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Geldanlage für Dummies
Über dieses Buch
Sie wollen Ihr Geld erfolgreich anlegen, wissen aber nicht wie? Die Wirtschafts- und Finanzjournalisten Judith Engst und Janne Jörg Kipp zeigen in diesem Buch nicht nur die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage auf, sondern stellen auch die richtigen Fragen und helfen Ihnen so, die für Sie geeigneten Anlageformen auszuwählen: vom guten alten Sparkonto über Aktienfonds, Riester- und Rürup-Rente hin zu Immobilien und Wertpapieren.
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Information
Teil III
Wertpapiere – Geld beim Staat und an der Börse anlegen

Kapitel 10
Ohne Depot läuft gar nichts
IN DIESEM KAPITEL
- Brokerauswahl
- Depoteröffnung (für börsengehandelte Wertpapiere)
- Freistellungsauftrag
Wer Wertpapiere kaufen will, kann dies nicht einfach von seinem Konto aus tun. Vielmehr braucht er eine Art »Lager«, wo die Wertpapiere für ihn aufgehoben und verwaltet werden.
Für börsengehandelte Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Fonds, Pfandbriefe und Zertifikate benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Was genau das ist und wie Sie ein Depot und Schuldbuchkonto eröffnen, darum geht es in diesem Kapitel.
Und damit Vater Staat später nicht gleich wieder einen Teil Ihrer Gewinne in Form von Steuern abschöpft, erfahren Sie außerdem noch, warum es sinnvoll ist, gleich bei Depot- oder Kontoeröffnung einen Freistellungsauftrag zu erteilen.
Depot: das Lager für Ihre Wertpapiere
Als eine Aktie noch ein Dokument zum Anfassen war, brauchte man zur Lagerung noch vergleichsweise viel Platz. Je mehr Wertpapiere ein Anleger besaß, desto größer musste das Depot (»Lager«) sein. Heute geht's elektronisch, denn kaum mehr eine Aktie ist in Papierform vorhanden. Das gilt auch für andere Wertpapiere wie Anleihen, Fonds oder Pfandbriefe. Die Informationen darüber, wer sie in welcher Stückzahl besitzt, werden auf einem Großrechner abgespeichert – fertig!
Ein solches Wertpapierlager – früher real, jetzt virtuell – nennt sich ganz einfach Depot: Hier »lagert« die Bank für Sie alle Wertpapiere, die Sie kaufen. Auf dieses Depot haben Sie als Eigner selbstverständlich Zugriff. Sie können Wertpapiere kaufen und in Ihr Depot legen (vorausgesetzt, Ihre Knete reicht dafür). Sie können sie aber auch wieder verkaufen, wie es Ihnen beliebt. Ein solches Depot wird bei bestimmten, auf den Wertpapierhandel spezialisierten Banken geführt, die man landläufig »Depotbank« oder auf Neudeutsch »Broker« nennt. Ihre erste Aufgabe besteht also darin, einen Broker auszuwählen.
Brokerwahl leicht gemacht
Depotbanken gibt es seit gut einem Jahrzehnt wie Sand am Meer. Das ist auch gut so. Denn dank der Konkurrenz traut sich inzwischen kaum mehr eine Bank, für ein Wertpapierdepot unverschämt hohe Gebühren zu erheben. Früher dagegen waren happige Gebühren bei Depots Standard. Die Banken dachten sich vermutlich, dass ohnehin nur sehr wohlhabende Leute Wertpapiere kaufen, und verlangten jährlich Hunderte von Euro für die Depotführung. Heute kauft auch Otto Normalverbraucher Aktien und tatsächlich sind inzwischen viele Depots kostenfrei oder für nur kleines Geld zu haben. Wichtig ist hier folgende Unter-scheidung:
- Online-Broker (auch Direktbroker genannt) bieten meist kostenlose oder ausgesprochen günstige Depots an. Dazu gehören beispielsweise ING (
www.ing.de), die Comdirect (www.comdirect.de), Consorsbank (www.consorsbank.de), Onvista-Bank (www.onvista-bank.de), Sparkassen Broker (www.sbroker.de), Flatex (www.flatex.de) oder Smartbroker (www.smartbroker.de). Ihre Wertpapiergeschäfte können Sie im Internet erledigen, aber auf Wunsch (und gegen Aufpreis) häufig auch per Telefon oder Fax. - Filialbanken bieten Ihren Kunden ebenfalls oft Depots an, das aber nicht immer zum Schnäppchenpreis. Sie lassen sich den Vor-Ort-Service in der Regel gut bezahlen. Deshalb ist dieses Modell auch auf dem absteigenden Ast. Die Anleger sind ja nicht blöd.
Über die Brokerwahl könnte man eine ganze Doktorarbeit schreiben. Eine solche Abhandlung ersparen wir Ihnen aber lieber. Denn es geht auch einfacher: Wählen Sie zunächst mal eine Depotbank aus, die möglichst keine Depotgebühren erhebt. Eine solche Bank verdient ihr Geld dann unter anderen mit den Preisen für die Orderaufgabe, aber um diese Baustelle können Sie sich später kümmern. Da sich die Preise der Banken immer wieder mal ändern, finden Sie an dieser Stelle keine konkrete Empfehlung, sondern nur einen Tipp:
Es kann passieren, dass Sie an einen Broker geraten, der keine Depotgebühren erhebt, dafür aber bei den Wertpapierorders schamlos zulangt. Dann müssen Sie wissen: An einen Broker sind Sie nicht »lebenslänglich« gebunden. Wenn Ihnen ein anderer besser gefällt, können Sie einfach wechseln und Ihre Wertpapiere auf ein Depot dort übertragen. Erfreulicherweise darf der bisherige Broker dafür keinerlei Geld verlangen. Denn die Wertpapiere sind Ihr Eigentum, das die Bank auf Ihr Verlangen hin herausrücken muss. Das hat sogar der Bundesgerichtshof klargestellt (Aktenzeichen: XI ZR 200/03 und XI ZR 49/04). Lediglich bei einer Wertpapierübertragung ins Ausland oder aus dem Ausland können Gebühren anfallen. Aber wenn Sie Ihr Vermögen schon mal in der Schweiz oder auf den Bahamas haben, werden Sie es ja nicht freiwillig wieder zurückholen, es sei denn, Sie sind in eine finanzielle Schieflage geraten.
Sobald Ihre Entscheidung für einen bestimmten Broker gefallen ist, stellen Sie einen Antrag auf Depoteröffnung (siehe nächster Abschnitt).
Depoteröffnung: So gehen Sie vor
Falls Sie ein Depot bei einer Filialbank bevorzugen, gehen Sie hin, fragen Sie nach dem betreffenden Eröffnungsantrag und füllen ihn aus. In der Regel werden Sie sich aber aus Kostengründen für einen Direktbroker entscheiden, denn dort ist die Depotführung meist kostenlos. Dann gehen Sie auf dessen Website im Internet und klicken auf »Depot eröffnen«. Dort finden Sie einen Antrag, den Sie direkt am Rechner ausfüllen und dann ausdrucken können. Nur unterschreiben müssen Sie noch von Hand.
Bei einer Depoteröffnung müssen Sie sich stets ausweisen. (»Da könnte ja sonst jeder kommen.«) In der Filialbank ist das ganz einfach: Sie zeigen Ihren Personalausweis, und wenn Sie dem Typen auf dem Foto ähnlich genug sind oder der Banker am Schalter Sie persönlich kennt, wird man Ihnen gleich problemlos ein Depot einrichten.
Bei einer Direktbank läuft das Ganze anders. Da schicken Sie Ihren Personalausweis besser nicht hin, sonst kriegen Sie ihn womöglich nie wieder zurück. Stattdessen werden Sie aufgefordert, das Post- oder Videoidentverfahren zu nutzen. Das Postidentverfahren geht so: Sie traben mit den ausgefüllten Unterlagen zum nächsten Postschalter. Neben dem Antrag auf Depoteröffnung findet sich bei diesen Unterlagen auch ein Formular für das Postidentverfahren. Ihren Personalausweis oder Pass nehmen Sie ebenfalls mit. Am Postschalter müssen Sie ihn vorzeigen und es wird eine Unterschrift von Ihnen verlangt. Mit diesem Verfahren steht die Post dafür gerade, dass Sie es auch wirklich sind, der den Eröffnungsantrag gestellt und darauf unterschrieben hat – und nicht irgendein Gauner, der unter Ihrem Namen agiert....
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titelblatt
- Impressum
- Über den Autoren
- Einführung
- Teil I: Erst mal die Basics: Wie viel anlegen? Was sparen? Wie vorgehen?
- Teil II: Das Naheliegendste: Banken, Bausparkassen und Versicherungen
- Teil III: Wertpapiere – Geld beim Staat und an der Börse anlegen
- Teil IV: Immobilien: »Betongold« als Altersvorsorge
- Teil V: Geldanlage mit Förderung von Staat und Arbeitgeber
- Teil VI: Der Top-Ten-Teil
- Stichwortverzeichnis
- End User License Agreement
Häufig gestellte Fragen
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