Jugendgedichte
eBook - ePub

Jugendgedichte

  1. 56 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch

Jugendgedichte des Autors Engelbert Manfred MüllerEnststanden in den Jahren 1956-1961

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783751994361
eBook-ISBN:
9783752694413
Auflage
1
Thema
Poesie

Meditation

Wie in Erwartung,
ehrfurchtsvoller Scheu
tritt Bücherwelteninhalt
leise, große Bücherwelten,
unauffällig, zehenspitzenleise,
verblassend unversehens,
zurück ins Garnichts,
nicht ins Ferne,
nein, zurück,
zurück ins Nichts,
wie Sand zerrinnend
zwischen losen Fingern
unversehens
ins Nichts.
Und Gegenstände,
Sachen, unbeachtet
sonst, entfalten langsam
erst, dann stärker werdend,
ungeahntes Leben, bis sich
ihr Benehmen plötzlich
bis zu dringender Gebärde steigert,
die sich, schwellend-reifend,
wie ein schwerer Tropfen
nun vom Platze löst
und in flüssig-zähem Zuge
ungestaltig und zugleich
geheimer Ordnung sich verpflichtet,
unaufhörlich drohend
heftig Einlaß sich begehrt,
vorne laut krakeelend
mein Paar ausgezogne Schuhe,
die mit geballtem Starren
ihrer leeren Öffnungen
gewaltig an die Tore
meiner Seele pochen.
Auf springt`s da plötzlich
mit einem Schlag,
der Wucht von zwölfen
und Bedeutungen vereint,
- und all die übermütigen Gebärden
und zugleich der Klang des Schlags
sind vereist auf einmal,
erstarrend in Bedeutungslosigkeit.
Und Stille einen Augenblick.
Und als das Auge sich dann
an den Glanz nur ein wenig gewöhnt,
gewahrt es einen Kosmos
flimmernder Unendlichkeiten
sternenweiter Majestäten
und steht sprachlos da
stumm vor Staunen,
offnen Mundes,
offnen Ohres,
das ein Flimmern, Gleißen
ebenso vernimmt
in Abermillionen Stimmen
von Abermillionen Lebewesen,
deren Zahl Unendlichkeit
sich ihm verdichtet
zu einem einzgen Ton,
der Seele Kosmos`
Majestät.

Melancholie

Immer, immer wieder
kommst du, tiefe Traurigkeit,
singst mir deine Flötenlieder,
voll von Duft aus Ewigkeit,
mich umhüllend sanft mit schönen
violetten Sphärentönen.
Selten nur, ganz selten
freut mich helles Tagesglück.
Öfter unter Sternenzelten
reut mich Sonnenliebesblick,
der mir heiß das Herz geschwollen.
bis es bald darauf zerschollen.
Drum in deinen Armen
träum` ich, dunkle Schöne du,
und dein Odem voll Erbarmen
haucht mir leis die Augen zu,
und ich werde nur noch lauschen
Windesflüstern, Waldesrauschen.
(Januar 1960)

O denk an mich

O denk an mich, wenn ich gegangen bin,
weit weg gegangen in das stille Land;
wenn du mich nicht mehr hältst an meiner
Hand,
wenn ich beim Abschied traurig von dir ging.
O denk an mich; wenn nicht mehr Tag für
Tag
von unsrer Zukunft mir erzählt dein Mund.
Nur denk an mich; vorbei ist dann die Stund’,
wo guter Rat und beten helfen mag.
Doch wenn du mich vergißt für eine Zeit
und nachher dich erinnerst, gräm dich nicht:
Denn wenn aus dunkler Fäulnis dringt ans
Licht
von meinen Worten nur ein einzig Wort
und die Erinnerung dir Schmerz bereit’t,
dann laß sie lieber, doch die Tränen wische
fort.
(1956 übertragen aus dem englischen
Gedicht „Remember“ von Christina Rosetti)

Remember

Remember me when I am gone away,
Gone far away into the silent land;
When you can no more hold me by the hand,
Nor I half turn to go yet turning stay.
Remember ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Über das Buch
  2. Über den Autor
  3. Inhaltsverzeichnis
  4. An den Wind
  5. Blaß steht Laternenschein
  6. Brütend war der Tag
  7. Dämmerung im Herbst
  8. Das Lied vom Seelchen
  9. Die Fliege
  10. Du kommst aus einer Welt
  11. Entscheidung
  12. Ermunterung
  13. Frage
  14. Herbsttraum
  15. Im Hochwald
  16. Im Hohlweg
  17. Im Park
  18. Immer
  19. In der Stadt
  20. In meinem Herzen fliegen Drachen aus Papier
  21. Inishgallun
  22. Kennst du, Liebste, das, weißt du, wie das ist
  23. Letzter Tanz
  24. Lüge, Tod und Tränen
  25. Mairegen
  26. Manchmal sitzt in meiner Stirne
  27. Masken
  28. Meditation
  29. Melancholie
  30. O denk an mich
  31. Remember
  32. Offner Himmel spannt sperrangelweit
  33. Perpetuum immobile
  34. Sizilianische Nacht
  35. So tritt denn ein, du Geist der Schwere!
  36. Sonnenkind
  37. St. Clemens lacht im neuen Kleid
  38. Traum
  39. Trug
  40. Verglühend sinkt
  41. Weißt du, wohin der Weg geht?
  42. Impressum