
- 236 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Außenabdichtung, Trockenlegung, Normen und Richtlinien, Dämmung, Schutz von Abdichtung, Auswahl von Abdichtungen, Auswahl von Stoffen, Werkzeug, Spritztechnik, Kontrolle von Abdichtungen, Undichtigkeiten finden, Kalkulation
Häufig gestellte Fragen
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Information
1. Welche Bauteile sollen abgedichtet werden?
Zuerst müssen wir klar definieren, welches Bauteil wir abdichten wollen und welche Verfahren dafür in Frage kommen.
Wer möchte, kann sich dieses Blatt kopieren und dann unterstreichen bzw. ankreuzen, was auf das Bauwerk zutrifft. Im weiteren Verlauf findet man dann entsprechende Informationen oder Verarbeitungshinweise und am Ende Auswahlübersichten in DIN A3.
Außenabdichtungen
| Vertikale Flächen: z. B. Wände, Sockel, Aufkantungen | ![]() |
| Horizontal nicht überdeckt Flächen: z.B. unterkellerte Terrassen, Balkone, Flachdächer | ![]() |
| Horizontal überdeckte Flächen: z. B. Bodenplatten, Wandaufstandsflächen | ![]() |
Innenabdichtungen
| wir lassen die Flüssigkeiten in das Bauwerk eindringen und | |
| stoppen sie erst an den Innenseiten von Wänden oder | |
| Bodenplatten. Innenabdichtungen kommen meist zur Ausführung, | |
| wenn ein Bauteil von außen nicht erreichbar ist | |
| (z. B. wenn ein anderes Bauwerk zu nahe an der abzudichtenden Wand steht) | |
| oder der wirtschaftliche Aufwand zu hoch ist | |
| (z. B. befindet sich die abzudichtende Wand unter einer Außentreppe) * | ![]() |
| wir dichten gegen von innen kommendes Wasser ab. (z. B. Waschräume, Küchen, Bäder, Toiletten und Heizräume) | ![]() |
Horizontalabdichtung
| Abdichtung der Aufstandsflächen der Wände gegen Dampfdiffusion | ![]() |
| Abdichtung der Aufstandsflächen der Wände gegen Wasser ab | ![]() |
Nachträgliche Horizontalabdichtungen
| Radonsperre | ![]() |
| Bohrlochinjektage feuchter Wände mit Druck *2 | ![]() |
| Bohrlochinjektage feuchter Wände ohne Druck *3 | ![]() |
| Hier gibt es verschiedene Wirkprinzipien und Methoden -> siehe ab Seite → | |
| Mauerwerkssägen | ![]() |
* sog. Negativabdichtung
*2 auch Niederdruckverfahren genannt
*3früher abwertend als Hausmann-Methode bezeichnet
Bodenplatte, Wände, Kabel- und Rohrdurchführungen müssen speziell gesichert werden.
Vorbeugend soll der Gasdruck unter der Bodenplatte verringert werden.
Fugenabdichtung
Arbeitsfugen:
Arbeitsfugen sind technologisch bedingte Trennflächen zwischen Bauwerken oder Bauteilen und nur während des Abbindens oder der Bauphase rissgefährdet, z. B. Aufstandsfugen von Fertigteilen auf Bodenplatten, Fugen zwischen Fertigteilen oder Materialwechsel
Bewegungsfugen:
Eine Bewegungsfuge, Dehnfuge oder Dilatationsfuge ist eine Fuge zur Unterbrechung von Bauteilen, um Spannungsrissen vorzubeugen. (Wikipedia) Eine Bewegung ist durch äußere oder innere Beanspruchung jederzeit möglich. Sie entstehen immer dann, wenn zwei Bauwerke nebeneinander gestellt werden: z. B. zwischen Garage und Haus, bei einem nachträglichen Anbau, bei einer Reihenbebauung zwischen den Häusern, am Übergang Balkon/Haus, an Treppenanlagen im Außenbereich etc. –
Fugenabdichtung
Systemfugen: Fenster, Türen, Tore, Transportöffnungen, Klimatechnik u.v.m. unterliegen ebenfalls besonderen Belastungen wie Erschütterungen durch Befahrungen und bewegte Teile oder durch unterschiedliche Materialausdehnungen bei Sonneneinstrahlung, austretende Abluft.
Rißsanierung
- trockene starre Risse kraftschlüssig schließen
- wasserführende starre Risse kraftschlüssig schließen
- trockene Risse elastisch schließen
- wasserführende Risse kraftschlüssig schließen
1.1 Welche Abdichtungsmaterialien gibt es überhaupt?
Für Wand- und Bodenflächen
- spachtel- und spritzbare Bitumendickbeschichtungen und Hybridabdichtungen
- Bitumenbahnen zum Aufschweißen mit Propangas, zum Eingießen in Heißbitumen oder als selbstklebende Bahn
- Kunststoffbahnen selbstklebend oder mit Kleber /Quellschweißmittel und Wärme zu verbinden
- elastische und starre mineralische Dichtschlämmen
- Sperrmörtel
- Polyurethanabdichtungen
- Epoxidharze
- PMMA
- Acrylate
Für nachträgliche Mauerwerkssperren:
- Silan, Siloxan
- Alkali-Kiesel-Silikate als Micro oder Nanoemulsion
- Seifen
- Acrylatgel
- Polyurethan
- für das Mauerwerkssägeverfahren: Blech, Edelstahl, Kunststoffplatten
1.2 Welcher Belastung soll die Abdichtung standhalten?
Mittels der Belastungsklassen unterteilt man die Wirksamkeit des Angriffs von Wasser auf ein Bauwerk in verschiedene Klassen. Dabei wird berücksichtigt, wie oft und wie stark die Abdichtung belastet wird. Die Belastung wird in jedem Bodengutachten angegeben und begründet. Die Raumnutzungen zu berücksichtigen obliegt dem Planer oder Architekten anhand der DIN 18533.
Für Radongas, Wasserdampf oder Eis gibt es keine äquivalente Einteilung.
Ein Bodengutachten bewertet in erster Linie die geologischen Verhältnisse in der Vergangenheit und bediente sich in der Vergangenheit der Abdichtungsempfehlung der DIN-Norm 18195 „Bauwerksabdichtungen“. Maßgeblich ist für den Bodengutachter der Bemessungswasserstand.
Dieser wird in der Norm wie folgt definiert:
„Der Bemessungswasserstand ist der höchste nach Möglichkeit aus langjähriger Beobachtung ermittelte Grundwasser-/Hochwasserstand und bei von innen drückendem Wasser der planmäßige Wasserstand.“
Heute wird äquivalent die DIN 18533 zugrunde gelegt. Ob diese Norm aber überhaupt anzuwenden ist und welche DIN Norm oder Vorschrift tatsächlich gilt, welche baulichen Eigenschaften das abzudichtende Bauwerk besitzt, wie es genutzt wird und welche Abdichtung erforderlich ist, etc. müssen die am Bau beteiligten Fachleute entscheiden. Die Grundlagen bilden das Bodengutachten, die gewählte Bauart, die spätere Nutzung, die Statik sowie die Leistungsbeschreibung des Planers.
Wichtig! Die DIN 18533 gilt ebenso wie die alte DIN 18195 nicht für alle Bauwerke. WU-Bauteile, Tunnelbauwerke und Bauwerke des Denkmalschutzes, auf die die Norm nicht anwendbar ist, sind gesondert geregelt.
1.2.1 Der Anwendungsbereich der Normen DIN 18195 und DIN 18533 im direkten Vergleich
Die DIN 18533:
- Der Anwendungsbereich der DIN 18533 ist in jedem Teil der Teile 1, 2 und 3 gesondert aufgeführt und nicht, wie in der DIN 18195- 1 für alle Teile der Norm zusammengefasst.
- Der Teil 1 beinhaltet alles, was Planer beachten müssen.
- Im Teil 2 sind die festen Abdichtungsstoffe, wie Bitumenbahnen, Kaltselbstklebebahnen, Verstärkungsstreifen etc. geregelt.
- Der Teil 3 hat die flüssigen Abdichtstoffe zum Inhalt.
Geltungsbereich:
- gegen Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser
- gegen von außen drückendes Wasser
- gegen nichtdrückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
- gegen Spritzwasser am Wandsockel
- gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden
Sie unterscheidet nach:
Wassereinwirkung WE1.2-E – Bod...
Inhaltsverzeichnis
- Motto
- Hinweise
- Vorwort
- Autor: Dipl. Ing. Holger Prade
- Inhaltsverzeichnis
- 0. Geschichte und Einleitung
- 1. Welche Bauteile sollen abgedichtet werden?
- 2. Untergrundvorbereitung
- 3. Bitumendickbeschichtung
- 4. Mineralische Dichtschlämmen und Sockelputze
- 5. Kaltselbstklebebahnen (KSK)
- 6. Kurzinfo Bitumenbahnen
- 7. Rohrdurchführungen
- 8. Abdichtung von Fugen
- 9. Maschinelle Verarbeitung von Abdichtmaterialien
- 10. Dämmung erdberührter Bereiche
- 11. Noppenbahnen
- 12. Obere Abschlüsse und Abschlussschienen
- 13. Passive Schutzmaßnahmen
- 14. Nachträgliche Horizontalsperre
- 15. Bauwerksbeschreibung/ Untersuchung
- 16. Radonabdichtung
- 17. Frischbetonverbundsystem und nachträgliche Abdichtung
- 18. Hydrophobierung, Versiegelung, Beschichtung
- 19. Beispiele für gravierende typische Abdichtungsfehler:
- 20. Rechtliche Aspekte §633 BGB und §13 VOB/B
- 21. Anhänge
- 22. Nachwort
- 23. Auswahltabellen für Bauwerk, Abdichtung, Materialien, Normen
- Impressum







