
- 326 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Gedankensplitter
Über dieses Buch
Zeitkritische Betrachtungen zu Politik, Religion, Wirtschaft und Umweltschutz. Eine Sammlung von Texten zu aktuellen Themen.
Häufig gestellte Fragen
Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu Gedankensplitter von Willi Wieser im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus Politik & Internationale Beziehungen & Politische Freiheit. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.
Information
10.03.2009
Finanzmärkte 1
Aller Anfang ist schwer, so schwierig wie auch die Beurteilung der gegenwärtigen Finanzkrise. Warum also nicht den Versuch unternehmen aus der Sicht eines Zeitgenossen, die möglichen Ursachen dieser Krise aufzulisten?
Auszugehen ist deshalb von einer, zwar an sich notwendigen und Funktion des Finanzmarktes, aber ohne seine gegenwärtigen Auswüchse.
Geschichtlich gesehen hat heute Geld als Betriebsmittel des Finanzmarktes nur die Aufgabe den Warenhandel zu erleichtern und den Tauschhandel abzulösen. Die Notwendigkeit seiner Einführung für den Güteraustausch, ergab sich deshalb zwangsläufig um auf die Sesshaftigkeit der rasch zunehmenden Bevölkerung, der Spezialisierung des Handwerks, der geographischen Distanzen und der Topographie des Geländes, die es beim Warenhandel zu überwinden galt, reagieren zu können, um damit die Schwerfälligkeiten des bisherigen Tauschhandels zu überwinden.
Seine Einführung erlaubte dann auch relativ rasch die heutige Spezialisierung im Handel, sowie die Einführung eines übergreifenden Finanzmarktes, wie er ja in seiner ausgeprägten Form aus der globalisierten Welt heute nicht mehr wegzudenken ist.
Allerdings hatte über Jahrhunderte hinweg das Geld zu Beginn seiner Einführung, ausschliesslich nur die Aufgabe, den Warenwert der Güter zu wiederspiegeln. Das ist heute nicht mehr der Fall. Das Geld hat sich offensichtlich vom eigentlichen Warenhandel entkoppelt. Geld ist nun selbst zur Ware geworden!
Wie ist es wohl zu dieser Entwicklung gekommen? Ich bilde mir nicht ein, die historischen Hintergründe bis zu den Anfängen zurück verfolgen zu können denn dafür sind meine Kenntnisse zu rudimentär, was ich aber kann, ist die in den letzten Jahren augenfälligsten Veränderungen in der Wirtschaft zu registrieren:
So wurde um 1950, zu Beginn dieser Entwicklung, der erste Computer in Betrieb genommen. Sein Name: Eniac, Eine Rechenmaschine von der Grösse eines Wohnzimmers und der Leistung eines heutigen Taschenrechners! Weitere Vorläufermodelle, wie der Z3 aus dieser Periode, rundeten das Angebot ab. Die seitherigen Fortschritte in der Entwicklung ihrer Rechenleistung und Datenspeicher sind gelinde gesagt exorbitant, sowohl hinsichtlich der erzeugten Datenmengen als auch in ihrer Verarbeitungsgeschwindigkeit. Ohne diese Fortschritte in der Datenverarbeitung wäre ein „funktionierender“ Finanzmarkt und damit auch der Wirtschaft im heutigen Umfang, schlicht unmöglich.
Dazu ein Schlüsselerlebnis am Rande des Geschehens: Um 1980 verarbeitete eine Grossbank im Raume Bern ihre Daten für den Jahresabschluss mit Hilfe von Lochkarten. Um dieses Ziel zu erreichen, waren 30 Personen ca. 3 Wochen lang im Einsatz. Mit den heutigen Möglichkeiten und den ständig aktualisierten Datenspeichern, kann dieser Abschluss durch einen einzigen Operateur, in nur wenigen Stunden erstellt werden, wobei der Druckvorgang die meiste Zeit benötigt.
Wie weit solche Fortschritte unser heutiges Leben real beeinflussen und prägen wird, wage ich mir gar nicht mehr auszumalen, sie sind für mich nicht mehr überblickbar.
Offensichtlich gilt dies auch für viele der heutigen Finanzakteure. Das Gefährliche dabei scheint mir aber deren Ueberzeugung zu sein, den Ueberblick noch zu haben. Sie kommen mir vor wie Hamster in ihren Laufrädern, die vom unwiederstehlichen Drang nach Profitabilität laufend überrollt werden.
Dazu ein chinesisches Sprichwort: Wer einen Tiger reitet kann nicht absteigen!
10.03.2009
Denkpause Evolution
Hier ist eine kleine Denkpause am Platz, um eine andere grundsätzlichere Sichtweise der Evolution einzuführen. Im Darwin-Jahr sollte es nämlich für jeden Autor eine Verpflichtung sein, die bisherige Entwicklung auch einmal hinsichtlich ihrer evolutionären Bedeutung zu hinterfragen, ohne sich in kurzfristigen Finanzfragen zu verlieren. Stark vereinfacht und rudimentär zusammengefasst sind nämlich innerhalb der bisher stattgefundenen Entwicklung folgende Meilensteine auszumachen:
- Big Bang (Urknall) vor ca. 13,8 Milliarden Jahren
- Erste Sterne ca. 100.Millionen Jahre später
- Bildung von Galaxien (Milchstrasse)
vor ca. 1 Milliarde Jahren
- Bildung des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren
- Erste lebende Zellen vor 3,5 Milliarden Jahren
- Mehrzellige Lebewesen (Kambrische Explosion)
vor ca. 570 Millionen Jahren
- Flora und Fauna steigen aus dem Wasser
vor ca. 460 Millionen Jahren
- Saurierzeitalter bis ca. 250-56 Millionen Jahren
- Begin entwicklung der Säugetiere vor ca. 200 Mill. Jahren
- Vorläufer des Menschen vor ca. 8 Mill. Jahren
- Erster Hominide vor ca.4 Millionen Jahren
- Homo erectus (der aufrecht gehende Mensch)
vor 1 – 2 Millionen Jahren
- Neandertaler vor ca.500 000 Jahren
- Homo sapiens vor ca. 300 000 Jahren
Weitere Entwicklungsschritte, speziell des Homo sapiens, waren seither die Nutzung von Feuer, die Herstellung von Werkzeugen und deren Weiterentwicklung, seine zunehmende Sesshaftigkeit, die Metallverarbeitung, die Entwicklung der Schrift, des Buchdrucks usw. Weitere Schritte folgten in immer kürzeren Abständen. So ist die Evolution vom Faustkeil zum Computer für einen aussenstehenden Beobachter gar nicht mehr überblickbar. Das gilt auch für die Tatsache, dass sich die Zeitabstände zwischen den bisherigen Meilensteinen mit einer exponentiellen Beschleunigung verkürzten und auch ihr Grad an Komplexität entsprechend zunahm. Deshalb muss akzeptiert werden, dass sich auch die Kapazitäten des Internet von unserem Erinnerungsspeichervermögen und der Rechenleistung der Computer, von unseren beschränkten biologischen Möglichkeiten offensichtlich deutlich abgehoben haben. Ein Ende dieser Entwicklung ist bisher nicht absehbar.
Berücksichtigt man zusätzlich, dass sich unsere Möglichkeiten auch in ihrer Nutzung enorm erweitert haben, muss man feststellen, dass die sich weiter entwickelnde Datenverarbeitung mit ihren heutigen Kapazitäten, von den Möglichkeiten unserer Gehirnfunktionen inzwischen sogar noch weiter entfernt hat, und zwar in exponentiellem Ausmass. So ist die Datenverarbeitung wohl der bisher letzte und folgenreichste Meilenstein in der Evolution des Menschen, und als bisher komplexeste, bereits übertroffen.
Ende der Denkpause!
13.03.2009
Finanzmärkte 2
Aktuell nutzt der Finanzmarkt die heutigen Möglichkeiten der Datenverarbeitung bereits exzessiv. Er ist sogar zwingend auf sie angewiesen, denn die bisher eingetretene und geförderte Vernetzung der Märkte in den letzten Jahren, genannt Globalisierung, hat aus heutiger Sicht nicht nur positive Auswirkungen, sie birgt nämlich auch schwer kalkulierbare Risiken.
Die anfallenden Datenmengen sind nämlich so riesig geworden, dass sie ohne mathematische Modelle oder Programme, sprich Algorithmen, nicht mehr verarbeitet werden können. Ergo dessen werden die Aktienkurse, bzw. deren tägliche Bewegungen an der Börse, zu einem grossen Teil von solchen Algorithmen gesteuert, oft abgekoppelt von real begründbaren und notwendigen individuellen Bewertungen. Als Beweis sei auf die oft weitgehend feststellbaren synchronen Schwankungen der Börsenindices hingewiesen.
Zudem ermöglicht die IT- Welt heute:
- Dark Pools
- Highspeed-Trading
- Derivate: Zertifikate, Gedeckte- und ungedeckte Leerverkäufe, Finanz-produkte wie verbriefte Hypotheken, etc., etc.
- Hedgefonds
- sowie Aktien-, Obligationen-, Geldmarkt- und Mischfonds in allen denkbaren Varianten.
Diese „Möglichkeiten“ werden allerdings erst seit ca. 30 – 40 Jahren „genutzt“ und wären ohne moderne Datenverarbeitung gar nicht mehr überblickbar!
Die heutige Finanzkrise ist damit nach meiner Meinung zum grossen Teil auf solche uferlose Aktivitäten und ihre offensichtlich unzureichende Kontrollmöglichkeiten zurückzuführen.
Ich habe sogar den Verdacht, dass die immer weiter steigende Datenflut bereits eine irreversible Eigendynamik entwickelt hat, die ein wirksames Controlling (soweit überhaupt gewollt) noch schwieriger, wenn nicht gar unmöglich macht.
Natürlich ist dieser Sachverhalt in der Presse schon unzählige Male, bis zum Ueberdruss, zuhanden der Allgemeinheit abgehandelt und zur Diskussion gestellt worden. Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen, und sei es auch nur um mein eigenes Adrenalin ein wenig abzubauen, auch meine persönliche Wahrnehmung einzubringen!
Wie werden sich wohl die Finanzmärkte, unter dem Damoklesschwert der explosiven Zunahme der Weltbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten, wohl weiterentwickeln?
21.03.2009
Religionen
Religionen sind mit ihren Philosophien grundsätzlich nur ein Produkt menschlichen Wunschdenkens! Spirituelles Denken des Menschen als Vorstufe der Religionsbildung, ist aber offenbar noch wesentlich früher, parallel mit der Ausbildung des heute ausgeprägten Ich-Bewusstsein entstanden. Wann dieser Prozess eingesetzt hat? Schwer zu sagen. Ein mögliches Indiz dafür wären erste Anzeichen von Bestattungsriten und damit auch von aktivem Bewusstsein.
Auslöser für ihre Entstehung waren aber mit Sicherheit unsere Neugier gegenüber allem Unbekannten, Erkenntnis der eigenen Kurzlebigkeit und die Wahrnehmung von Kräften welche die beobachtbaren Naturphänomene steuern. Nötig wurde damit auch diese Kräfte zu personifizieren und zu „beeinflussen“ (Götter). Diese wurden sowohl als hilfreich als auch als zerstörend wahrgenommen und erzeugten damit erstmals Vorstellungen von Gut und Böse.
Ihr Inhalt wurde nicht zuletzt auch durch das Umfeld des unmittelbaren Lebensraumes geprägt und war sicher sehr zwingend. Besonders wenn man sich vorstellt, welche Phänomene damit nach einer Erklärung verlangten wie Blitz und Donner, Nordlichter und Wetterphänomene aller Art.
Ueber den Zeitpunkt des ersten Auftretens von bewusster Wahrnehmung solcher Phänomene hat man wenig bis gar keine Anhaltspunkte. Heute wird angenommen, dass die Zunahme des Gehirnvolumens des Menschen vor ca. 700'000 Jahren das Startsignal für spirituelle Vorstellungen gewesen sein könnte, gewissermassen als biologische Voraussetzung.
Einen weiteren Hinweis über den ersten Zeitpunkt des Auftretens solcher Vorstellungen, könnte aber auch die archäologische Datierung von ersten Bestattungsformen liefern. Aus heutiger Sicht ist es deshalb sicher nicht falsch anzunehmen, dass bei solchen Gelegenheiten, die Voraussetzungen für spirituelle und soziale Weiterentwicklung der Homo-Familie besonders günstig waren. Uebertragen auf heutige Vorstellungen sind dies auch Einsichten wie:
- Die Notwendigkeit und Akzeptanz von Leitfiguren (Leithammeln), in der Tierwelt auch Alpha’s genannt
- Entwicklung von Feindbildern jeglicher Art, wie Dämonen, Gegner der eigenen Art etc.
- Vorstellungen einer persönlichen Zukunft, auch Fata Morgana genannt.
Damit entstand auch sehr rasch eine grosse Vielfalt v...
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Finanzmärkte 1
- Denkpause Evolution
- Finanzmärkte 2
- Religionen
- Evolution 1
- Finanzmärkte 3
- Spiritualität – Religion
- Kosmologie
- Evolution 2
- Finanzmärkte 4
- Bevölkerungsexplosion 1
- SETI
- Vergangenheit - Gegenwart –Zukunft
- Finanzmärkte 5
- Zeit
- Vergangenheitsarchiv:
- Esoterik 1
- Entropie 1
- Evolution auch in den Religionen?
- Hat der Mensch einen freien Willen?
- Gravitation in der Gesellschaft
- Kuiper-Gürtel
- Prägeverhalten
- Jugendgewalt
- Apropos „Freier Wille“
- Esoterik 2
- Bevölkerungsexplosion 2
- Gegensteuer
- Was könnte wohl der Sinn des Lebens sein?
- Bevölkerungsexplosion 3
- NSA – Datentransfer
- Datenspeicherung
- Das „Böse“
- Gewalt
- Bluthochdruck 1
- Gottfried Wilhelm Leibniz
- Die Pizza-Connection
- Geist und Kosmos
- Unser Bewusstsein
- Gottes unsichtbare Würfel
- Spekulationen und Visionen auf hohem Niveau
- Architektur 1
- Zwischenbilanz der Seiten 1-168
- Architektur 2
- Evolution 3
- Evolution auch in den Finanzmärkten
- Bescheidenheit
- Kornkreise 2
- Weltpolitik 1
- Zeit ist keine Illusion!
- Reklame
- Die Vergangenheit der Schweiz
- Migration
- Bluthochdruck 2
- Kreativität
- Die Macht des Unbewussten
- Weltpolitik 2
- Weltpolitik 3
- Heiligsprechungen
- Der Gottesbegriff
- Evolution 4
- Bevölkerungsexplosion 4
- Was ist ein Genozid?
- Eine Reise nach Vänersborg
- Unsterblichkeit
- Der Herdentrieb 1
- Zeitwahrnehmung
- Der Herdentrieb 2
- Herdentrieb 3
- Herdentrieb und Individualität
- Moral
- Der Nostradamus-Effekt
- Dimensionen
- Wissenschaft – Politik – Religionen.
- Die Weltkriege im 20. Jahrhundert.
- Wunschvorstellung für das 21. Jahrhundert:
- Die neue Rolle der Frau
- Atheismus
- Big Bang, Explosion und Implosion?
- DNA
- Nachwort
- Quellenverzeichnis
- Impressum