Grossmutter erzählt ...
eBook - ePub

Grossmutter erzählt ...

... Geschichten, Sagen und Kochrezepte aus alter Zeit

  1. 92 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Grossmutter erzählt ...

... Geschichten, Sagen und Kochrezepte aus alter Zeit

Über dieses Buch

Großmutter erzählt...... Geschichten, Sagen und Kochrezepte aus alter Zeit. Geschichten, die uns zeigen wie tief verwurzelt Glaube und Aberglaube im Denken unserer Vorfahren war. Stellen sie sich vor, wie die Großmutter oder der Großvater den gebannt zuhörenden Enkeln diese Geschichten erzählt haben. Bekommen sie da nicht auch etwas Gänsehaut, oder schauen sie vor dem Insbettgehen schnell noch unter dieses, oder hinter ihren Schrank?Passend zu den Erzählungen sollen liebevoll erstellte Illustrationen zur Belebung ihrer Fantasie beitragen. Rezepte für gutes, einfaches Essen, zubereitet mit Lebensmittel und Gewürzen aus einer Zeit, bevor die Kartoffel nach Europa kam, ja, vor der Zeit von Dosenfutter, Tiefkühlpizza und Mikrowelle, runden die Reise in eine längst vergangene Zeit ab.

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Information

Jahr
2017
ISBN drucken
9783848256617
eBook-ISBN:
9783743105072
Auflage
1
Thema
History

Tiere

Der Lindwurm im Ammertal

Ehe noch die Ammer bei Tübingen in den Neckar geleitet wurde, war das ganze Ammertal ein grosser Sumpf. Darin hauste lange Zeit ein schrecklicher Lindwurm, dem täglich von Schwärzloch, Wurmlingen und den übrigen Ortschaften des Tals, ein Schaf geliefert werden musste. Unterliess man dies, fiel er die Menschen an. Niemand aber konnte ihn bezwingen. Da kam endlich ein fremder Ritter, behängte sich rund um mit Spiegeln und ging so gerüstet auf ihn los. Als sich der Lindwurm nun in dem Spiegelkleid selbst erblickte, glaubte er, es sei ein Kamerad und kam freundlich und schmeichelnd heran. Das ermöglichte dem Ritter eine verletzliche Stelle an seinem Körper auszumachen und so konnte er ihn mit seiner Lanze durchbohren und zu Tode bringen.
(Überliefert aus Derendingen)

Der Lindwurm auf Limburg

Der Limberg im Neidlinger Tal mit der alten Limburg darauf heisst eigentlich Lindberg. Dieser Name rührt von dem Lindwurm her, der hier in einer Felsenhöhle gehaust hat. Jener Lindwurm war ein furchtbares Ungeheuer, vor dem kein Mensch sicher war. Er kam in alle umliegenden Orte, griff die Leute an und verschlang sie mit Haut und Haar. Das ging so lange, bis endlich der Kaiser befahl, man solle ihm alle Tage zwei Menschen opfern, einen des Morgens und den andern des Abends. Seitdem dies geschah, liess er die übrigen Bewohner unangetastet ihres Wegs ziehen. Auf diese Art aber wurde nach längerer Zeit die Gegend ganz entvölkert und die Reihe kam zuletzt an des Kaisers eigne Tochter. Wie diese nun eben dem Lindwurm übergeben werden sollte, erschien der heilige Georg auf seinem Schimmel vor dem Kaiser und versprach, das Ungeheuer zu erlegen und die Jungfrau zu erretten. Dafür solle ihm der Kaiser dieselbe zur Gemahlin geben. Nachdem der Kaiser ihm dies gerne zugesagt hatte, ritt er vor die Höhle des Lindwurms. Als er ihn hervorkommen sah, legte er seine Lanze an, gab seinem Schimmel die Sporen und es gelang ihm, das Untier zu durchbohren und zu töten.
Darauf erhielt er des Kaisers Töchterlein zur Frau.
(Überliefert aus Owen)
Wenn man bei Nacht nach einer Katze schlägt,
fährt sie einem ins Gesicht.

Weshalb die Bienen den Klee meiden

Gott der Herr sagte gleich nach der Schöpfung zu den Bienen: Ihr müsst entweder den Sonntag ehren und kein Futter sammeln, oder wenn ihr das nicht lassen wollt, müsst ihr für immer den dreiblättrigen Klee meiden. Da wählten die Bienen lieber das letztere, denn sie meinten, es könne leicht geschehen, dass es einmal die ganze Woche hindurch regne und nur am Sonntag gutes Wetter wäre. Dürften sie dann an diesem Tage nichts einsammeln, würden sie ja sieben Tage lang hungern müssen. So ist es gekommen, dass die Bienen noch heute die rote Blüte des dreiblättrigen Klees meiden, obwohl sie süssen Saft hat. Dafür aber dürfen sie auch am Sonntag ausfliegen und Honig sammeln.
Die Blüte des roten Klees heisst in manchen Gegenden "Herrgottsbrot" oder auch "Johannisbrot".
(Überliefert ans Derendingen)

Eidechsen

Die Eidechsen sind verwunschene Prinzessinnen, die wegen ihrer Eitelkeit von Zauberern in diese Tiere verwandelt wurden. Der Schwanz soll ehemals ihr schönes langes Haar gewesen sein und auf dem Kopf sieht man noch zuweilen eine Krone.
(Überliefert aus Gross-Heppach)

Turteltaube

Die Turteltaube ist ein heiliger Vogel, ein "Herrgottsvogel". In einem Haus, in dem man Turteltauben hält, schlägt kein Blitz ein. Wenn sie sich baden oder mehr als gewöhnlich gurren, kommt bald Regenwetter.
(Überliefert aus Wurmlingen)

Schwalbe

Schwalben sind Herrgottsvögel und heilig. Sie schützen das Haus, in welchem sie ihre Nester bauen, bei Gewitter vor dem einschlagen des Blitzes, weshalb man ihre Nester schonen muss. Wer aber eine Schwalbe fängt und tötet, dessen Kühe geben rote Milch. Auch sagt man, der Blitz schlage in ein Haus ein, in dem man ihre Nester zerstört hat.
(Überliefert aus Bühl)

Storch

  1. Wenn der Storch eine Zunge hätte, würde er reden und dann täte er Land und Leute verpetzten, weil er alles sieht und hört. Wenn irgendwo etwas Besonderes geschieht, gibt er immer ein Zeichen, indem er laut klappert.
  2. Die Störche schützen das Haus vor Wetterschlag, weshalb man ihre Nester nicht stören und sie selbst nicht töten darf.
Man hält den Storch für einen heiligen Vogel und sagt, es sei Sünde, sein Nest zu zerstören. Wo dies dennoch geschieht, schlägt zur Strafe der Blitz ein.
(Überliefert aus Derendingen)

Kuckuck

  1. Wenn man den Kuck im Frühling zum ersten Mal hört, muss man in die Tasche greifen und an seinem Geld rütteln, dann geht es das ganze Jahr nicht aus.
  2. Wenn der Kuckuck ruft, kann man erfahren, wie lange man noch zu leben hat. Die Kinder in Heubach singen dann:
    Kuckuck, Kuckuck, Schrei mir meine Jahre an! Schrei sie mir in'd Deckelkräbe (Korb), wie viel Jahr darf ich noch lebe?
    Das wird dreimal wiederholt und dann zählt man die Rufe des Kuckucks.
(Überliefert aus Schwaben)

Spinne

Befindet sich eine Kreuzspinne in einem Haus, soll man sie nicht erschlagen, denn man glaubt, dass in ein solches Haus kein Blitz einschlägt. Ausserdem zeigt die Kreuzspinne, wie überhaupt auch andere Spinnen, die Wetterveränderungen an. Lassen sie sich auf den Boden herunter, so soll bald Regen folgen, halten sie sich aber in der Höhe auf, so soll das Wetter trocken bleiben.
(Auf ähnliche Weise zeigt der Laubfrosch im Glas das Wetter an.)
(Überliefert aus Wurmlingen)
Wenn man nüchtern dreimal niest,
bekommt man an dem Tag etwas geschenkt.

Die Muttergotteskäferle

Ein kleiner Käfer, mit roten, schwarzpunktierten Flügeln, in Norddeutschland Sonnenkäfer, Sonnenkind usw. genannt, wird als der Mutter Gottes geweiht betrachtet und führt daher seinen Namen. Er wird nicht getötet, vielmehr mit Liebe und Freude behandelt, besonders von Kindern.
In andern Gegenden heisst er Frauenkühlein, Sonnenvögele, Herrgottskäfer, Herrgottsvögele.
Wer eins tötet, kommt in die Hölle.
(Überliefert aus Rotenburg a. N.)
Die Frühlings-Hummel
Einst regnete es in Mistelgau so lange, dass die Mistelgauer das Ausbleiben des Frühlings befürchteten. Um den Frühling zu holen, schickten sie einige der ihrigen nach Nürnberg, wo man ihnen eine Hummel in einem hölzernen Häuschen gab. Unterwegs plagte sie die Neugierde, wie wohl der Frühling aussehen möge. Sie öffneten das Türchen des Häuschens und als die Hummel herausflog, liefen sie ihr nach, winkten mit ihren breiten Hüten und riefen, nach ihrer Heimat hinzeige...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Motto
  3. Vorwort
  4. Die verhexte Kuh
  5. Göttinnen, weisse Frauen
  6. Geister
  7. Zwerge und elbische Wesen
  8. Riesen- und Teufelsgeschichten
  9. Schrettele, Hexen, Zauberei
  10. Tiere
  11. Himmel und Gestirne
  12. Pflanzen
  13. Elemente
  14. Gespenster, umgehende Seelen
  15. Vermischte Sagen
  16. Geschichtliche Sagen
  17. Schlussbemerkung
  18. Gewürz- und Kräuterverzeichnis
  19. Alternative für Creme fraiche
  20. Alternative Ingredienzien und Würzmittel
  21. Über den Autor
  22. Weitere Informationen
  23. Impressum