GzN Zehn
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Laientheologie - Von der Himmelfahrt bis zur Ausgießung

  1. 48 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Laientheologie - Von der Himmelfahrt bis zur Ausgießung

Über dieses Buch

Unter dem Deckmantel einer sogenannten Edition namens "Integrated Circuit Recorder" erscheinen und erschienen Publikationen aus der Reihe "GzN". Dieses Akronym steht für "Gedanken zur Nachtruh". Dahinter wiederum steckt das Weblog eines Bloggers, Alexander Glas. Die Texte jenes Internetauftritts entstanden und entstehen nahezu ausschließlich verbal. Die gesprochenen Worte wurden und werden auf/per ICR - altdeutsch: einem Diktiergerät - festgehalten, meist vor oder (hin) zur Nachtruh, gelegentlich auch dazwischen, aber niemals bei Tageslicht. In solchen (hellen) Stunden kam und kommt es hingegen oft zur Verwertung der Aufnahmen. Die Tondateien an sich sind nicht online und zur freien Verfügung zugänglich. Aus den Monologabhandlungen entstanden und entstehen Texte ohne nennenswerten Feinschliff. Lediglich die "Umwandlungssoftware" verlangt/e eine, mitunter zeitaufwendige, Korrekturlese.Der grundsätzliche Gedanke dahinter sei kurz zu erklären: Der Sprecher will und wollte dadurch die Authentizität wahren, ohne sich und vor allem der Leserschaft mit wohlgeformten Worten einen Stil aufzublenden. Selbstverständlich wäre/ist dies auch über einen Podcast oder gar einen Vlog zu bewerkstelligen. Solche Erscheinungen sind sicherlich eine schöne Angelegenheit, vor allem in einer medialen Welt, allerdings auch eine aufgebaut auf technokratischen Erzeugnissen, die möglicherweise neue Generationen nicht überleben werden. Ambivalentes Verhalten ("Doppelmoral") muss nicht immer widersprüchlich sein. Aus Gründen einer "Nachhaltigkeit" entschloss sich der, mitunter ambiguitätstolerante, Benutzer des technischen-analogen Sprachrohrs nach etwa vier Jahren des Schaffens seine Werke zeitlos in Form von kleinen, gedruckten Heftchen - in "CD-Booklet-Style" - und unter oben genannter Edition/Betitelung herauszubringen. Ob die Inhalte die Blätter wert sind, auf die sie gedruckt wurden und werden, ist eine durchaus berechtigte Frage, die nur eine Zukunft zeigen kann und auch wird.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783740767129
eBook-ISBN:
9783740759087

LAIENTHEOLOGIE

-FREYATAG-
Schalom. Ich bin ein adventistischer Kreationist, der keiner sein darf, weil er noch keiner ist. So viel an Unklarheit im ersten Satz verlangt nach einer klaren Aussage: Ich bin kein Nietzscheist, keine - nahezu unerträgliche - Gestalt, die den Nietzscheismus frönt. Und wer auch dem Glauben schenkt, der tut gut, den Glauben daran wieder abzustoßen. Ich bin ein gedankenschwerer und mit Hoffnung geschwängerter Idealist, der selbst zwischen dem großen Friedrich und mir, der kleinen gepellten Sojawurst, einen kausalen gemeinsamen Nenner findet: Es ist die Leidenschaft radikale Kritik in dem Sinne zu äußern, das sie nicht nur den Anschein erweckt, einen Streit vom Zaun zu brechen. Das Objekt unser beider Begierde soll die Kirche und das damit verbundene Christentum sein.
Ein zweiter Gleichklang offenbart wesentlich deutlicher unser gemeinsames Anliegen: Es ist das Denken, genauer gesagt das Nachsinnen über Dinge. Sinnen im Sinne von >musen< - oder der englischen Sprache blind folgend: >to muse<. Er [Nietzsche] war sicherlich kein Mensch, der Gegenteiliges tat oder schrieb, nämlich Dinge, die nicht zum Nachsinnen wären. Keine Sachen, die >amüsieren< (sollen), im Englischen (erneut): >to amuse<. Zerstreuung, Erheiterung -ja -, vor allem Spaßigkeit waren nicht seine Themenschwerpunkte - und meine sind es auch nicht.
Was bin ich also so rein glaubenstechnisch? Nun, genau wie Nietzsche, keinesfalls ein Atheist. Der Weg der Lächerlichkeit ist mir fremd. Mein Weltbild existiert von sich aus. Es hat seine eigene Grundlage, ein Fundament, auf dem es steht, welches nicht erst gebaut werden konnte, weil da schon etwas anderes (davor dort) war/stand. Wäre dem so, würde ich mit allen Mitteln versuchen, dieses Vorher-Dagewesene mit allen Regeln der Kunst klein zu reden - so klein, bis man sein Dasein ausschließlich noch einem mythologischen Ursprung abgewinnen könnte, der es nicht wert ist näher betrachtet beziehungsweise überhaupt ernst genommen zu werden. Nein, so würde ich niemals handeln, und Nietzsche tat es ebenfalls nicht. Das bittere Amüsement seiner Zeit war die Offenlegung und die Hervorhebung der alten Grundmauern, die auf dem errichtet wurden, wo einst unser aller Grundstock stand. Er tat dies in tiefer pietistischer Überzeugung. Und genauso verfahre ich auch. Meine Verbindungen zum Pietismus dagegen sind weniger greifbar und dennoch unbestritten. Das zu erklären, vermag ich nicht zu wollen, weil es zu weit ginge. Ohnehin reichen zwei übereinstimmende Punkte.
>Freyatag< ist eine Wortbildung aus >Feiertag< und >Freitag<. >Frei< mit Ypsilon am Ende zu schreiben, dient lediglich meiner sprachungebundenen >FreYheit< + das kleine >a< danach ist geschenkt, ein klangliches Zubrot sozusagen. Es hat so rein gar nichts mit der Frau von Odin am Hut, aber alles mit einem Gedanken.
Der 1. Mai fiel in diesem Jahr (2020) auf einen Freitag. Der 1. Mai ist ein Feiertag ohne christlichen Bezug.1 Und immer wenn ein Feiertag auf einen Freitag fällt, so ist es für mich ein >Freiertag< (beziehungsweise für hier: ein >Freyatag<). Ich bin im Übrigen sehr stolz auf meine okkasionelle Komposition, und es soll niemand daherkommen und mir sagen, ich wäre nicht der Erste, und es stamme von jemanden Anderen, der das schon viel früher herausgepresst hätte. Wer trotzdem so tut, der versucht sich mal [dabei/darin] mit der stilistisch-wortmorphemen Version von mir eine Plakativbegründung suchend zu formen. Ich vereitele es nicht und fordere auch keineswegs (ohnehin) nichtpatentierte Rechte ein; gerade Letzteres ist mir zuwider. Möge den >Freyatag< nutzen wer will.
Ich nutzte ihn zum Denken. Und ich tat es im nietzscheistischen Geist, behaupten ich nach seiner Haltung, die da sinngemäß in etwa besagt: Jeder Gedanke hat im Freien zu entstehen, und ferner bei einem Spaziergang. Wohl dem, ganz besonders, weil ich es mir tunlichst NICHT untersage, solch herangetragene Reize lautmalerisch zu vervollkommnen - und zwar daheim oder sonst wo und wann der Sinn danach abermalig in mir keimt. Mein Vorgehen ist damit äußerst anti-nietzscheistisch. Das Resultat dessen spiegelt sich nicht unbedingt selten wieder in meinen späteren Niedertragungen.
Und ohne jenes Vorgehen wäre mir die blanke Erwähnung meiner kre@ktiven Wortbildung >Freyatag< keinen >übersprichwörtlich getragenem Federstrich wert gewesen. Am morgendlichen Spaziergang kam der Funke in mir auf, am Nachmittag schlug ich nach, um mir Gewissheit zu verschaffen, ob der Dinge, die ich mir so dachte, und ob jene auch zutreffend seien. Um den Schaffensgang kurz zu halten, war die Erkenntnis daraus leider - ja, leider -, auf ganzer Linie mitnichten obsolet. All der Wahnwitz ist weiterhin üblich und sogar eine Pflicht für jeden katholischen Christen hierzulande. Ich spreche von den sogenannten >Freitagsopfern<, die besagen, dass an Freitagen (ohne Hochfest am darauffolgenden Tag) Fasten und Abstinenz in Bezug auf Fleischspeisen angesagt sind. Der ganze Mist steht im Codex des Katholischen Rechts und explizit im Canones 1251.2 Meine jähen Studien dieser Schriften machten mich überhaupt nicht glücklich, speziell als ich nur ein Sätzchen weiterlas. Da stand doch wirklich - und da steht es immer noch! -, dass alle zwischen 14 und 60 Jahren an diesen gottverdammten (= von Gott bestimmt verdammten) Unfug zu partizipieren haben. Eine frohe Botschaft für alle, die unter 14 und über 60 Jahre sind, und die sich nicht vegan/vegetarisch ernähren! Sie können jetzt warmblütige Tierchen verspeisen. Wohl bekomm's! Oder wie steht es in Epheser 2,8-9 so trefflich geschrieben:
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Wer also ohnehin Fleisch isst, den empfehle ich am Freitag nicht davon abzulassen, wenn ihm oder ihr danach trachtet/gelüstet. Lasst es euch schmecken! Und ich schaue gerne dabei zu, denn ich mag nicht nur die lieblichen Düfte des Opfermahls, ausgehend von den Gewürzen, sondern ich schätze auch den ästhetischen Wert einer herrlich zubereiteten Mahlzeit. Der Herrgott wird es euch nicht verübeln. Und wenn doch, dann liegt es wohl daran, dass die biblischen Vorgaben nicht richtig verstanden wurden.3
Wer allerdings der Meinung ist, dass er am Todeswochentag von Jesus durch Buße Muse in irgendeiner Form betreiben muss, der soll von seinem Handeln angetan sein. Ein Quergedanke nur am Schluss, er möge mir vergönnt sein: Ich sage und denke nicht >Heute vor soundso vielen Jahren ist Jesus gestorben, ich sage eher >Heute ist Jesus soundso viele Jahre alt (geworden)<, denn Götter sterben nicht (und Jesus ist ohnehin auferstanden von den Toten). Wenn sie [die Götter] es dennoch tun - Sterben - im Fleische, das sie angenommen haben, dann aus gutem Grund. In unserem Fall ist es die Wegnahme der Sünde, mit der uns Adam den größten Feind bescherte - den Tod. Wozu also den Brei vom Vo...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vielleicht als Vorwort geeignet
  3. Laientheologie
  4. Anhang
  5. Impressum