
Lektüre und Geschlecht im 18. Jahrhundert
Zur Situativität des Lesens zwischen Einsamkeit und Geselligkeit
- 213 Seiten
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Lektüre und Geschlecht im 18. Jahrhundert
Zur Situativität des Lesens zwischen Einsamkeit und Geselligkeit
Über dieses Buch
Geschlechtliche Codierung von Lesesituationen im 18. Jahrhundert – Analysen der vielfältigen Möglichkeiten.Die Ausbreitung des Lesens bis hin zur "Lesesucht" im 18. Jahrhundert ist sowohl zeitgenössisch als auch rückblickend in geschlechtsspezifischen Begriffen verhandelt worden. Gängig wurde eine bis heute wirksame, dichotomisierend vereinfachende Gegenüberstellung von ›männlicher‹ Vernunft und ›weiblichem‹ Gefühl, die die Bewertung der Gegenstände, der Akteure und Akteurinnen sowie der Praktiken des Lesens bestimmte. Der aktuellen Hinwendung der Aufklärungsforschung zu praxeologischen Fragestellungen folgend, richten die Autorinnen und Autoren den Blick auf situative Zusammenhänge, in denen die geschlechtliche Codierung von Lektüren verkompliziert wird.Indem sie ein weites Spektrum von Lesesituationen und Lektürepraktiken im Spannungsfeld zwischen Einsamkeit und Geselligkeit auffächern und so die facettenreiche Situativität des Lesens im Aufklärungsjahrhundert veranschaulichen, hinterfragen die Beiträge des Bandes die tradierte Dichotomie von Gelehrsamkeit und Empfindsamkeit und revidieren überkommene Annahmen der historischen Leseforschung im Lichte aktueller Theoriebildung und unter Berücksichtigung neu erschlossener Quellen.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Luisa Banki und Kathrin Wittler: Historische Praktiken der Lektüre in geschlechtertheoretischer Perspektive. Zur Einführung
- Abigail Williams: Häusliche Lektüre. Geselliges und einsames Lesen in der englischen Mittelschicht des 18. Jahrhunderts
- Michael Multhammer: Der belesene Mann. Geschlecht, Gelehrsamkeit und Lektüre um 1700
- Katja Barthel: Text-Bild-Relation in Bohses Liebes-Cabinet des galanten Frauenzimmers in der Ausgabe von 1708. Methodologische Überlegungen zu einer gendersensiblen Lektüre- und Schreibforschung
- Annika Hildebrandt: Herzen im Gleichtakt. Zur Liedkultur der Berliner Aufklärung
- Jana Kittelmann: (Brief-)Lektüren in Gärten
- Helene Kraus: Unter Freunden. Charlotte Schillers Selbstinszenierung in ihrem kommunikativen Netzwerk (1784-1825)
- Johanna Egger: Lesen, Weinen, Reden. Lektüre als gemeinschaftsstiftendes Ereignis häuslicher Geselligkeit im Briefwechsel von Luise Mejer und Heinrich Christian Boie
- Valérie Leyh: »Es ist ein schön Gelese«. Erzählte Lektürepraktiken in Sophie von La Roches Schriften
- Adrian Renner: Leselust und Kraft der Bilder. Körper, Natur und Geschlecht in Wielands Don Sylvio von Rosalva (1764)
- Leonie Achtnich: »She threw aside the book«. Lektüreszenen in Ann Radcliffes Roman The Mysteries of Udolpho (1794)