
- 288 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Torsten Schäfer nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Gewässer. Aufgebrochen in den Hitzesommern der letzten Jahre spürt er den Veränderungen nach, die der Klimawandel mit sich bringt.
Im »Dreiflussland« zwischen Rhein, Main und Neckar beobachtet er, taucht ein, fühlt – und erzählt: von vergessenen Quellen im Wald, von Brunnenputzern und Welsfischern, von »seinem« Fluss, dem er von der Quelle bis zur Mündung folgt. Mit sprachlicher Eleganz zeichnet Schäfer ein einfühlsames Bild des Wassers.
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Information


1
Erste Wege

Himmelsfenster. Vielleicht liegt der Grund für die Sehens-Sucht und den Drang, in die Landschaft hineingehen und sie ergründen zu wollen, in dem Himmelsfenster, in dem ich aufgewachsen bin; ich habe diesen Zusammenhang gerade eben erst entdeckt, ein neuer Schatz, der erst noch gehoben werden muss. Der Lohberg, auf dem ich groß geworden bin, liegt weit über der Ebene und hat seinen Namen vom Loh, einem alten Wort für Holz, das zum Gerben verwendet wurde, wie auch von Waldgebieten, deren Holz nur bestimmte Marktgenossen schlagen durften. Es sind nur 280 Meter, die er sich hochstreckt, bis zum Gipfel an der »Finsteren Hölle«, einem bis heute schwer zugänglichen Waldstück, das wir bei allen Wanderungen und Entdeckungen meist mieden; mit dichten Vorhängen aus Wildem Wein am Rand, danach großen dunklen Fichten, schlechten Wegen und alten Bombenkratern.
Von unserem Berg ging morgens der Schulweg hinab ins Dorf, und wenigstens einmal blieben wir stehen, um in die Ferne zu sehen, durch das Himmelsfenster, das an manchen Tagen Wolkentiere schickte, die zur blauschwarzen, düsteren Herde wurden über der Rheinebene, die sich hinzieht bis ganz hinten, zum Horizont. An anderen Tagen tauchen in diesem Panorama Sonnenwesen auf, Strahlenstränge und alle Sommerfarben, die sich niemand hätte ausdenken können. In die man gleich hineintauchen will – wie auch in die Dämmerung oder gar in die Nacht, wenn das Lichtermeer unten in der Ebene liegt.
Manchmal, wenn der Horizont zu sehr lockte, standen wir auch am Rande des großen Feldes, hinter dem unser Revier begann, und liefen einfach los, über das Feld in den Himmel hinein, bis sich irgendwann der Boden senkte, der Schlamm vielleicht das Rennen bremste und uns wieder einmal klar wurde, dass wir so nicht weiterkamen.
Der Blick aber geht hier immer weiter, reist 60 Kilometer hinüber zum Donnersberg in der Pfalz, schweift über all die Windräder ganz außen am Gesichtsfeld, gleitet über die Pfälzer Wälder und verweilt dann vor dem Rhein, der silbernen Schlange, die im diesigen Licht schläft und glitzert. Der große Strom regiert hier still und erhaben, wohl wissend, dass er fast immer da war oder mindestens schon so lange, dass es sich darüber nachzudenken lohnt. Auch zu ihm wollten wir damals hinrennen, er nährte die Phantasien, gab der Ebene und ihren Städten Namen, damit sie sprechen und entdeckt werden konnten.

Von Hutzelweg und Habichtsflug. Im Internetlexikon wird die Neutscher Höhe als Gebirgspass beschrieben, was ich für etwas übertrieben halte bei einer Anhöhe von rund 360 Metern, die eher ein weit gezogenes Hochplateau darstellt. Aber es ist ein wunderbares Plateau, auch weil hier vor 2000 Jahren die Römer schon Waren herfuhren, von Dieburg und aus dem Odenwald. Die Hutzelstraße und die Gegend rund um die Neutscher Höhe sind eine feine Aussichtsfläche, die den Wind einfängt. Daher stand hier auch das erste Windrad Süddeutschlands. Von diesem Höhenzug wandert jetzt mein Blick in alle Richtungen, nirgends stellt sich ihm mehr etwas in den Weg: In der Ferne stehen die Wolkenkratzer Frankfurts mit dem EZB-Turm. Dann schaue ich zur Pfalz, zum Donnersberg und den Windrädern, die inzwischen zur Landschaft gehören, wie es die Strommasten tun. Die Senke des Rheins zeichnet sich ab, diesig am Horizont, immer wieder schemenhaft Wälder und viel offenes Land mit langen Häuserflecken, Türmen, grünen Inseln.
Es sind von hier aus nur wenige Kilometer in jedes Tal, ins Lautertal, Stettbachtal, Modautal, Mühltal – immer sind es die kleinen Bäche, die Namen geben und daran erinnern, dass mit dem Wasser die Namen kommen und das Leben beginnt. Mir wird klar, obwohl ich hier schon oft war, wie zentral dieses Plateau des Odenwalds und der Bergstraße ist, dass hier alle Wege zusammenführen und wieder auseinandergehen. Mir wird jedoch auch bewusst, wie verlassen die Gegend ist, da hier abgesehen von ein paar Höfen und einzelnen Gehöften nichts ist außer Wald, Feld, Windrädern und Wegkreuzen.
Mit mir unterwegs ist mein ältester Gefährte, Rouven Wembacher, mit dem ich seit dem vierten Lebensjahr befreundet bin; ein Landschaftswanderer, mit dem ich vieles geteilt habe über die Jahrzehnte – die Schule, viele Reisen, das Angeln, die Streifzüge in der Natur, die immer noch anstehen und nun von seiner Beobachtungsgabe und seinem Wissen profitieren. Denn Rouven, der Gefährte, ist Diplom-Ingenieur für Umweltschutz und arbeitet heute im Artenschutzreferat des hessischen Umweltministeriums.
Wir schauen jetzt nach oben, Rotmilane ziehen pausenlos über die Felder, teils so tief, dass ihr rostfarbenes Gefieder uns matt anglänzt, wir sehen den gekerbten Schwanz und ihren schwankenden und doch erhabenen Flug. Turmfalken rütteln über frischer Mahd, lassen sich fallen, um wieder aufzusteigen, kabbeln sich mit einer Krähe und verschwinden wieder in die Weite. Dazu die ewigen Boten, die Bussarde, mit denen wir vor dem Stimmbruch Unterhaltungen pflegten. Was sie sagten, wusste ich nie. Aber ich wusste, dass sie antworteten.
Wir ziehen weiter und hören ein Habichtpaar vor dem Waschenbächer Wald mit seinem grellen, zeternden Rufkonzert – um dann einen der beiden über dem Nieder-Ramstädter Boschel gleiten zu sehen, was selten ist. Denn Habichte sind Ansitzjäger und keine Gleiter; wie muss ihm oder ihr dieser Versuch vorgekommen sein, der etwas unbeholfen wirkte und nie ins eigentliche Gleiten hineinkam durch immer neue Anläufe, mit denen sich der große Vogel in die Höhe wirft, um dann bald wieder abzusinken. Hinter ihm öffnet sich vor unserem Blick die Rheinebene, Eberstadt, Pfungstadt, Ried, dann der Rest. Verbautes Land mit wenigen Geheimnissen, hatte ich oft gedacht. Jetzt überlege ich, wo es sich dort zu laufen lohnt.

Dreiflussland. Ich begreife die drei Flüsse als Grenzen unserer Region, wodurch eine Insel entsteht. Rhein, Main und Neckar müssen über Jahrtausende als natürliche Grenzen gewirkt und dabei tief eingeprägte kulturelle Muster hinterlassen haben. Ich weiß zu wenig über ihre Grenzwirkungen, aber die Vorstellung, aus einer Insel herauszukommen, die von Flüssen gerahmt ist, treibt mich an. Denn wer sich länger an den drei Ufern aufhält, so wie ich es von Kindheit an gemacht habe, und oft ins Wasser sieht, versteht, warum Flüsse so besondere Grenzen sind. Sie sind anziehende Grenzen; ich will nicht nur über sie hinweg, sondern auch auf sie, in sie hinein, bei ihnen bleiben. Die meisten Grenzen stoßen ab. Aber Flüsse, diese untypischen und doch ältesten Grenzen, ziehen an.

Kartenreisen. Wie steht es denn um die Quellen in diesem Land zwischen den drei Flüssen? Es sind viele und immer mehr, wenn man die Kartenmaßstäbe immer größer wählt, neue Karten auf den Tischen ausbreitet und sich dem Land so von oben in immer engeren Schritten nähert.
Ich gelange zu einer Karte meiner Gemeinde und entdecke auch kleinere Fließstrecken und Miniaturbäche, die ich nicht kannte, obwohl ich glaubte, dieses Land ganz genau zu kennen. Mit den Quellen geschieht es ähnlich; je näher ich mich auf die Karten und das Land einlasse, in dem ich wohne, je genauer ich es durchstreife, im Moment nur vom Schreibtisch aus in Gedanken und mit Phantasien, aber mit all der Begeisterung, die das Kartenreisen in Momenten der Muße entfachen kann. Je mehr ich dies tue, desto stärker wird mir klar, wie sehr das Wasser überall ist. Wie sehr wir mit ihm verwoben sind und es nur verbannt haben aus dem Denken und Tun.
Hier auf der Karte ist es nun überall vor mir, als Rinnsal und Quelle, als unbekanntes mäanderndes Wesen, das sich in einen kleinen Bach, den Beerbach, ergießt, der wiederum in den mittleren Fluss, die Modau, gelangt, die sich unten im Tal zum Rhein aufmacht. Aber von diesen kleinsten Bächen spricht heute kaum jemand mehr. Nur wenn im alten Ritual der »Grenzgänge« die Gemarkung abgewandert wird, eine knappe Hundertschaft der Bewohner ist meist dabei, mit dem Ortsvorsteher an der Spitze in schleppendem Tempo, scheint die alte Grenzmarkierung auf, die sich öfter an den Wasserläufen und Quellen orientiert.
Wie es um die Bäche und Quellen steht, möchte ich auf den Wanderungen herausfinden – und in Gesprächen mit den Wassermenschen, die sich eine besondere Beziehung zu ihnen erhalten oder auch ganz neu aufgebaut haben. Ich habe viele getroffen, manche geplant, andere unverhofft, typische und überraschende Ufergänger, auch solche in Amtsstuben, denn da wird letztlich über die Ufer, die Quellen, Bäche und das Leben darin entschieden. Nur in das Fließen zu schauen bringt nichts, denn es sind die Fachleute und Behördenmenschen, die ihren Teil zur Geschichte unserer kleinen Gewässer beitragen. Und die Wissenschaftler wohl auch.

Geolob. Mir sind viele Fächer der Wissenschaft auf der Wasserreise begegnet, natürlich die Hydrologie und Biologie mit der Ökologie und anderen Teildisziplinen, aber auch die Geologie, Geschichtswissenschaft, die Psychologie und Rechtskunde wie auch die Theologie mit ihren Wasser- und Taufdeklinationen. Wo aber ist die gute alte Erdkunde, mein erstes Lieblingsfach, geblieben, die Geographie als allgemeine Beobachtungslehre der Landschaft wie auch ihrer Menschen und deren Geschichte? Mein Eindruck ist, dass wir ihr weniger begegnen als früher. Es könnte am Trend zur Spezialisierung liegen, der alle Bereiche erfasst hat. Aber die Geographie ist anders, denn sie ist eine Klammer, ein Bindeglied, das nicht fehlen darf, weil sie den Kontext, den Zusammenhang über Fachgrenzen hinweg herstellt.
Deshalb hat ihr der Reiseschriftsteller Sylvain Tesson in seinem Kurzbericht von der Unermesslichkeit der Welt eine kleine Ode gewidmet. Für ihn wirft die Geographie das, was die anderen Fächer preisgeben, »in ihren Kessel, mischt die Zutaten und braut daraus ihre Lesart der Welt. Sie bittet die Historie um den Namen des Heeres, das in diesem Tal sein Blut vergossen hat. Sie fragt die Geologie, aus welchem Stein die Mauern des auf eine Bergkuppe erbauten Klosters sind, und die Geomorphologie, wo die Bergkuppe ihren Ursprung hat. Sie fragt die Paläoklimatologie, seit wann man Wein in Hanglagen anbaut, die Palynologie, was früher auf heutigem Brachland wuchs, bittet die Toponymie, das zu offenbaren, woran sich selbst die Ältesten nicht mehr entsinnen, und erfragt von der Topographie, weshalb sich die Ruinen eines Burgturmes genau an dieser Stelle befindet.« Und sobald die Daten gesammelt seien, schreibt der Franzose weiter, »offenbart sie ihre Vision, enthüllt, was die Naturgewalten dem Substrat zugemutet und was der Mensch ihm angetan hat. Sie überreicht die Schlüssel, die das Verständnis der Landschaft erschließen. Mit der Geographie wird endlich Licht.«

Hauptdarsteller. Wenn ich höre, dass in manchen Medizinstudiengängen Strickkurse angeboten werden, um die Fingerfertigkeit für die Operationen zu trainieren, würde ich gerne Wald- und Flussexkursionen mit Kletter- und Schwimmeinheiten verordnen. Damit die Finger und Hände in Bewegung geraten an den Orten, aus denen heraus die Menschen gekommen und seine Gesellschaften entstanden sind – Wälder und Flüsse, Bachtäler und Auen, Quellen. Hier liegen Antworten auf viele Fragen, auch auf meine danach, wie es diesen Landschaften wirklich geht, wohin sie mit uns gehen. Ich weiß es nicht, trotz vieler Lektüren und Recherchen, denn ich habe sie nicht mehr gefühlt, nicht so betreten wie zu der Zeit, als ich offener, intuitiver und meditativer war als heute, als Kind und Jugendlicher.
Daher mache ich mich auf diese lange Suche, die aber nach vorne weist. Denn wir müssen viel tun, weil es den Gewässern nicht gut geht, so viel ist klar. Und wir müssen es, weil die EU mit der Wasserrahmenrichtlinie allen ihren Ländern vorschreibt, die Gewässer in einen »guten Zustand« zu bringen. Das heißt, kurz gefasst, dass es keine Hindernisse für wandernde Arten wie Lachs und Bachforelle mehr geben darf, dass die Wasserqualität besser werden muss und die Flüsse renaturiert werden, damit sie wieder ursprünglichere Ufer bekommen. Diese Riesenaufgabe steht vor allen Staaten, Bundesländern, Regionen, Bezirken und Gemeinden, allen, die Verantwortung für die Flüsse tragen. Sie sind schon einmal gescheitert, denn die Richtlinie stammt aus dem Jahr 2000 und sollte von den EU-Staaten 2015 umgesetzt sein; nun ist 2027 die neue Frist.
Ich frage mich am Beginn meiner Wasserreise, was »ein guter Zustand« genau sein soll, wie es dorthin geht, was die Hindernisse sind – faktisch und emotional, explizit und implizit, gerade für die kleinen und mittleren Gewässer, von denen wir so viel weniger sprechen, denken, aufschreiben.
Ich werde diese Teiche und Seen, Bäche und Flüsse suchen zwischen allen Orten meines Lebens und ihnen die Rolle der Hauptdarsteller zuweisen, damit sie lebendig werden und Geschichten über Ortswesen und Wesensorte entstehen, damit die Landschaft spürbar wird und Worte erhält.

Flüsse gucken. Oft, wenn ich ans Wasser komme, zu Fuß oder in Gedanken, lande ich im Wald; beides ist für mich nicht voneinander zu trennen, deshalb sind mir die kleineren Flüsse, die sich direkt am Waldrand schlängeln, ihre Kurven zwischen die Bäume legen und sich wieder aufmachen nach einer Weile in das flache Land und die baumlose Weite, meine liebsten Flüsse. Sie nehmen Kontakt auf, lassen sich einhüllen von den Baumreichen und ziehen besondere Bäume wie die Schwarzerle an, die das Bachufer hält und Kinderstube für Fische und Insekten ist. Und dann wenden sie sich wieder ab mit ihrem eigenen Willen zur Ebene, zum Tempo, zum Fortstreben aus den dunkleren Gefilden mit Blättern und Stämmen. Aber dieser Kontakt, diese Flusskurve, die sich in den Wald neigt und wieder aus ihm herausstrebt, sie hat mich schon immer angezogen.
Ich erinnere mich an eine Klassenfahrt in den Norden Hessens, nach Schlitz an der Fulda, wo wir mit meiner sangeslustigen Französischlehrerin durch die Gegend wanderten, teils falsch, weil unser Physiklehrer ständig die Wanderkarte verkehrt herum hielt. Doch wir zogen immer wieder an der Fulda entlang mit ihren Prallhängen, steilen Brennnesselufern, schattigen Weidentunneln und ja, dann auch den Waldkurven, die sie nahm.
Auf der Anfahrt schon sah ich diese Kurven vom Bus aus. Ich reckte mich empor, musste auf die andere Busseite gelangen und hoffte, es noch zu schaffen, denn die Straße führte wieder den Berg hinauf und weg vom Fluss. Doch dann war irgendein Platz frei, ich presste meine Nase an die Scheibe und schaute hinunter in die Kurve der Fulda im Wald, so lange ich konnte.
So mache ich es heute noch, wenn ich Zug fahre und dann, der Geschwindigkeit wegen, noch kürzer, teils nur schemenhaft, kleine Flachlandflüsse auftauchen. Manchmal bekomme ich sie nicht, aber immer wieder entdecke ich sie noch, mit letzten Schritten im Zugabteil, schnell ans Fenster und noch irgendwie das Flussgucken versuchen. Die meisten bleiben mir unbekannt, weil alles so schnell geht. Aber ich nehme ihre Bilder mit und setze sie zur Fulda in Beziehung. Oder zur Werra, deren Kurven und Schlingen auf dem Weg nach Norden ebenso knistern und mich zu sich hinziehen.

Klein, mittel, unbekannt. Deutschlands Flüsse und Kanäle sind 530 000 Kilometer lang. Nur 6550 Kilometer davon sind schiffbar, die sogenannten Bundeswasserstraßen. Den Rest, rund 524 000 Kilometer, machen mittlere und kleine Flüsse aus. Um sie geht es mir, Flüsse, über die viel weniger gesprochen und geschrieben wird, weil sie sich dem bundesweiten Blick entziehen. Weil sie lokale Umwelten sind, die sich stark voneinander unterscheiden, gleichzeitig aber viele Erfahrungen und Probleme gemeinsam haben. Die meisten dieser Flüsse sind die kleinen Flüsse, für die die »Bund- und Länderarbeitsgemeinschaft Wasser« ein Einzugsgebiet von 100 bis 1000 Quadratkilometer vorsieht. Unter 100 Quadratkilometern sind es Bäche, über 1000 große Flüsse und ab 10 000 Ströme. Das Einzugsgebiet meiner Modau – und damit ungefähr auch dieses Buches mit seinen Wäldern, Gewässern und Orten – ist 205 Quadratkilometer groß. Dieser Fluss ist nur 44 Kilometer lang – ein Fluss, wie es Tausende davon gibt. Deshalb ist sie ein Prototyp, steht für ...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Prolog
- Vorwort
- I Über Wasser in Zeiten der Klimakrise
- II Modaupfade
- III Eine andere Welt
- Epilog
- Zum Weiterlesen
- Über den Autor
- Danksagung
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