Meine Suche nach Edla Charlotte Rosenthal
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Meine Suche nach Edla Charlotte Rosenthal

  1. 144 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Meine Suche nach Edla Charlotte Rosenthal

Über dieses Buch

Die jüdische Kunstmalerin Edla Charlotte Rosenthal (1883 - 1942) wuchs wohlbehütet in der großen gutbürgerlichen Familie Burchardt / Markwald / Rosenthal in Berlin auf. Schon durch den 1. Weltkrieg veränderte sich ihre Welt, als nach dem Tode der Eltern der geliebte Bruder 1917 fiel. Die massiven Veränderungen durch den Nationalsozialismus verstand sie anfangs kaum, glaubte lange, vielleicht zu lange, doch eigentlich nur Deutsche zu sein. Mit dem letzten Deportationszug kam sie am 14. April 1942 vom Gleis 17 des Bahnhofes Berlin-Grunewald ins Warschauer Ghetto und gehörte zu den ersten, die während der "Großen Aktion" Ende Juli 1942 im fertiggestellten Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. Sie hinterließ winzige Spuren, wäre vergessen worden, wenn nicht die Autorin Astrid Beier acht Jahre lang akribisch nach ihr gesucht hätte. Es gelang ihr, Fotos, Briefe, Familienmitglieder und einige ihrer Bilder und Ausstellungsorte zu finden. Am Ende des Buches leben der Mensch Edla Charlotte Rosenthal und ihre Freundin Elza Kohlmann (1889 - 1943) wieder vor unserem geistigen Auge.

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Information

Jahr
2019
ISBN drucken
9783748194170
eBook-ISBN:
9783749416516
Auflage
1
Thema
Kunst

1. Suche in Althagen, Ahrenshoop, Born und Ribnitz - Damgarten

Im „Künstlerlexikon von Friedrich Schulz“ fand ich unter R ein Foto und einen kurzen Text über Edla Charlotte Rosenthal. (Atelier im Bauernhaus ISBN 388 132 290-6)
Personen: Lilly Gerresheim, Elza Kohlman, unbekannt, Edla Charlotte Rosenthal
Als er wieder einmal in Ahrenshoop war, fragte ich ihn, ob er wirklich nicht mehr über sie aussagen könne.
Das konnte ich nicht einfach so stehen lassen, also fragte ich bei älteren Einwohnerinnen nach.
Trude Schulz erzählte mir von ihr.
Das Foto, das sie als Königin beim Kinderfest zeigt, hatte Frau Rosenthal gemacht.
Nur wenige Einwohner vom Fischland besaßen damals einen Fotoapparat.
Sie bekamen manchmal von den Sommergästen Abzüge von Bildern.
Trude Schulz geborene Dade beschrieb Frau Rosenthal mit warmen Worten als eine Frau wie „eine schöne Blume“.
Zufällig lernte ich Heinke Thies, Tochter der Kunstmalerin Lieselotte Dross kennen, die heute in Südfrankreich lebt, aber in jedem September ins Haus Dross im Ahrenshooper Koppelweg kommt. Das muss sie einfach, sie hat so viele schöne Erinnerungen an Ahrenshoop und das Fischland, dass sie das weite Meer, den alles umspannenden Himmel und die reine Luft wenigstens einmal im Jahr erleben muss.
Im Gästebuch des Hauses Dross fanden wir die folgende Eintragung:
Das war der erste Beweis, dass es Frau Rosenthal hier gegeben hat. Aber ich wollte doch mehr über sie wissen, wollte alles wissen.
Eine zarte Blume nannte sie auch Marianne Clemens, Tochter der Kunstmalerin Lotty Ziel geborene Kaysel, die mit Edla Charlotte Rosenthal befreundet war. Aber über das Leben und die Familie der Kunstmalerin erfuhr ich nichts.
Marianne Clemens
Bei einer Geburtstagsfeier für Imme Gast saß ich neben ihrem Bruder, Jürgen Homann. Ich wusste, dass die Familie Homann nach 1945 in der B 12 gewohnt hatte, dem Haus, das einmal ECR gehört hatte. Die Gelegenheit wollte ich nutzen und fragte ihn nach Frau Rosenthal. Den Namen kannte er nicht, meinte das Haus hätte Frau von Friedrichs gehört, die nachdem Homanns und andere Umsiedler und Vertriebene auch in der B 12 wohnten, zurück nach Berlin gezogen sei. Seine Mutter hätte noch versucht, ihr das Haus abzukaufen.
Ich nahm mir vor, im Amt Born nach den Papieren für die B 12 zu fragen, holte mir dafür vom Bürgermeister ein Schreiben, dass ich im Auftrage der Gemeinde Ahrenshoop nach Frau Rosenthal suche. Dort erfuhr ich wenig, bekam aber wieder einige neue Hinweise.
In den Hauspapieren wurde der Name nicht erwähnt. Ich las aber, dass Asta von Friedrichs, geschiedene Smith, ehemalige Ehefrau des Edmund Smith, seit 1940 die alleinige Besitzerin der Büdnerei sei. Frühere Besitzer wurden nicht genannt.
Über den Kupferstecher Edmund Smith fand ich gegoogelt einige Aussagen im Internet und im Archiv der Berliner Galerie „Taube“ viele Bilder, die im Jahre 2001 dort ausgestellt worden waren. Er war in den zwanziger Jahren ein bekannter und guter Künstler.
Bitte selbst suchen: Berlin Galerie Taube Archiv Edmund Smith
Schnell wurde mir klar, dass seine Arbeiten während der NS – Zeit als verfemte Kunst gegolten hätten. Darum wurde er, wie man neudeutsch heute sagt, zum „Wendehals“.
Eine Recherche bei Google ergab inhaltlich: 1940 / 41 führte er mit Sven Noldan, Fritz Brunsch und Werner Kortwich bei dem Dokumentarfilm „Der Sieg im Westen“ für die Produktionsfirma des Oberkommandos des Heeres, Wehrpropaganda V (Berlin) Regie. Ich habe diesen Film nicht gesehen und will es auch nicht. Vielleicht hat Edmund Smith seine weiße Weste durch ein kleines Spruchkammerverfahren nach 1945 zurückbekommen, wie es viele Beispiele für Entnazifizierungen in Westdeutschland und der BRD gibt. Oder durch das Porträt des Bürgermeisters von Westberlin, Ernst Reuter, das er 1951 malte?
Und diesem Mann sollte die jüdische Kunstmalerin Edla Charlotte Rosenthal ihr Haus in Althagen verkauft haben?
Als alleinige Besitzerin wurde Asta Smith, geborene von Friedrichs genannt. Sie fand ich als Verlagsangestellte bei dem jüdischen Verleger Bruno Cassirer in Berlin. Er wurde am 12. Dezember 1872 in Breslau geboren.
Zitat Google: Mit seinem Cousin Paul Cassirer eröffnete er am 20. September 1898 in Berlin die Bruno & Paul Cassirer, Kunst- und Verlagsanstalt in der ehemaligen Viktoriastraße 35 nahe Kemperplatz. Die beiden Verlagsgründer waren nicht nur Cousins, sondern auch gleichzeitig Schwäger, da Bruno Pauls Schwester Else (1873–1943) heiratete.
Zu den wichtigsten Kontakten während der frühen Berliner Jahren zählten die Maler und Grafiker Max Liebermann und Max Slevogt. Sie waren Mitglieder der am 2. Mai 1898 gegründeten Künstlervereinigung Berliner Secession, durch die die beiden Vetter viele bedeutende Persönlichkeiten des kulturellen Leben Berlins kennen lernten. Auf Vorschlag ...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. 1. Suche in Althagen, Ahrenshoop, Born und Ribnitz – Damgarten
  3. 2. Suche in Berlin, Werder und im Internet
  4. 3. Suche in Werder an der Havel bei Potsdam
  5. 4. Suche in Pennsylvania
  6. 5. Deportation
  7. 6. Dokumente
  8. 7. Berthold Rosenthal
  9. 8. Patent und Schweizer Konto
  10. 9. Hubert Busch
  11. 10. Berlin, Schönhauser Allee, Friedhof
  12. 11. Stolpersteine in Althagen
  13. 12. Nachtrag
  14. 13. Dank
  15. Impressum