Freiheit 2000 : Aufrechte Gängelung?
Menschliche Freiheit ist so zwingend notwendig wie strikte Kausalität der Natur eine freie Willkür Gottes.
Wer steuert meine freie Wahl stärker, mein eigenes Hirn oder das meines Herrn?
Man ist so frei, wie man sich gebunden weiß, und so konditioniert, sich frei zu fühlen.
Wachsen dir Flügel, bist du im freien Fall.
Kant. Wäre ich an sich frei, erschiene ich mir völlig bedingt; wäre ich eigentlich determiniert, erschiene ich mir gänzlich frei?
Diktaturen verweigern Freiheit, weil sie gefährlich wertvoll wäre. Demokratien geben Freiheit, seit sie sinnlos und nutzlos wurde.
An der längsten Leine liegt die Freiheit.
Freiheitskämpfer gehorchen keiner Wahrheit, Wahrheitssucher dulden keine Willkür.
Macht sich schon frei, wer leben lässt, was er hasst?
Ein widerspruchsfreies Leben ist unfrei und ein Widerspruch, der keinen einlegt.
Wurdest du befreit zu freier Wahl, um dir die Schuld an allem aufzuladen?
Freiheitsdrang will sich nur einem anderen Ideal unterwerfen dürfen.
Sind Hirnforscher freier als ihre eigenen Hirne, von denen sie dazu bestimmt werden, ihre freie Selbstbestimmung als objektive Hirnbestimmtheit zu bestimmen und ihr vorentscheidendes Hirn als ihre freie Wahl?
Wählerische Leute genießen ihre Wahlfreiheit wie Atheisten die Religionsfreiheit, Taubstumme die Redefreiheit und Erwerbslose die Gewerbefreiheit.
Frei von Naturtalenten wie von Kulturprivilegien ist niemand freier als der Narr.
Eine freie Wahl befreit wenigstens von unzähligen Alternativen.
Wo es keinen Grund dafür gibt, dass etwas geschieht, bin auch ich nicht dieser freie Grund.
Wir befreien uns durch unsere Ketten und fesseln uns an Befreiungsinstrumente.
Wer sich länger frei fühlen will, muss nur unentschlossen bleiben.
Der Hirnforscher nimmt mir die Schuld ab und die Freiheit, schuldig zu werden.
Der Seelenhirte nimmt mir die Sünde ab, aber nicht die Freiheit zu sündigen.
Wirft man den Narren aus der Anstalt, wird er nicht freier. Revolutionäre sind Freiheitsnarren, und Narrenfreiheit genießen nur Herrscher.
Von den Herren der Welt befreit nur ein HErrgott. Seit Er totgesagt und totgeschwiegen ist, reden uns viel grausamere Herrschaften ein, uns nur von Ihm befreit zu haben.
Um sich frei zu machen, macht der Höfling sich zum Narren.
Ihr Hirn zwingt die Forscher zu denken, dass sie nicht frei sind, das Hirn nicht zu erforschen, um zu überleben.
Inkas und Indianer wurden ermordet, weil sie in Unfreiheit nicht arbeiteten, und manche Tierarten pflanzen sich in Unfreiheit nicht fort. Von ihnen stammt der heutige Mensch nicht ab.
Der Computertomograph zeigt : Unser Hirn zwingt uns Gedankenfreiheit auf, und jeder kann frei wählen, ob er Entscheidungsfreiheit haben will.
Alle können sich frei entscheiden zur Gleichheit, und wenn alle gleicherweise frei sind, werden einige bald ungleich genug, um die Gleichheit aller zu kontrollieren.
Demokratie wurde ein Versuch, freie und ungebundene Leute gesellschaftlich zu verbinden und voneinander gefesselte Leute zu trennen.
Diktatur meint Herrschaft über Sklaven, Demokratie meint Herrschaft über freie Menschen.
Freien Willen gibt es wohl nur zu Dingen, die niemand will.
Freie Märkte, sagen ihre Gegner, verdrängen das Beste besser als Zensurbehörden.
Befreiung heißt Entlassung in ein größeres Gefängnis, doch mancher fühlt sich nur im Unendlichen eingesperrt.
Tyrannen verordnen den freien Willen ohne freie Wahlen.
Innere Leere ist frei – von und zu allem.
Technische Apparate fesseln uns so, dass wir freien Zugang zu ihnen fordern.
Gott gab uns freien Willen, damit wir irren.
Früher konnten Leibeigene geistig frei bleiben, heute müssen freie Bürger Arbeitssklaven sein, die selber Sklaven halten.
Eine emanzipierte Demokratie würde als erstes Mobilität, Entertainment, Produktion, Information und Kommunikation freiwillig reduzieren.
Der freie Westen ist so frei, dass selbst sein Wahl- und Konsumverhalten vorherzubestimmen sind.
Sartre ist von Freiheit gefesselt. Wer frei ist wie Chesterton, sehnt sich nach Verbundenheiten.
Wer Wahrheit will, fügt sich der Realität. Wer gut sein will, fügt sich freiwillig Normen von Recht und Moral. Wer in den Himmel will, fügt sich der Bibel. Wer Kunstwerke genießen will, gehorcht Geschmackskriterien. Wann also ist er frei?
Freiheit imponiert als zügellose Chance, sich seinen Diktator selbst auszusuchen.
Ein Hirnforscher kann gegen unseren unfreien Willen noch seinen freien Unwillen durchsetzen.
Heutige Hirnforscher haben entdeckt, dass wir keinen freien Willen haben. Es wird schon stimmen, dass wir nicht frei sein wollen.
Hirnforscher haben jüngst endlich entdeckt, dass der Computer-Tomograph in ihren Hirnen keinen freien Willen entdecken konnte.
Der Mensch will heute keinen freien Willen haben. Dieser Spielball seiner Launen hat nicht einmal einen guten und festen Willen.
Der Wille kann sich befreien, aber so gebändigt wie das Gesetz, das er selber wählt.
Alle sagen freiwillig das Gleiche und führen so ihre Redefreiheit ad absurdum, die wohl nur deshalb gewährt ist.
Früher war Geschlecht schlecht. Heute ist es samt Geist nicht freier, aber schlicht grobschlächtiger.
Der Hirnforscher sagt Willensfreiheit und meint die Bibel.
Man nutzt lieber seine Gewerbefreiheit als seine Rede- und Gedankenfreiheit.
Die Gedankenfreiheit ist aufgezehrt, wenn das Bewusstsein vom wirtschaftlichen Sein und sexuellen Unterbewusstsein, von sozialen Kräften und sprachlichen Strukturen, von historischen Formationen, genetischen Codes und Gehirngesetzen bestimmt ist.
Pascal? − Gedankenfreiheit kommt als Gedankenlosigkeit auch von Herzen.
Gegen böse Gedanken hilft kein guter Gedanke, sondern nur gedankenlose Gedankenfreiheit.
Die Hirnforschung beweist mir, dass ich nicht einmal genug freien Willen habe, den Glauben daran aufzugeben.
Man fordert oft verbriefte Gewissensfreiheit und meint Freibriefe für Gewissenlosigkeit.
Der beste Feind befreit vom falschen Freund.
Der stumme Eigenbrötler nimmt nur seine Rede- und Versammlungsfreiheit in Anspruch.
Der Wille ist schon unfrei?
Der Unwille ist noch frei.
Demokratien überleben, weil zu viele die öffentliche Rede- und Versammlungsfreiheit nicht nutzen.
Die meisten leben in Demokratien sc...