1. Vorwort
Zurzeit erlebt die Menschheit weltweit wohl eine der größten und schlimmsten Pandemie seit Menschengedenken. Im Umgang mit traumatisierenden Ereignissen sprechen manche Therapeuten nicht selten davon, den Traumatisierten in die Lage zu versetzen, das Erlebte nicht passiv, sondern sich selbst in eine aktive Lage zu versetzen. Entweder dadurch, dass die- oder derjenige das Erlebte zum Beispiel niederschreibt und somit diese Gedanken strukturiert und dadurch Abstand zu dem Geschehenen erhält. Somit kann der passive Leser sich dadurch selbst verhelfen indem er ebenso zum aktiven Akteur wird.
Mittlerweile überschlagen sich die Medien täglich aufs Neue mit weltweit höchsten gemeldete Infizierten- und Todesrate seit Beginn des Coronaausbruchs. Die Pandemie hat sich seit ihrem Beginn Anfang des Jahres einmal über den gesamten Erdball geschoben. Ausgehend vom chinesischen Wuhan erreichte das Coronavirus zunächst andere asiatische Länder und schließlich Europa. In den USA kam es im Nordosten des Landes im Frühjahr zu verheeren-den Ausbrüchen. Zuletzt stiegen schließlich in zahl-reichen Ländern Mittel- und Südamerikas die Fallzahlen stark an. Mit wenigen Wochen Verzögerung schlugen sich die gestiegenen Fallzahlen auch in der Todesfallstatistik nieder. In Europa starben auf dem bisherigen Höhepunkt Mitte April fast 4000 Menschen am Tag, vor allem in Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Seither hatte sich der Wert auf weniger als 300 Menschen täglich reduziert.
Dafür sind die Todeszahlen zuerst in Nordamerika und zuletzt in Mittel- und Südamerika rasant gestiegen. Die Daten stammen von der John Hopkins University und werden täglich aktualisiert. Weltweit nimmt die Zahl der Menschen, die an Covid-19 erkranken, so schnell zu wie noch nie im Verlauf der Pandemie. Nach aktuellen Meldungen (Stand Ende September 2020) des Robert Kochs Instituts liegen Weltweit mehr als 33.000.000 Infektionen wie auch nun bereits über knapp 1.000.000 Todesfälle vor. Die Zahl der Genesungen wird mit 23.204.219 und 9.246.2427 aktive Fälle beziffert1. In Indien werden am gleichen Tag über 95.000 Infektionen innerhalb der letzten 24h und mittlerweile über 96.000 verstorbenen Menschen ge-meldet. In Brasilien gab es bisher rund 4.745.464 Coronafälle und über 142.000 Todesfälle. Für Deutschland wurden zum gleichen Tag 290.334 Infek-tionen, 9.483 Todesfälle und 255.186 Genesungen und 25.665 aktive Fälle gemessen.2
Wenn man die aktuellen Fallzahlen von Deutschland mit denen anderer Länder direkt vergleicht, bekommt man leicht den Eindruck, dass in Deutschland die Pandemie, relativ besser verlaufen ist als in anderen Ländern, zumindest noch zum derzeitigen Zeitpunkt. Dennoch rechnen viele, dass eine „zweite Welle“ kommen könnte. In der Hauptstadt von China wurden bereits wieder Ende Juni 2020 die ersten Bezirke in Peking abgeriegelt.3
Die Reproduktionsrate lag Anfang März 2020 um 3. Nach der sogenannten ersten Welle war dieser deutlich unter 1 gefallen, allerdings mit 2,88 (Stand 21.06.2020)4 auf einen sehr kritischen Stand wieder zwischenzeitlich gestiegen. Diese recht hohe R-Zahl stand mit einigen ausgeprägten Hotspots wzB. Berlin, Göttingen und Gütersloh im Zusammenhang.5
So befürchtet auch der Virologe Prof. Dr. Drosten aufgrund erneuten massiven Ausbreitung einiger erneut aufkommenden Hot-Spots, dass schon in einer absehbaren Zeit eine zweite Welle bevorstehen könnte und mahnt zur besonderen Vorsicht.6 Ebenso bereitet die Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ die Leser Ende September 2020 auf die zweite Welle vor.7
Beim erscheinen dieses Buches Ende September 2020 liegt dieser sogenannte R-Wert bei knapp über 1, mit erneuter Tendenz nach oben.
Dieser R-Wert resultiert allerdings nun auf eine große Anzahl von bereits Infizierten und wird wohl aus diesem Grund somit auch noch im unteren Entstehungsbereich einer erneuten Welle stehen.
Im direkten Vergleich mit vielen unserer direkten Nachbarn und anderen Ländern weltweit stehen wir noch recht positiv dar. Als Grund dafür, wird vermutet, dass beispielsweise durch mittlerweile günstigere Verläufe bei nun Jüngeren, besseren Eigenschutz der Bevölkerung durch Einhaltung von Abstandregelungen und dem weit verbreitetem Tragen von Atemmasken wie auch durch die aktive und zielgerichtete Nachverfolgungsarbeit der Gesundheitsämter, diese befürchtete Welle abgeflacht werden kann. Hier erhofft man sich ebenso durch die nun vor Kurzen freigegebenen Corona-Warn-App der Bundesregierung, dass man einem erneuten exponen-tiellen Anstieg der Fallzahlen verzögern bzw. abflachen könnte. Ob dies tatsächlich gelingen wird, wird uns die Zeit zeigen.
Tatsächlich allerdings können wir zum heutigen Zeitpunkt die Zahl der Neuinfektionen besser bestimmen als noch zu Beginn der Pandemie. Heute wird vielmehr getestet und man kann sich auf eine breitere Datenbasis beziehen, als dies noch vor ein paar Monaten der Fall gewesen ist.
Standen Mitte März nur rund 7.000 Tests pro Tag zur Verfügung, waren es Ende Juli etwa 180.000. Zum Beispiel wurden in der letzten Juli-Woche rund 570.000 Menschen auf SARS-CoV-2 getestet. Etwa ein Prozent der Tests waren positiv. Mitte März lagen diese Positivgetesteten bei fast sechs Prozent. Man kann wohl davon ausgehen, dass vermutlich vor allem die schweren Fälle getestet wurden.
Selten kommen diejenige in den Statistiken diejenige vor, die einen vermeintlich leichten Verlauf hatten, aber nach ein paar wenigen Wochen an lange Zeit bleibende Schäden, wie den Verlaust von Geruch- und Geschmacksinn oder schwerwiegenden neuro-logischen Ausfällen. Wie hoch die Dunkelziffer ist, lässt sich derzeit nicht seriös abschätzen. Einhellige Meinung ist derzeit unter den Wissenschaftlern, dass weltweit tatsächlich viele Menschen unter den Bedingungen des sogenannten Corona Virus, entweder direkt durch eine akute Infektion oder indirekte durch Angst vor Verlust der Arbeit und einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation leiden. Dies bestreitet kaum jemand ernsthaft.
Kinder leiden, dass sie ihre Lehrer bzw. Klassenkameraden in der Schule nicht treffen können bzw. in Angst haben sich oder andere anzustecken. Sicher ist die Situation auch für deren Großeltern und vorerkrankten Menschen besonders schwierig.
Von vielleicht Guten im Unguten zu sprechen, fällt mir diesbezüglich aufgrund der aktuellen Situation sehr schwer. Schließlich geht es immer um das Leben von Menschen. Indirekt im Zusammenhang von Corona geht es letztendlich auch um eine zahlreiche Anzahl von Menschen, die ihr Lebenserwerb als Angestellte in Firmen, Einrichtungen oder Fabriken beziehen, die im Zusammenhang mit dieser Corona-Pandemie unter einer wirtschaftlichen Krise zu leiden haben.
Hierzu stellt der schwedischen Staatsimmunulogen Anders Tegnell fest:
„Dazu gehört auch, alle Effekte eines Lockdowns in die Überlegungen einzubeziehen, etwa die Frage, inwieweit ein Lockdown die Menschen so stark belastet, dass andere Sterblichkeitsraten steigen, wie beispielsweise die Selbstmordrate. Wir haben uns auch gefragt, ob bei schwer kranken Menschen die Hemmschwelle vor dem Besuch eines Arztes wegen eines Lockdowns erhöht wird. Für Menschen ist es gesundheitlich schädlich, unfreiwillig isoliert zu werden.“8
Allerdings wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits, dass die meisten Länder, die auf das Virus kaum oder verspätet reagierten, mittlerweile mit sehr hohen Fallzahlen und gegen den Virus zu kämpfen haben.
Falls es tatsächlich noch etwas Gutes in einer solchen Situation geben sollte, dann wäre es sicherlich wichtig dieses in die Zeit nach der jetzigen Pandemie mitzunehmen bzw. für dessen zukünftiges bestehen sich einzusetzen. So zum Beispiel werden wir in der nun bevorstehenden Herbstzeit wohl damit rechnen können, dass wir durch die bereits durchgeführten Vorsichtsmaßnahmen, wie Abstand halten, Hände waschen und Masken tragen, auch andere Erkrankungen eindämmen werden. So können wir in diesem Winter wohl auch mit viel weniger Influenza-Toten rechnen. Man geht mittlerweile davon aus, dass wir mit dieser Pandemie mindestens bis Ende 2021 zu tun haben werden und das noch unheimlich viel passieren wird.9
Zu Beginn der Pandemie, damals sprach man noch von einer Epidemie, hieß es zuerst, man sollte keine Infektionsmasken tragen solle, da dies sogar das Ansteckungsrisiko noch erhöhen bzw. lediglich die anderen, aber nicht sich selbst, geschützt werden könnte. Jeder normal denkende Mensch fragte sich noch zu diesem Punkt, wie es denn sonst dazu kommt, dass Jahre lang über in den meisten Operations- und Intensivstationen die dort arbeitenden Menschen mit Masken herum liefen.
Sicherlich, heute wissen wir, dass diese lieber FFP2 und FFP3 Masken hätten tragen sollen, um sich wie auch die Patienten dort - tatsächlich effektiv und ausreichend genug schützen zu können.
Zu diesem Zeitpunkt war es schon bald fast unmöglich eine solche ausreichend schützende Atemschutzmaske zu einem angemessenen Preis kaufen zu können.10 Die Preise im Internet, falls man überhaupt noch derartige Masken erhalten konnte, überschlugen sich förmlich und stiegen ebenso exponentiell wie auch viral? in die Höhe. Da ich selbst Chemie im Lehramt studierte und über sieben Jahre hinweg neben meinem damaligen Studium dazu im Rettungsdienst und Erste-Hilfe Ausbilder gearbeitet hatte, kam mir die desinfizierte Wirkung von aluminium-beschichteten Wundverbänden wieder in dieser Situation in den Sinn. Ich wartete nicht lange und forschte in meinen alten Büchern wie auch im Internet nach Hintergründen und Alternativen.
Nach einer kurzen Zeit schon konnte ich über Silberfolien lesen, die mit entsprechenden Datenblätter und schon vor Corona mit entsprechenden Studien ihre desinfizierenden Wirkung bestätigt, durch die Hersteller zu akzeptablen Preisen verkauft wurden. Die erste Idee, nämlich die eigene Herstellung einer Silbermaske war geboren und schon nach weniger Zeit auch schon selbst zusammen genäht.
Diese sind nicht nur durch ihre Waschbarkeit umweltfreundlicher, sondern wie man zwischenzeitlich auch besser weiß durch einen besseren Schutz auf FFP2 Niveau auch viel wirkungsvoller gegen das Coronavirus als jede sonst selbstgenähte sogenannte Alltagsmaske.
Somit war meine Aufmerksamkeit auf das Silber fokussiert. Schon als Schüler und späterer Student war ich von diesem Edelmetall schon irgendwie fasziniert. Warum hatten meine Eltern Silberbesteck im Schrank verschlossen? Nur zu besonderen Anlässen wurde es herausgeholt. Faszinierend war es dann als Kind in den alten Märchen zu hören, wie Könige, aber auch Räuber aus Silberbechern tranken. Und warum wurden in Geschichten immer wieder bei manchen Menschen im Mittelalter von den Blaublütigen gesprochen? Konnte das ein Zufall sein, dass diese auch in anderen Kulturen und Völkern derart war?
Als Chemiker interessiert man sich nicht nur für das Vordergründige, also das was man sehen, fühlen oder auch beobachten kann, sondern gerade auch für die Zusammenhängen im Hintergrund.
Also den nicht Offenkundigen und im Vordergrund stehenden Dingen, dem Stofflichen, sondern eben auch den im Hintergrund wirkenden Kräften und Zusammenhänge, die die einzelnen Stoffe und deren Bausteine zusammenhalten und wirken lassen. Aber als Pädagoge stellte sich mir in diesem Zusammenhang stets auch die Frage, was lässt ein Mensch zu einem Menschen aus Fleisch und Blut werden?
Im Unterschied zu seiner bloßen zusammenhängenden Anzahl von einzelnen Atomen und Atomgruppen, selbst wenn diese nach einem bestimmten Bauplan und Anordnung geordnet sind?
Was versteht man unter „vis vitalis“? Woher kommt die Quelle der Kraft, die einen fast zu Tode gekommenem Menschen dennoch die Energie gibt zu überleben? Die entscheidende Frage kommt stets vor der Erkenntnis durch eine Antwort. Für den Chemiker besteht der Mensch, wie auch alle anderen Organismen, aus einer großen Anzahl chemischer Verbindungen, und alles Leben ist das Ergebnis vieler miteinander verflochtener chemischer Reaktionen. Ebenso besteht die Nahrung des Menschen aus chemischen Verbindungen; diese werden durch chemische Reaktionen im Körper zum Teil in Energie und zum Teil in die chemischen Strukturen, die notwendig sind, um den Organismus am Leben zu erhalten, umgewandelt. Die Abfallprodukte, die sich im Laufe der chemischen Prozesse bilden, werden an die Umgebung, zum Beispiel mit der Atemluft abgegeben.
Damit der menschliche Organismus funktionieren kann, ist entscheidend, dass alle chemischen Reaktionen im Gleichgewicht sind. Wird irgendeine Reaktion unterdrückt oder nimmt Überhand, entstehen Störungen, die mehr oder weniger ernst sein können. Damit der Mensch üb...