Mein Leben im Frauenhaus
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Mein Leben im Frauenhaus

  1. 24 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Mein Leben im Frauenhaus

Über dieses Buch

Es gibt Situationen, in der die Frau häusliche Gewalt erlebt. Häusliche Gewalt bedeutet nicht nur geschlagen zu werden, sondern häusliche Gewalt kann auch Vergewaltigung bedeuten. Diese Situation löst Angst aus und häufig werden die Frauen unter Druck gesetzt, sich keine Hilfe zu holen. Und damit ist auch der Punkt erreicht, an dem Lebensgefahr besteht.Holt Euch Hilfe. Lasst Euch nicht einschüchtern.Filomena De Luca brauchte in ihrem Leben bereits dreimal die Unterstützung von einem Frauenhaus. In diesem Heft erzählt sie ihre Eindrücke von dort und warum es für sie notwendig war, in ein Frauenhaus zu gehen.Filomena möchte Frauen Mut machen, sich von zu Hause abzulösen, sobald sie in Gefahr sind, um sie mit ihren Kindern zu einem Neuanfang zu motivieren.Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche AufgabenHotline 08000116016www.hilfetelefon.de

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Mein Leben im Frauenhaus

Als ich das erste Mal häusliche Gewalt erlebte, war ich 21 Jahre alt. Das war im Jahr 2007. Jetzt fragt man sich bestimmt, wie es dazu kommen konnte, dass ich so jung schon ins Frauenhaus gehen musste.
Nun, im Jahr 2004 lernte ich einen jungen Mann kennen, der etwas älter war als ich. Ich kam mir sehr jung vor, da ich erst 18 Jahre alt war. Aber ich dachte mir, es würde schon gehen. Einige Monate später kam ich auf dumme Gedanken und wollte diesen Mann heiraten. Ich fühlte mich schon reif und hatte einen Traum, wovon alle kleinen Mädchen träumen. Ich war zwar kein Kind mehr, aber ich hatte den Wunsch, wie eine Prinzessin zu heiraten. Ganz in weiß, überall weiße Perlen und eine schönen Traumkutsche mit weißen Pferden. Die weißen Pferde dürften nicht fehlen. Ich wollte immer in einem Schloss heiraten, mit ganz viel Lichtern, mit großen, runden Tischen und Kerzen. Alles, was zu einem Schloss gehört. Ich wusste, dass es nur ein Traum war. Alle Mädchen und Kinder träumen davon.
Einige Monate später hatte ich alles so in Aussicht. Ich heiratete tatsächlich wie eine Prinzessin. Leider passiert etwas, was ich keiner Frau wünsche. Mein Man veränderte sich. Er war nicht mehr der Mann, den ich geheiratet hatte. Immer, wenn ich mit ihm unterwegs war, z.B. bei seiner Familie, dann war er ein Traummann. Er machte alles für mich. Sobald wir aber wieder zu Hause waren, wurde er ein Anderer. Es kam mir vor, als wäre er ein Monster aus einem Horrorfilm. Er behandelte mich sehr schlecht und kommandierte mich rum. Ich fühlte mich wie in dem Film von Aschenputtel. Ich musste den Boden auf Knien sauber schrubben und ich musste kochen, wann er es wollte. Am Ende hatte ich keine Kraft mehr, etwas für mich zu machen. Wenn ich nicht machte, was er wollte, schlug er mich blau. Leider hatte ich nie den Mut und die Kraft abzuhauen. Die Angst und die Panik in mir war viel zu groß, um es alleine zu überstehen. Ich verließ die Wohnung nur noch sehr selten, sodass die Nachbarn sich fragten, wo ich denn geblieben wäre.
Ich wusste selber, dass es so nicht weiter gehen konnte. Ich wollte nicht mehr mit so einem Monster zusammen leben. Aber um abzuhauen, hatte ich zu viel Angst. Ich dachte darüber nach, als ich mein Bett machte. Wie konnte das nur so sein? Er war nicht so, als ich ihn kennengelernt hatte. Könnte es sein, dass er eine Krankheit hatte, dass er so wurde? Nachdem ich ihn geheiratet hatte, behandelte er mich wie sein Eigentum. Ob er mich besitzen wollte?
Ich gehöre niemanden außer mir selbst. Es war für mich einfach ein No-go, wie er mich behandelte. Ich fühlte mich wie die Prinzessin auf der Erbse. Was war mit mir?
Warum wurde ich so behandelt?
Tag für Tag kam mir immer mehr der Gedanke, der Besitz meines Mannes zu sein. Ich suchte immer mehr Schutz vor diesem Menschen. Er war in meinen Augen gar kein Mensch. Er war ein Monster. Ich konnte und wollte nicht mehr in dieser Situation leben, in der ich mich befand. An einem Tag, als ich mich entschloss abzuhauen, hatte ich die Möglichkeit mir am PC Hilfe zu holen. Als ich am PC war, wusste ich nicht, was ich eintippen sollte. Ich tippte „Frauen in Not“. Ich stieß dabei auf die Frauenberatungsstelle in Fulda. Schon auf dem Link sah ich die Nummer. Ich schaute die Nummer eine Weile an und überlegte: „Soll ich anrufen oder es lieber lassen?“
Es dauerte etwas bis ich mich tatsächlich entschließen konnte die Nummer zu wählen. Ein freundliche Frauenstimme meldete sich mit: „Frauenberatungsstelle Fulda. Wie kann ich Ihnen helfen?“
Ich bekam kein Ton heraus. Als die Frau merkte, dass ich nicht antwortete, legte sie, ohne ein Wort zu sagen, auf. Ich sah in den Schlafzimmerspiege...

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Textbeginn
  3. Schlusswort
  4. Wichtig
  5. Impressum