Nebelgesichter
eBook - ePub

Nebelgesichter

Gedichte

  1. 60 Seiten
  2. German
  3. ePUB (handyfreundlich)
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Nebelgesichter

Gedichte

Über dieses Buch

Nebel ziehen durch die Zeiten. Gesichter verwaschen, bleiben diffus zurück. Sie sind nicht erkennbar, doch sind sie da. Hinter allen Nebeln ahnst du Gesichter von Menschen. Sind sie Dir bekannt - sind es unbekannte Gesichter? Sind es unbekannte Schicksale? Du kennst sie vielleicht - die Schicksale ähneln deinem eigenen irgendwie. Doch du kannst sie nicht erkennen. Sie verbergen sich hinter all den grauen Nebeln. Und sie sind angstvoll auch, voller Sorgen. Mal sind sie deutlicher, mal vollkommen verzerrt. Sie sind am Leben, doch scheinen manche tot. Sie verstecken sich wohl hinter diesen Nebeln. Doch sie sind da - nein, Du bist nicht allein.

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783752672824
eBook-ISBN:
9783752665475
Auflage
1
Thema
Poesie

Annäherung

Man sagt, er brachte Menschen um
Ein Serienkiller, ziemlich fies
Man sagt, er sei sehr roh und dumm
Ich weiß – er brachte Kinder um
Sein ganzes Wesen – total mies
Ein Mann, so um die zwanzig Jahr
Nicht hässlich, dick, kein Supermann
Den Leuten ist wohl alles klar
Mir scheint so vieles sonderbar
Was dachte er so dann und wann
Zwei Jungen hat er umgebracht
Er hats gestanden
Sitzt jetzt ein
Er wird jetzt ziemlich schwer bewacht
Weil er sie eiskalt umgebracht
Im Knast will niemand "Mörder" sein
Ich melde mich beim Staatsanwalt
Denn ich will sprechen mal mit ihm
Er hat gemordet tief im Wald
An einem Tag, der bitterkalt
Sein Leben macht wohl kaum noch Sinn
Drei Tage später dann im Knast
Sitzt er mir gegenüber schon
Ich schau ihn an – er scheint so blass
Das Fenster wischt ein Regen nass
Er ist so jung
Wie manch´ ein Sohn
Sein Blick ist trüb
Er weicht mir aus
Will er nicht sprechen über „Das“
Da ist kein Teufel
Auch kein Graus
Doch ist er keine zahme Maus
Ich frage ihn: „Wieso, wie, was“
Durchs Fenstergitter flieht sein Blick
Kaum eine Regung spür ich, nichts
Vielleicht ist es auch nur ein Trick
Vielleicht ist ängstlich er ein Stück
In diesem Knast
Jenseits des Lichts
Zwei Wärter stehen vor der Tür
Die sind recht mächtig, stark und groß
Der Junge auf dem Stuhl vor mir
Scheint bleich und schwach
Kein wildes Tier
Die Hände zittern ihm im Schoß
Dann spricht er leis, so zaghaft, schwer
-Er hörte Stimmen laut in sich-
Ganz tief in ihm wards da so leer
Er sagt, er tut so was nie mehr
Doch tröstet das nicht ihn
Nicht mich
Ich denk, als er so mit mir spricht
An seine Opfer, die jetzt tot
Sie hatten Mütter sicherlich
Die leiden jetzt so fürchterlich
Er brachte so viel Leid
Und Not
Wie hält man´s aus, frag ich mich nur
Wie kann man das ertragen, wie
Er sagt es nicht
Ist er zu stur
Ist da von Reue keine Spur
Schläft man des nachts als Mörder nie
Doch alles, was er sagt und meint
Verwischt, verschwimmt im Zimmer hier
Als er dann vor mir kniet und weint
Als er kein Mörder und kein Feind
Ist selbst er Opfer – ohne Zier
Die Zeit verrinnt, ist bald vorbei
Man führt ihn fort
Man faucht ihn an
Noch einmal schaut er – einerlei
Die Uhr zeigt nachmittags um 2
Er ist ein Junge doch
Kein Mann
Allein bleib ich im Raum zurück
Steh langsam auf und schau und schweig
An diesem Ort, so fern vom Glück
Begreif ich nichts
Kein einzig´ Stück
Beinah tut er mir sogar leid
Wie seine Opfer – tot, vorbei
So starb er selbst – fort, wegradiert
Sein Leben sinnlos, aus, ein Schrei
Nie wieder Menschsein
Nie mehr frei
Nur noch ein Wesen, das erfriert
Die Leute rufen: „Tod dem Schwein“
„Wozu noch Knast für solchen Dreck“
Ich fühl mich ratlos – muss das sein
Doch wer vergibt
Macht man sich klein
Erfüllt die Todesstraf´ den Zweck
Viel später schreib ich den Bericht
Und weiß nicht, wie ich´s schreiben kann
Der Regen wäscht das Fensterlicht
Als man im Radio plötzlich spricht:
Er hat erhängt sich
Irgendwann

Eine Frau

Wieder mal den Weg zum Amte
Stolpert sie so gegen 6
Noch ist sie die Unbekannte
Stolpert schnell den Weg zum Amte
Das liegt vor ihr links
Dann rech...

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Vorwort, Cydonia
  3. Nebelgesicht
  4. Heimkehr (Ein Wort nur)
  5. Chorus
  6. Der letzte Sommer
  7. Parkplatz
  8. Erkenntnis
  9. Erkenntnis
  10. Betrachtung
  11. Annäherung
  12. Eine Frau
  13. Schneesturm
  14. Stilles Ende
  15. Ohne Worte
  16. Die eine und die andere Frau
  17. Die Wärterin
  18. Familiendrama
  19. Schneefall in der Bucht
  20. Das bisschen Leben
  21. Am Grab
  22. Sehnsucht nach Glogau
  23. Weihnachtsgeschichte
  24. Ein Schicksal
  25. Am Straßenrand
  26. Die Herde
  27. Späte Heimkehr
  28. Alte Frau
  29. Alter Mann
  30. Nebel
  31. Nebelschwaden
  32. Impressum