Diese Gedichte habe ich allesamt Mädchen und Frauen gewidmet, die in meinem Leben eine Rolle gespielt haben, die meisten eine derartige Rolle, dass sie mich an den Rand aller nur denkbaren Abgründe gebracht haben. Durch mein nachfolgendes Leiden und die entsprechenden Bemerkungen im Freundeskreis habe ich mir den Ruf eines Frauenhassers eingebracht.Das stimmt aber nicht, denn ich liebe Frauen, ich habe nur gelernt, das Frauen anders lieben. Ihre Liebe ist wunderschön, und sie erscheint uns in den schillerndsten Farben, wie Seifenblasen oder ein Regenbogen. So wunderschön aber auch so vergänglich ist die Liebe einer Frau.Früher war ich sehr erbost, wenn man mir sagte, ich sei selbst Schuld, wenn ich mit Frauen immer Schiffbruch erleide, heute habe ich die Erkenntnis, es stimmt. Auf Seifenblasen kann man keine Zukunft bauen und von einem Regenbogen keine Dauerhaftigkeit erwarten. Nimmt man Frauen aber in ihrer Schönheit, Grazie und Eleganz, so wie sie sind, kann man sich an ihnen erfreuen, bis zu nächsten Metamorphose.Die Höhen und Tiefen bei diesem Prozess des Lernens kann der geneigte Leser aus diesen Gedichten nachvollziehen.Dabei waren alle Beziehungen von Liebe geleitet, nie von Hass, manchmal aber von Verzweiflung.Frauen haben sehr viel von Lilien, wunder-schön, von kurzer Dauer und hochgiftig. Aber dieses Gift gleicht einer Droge, von der wir nicht lassen können, die uns von Hochgefühl zu Hochgefühl treibt, bis es uns endgültig zerstört hat..Natürlich hat der Autor auch in diesem Band einige Graphiken des Malers Uwe Schmidt eingestreut.

- 84 Seiten
- German
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Über dieses Buch
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Information
Ode an eine Herbstnacht
Wenn der Tag weicht,
so geschäftig er ist,
und doch schwer,
so lustlos und beleibt,
und mit der Sonne
quälender Strahlen,
den Schweiss den Rücken
hinunter treibt.
Wenn dieser Tag dann
endlich geht,
dann kommt,
wie schon Novalis erkannte,
die göttliche Nacht,
die uns jung macht und frisch,
die mit leichtem Treiben
die Sonne verbannte.
Die Kühle lässt mir
die Haut erwärmen,
und Pilz und Kork
treibt die Fantasie,
manch Edelmann wird
von der Bettlerin schwärmen,
von dem faltigen Teint
mit dem roten Tütü.
Die Göttin der Nacht,
Alkaloide,
streicht leicht mit ihrem
schwarzen Schleier Spiritus
über die rot glühenden Nasen
und Wangen,
und die meisten träumenden
Wandler heut Nacht,
haben sich in dem
Schleier verfangen.
Sie, die verzaubernde,
forschende, schmeichelnde,
ist kichernd zu
den Liebenden gegangen,
sie haucht ihren Atem über sie,
wenn im Rausch sie
die Wollust erlangen.
Es zuckt auf dem Lager,
es dampft und stöhnt,
Stakatto, Lust und
glückselige Pein,
wer so in die Höhen
der Liebe sich ringt,
den lässt Alkaloide
nicht lange allein.
Die schwarze Göttin
kennt nur zwei Gestalten,
denen sie zur Dämmerung
ihren Nektar kann unterbreiten.
Die erste ist der Narr, die Närrin,
Alkaloide kann sie nicht lange halten,
die, die nur gelegentlich mit Vorwitz,
ihre Zeiten überschreiten.
Sie naschen nur
vom Rand und nehmen
alsbald hier, bald dort,
ein wenig von den Lastern fort,
um dann erschrocken
von der eigenen Courage,
im schnellen Lauf
ihr Lager aufsuchen,
aus Angst vor
der Blamage.
Die andere Gestalt ist die der Nacht,
die Abends erst erwacht,
sie nascht nicht, sie taucht ein,
sie nippt nicht an des Glases Rand,
sie trinkt den schweren Wein.
Wer die Weisheit erlangen will,
muss bis zum Grunde
der Narrheit schöpfen,
die anderen aber
wird man schon vorher köpfen.
Ob's nun die Obrigkeit
oder der Sensemann,
die Faden und Langweiler
waren immer schon
als erste dran.
Seit dem Abendglockenschlag,
hat die Gestalt der Nacht,
sich für Alkaloide zurechtgemacht,
sich vorbereitet auf der Göttin Advent
und sie herbei gehofft.
Da kommen die dunklen Schleier
und umwehen des Mondes Licht.
Es wird ein dämonisches Feiern,
die einen sehen, die anderen nicht,
und ein kühler Hauch weht durch das
Loft.
Die Lichter und Lampen
das Glimmen beginnen und schaffen,
hell nebliges Licht, das wie trübe Augen
strahle,
die sich widerspiegeln in den gefüllten
Karaffen,
an den glitzernden Wänden hier im
Saale.
Tumor ist wenn man trotzdem lacht,
und wenn auch leiser,
man seine Spässe macht, und geht
hindurch,
durch's lange Tor,
den Gang hinab, bald wie ins Grab,
der Gang ist schwärzer als je zuvor,
ich bin kein Narr, ich bin ein Thor!
Der Flügelschlag der kleinen Säuger,
huscht über meinen Kopf,
rauscht seltsa...
Inhaltsverzeichnis
- Motto
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Die Urgewalt
- Die Lebensquelle
- Der Tag, der einen besseren Menschen macht.
- Der Schüchterne
- Der Exhibitionist
- Der gute Kollege
- Der Hexen Jagd
- Der kleine Wassermann
- Das andere Gesicht
- Briefe brennen wie Feuer
- Blinkt ein Stern so weit
- Schreck in der Abendstunde
- Blick aus dem Fenster
- Banges Hoffen
- Ballade vom Richtfest
- Abend ohne dich
- Auf bald
- Selten nur
- Seufzer
- Sinnlos
- Spiegel – Ich
- St. Georg
- Stiefel der Krieger
- Treue versus Wollust
- Unendlich
- Ode an eine Herbstnacht
- Bisher erschienene Titel
- Alle Kommunikationsadressen zum Autoren UweSchmidt
- Private Kontakte
- Impressum
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