
- 100 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
"Am Anfang war der Abzählreim..." - so beginnt ein Gedicht von Gerhard Goldmann, in dem er selbstironisch seinen langen Weg zur Lyrik aufs Korn nimmt. Der Abschluss-Vers ist dabei allerdings glatt gelogen. Dichtet er doch keineswegs "nur noch Fenster und Türen", sondern jongliert bis heute für sein Leben gern mit Wörtern und Begriffen. Mal ganz klassisch in Sonetten und langen Balladen, mal ganz knackig in Haikus, Limericks oder völlig reimfrei. Inhaltlich bevorzugt Goldmann die Komik, mitunter sogar die Blödelei. Aber auch ernsthafte Themen finden sich in diesem Büchlein. Durch Stil und Wortwahl macht er diese leichter verdaulich und schafft es so, dem Leser bei ihrer Lektüre wenigstens ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Von Tieren, die zum falschen Namen kamen
Den FISCHREIHER, den gibt’s nicht mehr,
ein neuer Name musste her,
zwar frisst er heute auch noch Fisch,
doch kehrt man tunlichst untern Tisch,
dass er die Teiche gern durchsiebt,
weil er nun mal Forellen liebt.
Sein Vordername ist jetzt „Grau“,
denn damit, dachte man ganz schlau,
merkt niemand mehr, was er so treibt,
wenn er sich Karpfen einverleibt –
so grau wie seine neuen Paten,
die mächtig stolz auf ihre Taten.
Es schämt sich sehr die SCHLEIEREULE
für das erbärmliche Geheule,
das manche wegen Schleiern machen,
und kann darüber nicht mehr lachen.
Ganz neidisch schielt sie nach den Reihern,
denkt ernsthaft dran, sich zu entschleiern.
Wie Unrecht man NEUNAUGEN tut,
seh‘n sie doch nur ganz vorne gut.
Der Rest der Augen sind Attrappen
wie der Piraten Augenklappen,
drum sollten wir sie umbenennen,
bevor sie aus zwei Augen flennen.
Der TEUFELSROCHEN möchte schweben,
im Leben noch viel Meer erleben,
hat mit der Hölle nichts zu schaffen
und lässt höchst ungern sich begaffen
von Menschen ganz in Gummihüllen,
mit Augen hinter Taucherbrillen.
Sie SCHLEICHEN durch das Gras nicht BLIND,
auch wenn das Wort mit blind beginnt,
die Echsen wurden schlicht verkannt,
von jenen, die sie so benannt,
denn eigentlich, da seh’n sie gut
und finden die Bezeichnung krud.
Der ADMIRAL fährt nie zur See,
drum tut ihm dieser Name weh,
er flattert lieber über Wiesen,
wo ihn die Wellen nicht verdrießen,
hofft, dass er viele Nesseln find,
wird seekrank nur vom Sommerwind.
Es wurde unser SÄBELSCHNÄBLER,
benannt von einem Hirnvernebler,
der ihn zum Krieger machen wollte
als der Kanonendonner grollte,
dem Schwertwal geht es auch nicht besser
– dabei hat der nicht mal ein Messer!
Das FAULTIER leidet ganz beträchtlich,
man schaut auf es zumeist verächtlich,
was seine Würde tief verletzt,
doch auch der TÖLPEL ist entsetzt,
genauso wie die TROTTELLUMME,
von der man denkt, sie sei die Dumme.
ZITRONEN FALTEN, GÄNSE SÄGEN,
wie schmäht man manches Tier deswegen!
Doch liegt es nur an ihren Namen,
dass derart in Verruf sie kamen,
drum müssen wir sie neu benennen
von ihrem falschen Erbe trennen.
Der Volksherrschaft ein Denkmal setzen,
klappt nicht, solange wir mehr schätzen
als Kellerassel und Tarantel
einen MONARCH und KAISERMANTEL,
die dann zum RITTERSPORN hinfliegen,
anstatt für die Partei zu siegen.
Die süßen MÖNCHSGRASMÜCKENKÜCKEN
soll’n in ihr Kloster sich verdrücken,
auch stört so manchen sehr die NONNE,
erst recht der DOMPFAFF in der Sonne,
der auf dem PFAFFENHÜTCHEN sitzt,
wo frech sein schwarzes Käppchen blitzt.
Wenn BINSENJUNGFERN Junge kriegen,
die lautlos durch die Binsen fliegen,
so sollte dies unmöglich sein,
auch glaubt es heutzutag kein Schwein,
dass die HAUSMUTTER Vater wird,
die Gaslaternen gern umschwirrt.
Es sieht die HAUBENTAUCHERIN
sich ganz als Frauenrechtlerin,
will nicht länger Taucher sein,
ERDMÄNNCHENWEIBCHEN auch befrei’n
vom Ballast alter Biologen,
die bei der Namensgebung logen.
Den MOHRENFALTER ganz vernichten
woll‘n manche, die empört berichten,
dass Sprache auch ein Schlachtfeld sei.
Sie wünschen in die Walachei
das Tier und möchten es erschlagen,
den Artenschutz ihm ganz versagen.
Die Lachmöwe darüber lacht
hoch auf dem Fockmast einer Yacht.
Der Orpheusspötter stimmt ihr zu
und findet, man muss nicht partout
nach Kirschkernen im Kuchen suchen
und sie als Anschlag gleich verbuchen!
Gefiedertes Echo, geflügelte Worte
Mein Papagei lauscht überall,
dem Flieger selbst mit Übers...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Vom Reisen
- Kariertes Maiglöckchen
- Federleichte Hoffnung
- Wer weiß…
- Die Pacht am Rhein?
- Kirschblütenkerne
- Kleine Geschichte der Zahnheilkunde
- Vom Baggerzahn
- Zahnarzt im Zoo
- Adams Äpfel
- Einmal Main-Aal
- Début lorrain
- Über die Dichtung
- Weggeträumt
- Messerscharfer Albtraum
- Sankt Johannis
- Immer größere Lügen
- Mauerklage
- Kursverlust
- Literarische Weckerdaten
- Filmtheater Aktivist
- Wenn man Liebe nur hat
- Aktion Ungeziefer
- Blaufichten (für Nazim Hikmet)
- Winterzauberlichter
- Kasseläner Äsop
- Die Ballade vom Bush-Männchen
- Leipziger Notenspiegel
- Vorfluter auf Weltniveau
- Taler aus Aschaffenburg
- Voller Grimm
- Kalinka Jackson
- Verliebt in Paris
- Nibelungensage (Kurzfassung)
- Zwanzigzwanzig hinter den Türchen
- Kreuzwaise
- Märchenhaft
- Schwein gehabt
- Amtsentschimmelt
- Einfalts-Reichtum
- Weltenchaos
- Freiherr von Chaos
- Burgenland, Europas Spiegel
- Leipziger Paradoxon
- Von Tieren, die zum falschen Namen kamen
- Gefiedertes Echo, geflügelte Worte
- Bildnachweis
- Impressum