Völlig entschleiert?
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Völlig entschleiert?

Dschihad im Herzen, nicht aufm Kopf!

  1. 208 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Völlig entschleiert?

Dschihad im Herzen, nicht aufm Kopf!

Über dieses Buch

In diesem Buch möchte ich verschiedene Ansichten über das Kopftuchtragen erläutern, damit die Gläubigen sich selber ein Bild machen können. Wohlgemerkt, ich werde zu keiner Position Stellung nehmen, lediglich verschiedene Fakten und Beweise der jeweiligen Parteien darlegen. Zeitgemässe Islamwissenschaftler sind überzeugt, dass die klassischen Gelehrten das Kopftuch nur deshalb empfohlen haben, um den Status der Frauen zu heben, damit sie nicht belästigt werden. Ihre Absicht war demzufolge gut. Doch heutzutage soll es, laut einigen Gelehrten wie Muhmmad Asad, Shihab, Sheikh Mustapha Mohamed Rashed von der Al Azhar-Universität, dem wichtigsten Lernort des sunnitischen Islam und anderen, nicht mehr dieselbe Funktion haben. Man könnte genauso auf folgenden Hadith verweisen: Alle 100 Jahre wird ein Reformator kommen.So beklagten diese: Ist es nicht traurig, was in unserer Zeit manche Gelehrten, samt seiner unzulänglichen Gefolgschaft machen? Es scheint alles andere, als deren gute vorbildliche Absicht weiterzutragen. Historisch betrachtet, haben die klassischen Gelehrten höchstwahrscheinlich das Kopftuch nicht hinterfragt, da es ohnehin Mode war und falls doch, zeige die Geschichte, dass sie ins Gefängnis gesteckt wurden. Stellen die heutigen Gelehrten das Kopftuch in Frage, werden sie gleich als Erneuerer abgestempelt. Es wird verlangt, dass eine Frau verschleiert auf die Strasse gehen soll, egal ob sie belästigt wird, unter der Islam verhassten Lage leiden muss, nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Ich musste erleben, wie Menschen voller Hass aufs Gaspedal drückten, weil sie mich und meine Tochter überfahren wollten. Andere Schwestern wurden aufgrund des Kopftuches abgestochen. Wenn der Hijab Pflicht ist, wie gelten die Regeln in der Zeit der grossen Bedrängnis? Die Frage stellen sich wenige Muslime. Nach wie vor, bin ich der Meinung, dass solche diese Fatwas, besonders in der Gegenwart hinterfragt werden sollten, inwieweit, die Frau ihr Kopf noch bedecken muss oder ob es reicht, dass sich schamvoll kleidet?

Häufig gestellte Fragen

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783752609219
eBook-ISBN:
9783749419159

Steht das Kopftuch im Koran?

Die ersten Regeln der Kleiderordnung muslimischer Frauen stehen in den Suren Al-Araf Vers 26, An-Nur Vers 31 und in der Sure Al-Ahzab Vers 59.
Durch genaueren Analysen der Sure Al-Ahzab Vers 59 lassen Islamwissenschaftler verlauten, dass Allah durch diese Regeln der Kleidung muslimischer Frauen währende der Zeit des Propheten (saw) festlegte. Obwohl durch diesen Vers Allah zu seinem Gesandten (saw) sprach, bedeute dies, dass diese Anordnung für seine Lebzeiten galt, genau wie es in der Reihenfolge in Sure Hugurat Vers 2 beschrieben sei. Die Beschreibung entsprach dem Geist des Islam und solle uns Inspiration geben. Wenn man sorgfältig über diesen Vers nachdenke, was Allah dem Propheten (saw) auferlegte, dass seinen Frauen, Töchtern und gläubige Frauen ein Überwurf über ihre Roben ziehen sollen, würden sie die enorme Weisheit dahinter verstehen. Experten meinen, dass in diesem Vers Allah bewusst betonte und forderte sie auf, ein Gewand hinzuzufügen und niemals spezifizierte, wie lange es sein müsste. Er hätte detailliert sagen können, dass sie ihre Kleidung bis zu den Knöcheln tragen müsse, aber er tat es nicht. Allah hätte dies aus Barmherzigkeit ausgelassen, nicht weil er es vergass. Denn das tut er nie. Ihm schien wohl bewusst zu sein, dass wir in verschiedenen Kulturen leben und verschiedene Traditionen pflegen würden. Allah überliess es den Landsleuten selber, mit kleinen Details über die Kleiderordnung zu handhaben. Der Allmächtige wisse, dass Demut je nach Land und Rasse unterschiedlich verstanden wird. Deshalb erlaube er, Menschen frei zu entscheiden und Demut anhand von Gerechtigkeit beurteilen zulassen. Einige Muslime machen darauf aufmerksam, dass Allah entschieden hätte, dass diejenigen, der sich weigere den Koran anzunehmen und andere Quellen vorziehe, im Diesseits und Jenseits bestraft werde. Der Allerbarmer hat den Gläubigen keine Erschwernis auferlegt, jedoch gäbe es Gelehrte, welche mit Gesetzen vorschreiben wollen, mit welchen Fuss man aufzustehen habe. Was solle man dazu noch sagen? Des Weiteren was das Thema Kopftuch im Koran anbelangt, Allah hätte uns eine vollständige Offenbarung herabgesandt, jene die Glauben werden im Koran die Leichtigkeit erkennen, so wie auf die Suren Yunus Vers 62-64 und An-Nahl Vers 97 verwiesen wird. Ihr Fazit lautet, dass Allah, der Barmherzigste, uns drei Grundregeln für die Kleiderordnung für Frauen im Islam auferlegt habe:
  1. Das beste Kleidungsstück sei das Kleidungsstück der Gerechtigkeit. (Sure Araf Vers 26)
  2. Wenn man sich anziehe, bedecke man die Scham. (Sure An-Nur Vers 31)
  3. Verlängern der Kleidungsstücke. (Sure Al-Ahzab Vers 59)
Zur Zeit Mohammeds (saw) waren die Kleider arabischer Frauen so weit ausgeschnitten, dass ihre Brüste zu sehen waren. So erhielten die Frauen durch die Sure 24 Vers 31 die Aufforderung, dass sie „ihren Schleier (Khimar) über ihren Busen ziehen“ sollen: „Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht normalerweise sichtbar ist, und ihre Tücher über ihre Busen ziehen.“
(wa-qul li-l-mu
mināti yaġ
u
na min ab
ārihinna wa-ya
fa
na furū
ahunna wa-lā yubdīna zīnatahunna illā mā
ahara minhā wa-la-ya
ribna bi-
umurihinna
alā
uyūbihinna wa-lā yubdīna zīnatahunna illā li-bu
ūlatihinna aw abā
ihinna aw abā
i bu
ūlatihinna aw abnā
ihinna aw abnā
bu
ūlatihinna aw i
wānihinna aw banī i
wānihinna aw banī a
awātihinna aw nisā
ihinna aw mā malakat aymānuhunna awi t-tābi
īna ġayri ūlī l
irbati mina r-ri
āli awi
-
ifli lla
īna lam ya
harū
alā
awrāti nnisā
i wa-lā ya
ribna bi-
ar
ulihinna liyu
lama mā yu
fīna min zīnatihinna wa-tūbū ilā Llāhi
amī
an ayyuha l-mu
minūn la
llakum tufli
ūn)
Laut Islamwissenschaftler propagiert dieser, keine Pflicht zur Verschleierung des Gesichts. Die Verhüllung des Busens in der Öffentlichkeit sei überdies auch nach westlicher Kleidersitte selbstverständlich. Mancher übersetze Khimar im Übrigen nicht mit „Schleier“, sondern mit „Schal“. In der Koranexegese (Tafsir) von Muhammad Asad, der sich diesem Vers widmete, brachte gleich vier Erklärungspunkte, woran deutlich erkennbar wird, wie wichtig ihm dieses Thema war. Die Aufforderung auf Keuschheit zu achten und den Blick zu senken, sei für beide Geschlechter gleichermassen förderlich. Im Gegensatz zu traditionellen Exegeten las Muhammad Asad aus diesem Vers „was davon sichtbar sein mag“ (illā mā
ahara minhā), Körperregionen die angesprochen wurden, welche nach islamischer Auffassung in der Öffentlichkeit gezeigt werden durften, als eine „absichtliche Unbestimmtheit der Wendung, zeitgebundener Veränderung, denen Raum gegeben wurde, welche zum moralischen und gesellschaftlichen Wachstum des Menschen notwendig waren.“31
Gibt es die eindeutige Übersetzung? In einer anderem Übersetzung heisst es nämlich: „Und sage den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen, ausser was (anständigerweise) sichtbar ist; und dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen und ihre Reize nur ihren Ehegatten zeigen sollen (…) Und sie sollen ihre Beine nicht so schwingen, dass Aufmerksamkeit auf ihre verborgene Zierde fällt. Und bekehrt euch zu Allah allzumal, o ihr Gläubigen, damit es euch wohl ergehe.“32
Aus diesem Vers wäre das Kopftuch nicht abzuleiten, heisst es. Man könnte noch argumentieren: „Das wäre nicht nötig gewesen, denn wenn etwas Tradition war, hätte man es angenommen.“ Die Tradition sprach ich bereits im vorangegangenen Kapitel an, weshalb ich hier nicht mehr näher darauf eingehen werde. Beim Kopftuch gehe es nicht um Reize, sondern um den Status, argumentieren Historiker. Dieser Vers verweise explizit auf die sexuellen Reize, wie das Bedecken der Busen und den Schambereich zu verbergen.
Was viele ausblende, sind die Hintergründe über die Herabsendung einiger Koranverse, meinte Sheikh Mustapha Mohamed Rashed von der Al Azhar-Universität, dem wichtigsten Lernort des sunnitischen Islam. Die meisten Gelehrten glauben, dass die Offenbarung der Sure An-Nur Vers 31 mit der „Halsband-Affäre“ zusammenhängen. Während das islamische Heer rastete, verliess Aishe (r) für einen kurzen Moment die Gruppe, bevor sie weiterzogen, bemerkte sie, dass sie ihre Halskette verlor. So fing sie an zu suchen. Gleichzeitig machte sich die Karawane auf den Weg, weil sie dachten Aishe (r) wäre in ihrem Zelt. Sie wartete geduldig an ihrem zurückgelassenen Platz und hoffte, man würde sie abholen. Auf einmal erblickte sie Safwân ibn Muattal, der zum Nachzug der Truppe hinter herzog. Er hob sie auf seinem Kamel und erreichte bei Tagesanbruch die vorangegangen Muslime. Kurz darauf behaupteten neidische Frauen, dass Aishe (r) wohl mit Saf...

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweise
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Vorwort
  4. Kopftuch & Schleier im nahöstlichen Raum
  5. Steht das Kopftuch im Koran?
  6. Kopftuch laut Rechtsschulen
  7. Wahabismus und die Rolle der Frau
  8. Der Prophet (saw) und die Rolle der Frau
  9. Zeit der Bedrängnis
  10. Schlusswort
  11. Danksagung
  12. Literatur
  13. Autorin
  14. Impressum