
eBook - ePub
Lesen und Schreiben, Denken, Bildung, Fortschritt, Geschichte und Alter
Zeitschrift für europäische Moralistik
- 108 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
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Lesen und Schreiben, Denken, Bildung, Fortschritt, Geschichte und Alter
Zeitschrift für europäische Moralistik
Über dieses Buch
"Zeitschrift für europäische Moralistik"."Europäische Moralisten" waren keine Moralprediger, sondern Essayisten und Aphoristiker, die seit dem 17. Jahrhundert die "mores" untersuchten, die Sitten und Gebräuche ihrer Epoche. Diese inzwischen fast abgerissene Tradition sollte hier etwas wiederbelebt werden..Mehr als 700 Gedanken zu den ewigen Themen: Lesen und Schreiben, Denken und Philosophieren, Bilder und Fortschritt, Geschichte und Alter....Ein aphoristisches Brevier und Vademecum zu einigen kulturellen Dringlichkeiten und gesellschaftlichen Aufdringlichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Philosoph(i)en und Berufsdenkerei
Die Fähigkeiten, um mit Philosophie sein Geld zu verdienen, sollten dafür schon disqualifizieren.
Politik heißt, philosophische Fragen durch ständige Realisierung abzuwehren.
Sie leben weniger nach als von ihrer Lehre : Der Wahrheitsgehalt einer Philosophie ist umgekehrt proportional zum Jahresgehalt des Philosophen.
Philosophen sind immer überflüssig:
Entweder sind sie deiner Ansicht oder nicht.
Ein guter Philosoph hängt seinen Gedanken nach jeder Windstille und ist ein Mensch, der sich nicht nur seinen Teil denkt.
Philosophen gelten schon als dunkel, weil sie uns klar machen, warum uns eigentlich klar ist, dass 1 + 1 = 2 ist.
Wenn Philosophen regieren, kann Gewalt sich rechtfertigen.
Moralisch handeln nur noch Denker, die über Meta-Ethik diskutieren.
Philosophie : Hintergedanken sind der Hinterwelt Lohn.
Ein Philosoph darf sich nicht durchsetzen. Er muss den Kopf über der eigenen Verwässerung halten.
Philosophie ist eine Alternative zur bloßen Alternative von materialistischen Reden über Geister und geistreichen Reden über materielle Dinge.
Das ist Anfang und Ende der Philosophie : Du stutzt — anderen die Flügel.
Erst kommt das Fressen, dann die Philosophie des Fressens und das Scheißen auf die Mm-oral.
Sire, geben Sie wenigstens große Denker frei!
Ein Philosoph ist ein Mensch, der andere lieber im Denksport schlägt als im Affekt.
Wer sich für die Idee opfert, dass keiner für Ideen sterben soll, war ein Philosoph.
Wer die Froschkönigperspektive aus der Vogelscheuchenperspektive betrachtet, ist kein Philosoph.
Nur die Leidenschaft für leidenschaftslose Ratio geht mit den Philosophen nicht mehr durch.
Jede Philosophie ist so wahr, dass nicht einmal ihr Gegenteil falsch ist, und zugleich so sinnlos, dass nicht einmal ihr Gegenteil mehr Sinn macht.
Gespräche sind heute di-alogisch. Philosophische Touristen erleben auf jedem Gebiet nun kostenlos die tollsten Frag- und Denkwürdigkeiten.
Wer nicht nachdenken will, kann sich ja immer noch „Vordenker“ nennen.
Große Denker? Nicht tiefer als auf den Grund.
Denker 2000 : Graue Zellen entwickeln graue Theorien des grauen Alltags.
Denken mag ja nur geistige Selbstbefriedigung sein, aber warum gibt es dann nicht mehr große Denker?
Dichter und Denker fallen durch jeden Boden der Tatsachen, weil sie auf festem Abgrund stehen.
Die größten Feiglinge können immer noch große Denker werden, denken Untäter.
… und führe uns nicht in gentechnische Versuche und hochphilosophische Essays darüber.
Die Philosophiegeschichte besteht aus den noch unverstandenen Werken.
Philosophen mussten in der Antike auch Sklavenhalter und wollen heutzutage nur Staatsdiener sein.
Philosoph : der erste Kultivierte im Dschungel und der letzte Wilde in Zivilisationen.
Kultur war der Weg von Hysterie, Zwangsneurose und homoerotischer Paranoia zu Kunst, Religion und philosophischem System – und zurück.
Philosophische Gedanken sind ersetzt durch umweltanschauliche Plaudereien.
Philosoph ist ein Mensch, der alles, was uns handgreiflich überwältigt, begrifflich bewältigt, ohne dass er aufhört, sich vergewaltigt zu fühlen.
Psychologie entstand, als die Seele sterblich wurde, und Philosophie blühte auf, als Wissen(schaft) Witz und Weisheit verdrängte.
Als die Griechen Sklaven hatten, philosophierten sie. Obwohl wir Maschinen haben, philosophieren wir nicht.
Wissenschaft sucht die Lösung aller Rätsel, Philosophie findet das Rätsel aller Lösungen.
Religion und Philosophie differieren darin, dass das Höhere sich dem Niederen opfert oder verdankt.
Philosophie löst uralte Probleme dadurch, dass sie brandneue entdeckt.
Wenn Politiker, Philosophen und Journalisten argumentieren, überzeugen sie eher davon, mich überredet zu haben, als dass sie mich überreden, überzeugt zu sein.
Philosophen können die Welt nicht mehr anders interpretieren, es kömmt ihnen deshalb darauf an, Weltveränderungen zu ändern.
In manchen Philosophien kann ich schwer unterscheiden zwischen einem Beweisgrund, der mich überredet, und einer Rhetorik, die mich überzeugt.
Eine Philosophie kann nichts verstehen, sobald sie selbstverständlich wird, aber einiges erklären, solange sie einigermaßen unerklärlich bleibt.
Philosophie ließ sich von der Welt bisher nur verschieden interpretieren, es kömmt ihr aber darauf an, die Philosophen zu verändern.
Ein Philosoph blutet nicht durchs Leben.
Wir Nichtphilosophen haben unsere Welt bisher niemals interpretiert; es kömmt uns aber darauf an, nicht verändert zu werden.
Ernster mit dem linguistic turn in der Philosophie machten Heideggers Etymologien als Wittgensteins Sprachspiele.
Die Hinterwelt ist alles, was kein Fall für Philosophen mehr ist.
Philosophie treibt Probleme in Wissenschaften oder dorthin, wo keine Wissenschaft sie – bisher oder jemals – behandeln kann.
Philosophie ist Intuition oder Produktion in der Maske der Deduktion.
Erst steht der Philosoph starr vor Staunen, dann starrt er auf seine erstarrten Begriffe.
Philosophischer Logos war nicht der Weg von religiösen Mythen zu wissenschaftlicher Logik und blieb von Künsten durch Begriffe getrennt.
Vergessene Binsenweisheit von gestern ist Fachphilosophie von morgen.
Romantik, also poetische Einbildungskraft plus philosophische Urteilskraft, will bestimmen, warum etwas unbestimmbar ist, und gibt Rechenschaft, warum es kein Rechner schafft.
Der Philosoph fasst unsere Tomaten auf den Augen ins Auge, nicht seine Bohnen in den Ohren.
Der Philosoph kommt aus dem Staunen nie heraus, in das der ideologische Sophist nie hineinkommt.
Philosophie ist ein gelöstes Sprechen über Probleme, die durch Sprechen zu lösen sind. Schon Gespräche machen sie unlösbarer.
Philosophie entsteht auch, wenn der menschliche Kopf zum Gegner seines eigenen Inhalts wird und seinen Feind lieben soll.
Wissenschaft spricht objektiv über Objekte, Philosophie subjektiv und objektiv über Subjekte, Literatur subjektiv über Subjekte und Objekte.
Ein Philosoph kommt und geht der Welt auf den Grund, ohne gründlich zu Grunde zu gehen.
Philosophie gibt es seit 2500 Jahren, weil kein Gedanke zu Ende gedacht ist und, ob nun zu Ende gedacht, nicht zu Ende geprüft.
Philosophen machten aus ihrer Armut mehr als Denkbeamte heute aus ihrem Wohlstand.
Das 20. Jahrhundert hat mehr Technik und Grauen als Kultur hervorgebracht. Die Philosophie war zweitklassige und bestenfalls gutgemeinte Aufgeregtheit ohne Zukunft.
Der Philosoph fällt über das Nächstliegende, die Sterne, wenn er bedenkt, was ihm am fernsten liegt, sich selbst.
Philosophie fängt imm...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Motto
- Widmung
- Lesen und Schreiben − Autorität des Autors
- Geschichten und Geschichte schreiben
- Denken, nein danke?
- Philosoph(i)en und Berufsdenkerei
- Progressiver Fortschritt
- Bilder und Bildung
- Sprache denkt, Sache lenkt, Rache kränkt
- Gesamtwerk in Gesamtausgabe
- Sekundärliteratur zum Aphorismus
- Impressum