mobbing-Opfer" in Schutz zu nehmen, weshalb "sie" mich selbst zur Zielscheibe machten, doch "sie" vermochten nicht, mich in die Knie zu zwingen, da ich ihnen in Sachen Willenskraft und geradliniger Orientierung "überlegen" war ...
Ich fing damit an, für den Schulunterricht Referate vorzubereiten, in welchen die Thematik einer "Dritten Welt" "untersucht" wurde. Mit Nachdruck legte ich im Alter von 15 Jahren offen, dass es "Parallel-Welten" gab - nachdem ich veranschaulichte, dass die Dritte Welt, sprich "Entwicklungsländer", durch die reichen Industrienationen "ausgebeutet" werden, resümierte und appellierte ich in etwa mit folgendem Schlusswort an die "Vernunft" meiner Mitschülerinnen (in der Agnes-Bernauer-Realschule wurden damals ausschließlich Mädchen unterrichtet [übrigens hatte ich als "Pubertierende" vormals leider wegen "mangelnder Lernbereitschaft" das Gymnasium verlassen "müssen" ... seinerzeit hatte ich indes die Schule nur noch als "Beschneidung meiner persönlichen Freiheit" empfunden]) - inzwischen (also), "vernünftiger" geworden, war dies nun ungefähr der "Schluss-Appell", den ich als 15-Jährige jetzt einem meiner Referate angedeihen ließ: "Während wir jeden Morgen unbeschwert vor dem Spiegel stehen und uns überlegen, welche schicke Bekleidung wir anziehen und wie wir uns 'aufstylen' sollen, und während wir verschwenderischen Überfluss an Lebensmitteln haben, verhungern anderswo - gerade jetzt, zu dieser Sekunde! - Menschen, weil sie ausgebeutet werden und nichts zu Essen haben!" -
Derartige Referate hatte ich "gut" vorbereitet - und ich meine, mich erinnern zu können, bei manch einer meiner Mitschülerinnen Tränen in den Augen gesehen zu haben ...
Als selbstverständlich erachtete ich es - so, als sei es eine Kür - mich im Falle von Ungerechtigkeiten, wann immer andere "gemobbt" wurden, "einzuschalten" ... Im Sinne eines "Beistands" eilte ich herbei, sobald vermeintliche "Außenseiter" durch "schäbige Aktionen" anderer attackiert worden waren ... Das verschaffte mir den Ruf, "mein Amt als Klassensprecherin 'sehr anerkennenswert' zu erfüllen". Im Abschlusszeugnis erhielt ich eine äußerst "rühmliche" schriftliche Beurteilung bezugnehmend auf meine "Persönlichkeit" - das Abschlusszeugnis liest sich entsprechend folgendermaßen:
Abschlusszeugnis, Agnes-Bernauer-Realschule, 2000
2002, als das „Bundesministerium für Umwelt“ einen Aufruf an die Jugend startete, eigene "Konzeptionen" zum Thema "Mission:possible - kämpft für die Umwelt!" einzureichen, verfasste ich meine erste "Denkschrift", welche ich der Regierung zusandte (damals ...