Die natürliche Sonne
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Die natürliche Sonne

Originaltext in neuer Rechtschreibung

  1. 444 Seiten
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Die natürliche Sonne

Originaltext in neuer Rechtschreibung

Über dieses Buch

Dieses Offenbarungswerk beinhaltet die Betrachtung der Sonne und des Sonnensystems aus göttlicher Sicht. Der Herr führt uns durch die Wunder Seiner Schöpfung, so ähnlich, wie Eltern mit ihren Kindern durch die Natur spazieren und ihnen Blumen oder Schmetterlinge zeigen. Er lehrt uns das Staunen, denn durch dieses sieht man tiefer und so gesehen auch realer. Gott hat mit der Sonne ein Wunder erschaffen und keinen bloßen Feuerball. Unsere Sonne ist eine Mittlerin der Lichtkräfte des Universums und ein Wohnort von zahllosen Sonnenmenschen, die auf unterschiedlichen Sonnengürteln in Welten leben, wie wir sie uns kaum vorstellen können. Den Höhepunkt all der Wunder bildet die Offenbarung des äußersten, im Jahr 1842 noch unbekannten Planeten, dem der Herr den schönsten Namen aller Planeten gibt: Miron, Welt der Wunder. Am wichtigsten für uns ist jedoch die Beschreibung der Religionen der Sonnenbewohner, nämlich weitestgehend frei von Frömmelei und Sektiererei, uns zum Beispiel.

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783751995443
eBook-ISBN:
9783752653779

Kapitel 1

Allgemeines über die Sonne und die Planeten. Erdreich
und Vegetation der Sonnenwelt
(Am 8. August 1842 von 3 1/4 bis 5 1/4 Uhr nachmittags.)
1. Es wird hier nicht nötig sein, wie allenfalls bei der Darstellung eines anderen Sterns, den Standort ebendieses leuchtenden Sterns näher zu bestimmen, indem solches ja jeder Tag ohnedies überaugenscheinlich tut. Daher wollen wir zuerst die Frage stellen und lösen: Was ist die Sonne? Nach der Löse dieser Frage wird sich alles leicht ordnen und gewiss wunderklärlich dartun lassen. Und somit stellen wir diese Frage noch einmal und fragen: Was ist die Sonne?
2. Die Sonne ist wohl in Hinsicht auf die um sie kreisenden Planeten ein Fixstern; für sich selbst aber ist sie nur ein vollkommener Planet, indem auch sie, wie die Erde mit ihrem Mond, um ebendiese Sonne kreist, um den euch schon bekannten Zentral-Sonnenkörper mit allen sie umkreisenden Planeten sich bewegt, welche Reise aber freilich etwas länger dauert als die der Erde um die Sonne; denn sie braucht zur Vollendung dieser großen Bahn nahe 28.000 Erdjahre.
3. Somit wüssten wir, dass die Sonne nicht pur Sonne, sondern dass sie vielmehr ist ein vollkommener Planet, der da im Verhältnis zu seiner weltkörperlichen Größe auch in ebendem Verhältnis mit mehr Licht umflossen ist als jeder ihn umkreisende, bei weitem kleinere Planet.
4. Wenn die Sonne aber selbst an und für sich ein vollkommener Planet ist, so muss sie auch ganz sicher alle jene planetarischen Bestandteile im vollkommensten Maße in sich fassen, welche auf all den anderen kleineren sie umkreisenden Planeten in sehr verminderten Potenzen vorkommen. Und so muss in der Sonne zu finden sein in großer Vollkommenheit, was in viel kleinerer Form und somit auch viel unvollkommener entweder im Planeten Merkur, Venus, Erde und ihrem Mond, in dem Mars, in den vier kleinen Partikularplaneten Pallas, Ceres, Juno und Vesta, in dem Jupiter und dessen vier Monden, im Saturnus, dessen Ringen und sieben Monden, im Uranus und dessen fünf Monden und in einem noch entfernteren Planeten und dessen drei Monden, und endlich in allen den bei zwölftausend Millionen Kometen, welche in weitesten Distanzen sich noch um diese Sonne bewegen, vorkommt.
5. Oder mit kürzeren Worten gesagt: Der vollkommene Planet Sonne ist der naturmäßig vollkommene Inbegriff aller seiner Weltkinder; oder: In diesem vollkommenen Planeten kommt alles dieses selbst in naturmäßiger Hinsicht lebendig vollkommener vor, als es da vorkommt in was immer für einem Planeten, Mond und Kometen. So wollen wir sogleich des besseren Verständnisses wegen einige Beispiele hinzufügen.
6. Das Erdreich eures Planeten ist tot, hart, steinig und ist nicht fähig, ohne das Licht der Sonne etwas hervorzubringen. Das Erdreich der Sonne hingegen ist sanft und mild, ist nicht steinig und nicht sandig, sondern es ist so weich, wie da ist das Fleisch eines Menschen. Oder damit ihr es noch besser versteht, es ist fast allenthalben elastisch, so dass da niemand, der allenfalls am Boden hinfallen würde, sich irgend schmerzlich beschädigen möchte; denn er fiele da gerade so, als über mit Luft gefüllte Polster. Dieses Erdreich ist aber bei dieser Beschaffenheit nicht etwa also zähe wie bei euch allenfalls das sogenannte Gummi elasticum, sondern in dessen kleinsten Teilen schon [elastisch], welche an und für sich lauter mit dem wahrhaften Lebensäther gefüllte Hülschen sind.
7. Solches ist zwar wohl bei dem Erdreich eures Planeten auch der Fall; aber die Hülschen sind an und für sich zu spröde und geben bei einem Stoß oder Fall nicht nach, sondern sprossen [pressen] sich dadurch nur fester aneinander; und wenn sie viele Jahre hintereinander ungestört also neben- und übereinander geschichtet liegen, so ergreifen sie sich endlich so hartnäckig, dass sie dann dadurch zufolge ebendieser gegenseitigen Ergreifung gänzlich zu Stein werden und in diesem Zustand dann auch natürlicherweise noch einen bei weitem hartnäckigeren Widerstand leisten als zuvor, da sie noch gesondert lockerer übereinander lagen; aus welchem Grund dann auch die Vegetation auf einem oder dem anderen Planeten viel kümmerlicher sein muss als auf dem vollkommenen Sonnenplaneten.
8. Denn auf einem Planetenerdkörper, wie zum Beispiel eure Erde es ist, muss ein oder der andere mit einem lebendigen Keim versehener gröberer Same erst im Erdreich verwesen und muss eben durch diesen Akt die ihn umgebenden Erdhülschen zur Mitverwesung oder vielmehr zur Weichwerdung nötigen, damit dann der freigewordene, lebendige Keim sobald aus diesen erweichten Erdhülschen seine ihm zusagende ätherische Nahrung saugen kann. Sodann aber muss er sobald eine Menge Wurzeln zwischen die Erdhülschen hineintreiben, diese dadurch erweichen, dann durch sein Zunehmen in seinem Volumen hartnäckig zerdrücken, um dadurch die fernere nötige Nahrung zu seinem Pflanzenwachstum zu gewinnen.
9. Ist solches auch auf dem vollkommenen Sonnenplaneten nötig? Seht, da herrscht ein großer Unterschied. Weil das Erdreich dieses Planeten so sanft, zart und mild ist, so ergreifen sich die zu was immer für einer Pflanze gehörigen Teile ohne Samen schon unmittelbar im Erdreich selbst und sprießen über dasselbe in den zahllosesten, verschiedenartigsten und nützlichsten Gewächsen empor, deren Schönheit, Güte und Nützlichkeit alles Erdenkliche auf allen anderen Planeten ums so Vielfache übertrifft, als die Sonne mit ihrem Licht und mit ihrer Größe alle diese ihre Weltkinder überragt.
10. In der Sonne hat dann weder ein Baum, welcher Art er auch immer sein möchte, noch ein Gesträuch noch eine Pflanze Wurzeln und Samen, sondern alles wächst und entsteht allda nahe auf die Art, wie bei euch das ursprüngliche Steinmoos, die Schimmelpflanze und die Schwämme. Nur sind diese Gewächse nicht also vergänglich und von so kurzer Dauer, wie die früher benannten auf eurem Erdkörper; sondern wo solche Kräfte irgendetwas erwachsen lassen, da wächst es dann immerwährend fort. Und wenn solches Gewächs auch von den natürlichen Sonnenbewohnern gewisserart abgehauen wird, so wird es dadurch nicht getötet, sondern der abgehauene Baum oder die abgenommene Pflanze erneut sich sobald wieder. Denn da die Wurzeln eines solchen Gewächses nicht so grobmateriell, sondern nur gleich sind feurigen Äther-Adern, so ergreift sich nach der früheren Wegnahme solche vegetative Kraft wieder und wächst in neuer Pracht und Herrlichkeit empor.
11. Es dürfte sich hier mancher denken und sagen: Ja, wenn da die Gewächse auf diese Weise nicht ausrottbar sind, werden sie da nicht bald jeden Flächenraum dieses Planeten so stark in Beschlag nehmen, dass dann neben ihnen kein anderes, frei wandelndes Wesen wird bestehen können?
12. Solches aber ist allda durchaus nicht der Fall, denn die naturmäßigen Menschen dieses vollkommenen Planeten haben auch eine noch viel stärkere Willenskraft, als da ist die vegetative Triebkraft des Sonnenerdbodens. Aus diesem Grunde wächst dann auf der Sonne auch weder ein Baum, noch ein Gesträuch noch eine Pflanze oder ein Grashalm ohne das Hinzutun des menschlichen Willens. Der menschliche Wille ist sonach das alleinige, unendlich viel- und verschiedenartige Samenkorn für alle Vegetation auf diesem vollkommenen Planeten. Daher wächst nur da zum Beispiel ein oder der andere Baum oder eine Pflanze aus dem Erdboden der Sonne, wo ihn ein Sonnenmensch haben will und wie gestaltet er ihn haben will. Daher auch gibt es auf diesem vollkommenen Planeten durchaus keine bleibende, gleichförmig vorkommende Art im Reich alles Pflanzentums, sondern diese richtet sich allzeit nach dem jeweiligen Wollen eines oder des anderen Menschen. Wann ein Mensch irgendeinen Baum oder eine Pflanze durch seinen Willen aus dem Boden gerufen hat, so kann sie kein anderer vertilgen, außer nur derjenige, der sie hervorgerufen hatte, oder ein anderer nur dann, wenn er von dem Zeuger willensbevollmächtigt wurde.
13. Aus ebendiesem Grunde herrscht dann auch auf der Sonnenerde eine wahrhaft unendliche Mannigfaltigkeit im Reich des Pflanzentums. Denn bei zwei nächsten Nachbarn schon finden sich nicht zwei gleichartige Pflanzen vor, sondern ein jeder entlockt auf dem Boden, den er bewohnt, auch andere Pflanzen. Und so möchte einer von euch da viele tausend Jahre die weiten Flächen der Sonnenerde durchwandern, so wird er zwar wohl auf immer neue und wunderherrliche Pflanzenarten und Formen kommen; aber zwei Arten würde er auch auf dieser langen Reise nicht auffinden, die sich vollkommen gleichsehen möchten. Seht, aus diesem Beispiel könnt ihr euch schon einen kleinen Vorbegriff machen, warum die Sonne ein vollkommener Planet ist. Denn es kommt wohl auf jedem Weltkörper oder kleineren Planeten Ähnliches vor; aber gegen die Sonne nur unvollkommen.
14. So können auch auf eurer Erde bestehende Pflanzen verändert und veredelt werden, aber auf eine viel mühsamere und bei weitem gebundenere Art. Nur im Geiste ist ähnliche Vollkommenheit bei den Menschen auch auf den anderen Planeten ersichtlich, wie zum Beispiel die Früchte der dichterischen Phantasie, sei es in der Sprache der Begriffe, welche durch Worte ausgedrückt werden, oder in der Sprache der Bildnerei, welche durch entsprechende Bilder ausgedrückt wird mit Hilfe der Farben oder anderer, für die Bildnerei tauglicher Gegenstände; ganz besonders aber durch die Sprache der Töne, wo ein solcher Tondichter die größte Mannigfaltigkeit entfalten kann, wenn er in diesem Fach vollends geweckten Geistes ist. Aber alles dessen ungeachtet ist selbst diese erscheinliche Vollkommenheit auf den Planeten nur ein mattes Abbild von allem dem, was sich da in jeder erdenklichen Hinsicht vorfindet auf dem vollkommenen Planeten der Sonne.
(Am 9. August 1842 von 3 bis 6 1/4 Uhr nachmittags.)
15. Dass die Sonne ein vollkommener Planet ist und somit alles Planetarische in sich fassen muss, lässt sich aus dem ersehen, dass alles auf den Planeten durch das ausstrahlende Licht der Sonne geformt wird. Der Unterschied ist dann nur zwischen dem vollkommenen und den unvollkommenen Planeten daraus ersichtbar, dass alle Formen, welche dem Licht der Sonne entstammen, notwendige und bestimmte, nicht leicht abänderliche Formen sind und lassen sich sogar noch zählen, während auf dem vollkommenen Sonnenplaneten alle Formen frei sind und haben kein anderes Band, denn das Band des Willens der Menschen alldort, und sind daher auch unzählbar und ins Unendliche verschieden.
16. Dann und wann geschieht es wohl auch, dass selbst auf den unvollkommenen Planeten eben durch die Einwirkung der Sonne manche ältere Wesenformen untergehen und dafür ganz andere ins Dasein treten. Allein solches geschieht auf den Planeten nur selten, und die Veränderungs- oder Übergangsperiode bedarf eines viel längeren Zeitraums als auf dem vollkommenen Sonnenplaneten.
17. So sind auf eurem Erdkörper zwar wohl schon einige tausend Baum-, Gesträuch-, Pflanzen- und Grasarten untergegangen, davon hier und da zwischen Steinlagen noch Abdrücke vorgefunden werden. Auch mehrere Gattungen von den Urriesenbäumen sind untergegangen, und ihr Holz wird nun nur noch als schwarze Steinkohle aufgefunden. Im gleichen Fall sind auch eine Menge riesiger Tiere vollkommen aus dem Dasein getreten, wie zum Beispiel das Mamelhud [Mammut] und eine große Menge jener großen beflügelten Amphibien, die da jetzt noch unter dem Namen „Echsen“ bekannt sind.
18. So sind untergegangen sogar die riesigen Leiber mancher Menschen, die da in der Urzeit unter dem Namen „Riesen“ bekannt waren, ingleichen auch mehrere große Vogelgattungen, wie nicht minder viele Fische, die jetzt unter allen den bekannten nirgends mehr vorzufinden sind, außer höchst selten hier und da in den Steinen, wo sie manchmal, was die Form betrifft, als noch recht gut erhalten zum Vorschein kommen.
19. Aber, wie gesagt, alle diese Veränderungen auf einem unvollkommenen Planeten gehen fürs Erste sehr langsam vor sich und weichen von den ihnen nachfolgenden Formen nicht so sehr ab wie die stets vorkommenden Veränderungen auf dem vollkommenen Sonnenplaneten.
20. Aus diesem Grunde kann dann eben die Sonne ein vollkommener Planet genannt werden, weil auf ihrem Erdboden alles, was nur immer auf allen den Planeten vorhanden ist, auch im vollkommensten Sinne in der größten, stets wechselnden Mannigfaltigkeit wie lebendig vorhanden ist. Aus diesem bis jetzt Gesagten muss einem jeden einzuleuchten anfangen, dass die Sonne ja ein vollkommener Planet sein muss, weil sie ist ein vollkommener Inbegriff alles dessen, was da nur immer einen Planeten selbst, von seinem Mittelpunkt angefangen, in allen seinen Teilen ausmacht und was alles auf der Oberfläche desselben zum Vorschein kommt. Denn wäre solches nicht der Fall, wie könnten da wohl die Strahlen der Sonne Ähnliches auf den Erdkörpern hervorrufen?

Kapitel 2

Aufbau des Sonnenkörpers. Der Sonnenmensch im
Allgemeinen
1. Also wüssten wir, dass die Sonne ein vollkommener Planet ist. Daher wollen wir uns auch nicht länger bei den Vergleichungen aufhalten, sondern uns sogleich, wie ihr zu sagen pflegt, mit Sack und Pack in die Sonne verfügen und sie von Pol zu Pol beschauen, jedoch nicht in der Ordnung als wie bei einem unvollkommenen Planeten, sondern in der gerade umgekehrten.
2. Ihr werdet fragen: Warum denn? – Die Antwort wird Mir gar nicht schwer. Auch dürftet ihr sie sogar selbst finden, wenn euer Geist schon mehr sich seine Faulenzerei abgewöhnt hätte. Die Ursache ist somit diese: Auf den unvollkommenen Planeten progeneriert sich alles bis zum Menschen hinauf, und der Mensch bildet da die letzte, vollkommenste Stufe der Dinge und Wesen. Auf dem vollkommenen Sonnenplaneten aber fängt darum der Mensch die Reihe der Wesen an als ein Grund derselben, da sie allesamt und sämtlich aus ihm hervorgehen. Und zwar nach der Ordnung seines Willens werden dann die1 untersten und letzten Potenzen durch die Strahlen des Sonnenlichtes transzendent in anderen Planeten, allwo sie dann mit den atomistischen Tierchen und Wesen wie auch mit den allleisesten Ätherschimmelpflänzchen, die bis jetzt noch jedem Naturforscher unbekannt sind, ihren Anfang nehmen und sich sodann, wie schon bekannt, bis zum Menschen hinauf progenerieren.
3. Wenn ihr nun die Sache so recht bei Licht betrachtet, so seid ihr in einer Hinsicht Kinder der Menschen der Sonne. Freilich, was da wieder betrifft den allein wahrhaft lebendigen Geist, der da in euch wohnt, da seid ihr, wenn schon dem Außen nach betrachtet Kinder der Sonnenmenschen, wieder umgekehrt und zwar so gut als ihre Eltern. Denn der unsterbliche Geist in euch ist Mir näher als der Geist der Sonnenmenschen, darum er ist ein zurückkehrender, während der der Sonnenmenschen ist wie ein ausgehender.
4. Ihr werdet hier euch notwendig fragen müssen: Muss demnach etwa der Geist der Sonnenmenschen auch übergehen und werden ein Geist im Planetenmenschen? – Seht, solches ist wohl ein gar großes Geheimnis und wurde bis jetzt noch von keinem Menschen geahnt. Ich will euch aber dennoch darauf führen.
5. Seht, ihr wisst, wie zuerst alle Planeten nach der gerichteten Ordnung aus der Sonne ihren Ursprung nehmen, also wie diese selbst den ihrigen genommen hat aus den Zentralgrund- und Fundamentalsonnen. Ihr wisst aber auch durch schon so manche Mitteilungen, was da im Grunde alle Materie eines Planeten ist, nämlich nichts anderes als der sichtbare Ausdruck gefangener Urkräfte oder Geister. Wo sind denn diese hergekommen?
6. Wenn der ganze Planet, wie er leibt und lebt, aus der Sonne hervorgegangen ist, da wird wohl etwa sein eigener Inhalt auch keinen anderen Ursprung haben, da er und der Planet, auf ein Atom genommen, eines und dasselbe sind. Es handelt sich nun nur [noch darum], dass ihr wisst, wie im Sonnenkörper ein Planet seinen Ursprung genommen hat oder dann und wann noch nimmt, so wird euch das ganz einleuchtend sein, was da für ein Los wartet auf so manche Geister der Sonnenmenschen.
7. Damit ihr aber solches noch vollkommener einzusehen imstande seid, so muss euch vorerst ein wenig gezeigt werden der körperliche Bau der Sonne selbst.
8. Die Sonne als planetarischer Körper ist so gebaut, dass sie in sich eigentlich aus sieben Sonnen besteht, von denen immer eine kleinere in der größeren steckt wie eine hohle Kugel in der anderen. Und nur die inwendigste, als gleichsam das Herz des Sonnenplaneten, ist, wenn schon organisch, aber dennoch von der Oberfläche bis zum Mittelpunkt konkret.
9. Alle diese sieben Sonnen sind allenthalben bewohnt. Und es ist darum auch zwischen jeder Sonne ein freier Zwischenraum von ein-, zwei- bis dreitausend Meilen, aus welchem Grunde auch jede inwendigere Sonne vollkommen bewohnbar ist.
10. Ähnliche Beschaffenheit haben zwar wohl auch die unvollkommenen Planeten, aber solches natürlicherweise viel unvollkommener sowohl der Zahl wie auch der Beschaffenheit nach.
11. Da aber nun der vollkommene Sonnenplanet bei seiner außerordentlichen Räumlichkeit für eine außerordentlich große Menge von menschlichen Wesen fassbar ist, so darf euch auch gar nicht wundernehmen, wenn Ich euch sage, dass die Menschen auf der Sonne zusammengenommen ein tausendfach größeres Volumen bilden, als alle die der Planeten, Monde und Kometen, welche um die Sonne kreisen, zu einem Volumen zusammengenommen; und das zwar gerade also geno...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort
  3. Die Sonne
  4. Kapitel 1: Allgemeines über die Sonne und die Planeten. Erdreich und Vegetation der Sonnenwelt
  5. Kapitel 2: Aufbau des Sonnenkörpers. Der Sonnenmensch im Allgemeinen
  6. Kapitel 3: Die Entwicklungswege der Sonnen- und der Planetarmenschen
  7. Kapitel 4: Die Lichthülle der Sonne und der Sonnenlichtglanz
  8. Kapitel 5: Die selbstleuchtende Zentralsonne und das Licht der Untersonnen
  9. Kapitel 6: Hülsenglobe und Zentralsonne
  10. Kapitel 7: Das Eigenlicht der Sonnen und Planeten
  11. Kapitel 8: Ursache und Wesen der Sonnenflecken
  12. Kapitel 9: Die Menschenarten der Sonne und ihre Wohngebiete
  13. Kapitel 10: Landschaft und Bewohner des Mittelgürtels der Sonne. Ausbruch einer Sonnengeschwulst
  14. Kapitel 11: Zeitmessung der Bewohner des Mittelgürtels. Das Zeitwächteramt und weitere Ämter
  15. Kapitel 12: Das Zusammensinken und Verschwinden der Sonnengeschwulst
  16. Kapitel 13: Ordnungsrecht der Bewohner des Mittelgürtels. Aufteilung der Grundstücke. Gesetze und Willensfreiheit
  17. Kapitel 14: Die Wohnhäuser auf dem Mittelgürtel
  18. Kapitel 15: Die Umgebung eines Hauses auf dem Mittelgürtel. Mehrere Gründe für hohe Baumkronen. Gewaltige Naturphänomene und deren Unschädlichmachung
  19. Kapitel 16: Gärten, Schafweide, Brotacker und Wildtiergehege. Wasserversorgung. Der Mensch soll vollkommen nach dem Willen Gottes leben und ihn nicht bloß nur erkennen wollen
  20. Kapitel 17: Beschreibung der Amtshäuser. Die vorbildlichen Schulen auf dem Mittelgürtel
  21. Kapitel 18: Ein Tempel erster Art auf dem Mittelgürtel
  22. Kapitel 19: Einrichtung und Umgebung eines Tempels erster Art. Ein Tempelorchester. Überwindung von Höhenschwindel und Hoheitsschwindel
  23. Kapitel 20: Ein Tempel zweiter Art. Das große Pendel und die Zeitverkünder. Große Ergriffenheit der Sonnenbewohner bei einem Wort des göttlichen Vaters
  24. Kapitel 21: Ein Tempel dritter Art. Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes und des Kreuzes. Einweihung zum Oberpriesterstand
  25. Kapitel 22: Vollendung der höchsten Ausbildung eines Lehrers auf dem Sonnenberg Kalvari. Geheimnisse der Menschwerdung Gottes, der Kreuzigung und der Gotteskindschaft. Gott-Vater Selbst als Führer
  26. Kapitel 23: Amtsleute und Oberpriester als Diener. Familienleben, Gesellschaftsleben, Zeugung und Ehe auf dem Mittelgürtel
  27. Kapitel 24: Der zeremonielle Religionskultus. Das Sterben der Bewohner des Mittelgürtels
  28. Kapitel 25: Landschaft und Menschen jener beiden Nebengürtel, die mit den Planeten Merkur und Venus korrespondieren. Über äußere und innere Schönheit
  29. Kapitel 26: Beschreibung der Menschen des ersten Nebengürtelpaars
  30. Kapitel 27: Häuser auf dem ersten Nebengürtelpaar
  31. Kapitel 28: Nebengebäude eines Kollegiums. Ausstellung und Produktion von Rundgemälden
  32. Kapitel 29: Bodenkultur und Tierwelt im ersten Nebengürtelpaar
  33. Kapitel 30: Häusliche Verfassung auf dem ersten Nebengürtelpaar. Weisheit und Liebeweisheit
  34. Kapitel 31: Die Schulen auf dem ersten Nebengürtelpaar. Die vorbildliche geistige Ausbildung
  35. Kapitel 32: Gottesdienst und Eheschließung auf dem ersten Nebengürtelpaar
  36. Kapitel 33: Das zweite Nebengürtelpaar entsprechend der Erde
  37. Kapitel 34: Das dritte Gürtelpaar. Der nördliche Gürtel entspricht dem Planeten Mars
  38. Kapitel 35: Der südliche Gürtel des dritten Sonnengürtelpaares entsprechend den vier Kleinplaneten des Asteroidengürtels
  39. Kapitel 36: Das vierte Sonnengürtelpaar entsprechend dem Planeten Jupiter. Beschreibung der Landschaft und der Menschen
  40. Kapitel 37: Wohn- und Wirtschaftshäuser auf dem vierten Sonnengürtelpaar
  41. Kapitel 38: Die häusliche Verfassung der Bewohner des vierten Sonnengürtelpaares und ihre vorbildliche Nächstenliebe
  42. Kapitel 39: Unterschiede des Planeten Jupiter zum entsprechenden Sonnengürtel. Staatliche Regeln und gesellschaftliches Leben
  43. Kapitel 40: Vegetation und Tierwelt auf dem vierten Sonnengürtelpaar. Weitere Staatsregeln
  44. Kapitel 41: Das Weizenkorn und dessen Zubereitung als Gleichnis für das Wesen und die Aufnahme des heiligen Wortes. Sonstige Pflanzenzucht
  45. Kapitel 42: Die Religion der Bewohner des vierten Sonnengürtelpaares. Wiedervereinigung des eigenen Willens mit dem göttlichen Willen. Zusammenhang von Nächstenliebe und Gottesliebe
  46. Kapitel 43: Das fünfte Sonnengürtelpaar entsprechend dem Saturnus
  47. Kapitel 44: Das sechste Sonnengürtelpaar entsprechend dem Uranus. Betrachtung dieses Planeten
  48. Kapitel 45: Menschen, Vegetation und Tiere des dem Uranus entsprechenden sechsten Sonnengürtelpaares
  49. Kapitel 46: Metallgewinnung und Herstellung von Werkzeugen. Die monumentalen Wohnhäuser des sechsten Sonnengürtelpaares
  50. Kapitel 47: Die gewaltigen Hauptstraßenanlagen auf dem sechsten Sonnengürtelpaar
  51. Kapitel 48: Eine Tempelanlage auf dem sechsten Sonnengürtelpaar
  52. Kapitel 49: Das Kunstmuseum des Tempels
  53. Kapitel 50: Die Schule der geistigen Erkenntnisse. Der eigentliche Tempel
  54. Kapitel 51: Häusliche, staatliche und religiöse Verfassung auf dem sechsten Gürtelpaar. Zweck der gewaltigen Hauptstraßen und Beschreibung ihrer Wägen
  55. Kapitel 52: Weiteres über das Straßensystem und den materiellen Teil der Bewohner des sechsten Sonnengürtelpaares. Der geistige Teil der Religion dort
  56. Kapitel 53: Das siebte Sonnengürtelpaar entsprechend dem noch unbekannten Planeten Miron
  57. Kapitel 54: Landschaft und Lichtverhältnisse des Planeten Miron. Metamorphose der Lebensformen
  58. Kapitel 55: Der Treuebaum, das lebendige Schilf und der fliegende Brotbaum
  59. Kapitel 56: Der Blitzbaum und der Blasenbaum
  60. Kapitel 57: Das Tierreich auf dem Miron. Der Dampfer, der Donnerer und der Windmacher
  61. Kapitel 58: Die Miron-Ziege und der Bodendrucker
  62. Kapitel 59: Die Miron-Kuh
  63. Kapitel 60: Ein kurzer Überblick über die Tierwelt auf dem Miron. Die zweifüßigen Tiere
  64. Kapitel 61: Die Menschen des Miron und ihre Häuser
  65. Kapitel 62: Grundwesen und Eigentumsrecht auf dem Miron. Selbstverwaltung der Dörfer
  66. Kapitel 63: Häusliche Verhältnisse und Musikinstrumente auf dem Miron
  67. Kapitel 64: Kugelinstrument, Tonkunst, Tonschrift, Optik, Mechanik und Schreibkunst auf dem Miron
  68. Kapitel 65: Verinnerlichtes Religionswesen auf dem Miron. Beten ohne Unterlass. Zeugung und Totenbestattung. Über die Anzahl der Monde des Miron und Zahlenangaben im Allgemeinen
  69. Kapitel 66: Das siebte Sonnengürtelpaar. Die sehr verschieden großen und verschiedenfarbigen Menschen dort
  70. Kapitel 67: Lebensverhältnisse und Geistesart der Bewohner des siebten Sonnengürtelpaares
  71. Kapitel 68: Grundsätzliches über Religion und die scheinbaren Widersprüche in göttlichen Offenbarungen
  72. Kapitel 69: Wie die scheinbaren Widersprüche und Unterschiede bei den Offenbarungen aufgelöst werden
  73. Kapitel 70: Die verinnerlichte Religion der Bewohner des siebten Sonnengürtelpaares. Die zweifache Art der Betrachtung: von außen und von innen
  74. Kapitel 71: Zeugung, Ehe und Sterben der Bewohner des siebten Sonnengürtelpaares
  75. Kapitel 72: Die inneren Sonnen und ihre Bewohner. Ordentliches und unordentliches Aufsteigen der Sonnen-Grundlichtgeister
  76. Kapitel 73: Schicksale der unordentlichen Sonnen-Grundlichtgeister. Kometen- und Planetenentwicklung. Die unendliche Schöpfung
  77. Über diese Edition
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