Simple Endzeit
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Matthäus 24

  1. 80 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Simple Endzeit

Matthäus 24

Über dieses Buch

Die Bibel ist das Buch des Sieges unseres Herrn Jesus Christus. Trotzdem gibt es ein Thema das seit 2000 Jahren Schrecken in die Herzen der Menschen bringt: Die Endzeit.Über dieses Thema gibt es unzählige verschiedene Ansichten und wahrscheinlich so viele umstrittene Fragen wie bei keinem Weiteren unter Christen: Wann fängt die Endzeit an? Wer ist der Antichrist? Müssen wir die Trübsal erleben oder nimmt Jesus uns bald von dieser Welt?Durch weitergereichte Traditionen und Fehlübersetzungen entstanden in den letzten 200 Jahren viele unbiblische Ansichten, die uns ein völlig verdrehtes Bild unserer Zukunft vermitteln.Nicht jeder hat Zeit und Lust sich 300 Seiten komplexer Theorien zum Thema Endzeit durchzulesen. Aus diesem Grund ist das Buch "Simple Endzeit - Matthäus 24" kurz gehalten und einfach für jeden zu verstehen.Unter dem Vorsatz "Die Bibel sich selbst interpretieren lassen, Jesu Worte im Kontext der damaligen Kultur betrachten und Traditionen nicht über das Wort Gottes stellen" beleuchtet der Autor die wichtigsten Verse aus Matthäus 24, zeigt Fehlübersetzungen auf, erklärt anhand der Bibel und jüdischer Traditionen welche Symbolik Jesus verwendet und was diese bedeuten. Außerdem wird behandelt wie die ersten Jünger Jesu Worte verstanden und was das alles mit uns heutzutage zutun hat. Hat die Endzeit bereits begonnen? Wird sie in naher Zukunft beginnen? Oder ist es doch ganz anders, als uns oft vermittelt wird? Auf einfache Weise und anhand der Bibel soll mit diesem Werk Klarheit über das umstrittene Thema Endzeit gebracht werden.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Der Kontext von Jesu Endzeitrede

  • „Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgeschreien hören!“
  • „Das Evangelium wird in der ganzen Welt verkündet und dann kommt das Ende!“
  • „Wäre diese Leidenszeit nicht verkürzt, so würde niemand überleben.“
  • „Die Sonne wird sich verfinstern, der Mond nicht scheinen und die Sterne werden vom Himmel fallen“
  • „Der Menschensohn kommt auf den Wolken“
Jeder kennt sie und viele können sogar Teile daraus zitieren. Eine der berühmtesten Reden Jesu – die Endzeitrede. Wir werden uns die prägnantesten Verse dieser Rede einzeln ansehen, sie in den kulturellen und biblischen Kontext setzen, prüfen, ob wir in der Bibel Erklärungen finden und uns Aussagen damaliger Historiker dazu ansehen.
Die Bibel wurde selbstverständlich von den damaligen Menschen in ihrer eigenen Sprache verfasst. Das bedeutet: Die Symbolik, Sprichwörter und Kultur, mit denen man damals vertraut war, sind in der Bibel enthalten und essenziell wichtig zum Verständnis. Sollte jemand in tausend Jahren den Ausdruck hören „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“, so wird er bestimmt genauso wenig wissen, was damit gemeint ist, wie wir heutzutage nicht automatisch verstehen, warum Jesus sein Kopftuch gefaltet im Grab zurückließ. Kurz gefasst bedeutete dieses Zeichen im Judentum: „Ich bin gleich wieder da.“ Und wie wir wissen, ist Jesus kurz nach seiner Auferstehung seinen Jüngern erschienen. Für die damaligen Juden war dies ein selbsterklärendes Zeichen. Wir aber können heutzutage ohne Hintergrundwissen damit nichts anfangen. Solche Symbolik wird in diesem Buch einfach beschrieben und erklärt, damit wir Jesu Worte so verstehen, wie sie die ersten Jünger verstanden.
Sehen wir uns zuerst den Kontext von Jesu Endzeitrede an: Matthäus 23. Die Vers-Zahlen stehen in Klammern neben den Aussagen.
Jesus ist mit seinen Jüngern im Tempel und redet zu der Volksmenge (Vers 1).
Er sagt den Menschen, sie sollen tun, was die Schriftgelehrten und Pharisäer sagen, jedoch sollen sie nicht tun, was diese tun (Vers 3).
Wie ihr gleich seht, macht Jesus die Schriftgelehrten und Pharisäer in dem gesamten Kapitel nieder. Wir sehen dies als radikal an, für die Juden damals war es jedoch ein weitaus erschreckenderes Ereignis. Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren mehr als nur hoch angesehene Leute, sie wurden fast wie Heilige angesehen und verehrt. Stellt euch die Person vor, die für euch am ehrbarsten ist. Die Person, die immer alles zu wissen scheint und Vorbild ist. Jetzt kommt jemand daher und beschimpft diese Person mit jedem erdenklichen Schimpfwort. In dieser Position befanden sich die Jünger Jesu.
Jesus sagt:
„Sie tun nicht was sie predigen“ (Vers 3).
„Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr
Heuchler!“ (Vers 13, 15, 23, 25, 27 und 29).
„Ihr seid Kinder der Hölle“ (Vers 15).
„Ihr blinden Narren“ oder „Blindenführer“ (Vers 16, 17, 19, 24 und 26).
„Von innen seid ihr voll von Heuchelei und Gesetzlosigkeit!“ (Vers 28).
„Ihr Schlangen! Ihr Schlangenbrut!“ (Vers 33).
„Auf euch wird alles gerechte Blut kommen, welches auf der Erde vergossen wurde!“ (Vers 35).
„Wahrlich, ich sage auch, all dies wird dieser Generation widerfahren!“ (Vers 36).
Zum krönenden Abschluss sagt Jesus ihnen dann noch:
„Euer Tempel wird von Gott verlassen sein und völlig zerstört werden“ (Vers 38).
Versetzt euch in das damalige jüdische Leben. Alles drehte sich um den Tempel, um das Gesetz und um die Schriftgelehrten. Es gab keinen Aspekt ihres Lebens, der hiervon nicht beeinflusst wurde. Ein Vergleich wäre heutzutage eventuell das Internet. Stellt euch vor, jemand, auf den ihr eure ganze Hoffnung setzt, sagt plötzlich: „Das ganze Internet wird zerstört!“. „Der spinnt!“, wäre sicher euer erster Gedanke. Ähnlich war es für die Jünger. Wie kann Jesus sagen, dass der Tempel zerstört wird? Er war ihre Verbindung zu Gott! Der Tempel war die eine Sache, die sie von all den anderen Völkern auf der Welt unterschied. In Matthäus 24 sehen wir jetzt, wie die Jünger auf all dies reagieren. Jesus verließ den Tempel, und schon kamen die Jünger und wollten ihm die Ausmaße des Tempels zeigen (Matthäus 24:1). Wie wir sehen, reagieren die Jünger mit Entsetzen. Sie zeigen Jesus den Tempel, als ob sie sagen wollten: „Jesus, guck dir den Tempel an. Er ist riesig, viele Teile von ihm sind mit Gold verziert und er ist das Zentrum unseres Lebens! Wie kannst du sagen er wird zerstört?“ Sofort bestätigt Jesus aber seine vorherige Aussage mit „Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben!“ (Vers 2).
Später auf dem Ölberg kamen die Jünger zu ihm und fragten, wann das alles geschehen werde, was das Zeichen seiner Wiederkunft und des Endes des Zeitalters sein werde (Vers 3).
Als ich noch die Sichtweise des Futurismus vertrat, hat mein Kopf hier automatisch einen Strich gezogen. Matthäus 24 hatte nichts mehr mit Matthäus 23 zu tun. Jesus redete zwar über die Zerstörung des Tempels in Kapitel 23, aber in Kapitel 24 ging es ja um etwas anderes. Nicht gerade hilfreich war, dass viele Übersetzungen hier schreiben „Ende der Welt“ anstatt „Ende des Zeitalters“, was natürlich zu einer komplett anderen Ansicht führt. Hierzu aber gleich mehr. Aus rein logischer Sicht ergibt es keinen Sinn, hier einen Strich zu ziehen, da die Jünger ihre Fragen auf Jesu Aussagen aus Kapitel 23 beziehen. Jesus prophezeit die Zerstörung des Tempels, die Jünger fragen ihn, wie und wann dies passieren wird, Jesus antwortet, und plötzlich geht es um etwas ganz anderes? Ohne dass Jesus auch nur darauf hinweist? Natürlich ist dies völlig unlogisch und inzwischen habe ich gelernt, die Kapitelzahlen nicht zu beachten, um solche Gedankenfehler zu vermeiden.
Die Jünger fragen Jesus nun also in Bezug auf das, was er in Kapitel 23 sagte. Die direkte Verbindung ist da.

Das Ende von was?

Wir benutzen den Begriff Endzeit im normalen Sprachgebrauch, viele Christen sind sich aber nicht sicher, um welches Ende es sich handelt. Einige geben vorsichtig die Worte „das Ende der Welt“ von sich, können häufig jedoch keine Bibelstelle nennen und es wird klar, dass diese Sichtweise einfach übernommen wurde ohne jegliche Prüfung. Wie bereits aufgezeigt, lesen wir in einigen Übersetzungen, dass die Jünger Jesus fragen, was das Zeichen des Endes der Welt sein werde. Aus dieser Fehlübersetzung stammt die Vorstellung, Jesus spräche in diesem Kapitel von der Zerstörung der Erde. Nehmen wir jedoch eine wörtliche Bibelübersetzung in die Hand oder schauen wir direkt in den griechischen Urtext, stellen wir schnell fest, dass das Wort Zeitalter hier anstatt Welt stehen müsste. Die Jünger fragen also nach dem Ende des Zeitalters. Aber welches Zeitalter ist gemeint?
Das Neue Testament ist voll mit Aussagen über das Ende des Zeitalters des Alten Bundes und voll mit Aussagen über den Anbruch des neuen, kommenden Zeitalters des Neuen Bundes. Das Ende des Alten Bundes und seines Zeitalters steht in direkter Verbindung mit dem Gericht Gottes über Israel, worauf wir später näher eingehen.
Der Alte Bund war der Bund, den Mose auf dem Berg Sinai mit Gott schloss. Durch ihn waren die Juden an Opfergaben und über 600 Gesetze gebunden. Durch Jesu Tod stehen wir nun jedoch nicht länger unter dem Gesetz oder dem Alten Bund, sondern sind im Neuen Bund. Immer und immer wieder lesen wir im Neuen Testament, wie die Apostel dazu ermahnen, sich unter keinen Umständen wieder dem Alten zu unterwerfen und ankündigen, dass das Alte bald nicht mehr sein wird.
Hier nur ein paar Verse die über die Zeitalter und das damals kurz bevorstehende Gericht über Israel sprechen:
Matthäus 3:7: „... Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, ihr könntet dem sehr bald kommenden Gericht Gottes entrinnen?“
Matthäus 12:32: „… weder jetzt noch in dem bald anbrechenden Zeitalter.“
Apostelgeschichte 24:25: „Aber als Paulus dann auch noch von einem Leben sprach, das Gott gefällt, von Selbstbeherrschung und dem bald anstehenden Gericht Gottes ...“
Epheser 1:21: „… nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem kurz bevorstehenden.“
1. Korinther 10:11: „… wurden geschrieben für uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist.“
1. Petrus 4:17: „Denn jetzt ist die Zeit gekommen, in der Gott Gericht hält. ...“
Hebräer 2:5: „Über das bald kommende Zeitalter, von dem wir hier reden, werden keine Engel herrschen.“
Hebräer 8:13: „Gott selbst hat hier von einem neuen Bund gesprochen. Das bedeutet, dass der erste Bund nicht mehr gilt. Was aber alt und überholt ist, wird bald nicht mehr bestehen.“
Hebräer 9:26: „… er ist jetzt, am Ende der Zeitalter, erschienen ...“
Viele unserer heutigen Bibelübersetzungen beinhalten nicht die originalen Zeitangaben in diesen Versen, sondern generalisieren die Worte zum Beispiel zu „nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem Zukünftigen.“ Hierdurch wird die Nähe des anbrechenden Zeitalters in den Bibelübersetzungen in keiner Weise erwähnt. Einige Übersetzungen schreiben außerdem „Welt“ anstatt „Zeitalter“, womit sich eine völlig fehlerhafte Übersetzung ergibt. Wollt ihr also tiefer in dieses Thema eintauchen, empfehle ich euch, eine wörtliche Bibelübersetzung zu benutzen oder Verse wörtlich aus dem Urtext zu übersetzen. Hiermit sichert ihr euch ein verlässlicheres Verständnis der Bibel.
Die Lehre des Neuen Bundes ist absolut fundamental für jeden Christen. Wer sich hierzu mehr informieren möchte, der sollte in Ruhe den Hebräerbrief lesen und auf jeden Fall Conrad Max Gilles Werke ansehen. Möglichkeiten dazu gibt es auf Youtube oder fatofa.de (Face to Face).

D...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort
  3. Einleitung
  4. Futurismus
  5. Präterismus
  6. Der Kontext von Jesu Endzeitrede
  7. Das Ende von was?
  8. Der Zeitkontext von Jesu Endzeitrede
  9. Matthäus 24:2
  10. Matthäus 24:4-5
  11. Matthäus 24:6
  12. Matthäus 24:7 Kämpfende Nationen
  13. Matthäus 24:7 Hungersnöte und Seuchen
  14. Matthäus 24:7 Erdbeben
  15. Matthäus 24:9
  16. Matthäus 24:11
  17. Matthäus 24:14
  18. Matthäus 24:15-16
  19. Matthäus 24:16-18
  20. Matthäus 24:20
  21. Matthäus 24:21-22
  22. Matthäus 24:29
  23. Matthäus 24:30
  24. Matthäus 24:35
  25. Matthäus 24:37-39
  26. Lukas 21:11
  27. Matthäus 24:34
  28. Die Verse nach Matthäus 24:34
  29. Abschließende Bemerkungen
  30. Impressum