Papa - erklär mir das Geld!
eBook - ePub

Papa - erklär mir das Geld!

Fünf Geldgeschichten, die reich machen

  1. 64 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Papa - erklär mir das Geld!

Fünf Geldgeschichten, die reich machen

Über dieses Buch

Mit seinem Buch "Papa – erklär mir das Geld" möchte Günter Woltmann-Zeitler Erwachsenen und Kindern Verständnis zu Wesen, Funktion und Bedeutung des Geldes vermitteln. Dabei leichtverständlich und spannend beschreiben, dann aber nicht oberflächlich, damit wirkliches Wissen geboten würde.

Häufig gestellte Fragen

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Der Jahre zuvor nur kleine Buchdrucker Josef Gutental, der seinerzeit lediglich ein paar Nachbarn aus ihrer Not geholfen hatte, war durch seine Geld-Aktion in Heimathausen zu einem Weltstar geworden. - Alle Zeitungen berichteten. Spitzenwissenschaftler aus aller Welt kamen, um sich von ihm informieren zu lassen. – Er bekam sogar den berühmten „Jubelpreis“ einer berühmten Stiftung. – Mit dem hohen Preisgeld konnte er es sich dann leisten, einen interessanten Roman zu schreiben.
Zwar werden Romane meistens von Erwachsenen gelesen, aber wenn Erwachsene ihren Kindern diese Romane erklären, verstehen diese meist leichter und schneller, als die Erwachsenen erwartet haben. – Der interessante Roman also:

Geschichte V

Die Gebrüder Blaustein

Anno…. - Da waren zwei Brüder aus der Familie Blaustein. Der eine, Leopold, lebte in Regensburg, der andere, Ludwig, in Augsburg. Beide hatten angesehene Berufe. Leopold arbeitete als Goldschmied, Ludwig als Apotheker. Und beide waren kluge Köpfe, wie später immer wieder gerühmt wurde,
Eines Tages saß Leopold, der Goldschmied, in Regensburg, vor seinem Haus in der Regengasse, nahe dem Dom, auf einer kleinen Bank. Der Himmel war blau, die Sonne schien warm, es war angenehm draußen.
Leopold tat nichts, was man hätte wahrnehmen können. Er dachte vielleicht nicht einmal an etwas, bestimmt aber nicht an etwas Anstrengendes, so konnte man meinen.
Eventuell träumte er nur. Oder er beobachtete doch – dann aber nur ein wenig, durch halbgeschlossene Augen. Vielleicht die Leute, die in der Gasse, auf- oder abwärts, an ihm vorbei liefen. Alte und junge, Männer und Frauen, eilige und solche, die es nicht eilig hatten, Freunde und gegebenenfalls Widersacher. Wobei ihn offensichtlich jedenfalls im Augenblick ein Denken an Widersacher nicht in seiner Ruhe störte. Also ruhig saß er da. Ruhte sich vielleicht aus, nachdem er für diesen Tag seine Arbeit getan hatte - und es eine gute Arbeit gewesen war. Jetzt saß er nur – in der Sonne, vor seinem Haus - auf einer kleinen Bank.
Bis ein Mann vor ihm stehen blieb. - Leopold bewegte sich leicht, machte sich scheinbar selbst etwas wach. - War der Mann vielleicht ein Kunde?
Der Mann, der stehen blieb, räusperte sich; überlegte möglicherweise, ob er Leopold aufwecken durfte. Weil er vielleicht an einem Gespräch interessiert war, wie es schien. Daran interessiert, eine Frage zu stellen, dem Goldschmied Blaustein? Wo doch der Goldschmied als kluger Mann galt, dessen Meinung, dessen Rat einem immer von Nutzen sein konnte. - Aber durfte man Leopold Baustein wecken?
„Na, was gibt’s?“, gähnte schließlich Leopold, nur halbwach. – Und der vor ihm Stehengebliebene antwortete, nur vorsichtig, leise: „Ich muss dringend, morgen, nach Augsburg, in Geschäften…“.
„Gewiss in guten Geschäften, na dann: Gute Fahrt!“ Leopold nahm offenbar erst jetzt richtig wahr, daß da jemand vor ihm Halt gemacht hatte. Er schien aber keine rechte Lust auf ein längeres Gespräch zu haben und nickte dem Mann nur zu, eigentlich eher, diesen verabschiedend als ihn etwa dazu ermunternd, mit seiner Rede fortzufahren.
Jedenfalls blieb der Mann noch stehen. - „Nein, keine gute Fahrt! Ich mache mir große Sorgen“, erklärte er. Und: „Man hört ja jetzt immerzu von Überfällen - dieser verteufelten Räuber, die da überall draußen den Postkutschen auflauern, um sie auszurauben. – Schlimm, entsetzlich! – Ich mache mir Sorgen um meine Taler. Wenn es meinem Wagen auch so ergeht, wenn auch mir meine Münzen, bedenken Sie: Silbermünzen, genommen werden! – Ach, schrecklich! Denn ich brauche das Geschäft, den Handel in Augsburg, sonst bin ich ruiniert!“ Der Mann hechelte fast vor Aufregung; am Ende seiner Rede seufzte er tief.
Leopold mochte sich dennoch nicht entscheiden, ob er dem Mann anbieten sollte, sich niederzusetzen; und der Mann traute sich nicht zu fragen, ob er das durfte. Leopold kratzte sich lediglich den Kopf, langsam; während der Mann vor ihm von einem Bein aufs andere trat, vorsichtig, zögerlich. Der Mann mochte sehr angewiesen zu sein auf einen hilfreichen Rat wegen seiner Augsburg-Reise. Aber konnte Leopold Blaustein, den er jetzt aufgeweckt hatte, ihm einen solchen Rat geben? Wusste der überhaupt einen? Durfte man ihn überhaupt mit eigenen Sorgen behelligen?
Erst nach einiger Zeit meinte schließlich Leopold, mehr zu sich selbst als zu dem Mann sprechend: „Vielleicht…“.
Eine Pause. Der Mann schaute nicht einmal auf; er traute sich scheinbar nicht, auf einen Rat zu hoffen.
So sprach Leopold weiter, er wiegte dabei seinen Kopf, leicht, hin und her: „Vielleicht, vielleicht weiß ich da einen Rat, vielleicht…“. - Und damit war es nun ausgesprochen, das Wort „Rat“.
Der Mann setzte sich jetzt also doch – immer noch unaufgefordert – neben Leopold nieder.
Er wagte zwar zunächst kein weiteres Wort, aber seine Körperzuwendung in Richtung auf Leopold zeigte, daß er geradezu drängend fragen, bitten mochte: „Einen Rat?“. Hatte er den Goldschmied da richtig verstanden? Leopold jedenfalls verstand. „Vielleicht habe ich einen Rat, der Ihnen helfen kann“. – Er kratzte sich erneut am Kopf und fuhr danach fort:
„Wenn Sie mir Ihr wertvolles Geld übergeben, Herr Nachbar, zur Aufbewahrung, könnte ich Ihnen dafür ein Papier, ich meine so eine Art Quittung, schreiben. Mit diesem Papier könnten dann selbst noch so räuberschlaue Räuber nichts anfangen, wenn die ihre Kutsche überfielen. Vielleicht würde man zwar Sie umbringen, aber ihre Münzen bekämen die Gesellen jedenfalls nicht. Die lägen bei mir in der Truhe – und dort sicher. Und die könnten Sie, falls Sie selbst doch lebend davonkommen würden, später dann wieder bei mir abholen…“.
„Aber ich muss doch in Augsburg einkaufen! Aber ich brauche doch mein Geld - in Augsburg!“ Diesen enttäuschten Einwand hörte man nicht, er wurde nicht ausgesprochen gestellt, aber er lag im Gesicht des Reisenden.
Bis Leopold weiter sprach: „Ja, ja doch! Wenn Sie also am Ende – glücklicherweise - nicht umgebracht worden sein sollten, so wird man Ihnen das Papier dann auch nicht genommen haben, diese Quittung. Weil die für die Räuber doch wertlos wäre – die aber für Sie so viel Wert ist wie Ihre Taler, deren Verlust Sie fürchten und die Sie mir deshalb zur Aufbewahrung anvertraut hätten“.
Danach zunächst noch wieder Schweigen. Das Leopold offenbar genoss, weil sich in dem Schweigen die angespannte Erwartung seines Besuchers auf einen Rat von ihm ausdrückte.
Einer Anspannung, unter der der Mann allerdings sichtbar litt, wohl fürchtend, seine Hoffnung auf einen hilfreichen Rat könnte am Ende doch noch enttäuscht werden.
Bis endlich Leopold, kurz und knapp, erklärte, den Mann aufklärte: „Hören Sie, mein Freund!“, Leopold fühlte sich jetzt irgendwie stolz, weil er einen Rat geben sollte und konnte, „in Augsburg gehen Sie zu meinem Bruder, dem Ludwig Blaustein, in seine Apotheke, und überreichen ihm mein Papier! Der Bruder gibt Ihnen dann dafür Ihre Taler, damit Sie mit diesen Talern Ihren Handel machen können!“
Unser Mann schaute nun, mit einem Ausdruck von überraschtem Staunen, misstrauischem Zweifeln und doch ängstlichem Hoffen. „Wird das gehen - und wie – und ist das für mich sicher?“, fragten nur seine Augen. Sein Mund schwieg, drückte dabei aber, fast zitternd, große Unruhe aus. Deshalb sprach noch einmal Leopold: „Da können Sie sicher sein, mein Bruder gibt Ihnen Ihr Geld“.
Das klang dann schließlich doch so, daß bei unserem Mann, der offenbar wichtig nach Augsburg musste, ein steigendes Vertrauen das langsam absinkende Misstrauen besiegte. Und kurz wurde ihm dabei bewusst, daß man sich, Leopold Blaustein und er, schon lange kannte und er bis heute noch nie von dem Goldschmied enttäuscht worden war. Der Goldschmied war ja einer seiner Kunden, kaufte bei ihm; und er zahlte immer prompt und gut.
„Wann darf ich Ihnen das Geld denn geben?“ wollte der nun Vertrauende wissen. „Ja nun, wann soll denn die Fahrt losgehen?“ „Heute, noch vor Mittag!“ Der Mann wollte daraufhin gleich davonrennen, so daß ihn Leopold aufhalten musste: „Also dann geben Sie Ihre Münzen eben sofo...

Inhaltsverzeichnis

  1. Widmung
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Geschichte I: Wie ein Buchdrucker für sich und seine Nachbarn eigene Geldscheine druckt oder Der Zaubergroschen
  4. Geschichte II: Papa, erklär mir das Geld! Eine Geschichte mit Luis
  5. Geschichte III: Wie Maxl, des Fischers Sohn, das Geld erfand
  6. Geschichte IV: Das Wunder von Heimathausen
  7. Geschichte V: Die Gebrüder Blaustein
  8. Liebe Leser
  9. Über den Autor
  10. Impressum