
- 120 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Feierabend flügellos: Gedichte / von Katharina JäschkeKatharina Jäschke zeigt in ihren Gedichten einen feinen Blick mit durchaus unterschwelligem Humor auf die Alltagswelt, Natur, Umwelt und essentielle Lebensfragen. Sie ist eine gute Beobachterin, ihre Sprache direkt und schnörkellos. Ohne belehrend zu sein oder irgendwelche Weisheiten vermitteln zu wollen, bezieht sie Stellung. Sie findet lyrische Bilder für belebte Dinge und Unmögliches, die immer wieder begeistern und dem Leser den Raum öffnen für eine andere Denkrichtung. "Hier kann man was erleben / denke ich mir / wenn man sich aus der Haustür wagt"
Häufig gestellte Fragen
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Information
Wo aber Gefahr ist, wächst
das Rettende auch
Friedrich Hölderlin, aus „Patmos“
Ende ohne Anfang
Über Vieles ließe sich reden
Beginnen wir mit dem Gefühl
an einem Ende ohne Anfang zu sein
Aus den überquellenden Speisekammern dringt Modergeruch
Grausamer als ein Tier, das tötet, um zu überleben
ist der Mensch
Die blutigen Schlachthäuser stehen nicht still
Gestorben wird außerhalb unseres Blickfeldes
Der Himmel zeigt sein blaues Gesicht
Wären da nicht diese schwarzen Augen
der Belladonna-geweitete Blick
sie ziehen unsere Gedanken nach oben
Es stört uns nicht, dass wir mit den Knöcheln im Wasser stehen
Ein paar Jahre Geduld, und die Arche Noah
wir haben sie nie betreten
wird sich schon auf dem Trockenen wiederfinden
Noch halten wir uns auf wackligen Füßen auf der Bühne
deren Abrissdatum längst bestätigt ist
Noch erscheinen uns diese lebensgefährlich
geöffneten Augen vertraut
Geschürte Wut
Mein Haus mein Land meine Farben
bodenlos besessen
Zuflucht nur mit Zwietracht denken
blutig blind die Stadt bestiefeln
Hass in jede Fuge treten
Zu einer Hochzeit nicht eingeladen worden sein
und jetzt das Gesparte in Krieg investieren
Um jeden Preis die eigene Farbe retten
mit Hochdruckgesicht und aufgeblähten Adern
aber auch am Küchentisch mit der Familie beim Abendbrot
Unkrautbekämpfungsmittel auf Menschen sprühen
Geschwüre quellen aus dem faulen Schoß von Mutter Erde
Da laufen wir schon
Durch Worte allein wurde noch nie ein Berg versetzt
Auch ein Gedanke und selbst der Glaube allein helfen nicht
wenn die Wege verstellt sind
wenn Worte in den Hinterhalt führen
auf der falschen Fährte neue Wege unmöglich machen
Da laufen wir schon
Die Mauern sind wieder aufgebaut
Auf jeder Seite setzt man auf die Wahrheit der eigenen Worte
Wir hören, aber wir verstehen einander nicht
Da liegt nichts zufällig herum
Man schreitet zur Tat
Jedes Wort hat seinen Wert
Nicht nur die Buchhändler wissen um seinen Preis
Vorausdenken
Splitter liegen in der Luft
Noch haben wir uns nicht daran gewöhnt
die sicher gebauten Alpen, denen Hölderlin vertraute
sie gibt es nicht mehr
Wir wollen uns noch nicht daran gewöhnen
Wie sollten wir auch leben ohne den Wunsch nach Beständigkeit
vielleicht auch Frieden?
Was ist wirklich und was ist wahr?
Entspringt der Gedanke, dass diese Fragen in einem Gedicht
zu beantworten wären, nicht vielmehr der Sehnsucht
nach Ruhe in den eigenen vier Wänden?
Wo ist Prometheus, der uns sein Wissen
gegen den Willen der Götter gab?
Müssten wir nicht aus unserer Ruhehaut treten, lernen
zu unterscheiden zwischen Grenzen überwinden
und rücksichtslos, endgültig und Möglichkeit?
Könnten wir dann am Rand unseres Lebens den Tod akzeptieren
nicht erst, wenn er wirklich nicht mehr
totgeschwiegen werden kann?
Könnten mit ihm sprechen von Du zu Du bevor seine
knöcherne Hand die Klinke drückt, sein Atem kalt durch das
Schlüsselloch weht?
Wenn es vielleicht schon zu spät ist
ihm Handschuhe anzubieten, damit ihm etwas warm und er nicht
so schrecklich ausgezehrt -
Vielleicht wäre es noch möglich
durch die Hintertür zu verschwinden -
Denken, es war ja eh an der Zeit
sich eine neue Wohnung zu suchen
Die Fragen nehmen wir mit
An so Vieles haben wir uns gewöhnt
Was ist schon beständig?
Immer Vorausdenken muss man
Im Klassenzimmer und nichts gelernt
Kommunalwahl im Klassenzimmer
Wahlkabinen Bohnerwachs
Kumulieren Panaschieren
Schulwandtafeln Stimmenzählen
Angst für Deutschland
ach, du Schreck
Virologie
Was mit einem Handschlag beginnt, liegt morgen
auf dem Küchentisch
Dieses Essen hatten wir nicht bestellt
Aber der Teufel ist auch nur ein Mensch
Alles muss doch gedacht werden können
Während um die Ecke schon Patronen und Dynamit
gehamstert werden, sich Rechtsanwälte zur Klage in die
kleinste Schneiderei aufmachen
wächst der Teufelsvirus in jedem von uns
Ist es nur eine harmlose Erkältung oder schon Gelegenheit?
Um alles muss man sich selbst kümmern
um die Freiheit und das Geschäft
Es hilft kein Lamentieren, wenn einen dieser Virus ...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch
- Feierabend flügellos
- Dieser luftige Halt
- Unkrautherz
- Die Kraniche wissen Bescheid
- Lesegärtnerei
- Über die Autorin
- Impressum