Begeistert und gelassen leben? Staunen wie ein Kind?Können Sie das?Ist das in unserer hochmodernen Welt überhaupt noch möglich?Das Handy in den Fluss zu werfen ist eine Überlegung wert. Mehr nicht. Doch was hilft Ihnen wirklich?Dieses Buch, über das Leben und die Liebe, bewahrt Sie davor, im stetig steigenden Tempo unter die Räder zu kommen. Sie haben keine Zeit zum Lesen?Vor und nach dem alltäglichen Wahnsinn, am Morgen und am Abend, liegen die Stunden der Seele. Eine Zeit, in der Sie ungestört lesen können. Wenn Ihnen das nicht reicht, nehmen Sie die Nacht noch dazu. Denn erst die Nacht ist die Zeit der Muße. Sowohl zum Lesen, als auch zum Schreiben. Hellwach - und mit reichlich Augenzwinkern.

- 192 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch
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Information
Menü Gourmet
Weil Hubertus heuer günstig fällt,
zwei Paare haben sich gesellt,
im Jagdschloss einen Tisch bestellt.
Dort trifft sich Mann und Frau von Welt,
ein jeder der was auf sich hält,
mit Rang und Namen, Macht und Geld.
Sie sind pünktlich und zu viert,
der Tisch gedeckt und reserviert,
mit Kerzenschein illuminiert,
gemütlich und galant platziert.
Die Herren schwarz und weiß kariert,
das Grau der Haare dominiert,
der Scheitel streng und frisch rasiert.
Die Damen bunter und brilliert,
vital und munter, flott frisiert.
Der Service läuft hier wie geschmiert,
der Ober hat es gleich kapiert,
obwohl schon klapprig und lädiert,
jedoch erfahren und versiert,
das Ritual gleich zelebriert,
grüßt artig und spricht ungeniert:
„Die Karte ist heut raffiniert,
per Hand geschrieben – nicht kopiert,
vom Chef des Hauses selbst signiert,
was darf es sein, was interessiert?“
Verzückt die blonde Dame spricht,
das Kunstwerk dicht beim Kerzenlicht:
„Schon das Ambiente ist okay,
an Wänden Bilder von Monet,
das Starquintett spielt die Bourrée,
wenn ich die Abendkarte seh,
ganz allein auf eines steh:
Ein Gruß des Hauses zum Entree,
vom Räucherlachs aus Übersee,
hauchdünn zwei Scheiben vom Filet,
mit Vollkornfladen und Gelee.
Zum Chefsalat Schabziger Klee,
an Wachtel, Trüffel und Frisée.
Gegrilltes Medaillon vom Reh,
gebeizt in Sauce mit Bouquet,
Kartoffelklöß á la René,
Kastanienrotkraut mit Soufflé.
Ist meine Leber noch o.B.?
Als Dessert ein Obststück mit Baiser,
mit einer Tasse Matetee,
vielleicht auch Sahne und Kaffee.
Als letztes dann, bevor ich geh,
den Bitter gegen Magenweh
und ist der Abend dann passé,
ein Riesenloch im Portemonnaie.
Na dann gut Nacht, leb wohl, ade,
egal – für mich Menü Gourmet.“
Die Herren, die brünette Dame,
beeindruckt sind von der Reklame.
Kommen gemeinsam überein,
guter Vorschlag, edel, fein.
Folgerichtig festgestellt,
gefeiert wird: „Was kost´ die Welt?“
Viermal Menü Gourmet bestellt.
Der Ober dankt und flink notiert,
was hier in Kürze gleich passiert.
Zu edlen Tropfen er noch rät,
sich schweigend umdreht und dann geht.
Der eine Herr verächtlich spricht,
vom Haupt das Haar beträchtlich licht,
zynisch borniert sein Angesicht,
ein von und zu aus höchster Schicht,
ein hohes Tier beim Landgericht,
als Mann und Vater öd und schlicht,
ein Schreibtischtäterbösewicht:
„Die Wahl des Hauses, gratuliere,
gerade richtig für uns viere,
nichts für Schlucker, arme Hempel,
nur Klasse A, kein billig´ Krempel.
Fünf Sterne hat der Gaumentempel,
verbrieft mit Unterschrift und Stempel.“
Und es dauert nicht mehr lang,
Menü Gourmet, der erste Gang.
Die Seele jauchzt, das Herze lacht,
der Anfang wird sogleich gemacht.
Tisch und Teller sind belegt,
alle Sinne sind erregt.
Große Mäuler schlingen gierig,
dabei reden ist sehr schwierig.
Seidenweicher Geigenklang,
Menü Gourmet, der zweite Gang.
Der Räucherlachs ist butterzart,
frisch und herzhaft der Salat,
verführerisch und sehr apart.
So langsam kommen sie in Fahrt,
Lust und Laune á la carte,
Leben auf die schönste Art.
Wunderbar, dem Koch sei Dank,
Menü Gourmet, der dritte Gang.
Der größte Hunger ist gestillt,
der Magen randvoll abgefüllt,
Verdauungssaft jetzt träge quillt.
Verzichten? Keiner ist gewillt,
auf Mengen sind sie ja gedrillt.
Was noch kommt ist leicht und mild,
gegrilltes Medaillon vom Wild.
Dazu ein Glas voll edler Tropfen,
aus Quellen, Trauben oder Hopfen.
Zum Operettenlobgesang,
Menü Gourmet, der vierte Gang.
Die Hose kneift, der Rock wird eng,
die Sitten sind hier leider streng.
Geschützt vom Tischtuch aus Damast,...
Inhaltsverzeichnis
- Zum Buch
- Zum Autor
- Widmung
- Inhaltsverzeichnis
- In der Hinterhofkorinthenkackerei
- Rap
- Wer bin ich?
- Wintersonnenwende
- Das Meer
- Fragen
- 08/52 Rap
- Schreiberling
- Der Tempokrat
- Dreierlei
- Der Weg zum Frieden
- Eins, zwei, drei
- Alle Jahre wieder?
- Dein Weg
- Dreigliedrig
- Herrchens Katze
- Dreistellig
- Rap noch einmal
- Dreistrahlig
- Drillinge
- Dreikantig
- Denk mal
- Triangel
- Die Kunst zu leben
- Drei Gedanken
- Dreispitz
- Dreibeinig
- Dreisilbrig
- Erleuchtet
- Dreistöckig
- Leben im Licht
- Rap – was sonst?
- Lichtträger
- Auf dem Kongress
- Das Leben ist leicht
- Blockade
- Drei Münzen
- Gute Aussichten
- Drei Asse
- An jedem neuen Tag
- Geburtstagsrap
- Dreifaltig
- Einfach nur sein
- Dreitönig
- Rap mal wieder
- Der Ahornbaum
- Dreieck
- Dreipolig
- Dreigängig
- Normal
- Drei Wege
- Doppelte Dosis
- Dreiakter
- Das Mädchen
- Rosskur
- Dreispänner
- Dreischichtig
- Dreilagig
- Dort sein
- Dreidimensional
- Nass erwischt
- Scheinwerfer
- Leuchtspuren
- Sonnenstrahlen
- Was mir fehlt
- Haben Sie es heute schon getan?
- Geräuschlos
- Weihnachtsrap
- Spritztour
- Dreistufig
- Auf dem Markt
- Mut machen
- Drei
- Dreist
- Trio
- Ausritt
- Dreiklang
- Leuchttürme
- Schöne Beine
- Verborgen
- Durchschaut
- Dreiäugig
- Nah dran
- Witzableiter
- Dreivierteltakt
- Menü Gourmet
- Achtsam
- Krise
- Die Tonne
- Kaminfeuer
- Lass los
- Dreistimmig
- Meine Welt
- Dreisitzer
- Pfarrers Töchterlein
- Dreisatz
- Guten Morgen
- Ganz klar
- Tragende Säulen
- Begeistert und gelassen
- Hell erleuchtet
- Dreipfünder
- Hauptsache
- Dreifach
- Verwundbar
- Momente reinsten Glücks
- Acht Tage
- Weitere Informationen
- Impressum
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