Das geistige Straßburg im 18. und 19. Jahrhundert
eBook - ePub

Das geistige Straßburg im 18. und 19. Jahrhundert

  1. 178 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub

Das geistige Straßburg im 18. und 19. Jahrhundert

Über dieses Buch

Im Heiligen Römischen Reich bildete Straßburg ein wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, mit der Reformation erlangte die Buchherstellung Bedeutung. Die Besetzung der Stadt durch Frankreich im Jahr 1681 drängte den Einfluss reformatorischen Gedankenguts zurück. Denn obwohl weiterhin Religionsfreiheit bestand, verfolgten die französischen Könige eine Rekatholisierungspolitik. Dennoch bestand die renommierte, 1621 gegründete, lutherisch geprägte Universität fort. Nach der Revolution von 1789 wurde die Stadt zu einem Ort des Exils für deutsche Republikaner und oppositionelle Intellektuelle. Vor diesem Hintergrund leistet der Band einen Beitrag zu der Erforschung des geistigen Lebens in Straßburg im Spannungsfeld deutscher und französischer Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu Das geistige Straßburg im 18. und 19. Jahrhundert von Hermann Gätje, Sikander Singh, Hermann Gätje,Sikander Singh im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus History & History Reference. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.

Fußnoten

Über die Legitimation von Widmungsschriften – Elias Silberrads Straßburger Thesendruck De dedicationum literariarum moralitate

Vgl. die umfassende Studie von Karl Enenkel: Die Stiftung von Autorschaft in der neulateinischen Literatur (circa 1350 bis circa 1650). Zur autorisierenden und wissensvermittelnden Funktion von Widmungen, Vorworttexten, Autorporträts und Dedikationsbildern. Leiden und Boston/MA 2015. Ältere Arbeiten zum frühneuzeitlichen Dedikationswesen sind in Anm. 23 nachgewiesen.

I.

Die folgenden Ausführungen geben in extrem verkürzter Form den derzeitigen Stand der Forschung zum Gesamtbereich des frühneuzeitlichen Disputationswesens, speziell zu den Dissertationen der philosophischen Fakultäten, wieder. Ich verweise hier zur ferneren Orientierung auf ein kürzlich erschienenes Kompendium, das diesen Wissensstand ausführlicher aufarbeitet, die Forschungsliteratur zum Thema erschöpfend referiert und rund sechzig Fallstudien zu einzelnen Thesendrucken präsentiert: Hanspeter Marti / Reimund B. Sdzuj / Robert Seidel (Hrsg.): Rhetorik, Poetik und Ästhetik im Bildungssystem des Alten Reiches. Wissenschaftshistorische Erschließung ausgewählter Dissertationen von Universitäten und Gymnasien 1500–1800. Köln [u.a.] 2017. Vgl. ferner die grundlegenden Lexikonartikel von Hanspeter Marti: Disputation. In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. II. Tübingen 1994, Sp. 866–880; Dissertation. In: ebd., Sp. 880–884. Weitere Arbeiten von Hanspeter Marti, der die Dissertationenforschung seit nunmehr fast vierzig Jahren maßgeblich geprägt hat, finden sich bibliographiert in: Reimund B. Sdzuj / Robert Seidel / Bernd Zegowitz (Hrsg.): Dichtung – Gelehrsamkeit – Disputationskultur. Festschrift für Hanspeter Marti zum 65. Geburtstag. Wien [u.a.] 2012, S. 716‒735 („Schriftenverzeichnis Hanspeter Marti“).
Sigmund Jakob Apin: Unvorgreiffliche Gedancken / wie man so wohl Alte als Neue Dissertationes Academicas mit Nutzen sammlen / und einen guten Indicem darüber halten soll. Nürnberg und Altdorf 1719, S. 24.
Die Verfasserfrage ist seit dem Einsetzen der Disputationenforschung im späten 19. Jahrhundert ein wichtiger, phasenweise sogar dominierender Aspekt gewesen. Zum derzeitigen Erkenntnisstand vgl. Hanspeter Marti: Von der Präses- zur Respondentendissertation: Die Autorschaftsfrage am Beispiel einer frühneuzeitlichen Literaturgattung. In: Rainer Christoph Schwinges (Hrsg.): Examen, Titel, Promotionen. Akademisches und staatliches Qualifikationswesen vom 13. bis zum 21. Jahrhundert. Basel 2007, S. 251‒274.

II.

Zu Einzelheiten vgl. unten Punkt 3 (mit Literaturhinweisen).
Ich bezeichne im Folgenden mit „Widmung“, „Dedikation“, „Zueignung“ beziehungsweise den zugehörigen Verben synonym die symbolische Übergabe eines literarischen Produktes an seinen Empfänger in Form einer gedruckten Zuschrift. Eine Differenzierung zwischen der (handschriftlichen) Widmung eines Exemplars und der (gedruckten) Widmung eines Werkes wird also nicht vorgenommen, da es mir generell nur um den letzteren Fall geht.
DEO PROSPERANTE | DE | DEDICATIONUM | LITERARIARUM | MORALITATE, | IN ALMA ARGENTORATENSI | PRAESIDE | ELIA SILBERRADIO, | PHILOSOPH. PRACT. PROF. PUBL. ORD. | ET ECCLESIASTE, FACULT. SUAE | H. T. DECANO, | SOLENNITER DISPUTABIT | JOANNES BREU, | ARGENTOR. | D. III. JUNII AN. M DCC XIIX. | H. L. Q. C. | ARGENTORATI, | LITERIS PASTORIANIS.
Es werden nicht eigentlich Thesen formuliert, allerdings findet sich neben jedem Paragrafen eine Randglosse (siehe unten).
Elias Silberrad [Präses] / Johann Jakob Walther [Respondent]: De eruditorum invidia dissertatio prior. Straßburg 1712; ders. [Präses] / Philipp Jakob Engel [Respondent]: De eruditorum invidia dissertatio II. Straßburg 1714; ders. [Präses] / Johann Friedrich Dulsseker [Respondent]: Moralitas graduum academicorum, ex jur. na...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Vorwort
  6. Über die Legitimation von Widmungsschriften – Elias Silberrads Straßburger Thesendruck De dedicationum literariarum moralitate
  7. Pancratz Der eingefleischte Polter-Geist – Ein anonymes Straßburger Volksstück aus dem Jahr 1722
  8. Eulogius Schneider als literarische Figur – „Hergeloffener“ oder „Brückenbauer“ zwischen Deutschland und Frankreich?
  9. „Lumpenloch“ und „zweite Vaterstadt“
  10. Straßburg und die Architektur der Dichtkunst: Sprachphilosophie und Künstlertum im Sturm und Drang
  11. “Mensch, die sind zu groß für unsere Zeit”: Space, Nation and the Locations of Satire in Lenz’ Pandämonium Germanikum
  12. Patriotismus in der Fremde: Deutsche Reisende in Straßburg zwischen 1770 und 1830
  13. Das Straßburger Münster als Identifikationsort bei Ehrenfried, August und Adolf Stöber
  14. „Verräther an Glauben und Vaterland“ – Zur Darstellung der französischen Partei in Heribert Raus Roman Der Raub Straßburgs (1862)
  15. Fußnoten