Das Neuro-Konzept
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Das Neuro-Konzept

Wie aus jeder Fachkraft eine exzellente Führungskraft wird

  1. 104 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Das Neuro-Konzept

Wie aus jeder Fachkraft eine exzellente Führungskraft wird

Über dieses Buch

Würden Sie den Piloten in das Cockpit lassen, wenn er noch nie geflogen ist? Würden Sie sich gerne von einem Arzt operieren lassen, obwohl er noch nie im OP war? Vermutlich haben Sie beide Fragen mit nein beantwortet. Zu recht. Doch bei Führung ist es so! Die meisten Führungskräfte werden Führungskraft und haben noch nie Mitarbeiter geführt. Ok, sagen nun viele, das kann man lernen. Stimmt. Fakt ist aber, dass die meisten keine Schulung im Umgang mit Mitarbeitern erhalten und wortwörtlich "ins kalte Wasser" geworfen werden. Wir zeigen Ihnen, warum es Sinn macht, sich professionell mit Führung zu beschäftigen, welche Fehler Sie damit vermeiden können und welche Hürden es zu überwinden gilt. Mit einem einfachen, aber zielführenden Konzept werden wir Ihnen aufzeigen, wie Sie eine exzellente Führungskraft werden. Die Inhalte des Konzeptes kennen Sie im Prinzip schon und dennoch erscheinen sie, dank neuester Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, in einem neuen Licht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Potenzial, welches schon in Ihnen vorhanden ist, wieder aktivieren.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Jahr
2014
ISBN drucken
9783735791276
eBook-ISBN:
9783735744388
Auflage
1
Thema
Law

1 Warum es Sinn macht, sich mit seinen Führungskompetenzen auseinanderzusetzen

„Es ist bemerkenswert, dass nur wenige Führungskräfte so etwas Ähnliches wie eine systematische Ausbildung im Management haben. Management ist der wichtigste Massenberuf der modernen Gesellschaft, und es ist, leider kommt man nicht um die unangenehme Erfahrung herum, ein Beruf ohne Ausbildung.“
(Fredmund Malik 2006)
Es gibt viele bedeutende Gründe, warum sich (angehende) Führungskräfte1 mit den eigenen Führungskompetenzen auseinander setzen sollten. Vor allem in vielen Unternehmen, insbesondere aus dem Gesundheitswesen (Krankenhäusern oder Altenheimen) wissen wir, dass
  • es keine oder nur selten professionelle Schulung der Führungstätigkeit gibt!
  • es keine adäquate Reflexion der eigenen Führungsqualitäten gibt!
  • es kein angemessenes Feedback durch andere Führungskräfte oder den Vorgesetzten gibt!
  • es nur wenige nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte gibt!
Aber auch außerhalb der Unternehmen, schon in der Ausbildung und/oder im Studium werden angehende Führungskräfte nur unzureichend auf ihre neue Rolle, den neuen Aufgaben und den damit verbundenen umfangreichen Verantwortungen vorbereitet. Auch hier liefert Fredmund Malik, Wissenschaftler, Managementexperte, Autor und Unternehmer einen der wichtigsten Gründe: die mangelnde Ausbildung von Managementkenntnissen, welche auch Personalführung beinhaltet, schon vor Beginn einer beruflichen Laufbahn.

1.1 Mangelnde Ausbildung

Aus diesem Grunde ist es wichtig, schon bei der Ausbildung und/oder im Studium frühzeitig eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Führung herbeizuführen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass circa „95% aller Hochschulabsolventen (…)“ ihre Tätigkeit genau dort ausführen, wo man ohne Managementkenntnisse kaum wirksam werden kann- in einer Organisation. Also genau in jenem Umfeld, das es alles andere als leicht macht, seine erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse auch anzuwenden und in Resultate zu transformieren (Malik 2006: 68). Und das entspricht auch der Realität in Deutschland. Aus vielen Curricula wissen wir, dass Führung und Management in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie im Studium kaum Bedeutung haben. Aber gerade in dieser Phase sind diejenigen noch lernbereit. Denn wie Peter F. Drucker, US- amerikanischer Ökonom, zu Recht beschrieb, wird es im Anschluss an die intensivste Lernphase schwierig werden, die Menschen in diesen Bereich zu sensibilisieren, weil einerseits die Persönlichkeit meist „ausgereift“ ist und andererseits, im Anschluss an die Lernphase erst einmal die nötige Praxis erworben werden muss.

1.2 Veränderte Rahmenbedingungen

Aber auch die veränderten Rahmenbedingungen machen es den (angehenden) Führungskräften schwer: „Wenn Sie in den vor uns liegenden Jahren erfolgreich überleben wollen, müssen Organisationen- in der Wirtschaft, beim Staat und in gemeinnützigen Unternehmen- sich einem grundlegenden Wandel unterziehen. (…) Das wichtigste ist jedoch, daß dieser Wandel einen völlig neuen Führungstyp erfordert, der ganz anders ist als die Chefs, für die die meisten von uns bisher gearbeitet haben (…)“ (Carnegie 2012: 10). Mitarbeiter sind diejenigen Ressourcen, die den Erfolg von Organisationen und die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen maßgeblich mitbestimmen. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen sind die Arbeitsanforderungen enorm gestiegen und eine Professionalisierung der Führungskräfte, nicht nur im Gesundheitswesen, auf dem Gebiet der (Mitarbeiter) Führung ist mittlerweile „überlebenswichtig“ geworden.
„Versuche, die Persönlichkeit eines reifen Mannes zu verändern, müssen auch deswegen scheitern, weil er Antritt seines Berufes bereits weitgehend gefestigt ist“ (Drucker 2009: 35). (Anm. d. Verf.: Das gilt natürlich auch für alle weiblichen Fach- und Führungskräfte).
Am folgenden Thema kommt man heutzutage kaum vorbei: In aller Munde befindet sich das Wort „Change-Management“. Aber auch rechtmäßig. Denn eine große Vielfalt, Varietät und Dynamik an Entscheidungsbeständen erfordert eine schnelle Reaktionszeit bei gleichzeitig weniger verfügbarer Aktionszeit. Das bedeutet im Klartext, dass Führungskräfte noch bis vor wenigen Jahrzehnten mehr Entscheidungszeit für weniger komplexe Inhalte zur Verfügung hatten. Die Führungskräfte heutzutage stehen vor der Herausforderung, dass sie neben den oben erwähnten Anforderungen auch noch den Change- also den Wandel- meistern müssen. Dies ist auch keine leicht Aufgabe, angesichts der Tatsache, dass Veränderungen auf Branchen bzw. Unternehmen schneller einwirken, als Unternehmen sie wirkungsvoll umsetzen können.

1.3 Change- Management: Nur der Wandel bleibt konstant

Alle Branchen befinden sich im „Change-Prozess“, die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Globalisierung, technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Menschen, sei es organisatorisch, beruflich oder privat (Schichtel 2010: 27ff). Wie vielseitig die Veränderungen sind, zeigen die nachfolgenden Beispiele auf:
Veränderungen im gesellschaftlichen Bereich:
  • Demokratisierung und demografische Veränderungen beeinflussen auch die Ansprüche von Mitarbeitern an Führungskräfte in Organisationen (Schichtel 2010: 29).
  • Unterschiedliche Generationen leben und arbeiten zusammen. Die Tatsache, dass jede Generation eigene unterschiedlich gewichtete Erfahrungen macht, aus denen letztendlich das Verhalten erklärt werden kann, sorgt für Spannungen in der Gesellschaft.
  • Der demografische Wandel führt dazu, dass „beide Seiten“ sich ungerecht behandelt fühlen.
Veränderungen im wirtschaftlichen Bereich:
  • Junge Arbeitnehmer sehen Europa als Rekrutierungsmarkt. Sie sind zunehmend bereit nationale Grenzen zu überschreiten.
  • Neue Technologien beschleunigen den Wirtschaftskreislauf und führen zu einer komplexeren Aufgabenbewältigung.
  • Die demografische Entwicklung führt zu Fachkräftemangel und gleichzeitig zu einer größeren Bedeutung von Gesundheitsfragen älterer Arbeitnehmer. Organisationen müssen sich auf besondere Weise um ihre Mitarbeiter kümmern, da es nicht ausreichend jüngere Nachfolger gibt. Die Bedeutung von lebenslangem Lernen und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz rücken zunehmend in den Fokus von Organisationen.
Veränderungen im medizinischen Bereich:
  • Die Wettbewerbsdynamik und der Wirtschaftlichkeitsdruck haben sich massiv verstärkt.
  • Die Erwartungen an eine hochwertige Leistungserbringung werden konfrontiert mit einer zunehmenden Begrenzung finanzieller und personeller Ressourcen.
  • Aufgrund politischer Vorgaben wird die ärztliche Tätigkeit immer mehr reguliert.
  • Die Versorgungsorganisationen machen einen starken Wandel durch.
  • Die Komplexität in der Medizin steigt zunehmend durch technologische Innovationen wie „High-Tech-Medizin“ oder beschleunigte Informationsprozesse.
  • Der Versorgungsbedarf hat sich stark verändert (weniger Akutbehandlungen, vermehrt multimorbide, chronisch Kranke).
  • Aufgrund eines veränderten Selbstverständnisses der Patienten hat sich das Arzt-Patientenverhältnis gewandelt.
  • Die Kooperationsbeziehungen zwischen Ärzten und nichtärztlichen Heilberufen sind – u.a. aufgrund der zunehmenden Bedeutung von interdisziplinären Behandlungskonzepten – einem Wandel unterworfen (BÄK 2007).
Die zwei Dimensionen der Weiterentwicklung
Peter F. Drucker lehrte, dass die Weiterbildung und/oder Weiterentwicklung zwei miteinander verbundene und sich beeinflussende Aufgaben enthält: Auf der einen Seite steht die Entwicklung des Managements, worin der Fokus auf Fortbestand und einem gesunden Wachstum des Unternehmens gerichtet ist. Auf der anderen Seite steht die Weiterentwicklung des Managers selbst, wobei der Schwerpunkt nicht auf einer „Persönlichkeitsänderung“ abzielt, sondern vielmehr einem „bestimmten Menschen den größten Einsatz der ihm gegeben Stärken zu ermöglichen, so dass er leisten kann durch das, was er ist, und nicht durch das, was er nach Meinung eines anderen sein sollte“ (Drucker 2009: 34).
Das Krankenhaus InstiNeM hat Martin Mustermann, einem ausgezeichneten und langjährig erfahrenen OP-Pfleger das Angebot gemacht, in Zukunft als stellvertretender OP-Koordinator tätig zu sein. Martin freute sich sehr über das Angebot und nahm es stolz an. Nach den ersten Wochen erfolgte schon die erste Ernüchterung, denn Martin musste nun mehr bürokratische und strategische Tätigkeiten übernehmen. Eine Einführung bekam er nicht…
Das Krankenhaus hatte den Fokus auf die Entwicklung des Managements, hier also dem OP-Management und die Weiter- Entwicklung der Stärken des stellvertretenden OP-Koordinators gelegt. Martin als Mensch war weniger interessant und wurde einfach übersehen.
Fazit
„Eine gute Kommunikation, zwischenmenschliches Geschick, die Fähigkeit, Teams anzuleiten, zu formen und aufzubauen- all das erfordert mehr und bessere Führungskräfte. Mit Weisungen allein geht es nicht mehr. (…) Man braucht echtes „Menschengeschick“ (Carnegie 2012: 24).
Alle Organisationen, unabhängig von Branche oder Land sind Trends ausgesetzt. Veränderungen sind unvermeidbar. Die Folgen von Trends sollten individuell betrachtet werden. Je nach Branche oder Unternehmen prägen sie sich unterschiedlich stark in den jeweiligen Organisationen aus. Wandel ist kein temporäres Übergangsphänomen. Vielmehr folgt auf einen Wandel ein weiterer Wandel. Ein besonderer Druck für Organisationen besteht gegenwärtig darin, Kosteneinsparungen zu realisieren und gleichzeitig ein Wachstum aufzeigen zu können. Dies gilt auch für Organisationen im Gesundheitswesen. Für Führungskräfte bedeutet dies, nicht krampfhaft an dem Status Quo festhalten zu wollen. Vielmehr brauchen sie den Mut und den Willen zur Veränderung, welches sich auf die eigene Person und Rolle auswirkt. Aufbauend darauf, können sie ihre Mitarbeiter im Change-Prozess optimal begleiten. Um eine solche anspruchsvolle Führungsarbeit auf der überwiegend sozialen Dimension leisten zu können, ist es ratsam, dass Führungskräfte ihre eigenen Kompetenzbereiche kontinuierlich weiterentwickeln.

1.4 Was Sie davon haben

„Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie verursacht haben“ (Albert Einstein...

Inhaltsverzeichnis

  1. Über die Autorin
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einleitung
  4. 1 Warum es Sinn macht, sich mit seinen Führungskompeten
  5. 2 Typische Denkfehler bei Führung
  6. 3 Die Hürden von Führungskräften…
  7. 4 Was wir von den Neurowissenschaften für die Führung ler
  8. 5 Das InstiNeM Neuro-Konzept
  9. 6 Fazit
  10. Abbildungsverzeichnis
  11. Literaturverzeichnis
  12. Impressum